Eberhard Seidel ergründet am Fall des grünen Rassisten und Deutschnationalisten Jan Feddersen die Motive deutscher Muslimjäger:
Jan Feddersen hat in seinem gestrigen Beitrag beispielhaft vorgeführt, wie mit Halbwahrheiten und selektiver Wahrnehmung das Stereotyp „muslimischer Mann“ konstruiert wird. […] Vieles spricht dafür, dass der Muslimdiskurs mit seinen so offensichtlich kulturalistischen Konstruktionen vor allem eine Selbstverständnisdiskussion der Mehrheitsgesellschaft ist. Je mehr des Bösen, Normabweichenden und Inkorrekten auf das Muslimische projiziert wird, desto heller, reiner und entwickelter erscheint das Selbst. Das ist eine einfache Wahrheit aus der Vorurteilsforschung. Eine weitere lautet: Eine Kultur des Ressentiments hat noch immer Repression und Gewalt der Mehrheit gegenüber der Minderheit zur Folge gehabt.

Kleiner Fehler: Seidel bezieht sich auf diesen Artikel von Feddersen.