Buffy im Bann der Dämonen

Harharhar, diese Konservativen und Liberalen sind schon urkomisch! The ugly toad halluziniert eine Christenverfolgung in den USA, weil die Gerichte dort noch immer auf die Trennung von Staat und Religion pochen, während das antibuerokratieteam Bloggern wie SpexX, Maledei und mir ein „Wehret den Anfängen!“ entgegenschleudert, weil wir seine rechtsextremen Freunde daran hindern, ihre bodenlose Hetze zu verbreiten.

Ja, so ist das, und ich warte bloß noch auf den Moment, an dem das antibuerokratieteam die Ära der Entnazifizierung als „Hexenjagd“ tituliert, vor der seinerzeit allein die liberalen Parteien Schutz gewährten. Womit er uns dann zugleich erklärt hätte, warum FPÖ und F.D.P. nach 1945 zum bevorzugten Sammelbecken für Altnazis geworden sind.

Aber Polemik mal beiseite: worin liegt denn der inhaltliche Fehler des antibuerokratieteams? Er liegt darin, dass er das Recht, seine Meinung frei zu äußern, abtrennen will von der Möglichkeit, diese Meinung auch in die Tat umzusetzen. Jeder soll sagen können, was er will, solange das nur keine praktischen Folgen hat. Deshalb setzt er die Behauptungen von Jürgen Krafzik über Lesben und Schwule (sie seien „obszöne Horrorgestalten“, die „unsere Kinder versauen“ und kein „Recht“ hätten, Europa mitzugestalten) zu einer bloßen Meinung herab, die man gefälligst tolerieren müsse, auch wenn sie darauf hinausläuft, „Homosexuellen“ entweder das Bürgerrecht zu entziehen oder sie gleich totzuschlagen. Wenn sich aber die Leute, die von Jürgen Krafzik für vogelfrei erklärt werden, gegen dessen Hetze zur Wehr setzen, indem sie beispielsweise die Schließung seines Blogs veranlassen, dann verhalten sie sich in den Augen des antibuerokratieteams intolerant; denn schließlich belässt es the ugly toad bei seinem Geschreibsel, während wir „totalitären Blockwarte“ daraus reale Konsequenzen ziehen!


4 Antworten auf „Buffy im Bann der Dämonen“


  1. Gravatar Icon 1 k. karl acke 30. Juni 2005 um 20:11 Uhr

    worin liegt denn der inhaltliche Fehler des antibuerokratieteams? Er liegt darin, dass er das Recht, seine Meinung frei zu äußern, abtrennen will von der Möglichkeit, diese Meinung auch in die Tat umzusetzen. [ … ] Wenn sich aber die Leute, die von Jürgen Krafzik für vogelfrei erklärt werden, gegen dessen Hetze zur Wehr setzen, indem sie beispielsweise die Schließung seines Blogs veranlassen, dann verhalten sie sich in den Augen des antibuerokratieteams intolerant; denn schließlich belässt es the ugly toad bei seinen Geschreibsel, während wir “totalitären Blockwarte” daraus reale Konsequenzen ziehen!

    Deine Argumentation (mal abgesehen vom MG-Sprech-Hitchhiking) gibt keinen Sinn. Die reale Umsetzung ist bei Dir genauso abgetrennt, wie beim ugle toad. Oder kannst Du ihm wirklich den Blog abschalten? Grad war er noch erreichbar…

  2. Gravatar Icon 2 lysis 30. Juni 2005 um 20:21 Uhr

    Mmh, wieso? Ich kann ganz viele Dinge tun. Wenn blogg.de nicht reagiert, kann ich ihn immer noch wegen Volksverhetzung anzeigen oder ihm bei nächster Gelegenheit einfach eine aufs Maul hauen! ;-)

  3. Gravatar Icon 3 oktogonales Seepferdchen 01. Juli 2005 um 1:42 Uhr

    btw. ist deine Aufzählung der FPÖ als (zuerst liberales) Auffangbecken für Altanzis nach dem 2 WK. falsch. Die Freheitliche Partei Österreichs wurde von Solchen erst im Jahre 1955 gegründet. Zuvor gab es den VdU(Verein der Unabhängigen). Die FPÖ fiel eben nicht, wie es aus deiner Darstellung nahezulegen versucht ist, einer Usurpation durch Nazis zum Opfer, sie war vielmehr ein genuines Produkt der ehemaligen NationalsozialistInnen.

    Deine Argumentation bezüglich der FPÖ ergibt also alleine schon deshalb keinen Sinn, weil diese vor 1945 bzw. 1938 einfach noch gar nicht existierte, und sie deshalb auch keine liberale Vorgeschichte hat, auf die es zu rekurrieren lohnen würde .

  1. 1 Bye Bye Gegenstimme « Brodaganda Pingback am 16. Juli 2008 um 9:45 Uhr
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