Wie T-Online mal den Stürmer spielte

Leute, die sonst so sensibel auf Wiederanklänge des Antisemitismus reagieren, wollen auf einmal Stürmer-Zitate auf dem KONKRET-Cover nicht mehr als solche erkennen. Aber wie ist es eigentlich mit dieser Karikatur, die am 9. 12. 2001 auf der Startseite von T-Online erschien? Auch nur eine eingebildete Parallele?

T-Online-Homepage 9.12.2001

Hier das Ganze nochmal in einem größeren Ausschnitt und hier das Originalbild mit etwas weniger Kompressionsschlieren.


10 Antworten auf „Wie T-Online mal den Stürmer spielte“


  1. Gravatar Icon 1 herr nielson 29. März 2006 um 12:21 Uhr

    Worauf willst du hinaus? den vergleich zwischen konkret und den Stürmer zu ziehen finde ich ziemlich daneben, v.a. dass es sich bei dem Stürmer um eine zeichnung handelt, bezeichnend für den eleminatorischen ntisemitismus in deutschen landen. die konkret zeigt ein foto von einem schiitischen glaubensritual aus dem zusammenhang gerissen und deshalb durchaus kritikfähig und meiner meinung nach unglücklich gewählt.
    Zu dem t-online bild: dass es sich hier um eine bin-laden karikatur handelt, die den alltäglichen deutschen rassismus praktisch mit im gepäck hat bestreitet niemand.Dass es scheiße ist auch nicht. Aber mit nationalsozialismus-vergleichen rutscht man schnell in die ecke der „israel hat nazimethoden“-ecke… Sehr fragwürdig

  2. Gravatar Icon 2 bigmouth 29. März 2006 um 15:11 Uhr

    ich glaube, du hast recht. eine besonders große nase hat bin laden nämlich wirklich nicht:

    wenn er also mit solcher karikiert wird, ist das schon extrem merkwürdig, vA da es wirklich die ganz klassische stürmer-judennase ist

  3. Gravatar Icon 3 bigmouth 29. März 2006 um 15:12 Uhr

    mist, das bild will sich nicht einbinden lassen: http://www.bmlv.gv.at/ausle/isaf/images/bin_laden.jpg

  4. Gravatar Icon 4 Lathandir 29. März 2006 um 18:39 Uhr

    Und was soll das Bild jetzt? Beweisen, dass der doch eine große Nase hat?

  5. Gravatar Icon 5 ascetonym 29. März 2006 um 19:08 Uhr

    Das ist eine Halloween-/Karnevalsmaske, by the way… http://www.hauntedbay.com/features/osama.shtml

  6. Gravatar Icon 6 bad brain 29. März 2006 um 19:22 Uhr

    Jaaaa klar… Kein Wort davon, daß Islamisten behauptet haben, das 9/11-attentat sei eine „jüdische Verschwörung“ gewesen…Immer schön die Fakten unterschlagen.

  7. Gravatar Icon 7 bad brain 29. März 2006 um 19:24 Uhr

    Aber die Physiognomie ist schon ziemlich offensichtlich.

  8. Gravatar Icon 8 lysis 29. März 2006 um 20:06 Uhr

    Ist T-Online ein islamistisches Unternehmen? Man lernt doch nie aus, wohin der Arm des Islam bereits reicht! 8-}

  9. Gravatar Icon 9 bigmouth 29. März 2006 um 20:37 Uhr

    @Lathandir: im gegenteil. osama hat eben keine physiognomie, die von sich aus leute dazu bringen würde, ihn mit so einem zinken zu karikieren. mE bestätigt das lysis‘ these

  10. Gravatar Icon 10 nachdenklich 29. März 2006 um 23:58 Uhr

    Also auf dem von bigmouth verlinkten Foto sieht bin Laden doch relativ gut aus. Viele Menschen würden wohl sagen, dass es sich um einen gutaussehenden Mann Mitte 20 handelt, wenn sie nicht wüßten, dass es bin Laden ist. (Überhaupt sieht bin Laden immer sehr unterschiedlich aus, aber das ist ein extra Thema)

    Von dem Gesicht auf dem T-Online-Bildchen wird wohl kaum eine(r) sagen, dass es attraktiv aussieht. Sehen wir der Wahrheit ins Auge: Bin Laden sieht verdammt gut aus (zumindest auf dem Foto, wie er jetzt aussieht weiß ich nicht) und T-Online karikiert ihn als Hakennasiges Monster.

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