Das Blaue vom Himmel

Dreiste Lügen über ihre Biographie hat nicht nur Ayaan Hirsi Ali aufgetischt, dreiste Lügen serviert uns auch der Jungle-World-Redakteur Ivo Bozic. In seinem Artikel Guten Aufenthalt! behauptet er:

Dass der Betrug plötzlich von rechtskonservativer Seite wieder vorgebracht und skandalisiert wird, hat wohl einen anderen Grund. Denn im Gegensatz zu den Konservativen lehnt die Islamkritikerin Hirsi Ali eine Beschränkung der Einwanderung in die Niederlande ab. Ganz im Gegenteil engagiert sie sich für die Rechte von Asylsuchenden und fordert, dass auch so genannte Wirtschaftsflüchtlinge aufgenommen werden. Dass sich ausgerechnet eine der schärfs­ten Kritikerinnen der niederländischen Inte­gra­tions­politik einer rassistischen Ausländer-Raus-Kampagne verweigert, dürfte dem rechten Lager unverschämt erscheinen. Deshalb richtet sich die Kampagne mit einem Mal auch gegen Hirsi Ali selbst.

Die Wahrheit kann man u.a. dem britischen Guardian, einer etwas respektableren Quelle als der linken Amateurzeitung aus Berlin, entnehmen. Dort heißt es:

A member of the hard-right VVD party, which wants to impose restrictions on the number of immigrants, Ms Hirsi Ali regularly […] attacks the Netherlands‘ liberal immigration policies.

Auf Wikipedia darf man nachlesen, dass eine ihrer wesentlichen politischen Forderungen die Einführung einer „Integrationspflicht“ war: „Wer sich nicht integrieren lassen will, sollte das Land verlassen.“ Zur Begründung ihres Parteiwechsels in die rechtsliberale VVD heißt es in der englischen Wikipedia: „She criticized the PvdA [Partij van de Arbeid] for being blind to the negative effects of immigration from Islamic countries.“ Und in ihrer Abschiedserklärung anlässlich der Niederlegung ihres Abgeordnetenmandats schreibt sie schließlich selbst: „Lastly, I wanted politicians to grasp the fact that major aspects of Islamic doctrine and tradition, as practiced today, are incompatible with the open society.“ Da sie einerseits eine Integrationspflicht fordert, andererseits die Integration von Muslimen in die niederländische Gesellschaft aber für unmöglich hält, liegt die Schlussfolgerung, die manche ihrer Parteifreunde ziehen, auf der Hand: Ausweisung aller Muslime aus den Niederlanden!

Dies alles euphemisiert Bozic zu einer „besonders kritischen“ Haltung zum „Kulturrelativismus gegenüber der islamischen Comunity“ — eine Position, die neben Ayaan Hirsi Ali auch Pim Fortuyn vertreten habe. So macht die Jungle World durch ihre Eulogie auf Hirsi Ali ganz nebenbei auch einen ermordeten Faschisten wieder hoffähig.

Kulturrelativistisch ist aber vor allem Ivo Bozic selbst, der klassisch rechte Stammtischparolen nicht mehr als solche benennen will, wenn sie von einer Migrantin formuliert werden. Auf diese positiv-rassistische Einstellung, die sich weigert, Hirsi Alis Machenschaften ernst zu nehmen — insbesondere die Erstellung ihrer Fake-Biographie „Ich klage an“ — spielte das NRC-Handelsblad kürzlich mit folgender Karikatur an:

Fokke und Sukke
Fokke und Sukke begreifen Hirsi „Ali“ vollkommen — „Du musst es im Kontext einer Kultur sehen“ … „des Mangels an Scham und Ehrgefühl“.

Ivo Bozic wehrt sich folglich dagegen zu begreifen, dass Hirsi Ali eine klassische Vertreterin der Neuen Rechten ist, die mit ihrem Verweis auf die nicht-assimilierbare Kultur der „Anderen“ ihre Forderung nach einer restriktiven Einwanderungspolitik begründet. Hierzu Pierre-André Taguieff:

Die grundlegende rassistische Kategorisierung drückt sich deshalb heute nicht mehr in einer hierarchischen Klassifikation menschlicher Rassen aus, sondern anhand eines augenscheinlich weniger brutalen Kriteriums: das Assimilierbare wird gegen das Nicht-Assimilierbare gestellt. […] Eines der besten Beispiele hierfür ist die Beschuldigung bestimmter Minderheiten, durch einfachen Kontakt Hauptverursacher einer Destabilisierung und Dekomposition der nationalen Identität zu sein. Vorrangig werden hierzu „Nicht-im-Lande-Geborene“ ausgewählt, die als „Fremde/Ausländer“ identifiziert werden. Denn die „fremden/ausländischen“ Minderheiten werden ihrem Wesen nach als gefährlich wahrgenommen, da sie als natürlicherweise Heterogene angesehen werden. Eine substantialistische Vorstellung der eigenen nationalen Identität bedingt als ideologische Kehrseite die Zuschreibung einer prinzipiellen Heterogenität der von den „Fremden“ geteilten Identitäten. […] Es ist ein rassistischer Diskurs, der sich unter dem Etikett einer „nationalen Bevorzugung“ als eine normale Reaktion empörter, „überfluteter“, sich legitim gegen eine Invasion oder Aggression verteidigender französischer Bürger darstellt. Und seine Ideologen (z.B. J. Y. Gallou, J. Madiran) versichern, daß das Prinzip der nationalen Diskriminierung, das sie verteidigen, nichts mit einer Aufforderung zur rassischen Diskriminierung gemein hat. Die strategische Wende besteht darin, sich gegen den Vorwurf des Rassismus zu verteidigen, indem eine voluntaristische und kontraktuelle Konzeption der Nationalität bejaht wird. Der in den Nationalismus integrierte Neorassismus kann so eine republikanische Tradition beanspruchen. […] Diese Verschiebung erlaubt es uns, von einer Erweiterung oder Generalisierung der ursprünglich antijüdischen Vorstellungen und Argumente zu sprechen. Die nationalistisch-xenophobe Vision der nichtassimilierbaren Araber, die im Begriff sind, Frankreich (oder das okzidentale Europa) durch eine „Immigrationsinvasion“ zu erobern, beinhaltet zumal in ihren organisierten Formen erweiterte und rückübersetzte judeophobe Traditionen.


12 Antworten auf „Das Blaue vom Himmel“


  1. Gravatar Icon 1 thomas 18. Mai 2006 um 17:30 Uhr

    „Die Wahrheit kann man u.a. dem britischen Guardian, einer etwas respektableren Quelle als der linken Amateurzeitung aus Berlin, entnehmen“

    Auch wenn ich Dir in dieser Sache inhaltich bestimmt viel näher stehe als dem Bozic: Wird es irgendwann wieder möglich sein, innerhalb der Linken die Themen sachlich und analytisch zu diskutieren. Ohne Eure hinrverbrannten Antideutsch-Grabenkämpfe und -Zuschreibungen.

    Wenn ich Kommentare wie „linke Amateurzeitung“ lesen will, dann kauf ich mir die Bunte oder den Spiegel. Linke Zeitungen sind demnach also insgesamt nicht ernstzunehmen? Die anderen linken Medien demnach ja noch weniger, da nun mal die Jungle World und die konkret im allgemeinen noch am professionellsten recherchieren? Aber die sind ja bäh. Weil sie diesem und jenem schlimmen Antideutschen ein Forum geboten haben oder warum auch immer.

    Besonder schön ist in diesem Zusammenhang, wenn dann später die ultra-seriöse Quelle „Indymedia“ herangezogen wird…

  2. Gravatar Icon 2 Doughnut Boy Andy 18. Mai 2006 um 22:14 Uhr

    I cant post on the thread below for some reason. Perhaps this discussion on HP interests you? http://hurryupharry.bloghouse.net/archives/2006/05/18/women_gays_secularists_in_postwar_iraq.php
    BTW The Sicherheitscodes werden immer komplizierter Grrrrr

  3. Gravatar Icon 3 lysis 18. Mai 2006 um 22:17 Uhr

    If you register in my blog, you don‘t have to fill out the security codes any more. But I will check the options so as to make it somewhat easier.

  4. Gravatar Icon 4 lysis 18. Mai 2006 um 22:41 Uhr

    I cant post on the thread below for some reason.

    I guess it’s because I changed the title including the URL while you were trying to submit your comment. I have been criticized by a friend for inventing a word like „femiracism“, suggesting that people like Necla Kelek and Ayaan Hirsi Ali were indeed feminists and not just hijacking pseudo-feminist arguments for a racist line of reasoning. Actually the mainstream of feminism still clings to their antiracist tenets, which they have acquired in the 1970’s and 1980’s through the writings of women like bell hooks. So I didn‘t want to dismiss feminism at all by trying to concoct a connection with people like Necla Kelek, or over-generalizing the dubious role of someone like Alice Schwarzer, who is one of the most contentious (and most hated) persons in the feminist movement.

  5. Gravatar Icon 5 lysis 19. Mai 2006 um 2:00 Uhr

    @thomas: ich wüsste nicht, wo ich indymedia verlinkt habe.

  6. Gravatar Icon 6 thomas 19. Mai 2006 um 16:15 Uhr

    hi lysis.
    sorry, ich meinte natürlich wikipedia…

  7. Gravatar Icon 7 lysis 19. Mai 2006 um 17:39 Uhr

    wikipedia ist, wie man beim karikaturenstreit sehen konnte, eine sehr gute quelle für aktuelle tagespolitische vorgänge, gerade weil da nicht bloß ein einzelner vor sich hinwurstelt, sondern mehrere leute sich gegenseitig korrigieren und trotz verschiedener politischer ansichten einen konsens erzielen müssen, so dass bei kontroversen aussagen fast immer auf nachvollziehbare belege gepocht wird.

  8. Gravatar Icon 8 ivo 20. Mai 2006 um 13:56 Uhr

    also ich kann ja mit kritik gut leben und mit anderen meinungen auch, aber so einen müll habe ich selten gelesen….

    du schreibst ich würde LÜGEN, um dann als beweis die WAHRHEIT aus dem guardian zu zitieren, wobei der guardian doch genau das selbe sagt wie ich.

    vielleicht kennst du nicht den unterschied zwischen „integration von migranten fordern“, und „migration beschränken wollen“, hirsi ali aber kennt diesen unterschied und das passt nicht ins bild der RECHTEN, von denen sie jetzt ausgewiesen wurde und die gegen sie hetzen und offenbar auch nicht in DEIN weltbild.

    ich finds auch krass, wie du falsche angaben in einem asylantrag ganz im sinne einer BILD-mäßigen asylbetrüger-hetze als „dreiste lüge“ bezeichnest… bist du auch für ausweisung von solchen dreisten scheinasylanten?

    achso, hier noch ein zitat aus der für dich vermutlich respektableren ZEIT:

    „Denn obwohl Hirsi Ali beständig gegen Unterdrückungsmethoden argumentiert, die sie ihrer ehemaligen Religion zuspricht, hält sie nicht viel davon, die Einwanderung radikal zu beschränken. Stattdessen sprach sie sich dafür aus, auch so genannte Wirtschaftsflüchtlinge aufzunehmen, von denen man den Eindruck gewonnen habe, sie könnten sich selber eine ökonomische Basis zum Leben schaffen. Gerade erst setzte sie sich auch für eine junge Kosovarin ein, die ausgewiesen wurde, obwohl sie kurz vor dem Abitur stand. Der Grund: Die Frau hatte bei ihrer Einreise falsche Angaben gemacht.“ (ZEIT online, 12.5.2006)

    im übrigen ist die JUNGLE WORLD keine amateurzeitung, sondern hier verdienen mehr als ein dutzend leute ihr täglich brot. aber du hast schon recht, beim guardian verdient man vermutlich mehr….

    schönen gruß. ivo

  9. Gravatar Icon 9 lysis 20. Mai 2006 um 16:20 Uhr

    oh mein gott, ivo, es wäre eine sache gewesen, wenn die aus einer gutsituierten familie kommende, in den besten schulen des landes unterrichtete ayaan hirsi ali, deren mutter gegen ihre heirat war, weil sie zuerst eine universität abschließen sollte, um als frau auf eigenen füßen zu stehen; wenn diese äußerst privilegierte dame nur für ihren asylantrag gelogen und eine zwangsheirat erfunden hätte. eine andere sache ist es aber, dass sie auf dieser lüge ihre karriere in einer ausländerfeindlichen partei aufbaute und aus ihr die legitimation ableitete, islamische migrantInnen stigmatisieren und für vogelfrei erklären zu dürfen.

    aber es ist ja wahr und du hast, wie sich herausstellt, recht, dass sie gleichzeitig für die rechte von „wirtschaftsflüchtlingen“ eintrat, freilich nur für solche ihres schlages, also nicht etwa für arme hunde, die sich nach einem besseren leben sehnen, sondern für angehörige einer privilegierten oberschicht, die aufgrund ihrer glänzenden ausbildung ihre karriere überall auf der welt starten könnten. denn nichts anderes meint ihre forderung, nur solche „Wirtschaftsflüchtlinge“ aufzunehmen, „von denen man den Eindruck gewonnen habe, sie könnten sich selber eine ökonomische Basis zum Leben schaffen“. dass das mit dem entschlossenen willen zur abschiebung von hungerleidern und „zurückgebliebenen moslems“ nicht kollidiert, sondern die logische konsequenz eines denkens ist, das migrantInnen nach dem kriterium sortiert, „wer uns nützt und wer uns ausnützt“, ist selbstevident, auch wenn es manchen ihrer radikaleren parteifreunde schon wieder viel zu weit geht.

    dass hirsi ali den RECHTEN nun aber ein dorn im auge wäre, wie du behauptest, ist ein gerücht, das mit den aktuellen meldungen so überhaupt nicht in einklang zu bringen ist. denn die unterstützung für hirsi ali aus ihrer partei, der partei der niederländischen rechten, ist überwältigend, während sich die integrationsministerin rita verdonk mit ihrer eigenmächtigen entscheidung, die sie innerhalb weniger tage auf partei- und regierungsinternen druck wieder revidieren musste, nun scheinbar für immer ins abseits geschossen hat. zumindest sind ihre pläne, sich bei den nächsten wahlen als spitzenkandidatin der VVD aufstellen zu lassen, jetzt erstmal dahin.

    erstaunlich finde ich aber nach wie vor, wie du ayaan hirsi ali, weil sie migrantIn ist, die zurechnungsfähigkeit absprichst. diese frau hat für eine ausländerfeindliche partei im parlament gesessen, für eine partei, die in die regierung gewählt wurde, weil sie die „beschränkung von zuwanderung“ fordert. du tust gerade so, als hätte hirsi ali davon überhaupt keine ahnung gehabt, als wäre sie nur aus zufall in dieses racket hineingerutscht. nein, sie hat sich diese leute gesucht, um ihre karriere auf dem rassismus-ticket, das sie ganz nach oben gebracht hat, weiter fortsetzen zu können. diese frau ist in ihrer ganzen infamie, ihrer politischen rücksichtslosigkeit und ihrer kalkulierten verlogenheit unbedingt ernstzunehmen, auch wenn sie zwischenzeitlich für jene privilegierten „wirtschaftsflüchtlinge“, die sich überall selbst eine existenz schaffen können, das wort ergriff, um nicht am eigenen ast zu sägen!

    was du ebenfalls nicht begreifst, ist, dass die forderung nach einer „integrationspflicht“ — abgesehen davon, dass sie, wie auch immer man sie denkt, nur mit staatlichen pressionen zu haben ist — lediglich eine neue sortierung aufmacht, welche art der migration erwünscht ist und welche nicht. aber solche sortierungen scheinen für dich ja mittlerweile kein problem mehr darzustellen. über den umweg des antideutschen islam-bashings und post-9/11-zivilisations-hypes bist du nun also im diskurs der bürgerlichen mitte angekommen, so dass du gegen eine repressive ausländerpolitik keine grundsätzlichen einwände mehr hast, wenn nur gewährleistet ist, dass den richtigen, den guten „bimbos“ à la hirsi ali, die sich wunderbar in jede gesellschaft integrieren können, weil sie an westlichen eliteschulen erzogen wurden, keine hürden mehr in den weg gestellt werden!

  10. Gravatar Icon 10 bigberta 21. Mai 2006 um 0:55 Uhr

    Was den Statements von lysis nur noch hinzuzufügen wäre: ich denke, daß die innerparteilichen Differenzen in der VVD lediglich rein taktischer Natur sind. Hirsi Ali war einfach zur Belastung geworden, weil man bei den letzten Wahlen gesehen hat, daß *eben nicht* alle Niederländer diesen extrem ausländerfeindlichen Kurs gutheißen. Deswegen mußte HA gehen und ich denke, daß das schon längst im gegenseitigen Einverständnis abgekaspert worden war. 2007 (ich nehme an, dann wäre analog wie in D ein Pensionsanspruch erfüllt gewesen) wollte sie sowieso in die USA. Ich denke auc, daß diese Sendung nicht zufällig jetzt produziert worden ist. Die grundsätzlich ausländerfeindliche Marschrichtung sollte lediglich *eleganter* vorgetragen werden, als HA das macht. Außerdem hat ihre Star-Rolle auch Neider und allerdings auch Kritik unter den niederländischen Steuerzahlern hervorgerufen; einer hat auf ihrem eigenen blog mal anläßlich der Promo-Tour für „ich klage an“ geschrieben, da die niederländischen Parlamentarier ja pro Jahr 200.000 Euro einsteckten, erwarte er, daß sie dafür im Parlament säße. Und was das Einsetzen für andere Migranten betrifft, das sie ja jetzt erst seit Kurzem betreibt, das hat für mich was vom Göring’schen „Wer Jude ist, bestimme ich“, dem ja solche veritablen Elitekrieger wie Manstein und Milch (beide jüdischer Abstammung) ihre Karrieren verdanken. Auf ihrem blog hat sie jedenfalls – ohne disclaimer – den blankesten Rassimus zugelassen. In einem Bericht über die Klage eines bosnischen Dolmetschers wurde – völlig ansatzlos berichtet, Serbengeneral Mladic habe während der laufenden Ereignisse in Srebrenica einem niederländischen UN-Miterbeiter gegenüber geäußert: so lösen wir jetzt das Muslimproblem, die haben uns schon lange genervt. In 10 Jahren werdet ihr die gleichen Probleme haben… Volkes Stimme war entsprechend. Auf Anhieb finde ich jetzt den link nicht. Werde ich aber nachreichen. Wie gesagt: auf ihrem blog. Ohne Disclaimer.

  11. Gravatar Icon 11 bigberta 21. Mai 2006 um 1:00 Uhr

    Hier meine oben angekündigte Übersetzung:

    Sonntag, 29. Mai 2005

    Nochmal über Srebrenica oder: ein Rezept für den Umgang mit den Moslems
    Auf Wunsch von Khadija hier mal eben schnell die Übersetzung aus dem Niederländischen aus Hirsi Ali’s weblog.Vorher muß allerdings gesagt werden, daß der Verlauf des Einsatzes von Dutchbat in den Niederlanden ein Erdbeben hervorgerufen hat:

    „Die Niederlande werden mit den Moslems Scherereien bekommen“, sagte Mladic

    Den Haag: der bosnisch-serbische General Ratko Mladic hat 1995 in Srebrenica das Niederländische Militär gewarnt, daß unser Land binnen der nächsten zehn bis 15 Jahre große Probleme mit den Muslimen bekommen würden. Das erklärte der damalige UN-Vertreter, A. de Haan gestern vor Gericht in Den Haag.

    Mladic sagte zu mir: „Schauen Sie sich hier gut um. Hier sehen Sie unsere gegenwärtigen Probleme mit den Moslems, und die werdet Ihr in zehn bis 15 Jahren auch bekommen. Wie de Haan sagte, war das die Antwort auf seine Frage, warum er (jetzt) den Angriff auf Srebrenica begonnen hatte. Und Mladic fügte weiter an, daß die Serben schon so lange durch Probleme mit den Moslems beeinträchtigt woden seien, daß sie jetzt (1995) genug davon hätten: „Das Problem muß gelöst werden.“

    Auf seine Frage, warum die Moslem-Männer getrennt von den Frauen und Kindern aus Srebrenica abgeführt wurden, bekam de Haan keine direkte Antwort. „Das ist uninteressant.“ sagte Mladic und ging weg.

    Wie man heute weiß, war das Getrennt-Abführen ein rein taktisches Problem: Der größere Teil der Serben massakrierte die 7.000 Männer, ein kleinerer Teil mithilfe von BZ-(Psycho)Giftgas die über das Gebirge flüchtenden Frauen und Kinder. Aber weiter im Text:

    Bei diesem Gespräch waren diverse Militärs von Dutchbat, dem Niederländischen UN-Kontingent anwesend, so de Haan, der weiter angab, diese Information an die Spitze von Dutchbat weitergegeben zu haben….

    Jetzt folgen Einzelheiten über das Abführen der bosnischen Männer und die Gefahr, in der sich Dutchbat befand – lauter Einzelheiten, die seit 2002 durch das NIOD (Nederlands Institut voor Oorlogsdocumentatie = Niederländisches Institut für Kriegsdokumentation) ermittelt, analysiert und veröffentlicht worden sind. Also alles nicht neu. Neu ist bloß die „Warnung“ von Mladic. Und die ist ja – durch Überschrift herausgehoben – das Wichtigste an diesem Artikel, der sich vordergründig mit der Klage eines – offensichtlich bei den Niederländern angestellten – bosnischen Dolmetschers beschäftigt, dessen Verwandte von Dutchbat nicht geschützt werden konnten und diesem Massaker ebenfalls zum Opfer fielen.

    Um aber zu sehen, wie dieser Artikel verstanden worden ist, hier einige Kommentare der geneigten Leser:

    Nienke: vielleicht haben die Moslems die Serben in den Wahnsinn getrieben – wer weiß das schon? Die sitzen schon zu fett drin, denke ich.

    Juri: Sollten die Serben also durch jahrelange Aktionen der Muslime so weit gebracht worden sein? sollten auch wir in den Geschichtsbüchern beschrieben werden als diejenigen, die bloß reagiert haben, auf die Aktionen der Muslime in unserem Land? – Die Serben haben eine ethnische Säuberung durchgeführt, aber haben die Moslems nicht das gleiche gemacht?…Ich denke, daß Mladic mehr Weisheit verkündet hat, als Jeder einzelne (unserer) Minister im Parlament.

    Den link habe ich damals nicht mit gepostet, ich werde ihn abe noch mal suchen.

  1. 1 Ivo im Wunderland // Lysis Pingback am 07. September 2007 um 2:55 Uhr
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