Der Täter ist immer der Ausländer

Es macht einen schon irgendwie fassungslos, wie unverblümt Postantideutsche ihren Rassismus und Sexismus raushängen lassen. Lfodemon, der uns noch im Januar eine heldenmutige Geschichte auftischte, wie er eine Frau in der S-Bahn aus den lüsternen Klauen eines Nichtdeutschen rettete, macht jetzt ein Mädchen zur Sau, das im Mädchenblog über einen sexistischen Übergriff erzählt. „Hauptsache Sexualität“ zitiert er den Titel einer Ausgabe der BAHAMAS, die Vergewaltigung zum schlechten Sex umdefiniert, und wirft der linken Szene vor, sie wolle mit ihrer antisexistischen Praxis eine „Sexualitäts-befreite Zone“ errichten, in der „die unvermittelte Herrschaft des Rackets richtet“. Sexismus ist für Leute wie Lfo nur noch ein Thema, wenn es um Kopftuch, Klitorisbeschneidung und Steinigung — also um das „Fremde“ — geht. Dagegen sollen Frauen bei stinkenden deutschen Männern, die sich gewaltsam an ihrem Gegenüber befriedigen, gefälligst still halten. Denn was ist das schon gegen die Gewalterfahrungen muslimischer Mädchen, die in Jogging-Hosen zum Schwimmunterricht geschickt werden! Postantideutsche interessieren sich für Homophobie und Sexismus offenbar genau dann, wenn es um die Unterfütterung ihres rassistischen Weltbilds geht — darum, Nichtdeutsche zu diskriminieren, auszuschließen und abzuschieben —, ziehen aber die Notbremse, sobald ihr eigenes Verhalten zur Sprache zu kommen droht.

Was ich mich zuletzt noch frage: Warum erleichtert man Leuten wie lfodemon nicht endlich den von ihnen ständig nur verkündeten, aber nie wirklich vollzogenen Abschied aus der Linken, indem man sie bei ihrem Abnabelungsprozess tatkräftig unterstützt? Zu begrüßen wäre das doch allemal.


13 Antworten auf „Der Täter ist immer der Ausländer“


  1. Gravatar Icon 1 Nemesis 05. September 2006 um 1:05 Uhr

    Lysis da helfen keine Argumente, sondern nur noch Baseballschläger. Er kann ja dann in der Bahamas jammern.

  2. Gravatar Icon 2 lysis 05. September 2006 um 2:46 Uhr

    Das kann man auch mit weniger rabiaten Mitteln lösen. Baseballschläger sind für mich, trotz Woody Allen, immer noch ein Symbol der Rechten.

  3. Gravatar Icon 3 Nemesis 05. September 2006 um 3:19 Uhr

    Stimmt, aber manchmal möchte man halt Rechte von ihren eigenen Mitteln kosten lassen. Wer von „schlechtem sex“ redet, kann es ja dann auch beurteilen ob es „schlechte prügel“ gibt, was man Rackets wie mir nicht überlassen sollte :-)

  4. Gravatar Icon 4 l f o 05. September 2006 um 10:32 Uhr

    Wie wär´s du kommst einfach nicht mehr auf mein Blog, dann würdest du dir auch einen Herzkasper ersparen? Du kannst gerne noch mehr Klassifikationskategorien aufmachen, um mich aus deinem Universum zu katapultieren. Wenn schon „Postantideutsch“ dann vielleicht als nächstes „Post-Post-Antideutsch“. Mit „links“ hat das nichts zu tun und will es auch nichts, außer in deiner Phantasie, wo man Leute exkommunizieren und aus einer Szene ausschließen kann und das soll dann ganz doll schlimm sein. Einen Zusammenhang bastelst du ständig, den es nicht gibt. Wenn du trotzdem aus Wiederholungszwang immer wieder darauf zurückkommst – dein Pech.

  5. Gravatar Icon 5 lysis 05. September 2006 um 14:18 Uhr

    Wie wär’s, wenn du einfach darauf verzichtetest, auf Blogs wie den Mädchenblog zu gehen und in „linke Zusammenhänge“ intervenieren zu wollen? Dann könnte man dich künftig als reaktionären CDU-Heini abheften, der immer noch ein ethnorassistisches Konzept von „Deutschsein“ propagiert; eines, das sich nicht an der formalen Frage des Passes, sondern an der Haut- und Haarfarbe entscheidet. Und man wüsste, dass du einer dieser rechten Idioten bist, die meinen, Frauen hätten im Bett ihre Pflicht zu erfüllen!

  6. Gravatar Icon 6 classless 05. September 2006 um 14:53 Uhr

    Tja, wäre das alles einfach, wenn es einfacher wäre.

  7. Gravatar Icon 7 robby 05. September 2006 um 15:54 Uhr

    Hast du den Spruch aus dem Poesiealbum eines wortkritischen Kommunisten?

  8. Gravatar Icon 8 phex 05. September 2006 um 17:16 Uhr

    immer dieses entweder oder….

  9. Gravatar Icon 9 classless 05. September 2006 um 17:43 Uhr

    lfo hätte gern seine Klischeelinken, die dem Bild vollständig entsprechen, um mit ihnen entlang einer klaren Linie brechen zu können, und Lysis würde gern sein Etikett „Postantideutsch“ zu einem stimmigen Abgrenzungskonzept verdichten, vielleicht würde er auch gern endlich einen besseren Begriff dafür finden, irgendwas mit ‚prodeutsch‘ oder ‚anti-nichtdeutsch‘ drin.

    Die Landkarten stimmen schon weitestgehend, das Territorium macht aber noch Schwierigkeiten.

  10. Gravatar Icon 10 bigmouth 06. September 2006 um 0:58 Uhr

    „anti-nichtdeutsch“ hatte er glaube ich schon mal…

    ich halte das post-ad-label auch für problematisch. lfo ist doch einfach ein dummer sexist, der halt auch bahamas liest. ivo bozic ist irgendwo auch post-ad, der bringt aber ganz anderen scheiß

  11. Gravatar Icon 11 rockbottom 08. September 2006 um 10:24 Uhr

    Hahaha, Aktivbürgertum bekommt einen neuen Namen. Wieso schreiben wir eigentlich überhaupt noch über die Bahamas und die Postantideutsche? Ist doch nichtmal mehr ernstzunehmen…
    Ich finde es einfach nur noch erschreckend amüsant. Ist doch herrlich wenn die Spinner wieder eine neue Horrorstory erfinden die uns bei Kaffee und Keksen Alpträume beschert. Dann muss ich mir jedenfalls keine Grusel DVDs mehr ausleihen.
    Linksnazis seien wir, naja, immer noch besser als Aktivbürger. Ich bleibe PC-Polizist.

  12. Gravatar Icon 12 bigmouth 08. September 2006 um 11:26 Uhr

    wer sind „wir“, und wer sind „die“?

  13. Gravatar Icon 13 fitzcarraldo 27. September 2006 um 17:40 Uhr

    da scheint jemand zumindest nicht vollkommen aufkärungsresistent zu sein.
    http://myblog.de/lfodemon/art/4299991/Lfo_Eseleien#comm

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