Deutschland, ick find dir zum Kotzen!

Zum 9. November, dem 68. Jahrestag der Reichspogromnacht, wirft Jules einen Blick auf deutsche Zustände. Das Ergebnis: 40% des deutschen Volkspersonals sind radikal ausländerfeindlich und fast 20% antisemitisch wie eh und je. Ein Viertel sehnt sich nach einer Volksgemeinschaft zurück, die von einer einzigen Partei repräsentiert wird, und 15% wollen wieder einen Führer, „der Deutschland mit starker Hand regiert“. Von wegen also „neuer republikanischer Nationalismus“!


12 Antworten auf „Deutschland, ick find dir zum Kotzen!“


  1. Gravatar Icon 1 Isnogud 09. November 2006 um 22:21 Uhr

    Und das beste ist: eine Menge von diesen Leuten haben Blogs auf Blogsport. Man kann kaum einen Schritt auf dem Planeten Blogsport machen, ohne über rassistische Antiaraberhetze zu stolpern.

  2. Gravatar Icon 2 lysis 09. November 2006 um 23:39 Uhr

    Jetzt übertreib mal nicht! Und selbst wenn: dann sollte das Veranlassung genug sein, den Kampf um Hegemonie in der Linken wieder aufzunehmen.

  3. Gravatar Icon 3 Isnogud 09. November 2006 um 23:57 Uhr

    Stimmt, ich übertreibe. Schließlich sind das ja auch nur republikanische Nationalisten….
    Aber ernsthaft: Jetzt tu mal nicht so, als wäre die Linke von bösen Mächten unterwandert worden, deren Hegemonie man zurückdrängen müsste. Das alles waren/sind Linke, antideutsche eben. Und dass Antideutsche zu Antiarabern werden ist nicht verwunderlich; in deren rassistischem Film hat lediglich der Hauptdarsteller gewechselt.

  4. Gravatar Icon 4 M. Morgentot 10. November 2006 um 14:30 Uhr

    @ Isnogud

    Ich würde mich selbst nicht als antideutsch bezeichnen, wobei ich schon einige Momente der „Anti-Deutschen-Theorie“ richtig finde. Es ist natürlich evident, dass sich teilweise diese Theorie ad absurdum führt, aber man muss einfach sehen, dass im Islam schon ein gewisses Gewaltpotential besteht, das je nach den ökonomischen Verhältnissen sich unterschiedlich artikuliert, aber deswegen nicht weniger bekämpfenswert ist.

    Und da bin ich dann auch schon bei der Kritik an deinem Comment, denn du differenzierst (genau wie einige Antideutsche) nicht. Es wird nicht gegen Araber gehetzt, sondern gegen eine faschistoide Ideologie, die ihren Nährboden im Islam findet. Es ist eine Kampagne gegen fundamentalistischen Islamismus und es wurde eben nicht einfach der „Hauptdarsteller“ gewechselt; der Hauptdarsteller ist nicht irgendeine ethnische Gruppe oder eine religiöse Gemeinschaft, sondern ist eben wie gesagt eine faschistoide Ideologie, die selbst rassistisch und antisemtische argumentiert und handelt.
    Es ist ein Unterschied, ob man jemanden einfach so kritisiert, oder ob dieser jemand das verkörpert, was generell bekämpft werden soll.

    Ist es verwerflich Antisemiten und Rassisten zu kritisieren?

  5. Gravatar Icon 5 lysis 10. November 2006 um 18:28 Uhr

    Die Erkenntnisse von Antideutschen, die in Wirklichkeit keine sein wollen (stimmt ja auch, es sind Antiislamisten!), ist immer wieder überraschend. Jetzt bekommen wir also erklärt, dass der Faschismus nicht etwa Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa erfunden wurde, sondern Anfang des 7. Jahrhunderts auf der arabischen Halbinsel!

    Und das alles, weil der Islam ein „Gewaltpotential“ in sich trägt, während die Religion des lieben Jesus ja so friedliebend und nett gewesen sei. Wie kann man der Religion der Liebe auch dafür böse sein, dass sie Zehntausende Menschen auf den Scheiterhaufen gebracht hat!

    Mein Gott, check mal, Junge, dass Fundamentalismus etwas ist, das es in allen Religionen gibt, und allen voran natürlich auch im Christentum. Vielleicht legst du ja dann deine unbegründete Bewunderung für die „Anti-Deutschen-Theorie“ endlich ab, die Isnogud völlig zurecht als rassistisch gebrandmarkt hat, weil sie den Islam homogenisiert und zu einer in sich identischen Kultur stilisiert, die sich nicht nur während der letzten 1400 Jahre nicht verändert habe, sondern jeden einzelnen Muslim zum gefährlichen dschihadistischen Schläfer determiniere, der nur darauf warte, geweckt zu werden, um Europa in ein unter die Schari‘a gebeugtes „Eurabien“ zu verwandeln.

  6. Gravatar Icon 6 M. Morgentot 11. November 2006 um 19:58 Uhr

    Ich habe nirgends gesagt, dass es 1. im Christentum keinen Fundamentalismus gibt und 2. habe ich auch nicht gesagt, dass das Christentum eine weiße Weste hat. 3. habe ich auch nicht gesagt, dass der Islam Faschismus „in rein Kultur“ ist, sondern, dass es fschistoide Züge gibt. Mir ist auch sehrwohl bewusst, dass z.B. im Mittelalter islamische Kulturen den meisten christlichen Kulturen in Kunst, Medizin und Wissenschaft weit voraus waren, doch spreche ich nicht vom Mittelalter, sondern von der Gegenwart.

    Es ist nun mal Fakt, dass die meisten westlichen Kulturen mehr oder weniger säkularisiert sind und die meisten islamischen Kulturen eben nicht. Es sollte nicht immer so gesinnungsethisch argumentiert werden, sondern man sollte mal betrachten was dort wirklich abgeht. Die Linke steht, denke ich für einige Wert, die in keinster Weise von den Islamisten, aber auch von den meisten „normal“ gläubigen Moslems geteilt werden. Dieser Glaube, sofern er wirklich praktiziert wird, ist eben nicht mit den „westlichen“ Werten vereinbar.
    Ich will nur darauf hinweisen, dass Unterdrückung und Gewalt vom Koran selbst transportiert wird. Und dies beruht nicht auf interpretatorischer Auslegung dieser Schrift…

  7. Gravatar Icon 7 lysis 11. November 2006 um 22:49 Uhr

    Es ist nun mal Fakt, dass die meisten westlichen Kulturen mehr oder weniger säkularisiert sind und die meisten islamischen Kulturen eben nicht. Es sollte nicht immer so gesinnungsethisch argumentiert werden, sondern man sollte mal betrachten was dort wirklich abgeht.

    Was sind denn die „westlichen Kulturen“? China? Westeuropa? Kanada? Von Polen oder den USA kann ja im Zusammenhang mit Säkularismus kaum die Rede sein.

    Darüber hinaus kennst du die Geschichte der islamischen Gesellschaften offensichtlich nicht (warum sprichst du hier eigentlich von Kultur? Um deren Unveränderbarkeit hervorzuheben?). Seit 1830 hat es ziemlich umfassende Anstrengungen von Seiten der arabischen Eliten gegeben, das Osmanische Reich zu säkularisieren. In den meisten Staaten, die nach dessen Zerfall entstanden, wurde statt der Schari‘a europäisches Recht eingeführt und erstere, sofern man sie überhaupt noch berücksichtigte, auf rein zivilrechtliche Belange wie die Regelung von Heirats- und Erbfragen reduziert (ähnlich wie das in Israel mit dem jüdischen Gesetz der Fall ist). Es gab verschiedene Offensiven, die Frauen zu entschleiern, welche teils, wie in Tunesien, von den islamischen Rechtsgelehrten mitgetragen oder, wie in Persien oder der Türkei, vom Staat unter Zwang angeordnet wurden.

    Die Säkularisierungsleistungen islamischer Länder in den letzten 150 Jahren sind enorm, und der islamische Fundamentalismus ist bereits eine Reaktion auf die Krise dieser Modernisierungsanstrengungen, die zuletzt vom panarabischen Nationalismus in Hyperspeed vorangetrieben wurden. Dass diese Modernisierung seit den 70er Jahren, statt in Frieden und Wohlstand zu enden, schließlich in einem dramatischen sozialen und ökonomischen Niedergang des größten Teils der arabischen Welt mündete — und dabei auch noch äußerst üble Diktaturen wie die des Schahs von Persiens oder diejenige Saddam Husseins hervorbrachte —, dürfte einer der Hauptgründe sein, warum der Fundamentalismus als vermeintliche Krisenlösungsstrategie in den letzten Jahrzehnten so enorm an Zulauf gewonnen hat.

    Dass kann natürlich jemand, der in neorassistischen Kategorien wie „Kultur“ denkt, also statt von einer dynamischen und von inneren Widersprüchen gezeichneten Weltgesellschaft auszugehen die Menschheit in abgeschlossene und mehr oder weniger unveränderliche Einheiten einteilt, nie und nimmer begreifen.

    Faschistoid ist in meinen Augen nichts anderes als das Denken in Kulturen (früher hätte man von „Rassen“ gesprochen), ist der Versuch, die zunehmende Fundamentalisierung der Welt einem bestimmten, geographisch eingegrenzten Adressaten anzuhängen, als sei Fundamentalismus nicht ein Prozess, der sich zurzeit über fast alle Kontintente erstreckt: sei es Osteuropa, Afrika, Lateinamerika oder die USA.

    Die Linke steht, denke ich für einige Wert, die in keinster Weise von den Islamisten, aber auch von den meisten “normal” gläubigen Moslems geteilt werden. Dieser Glaube, sofern er wirklich praktiziert wird, ist eben nicht mit den “westlichen” Werten vereinbar.

    Allein indem du diese Werte als westlich bezeichnest, leugnest du schon von vornherein ihren universellen Charakter und relegierst sie in den Bereichen der Folklore, so als ob Denken nur für bestimmte Kulturen — wie etwa „den Westen“ — Geltung beanspruchen dürfte und die Religionskritik von Kant und Voltaire für den Islam keinerlei Bedeutung hätte.

    Du musst dich also entscheiden: entweder sind diese „Werte“ universell oder sie sind westlich — beides zugleich geht nicht. Ich denke, dass diese Werte weder das eine noch das andere sind: sie sind bürgerlich-kapitalistisch — also universell nur insofern, als der Kapitalismus universell ist, und westlich nur insofern, als der Kapitalismus eben aus dem Westen hervorgegangen ist.

    Und wenn ich der islamischen Welt eine Entwicklung wünschen darf, dann selbstverständlich nicht wie du eine bürgerlich-kapitalistische, sondern eine sozialistische oder kommunistische. Das heißt, ich laber nicht von Demokratie und Menschenrechten, sondern von Marxismus, Abschaffung der institutionalisierten Religion und Vergesellschaftung der Produktionsmittel.

    Ich will nur darauf hinweisen, dass Unterdrückung und Gewalt vom Koran selbst transportiert wird. Und dies beruht nicht auf interpretatorischer Auslegung dieser Schrift…

    Und das trifft auf die Bibel etwa nicht zu? Mein Gott, was ist das albern!

  8. Gravatar Icon 8 M. Morgentot 12. November 2006 um 19:12 Uhr

    Ich habe jetzt ehrlich gesagt nicht die Zeit und die Muße mich mit dir auseinanderzusetzen… Um die ganze Sache abzukürzen, will ich aber noch ein paar Anmerkungen machen.

    1. Du argumentierst nach dem Motto: „Die anderen machen das aber auch!“. Ein bischen infantil.

    2. Rede ich hier von der Gegenwart. Es gibt nun mal einen fundamentalistischen Islamismus mit rassistischen und antisemitischen Momenten, der großen Zulauf hat und in der breiten Bevölkerung Unterstützung findet. So weit habe ich argumentiert. Woher dieser Islamismus stammt, und inwiefern der Westen selbst diese Strömungen unterstützt steht auf einem anderen Blatt.

    3. Geht dein historischer Exkurs an der Sache vorbei. Es mag ja vollkommen richtig sein, dass es Säkularisierungs-Bestrebungen gab. Das will und kann ich auch gar nicht bestreiten, nur implizierst du doch schon selbst, dass diese Bestrebungen nur semi-erfolgreich waren, und dass im Endeffekt etwas anderes herauskam.

    4. Finde ich schon sehr interessant, wie du den Begriff „Kultur“ bei mir interpretierst und diesen allgemein verwendest. Kultur ist keine „neorassistische Kategorie“, sondern eben nur eine Kategorie. Ich habe diesen Begriff nirendwo normativ verwendet, sondern das normative Moment kam erst durch deine Interpretation hinein. Warum sollten Kulturen unveränderbar sein? Das habe ich nicht gesagt. Es ist vollkommen legitim mit dem Begriff „Kultur“ die „Realität“ zu strukturieren. Eine Definition ist noch längst keine Werung.

    5. Muss ich natürlich zugeben, dass ich mit der Phrase „westliche Kulturen“ einen sehr diffusen Begriff verwandt habe. Aber das habe ich getan, um eine grobe Zusammenfassung der Demokratien weslichen Typs, und damit ich eine gewisse Tendenz, die hier zu erkennen ist, darzustellen.

    6. Wenn ich sage, dass diese Werte „westlich“ seien, so meine ich NICHT, dass sie nicht universell seien, sondern dass sie AM EHESTEN (es gibt auch in den „westlichen“ Staaten immernoch erhebliche Defizite) in den westlichen Demokratien verwirklicht werden. Nur im Vergleich, denke ich, kann man eben diese zuvor angesprochene Tendenz erkennen.

    7. Sollte man auch klären, was man unter diesen Werten versteht. Ich verstehe „Freiheit, Gleichheit und ein unversertes Leben in Würde“.

    8. Habe ich überhaupt nichts mit dem Christentum am Hut. Warum führst du es immer an? Es ist doch klar, dass im Christentum auch Schreckliches passiert ist und immernoch passiert, nur reden wir jetzt gerade vom Islam und nicht vom Christentum.

    So genug. Man könnte das hier noch weiter ausführen und es ist auch alles verkürzt, aber eine detaillierte Analyse sprengt einfach den Rahmen eines Comments.

    Btw…

    [quote post=“274″]Und wenn ich der islamischen Welt eine Entwicklung wünschen darf, dann selbstverständlich nicht wie du eine bürgerlich-kapitalistische, sondern eine sozialistische oder kommunistische. Das heißt, ich laber nicht von Demokratie und Menschenrechten, sondern von Marxismus, Abschaffung der institutionalisierten Religion und Vergesellschaftung der Produktionsmittel.[/quote]

    Kann ich auch so unterschreiben, wobei ich Demokratie und Menschenrechte noch mit hinzunehmen wollte. (Natürlich sollten diese Rechte, dann auch wirklich verwirklicht werden und nicht in einem scheinheiligen Diskurs gelobt werden.)

    Und bitte interpretiere nicht immer das, was dich gerade aufregt und beschäftigt, zu meinen Ungunsten in meinen Comment hinein. Wenn du meinen Blog z.B. liest wirst du erkennen, dass das was du hier hinein interpretierst nicht meiner Einstellung entspricht.

  9. Gravatar Icon 9 lysis 12. November 2006 um 20:23 Uhr

    [quote comment=“7042″]1. Du argumentierst nach dem Motto: „Die anderen machen das aber auch!“. Ein bischen infantil.[/quote]
    Was für ein Unsinn! Wenn ein Phänomen allgemein und über mehrere Religionen hinweg verbreitet ist (Judentum, Islam, Christentum, Hinduismus etc.), dann ist es offenkundiger Quatsch, dieses Phänomen, so wie du, kulturalistisch interpretieren zu wollen. Auf dieses einsichtige Argument scheinst du aber null reagieren zu wollen, weil es offenbar deiner vorgefassten Meinung widerspricht.

    2. Rede ich hier von der Gegenwart. Es gibt nun mal einen fundamentalistischen Islamismus mit rassistischen und antisemitischen Momenten, der großen Zulauf hat und in der breiten Bevölkerung Unterstützung findet.

    Erstens: mir ist es vollkommen neu, dass der Islamismus rassistische Elemente aufweisen soll. Das kannst du nicht zeigen, weil das einfach nicht stimmt. Zweitens: der Antisemitismus unter Islamisten hat nichts mit ihrer Religion zu tun, es sei denn, du willst behaupten, die „Protokolle der Weisen von Zion“ seien ein islamisches Machwerk.

    3. Geht dein historischer Exkurs an der Sache vorbei. Es mag ja vollkommen richtig sein, dass es Säkularisierungs-Bestrebungen gab. Das will und kann ich auch gar nicht bestreiten, nur implizierst du doch schon selbst, dass diese Bestrebungen nur semi-erfolgreich waren, und dass im Endeffekt etwas anderes herauskam.

    So ein Blödsinn! Natürlich waren diese Säkularisierungs-Bestrebungen in ihrer Zeit äußerst erfolgreich. Es hat aber einen Retorsionseffekt gegeben, dessen Ursachen sich in der Gesellschaft selbst auffinden lassen. Du willst aber einfach Dinge nicht gesellschaftlich erklären, weil du dir einen Kulturalismus in den Kopf gesetzt hast, der alles, was in der sog. islamischen Welt passiert, auf deren „Kultur“ abwälzt.

    4. Finde ich schon sehr interessant, wie du den Begriff „Kultur“ bei mir interpretierst und diesen allgemein verwendest. Kultur ist keine „neorassistische Kategorie“, sondern eben nur eine Kategorie. […] Es ist vollkommen legitim mit dem Begriff „Kultur“ die „Realität“ zu strukturieren.

    Nein, es ist nicht legitim. Es ist Ausdruck einer antimarxistischen und neurechten Gesinnung, die Realität mit dem Kultur- statt mit dem Gesellschaftsbegriff zu fassen, weil mit diesem Begriff eine Einteilung der kapitalistischen Weltgesellschaft in separate und in sich homogene Gemeinschaften vorgenommen wird, die kaum miteinander verbunden seien, sondern jeweils eine „Rasse für sich“ bildeten.

    5. Muss ich natürlich zugeben, dass ich mit der Phrase „westliche Kulturen“ einen sehr diffusen Begriff verwandt habe. Aber das habe ich getan, um eine grobe Zusammenfassung der Demokratien weslichen Typs, und damit ich eine gewisse Tendenz, die hier zu erkennen ist, darzustellen.

    Überleg dir doch mal, Kind, warum sich Demokratien vor allem in den Metropolen der kapitalistischen Weltgesellschaft finden! Dann kämst du auch nicht mehr auf die Idee, Demokratie kulturalistisch zu deuten, sondern die sozialen Voraussetzungen dieses politischen Konsensmodells zu studieren, das bürgerliche Herrschaft auf der Basis befriedeter Klassenverhältnisse organisiert.

    6. Wenn ich sage, dass diese Werte „westlich“ seien, so meine ich NICHT, dass sie nicht universell seien, sondern dass sie AM EHESTEN (es gibt auch in den „westlichen“ Staaten immernoch erhebliche Defizite) in den westlichen Demokratien verwirklicht werden.

    Ja warum, warum? Überleg dir das doch mal, du dummer Bub. Das hat doch nichts mit „Kultur“ zu tun!

    7. Sollte man auch klären, was man unter diesen Werten versteht. Ich verstehe „Freiheit, Gleichheit und ein unversertes Leben in Würde“.

    Freiheit, seine durch das kapitalistische System aufgezwungenen Interesse gegen die seiner Konkurrenten zu verfolgen; Gleichheit der Warenmonaden vor dem Gesetz mit dem Effekt, dass die einen immer reicher und die anderen immer ärmer werden; das Recht auf körperliche Unversehrtheit als Monopol des Staates, über die Tötung von Menschen zu bestimmen. Und das alles soll in islamischen Ländern nicht realisiert sein? Aber ja doch, das ist in jedem kapitalistischen Staat realisiert, der sich nicht gerade im Zustand des Bürgerkriegs befindet!

    8. Habe ich überhaupt nichts mit dem Christentum am Hut. Warum führst du es immer an? Es ist doch klar, dass im Christentum auch Schreckliches passiert ist und immernoch passiert, nur reden wir jetzt gerade vom Islam und nicht vom Christentum.

    Weil du nicht checkst, dass der Koran seine Gesetze und Vorstellungen aus dem Juden- und Christentum übernommen hast, sondern stattdessen eine kulturalistische Differenz zu konstruieren versuchst mit dem Ziel, deinen eigenen „kulturellen“ Zusammenhang als überlegen darzustellen und MigrantInnen als Viren der Gewalt in dieser Gesellschaft zu präsentieren. Das ist genau der Rassismus, den du eingangs an den Antideutschen abzuleugnen versucht hast.

    So genug. Man könnte das hier noch weiter ausführen und es ist auch alles verkürzt, aber eine detaillierte Analyse sprengt einfach den Rahmen eines Comments.

    Das glaube ich kaum. Ich habe hier in den Comments bereits mehrfach Analysen gepostet, und da es keine Begrenzung der Zeichenzahl gibt, existiert auch kein Grund, auf mangelnden Raum zu verweisen. Entweder ist es Faulhaut bei dir oder du hast einfach keine Analyse, sondern trägst das nur als Behauptung vor dir her!

    Kann ich auch so unterschreiben, wobei ich Demokratie und Menschenrechte noch mit hinzunehmen wollte. (Natürlich sollten diese Rechte, dann auch wirklich verwirklicht werden und nicht in einem scheinheiligen Diskurs gelobt werden.)

    Dann lies dir doch bitte mal meinen Link zu den Menschenrechten durch, wenn du schon offen zugibst, dass du von der marxistischen Kritik daran keine Ahnung hast!

  10. Gravatar Icon 10 lysis 13. November 2006 um 0:37 Uhr

    Also, es tut mir leid, ich will dich nicht beleidigen, aber ich führe solche Diskussionen jetzt schon seit 5 Jahren, und es ist frustrierend, dass man sie immer wieder führen muss. Bald hab ich einfach nicht mehr die Nerven dazu! #:-s

  11. Gravatar Icon 11 Brennende Konsensfabrik 13. November 2006 um 15:57 Uhr

    [quote comment=“7042″]
    1. Du argumentierst nach dem Motto: „Die anderen machen das aber auch!“. Ein bischen infantil.[/quote]

    [quote comment=“7045″]
    Überleg dir doch mal, Kind, warum sich Demokratien vor allem in den Metropolen der kapitalistischen Weltgesellschaft finden!

    […]

    Ja warum, warum? Überleg dir das doch mal, du dummer Bub.[/quote]

    Warum diese Abwertungen, die das Kindliche mit Dummheit, Einfältigkeit, Unfähigkeit, Nicht-Entwicklung (oder Unterentwicklung) assoziieren und implizit das Erwachsene als Intelligentes, Vielfältiges, voll Befähigtes, in seiner Entwicklung Abgeschlossenes konstituieren?

    Schafft ihr es, mit diesen Homogenisierungs- und Hierarchisierungsstrategien sowie der dabei herauskommenden Diskriminierung von Kindern zu brechen und auch diesen pädagogischen Scheißdreck aus der Welt zu schaffen oder wollt ihre eure herrschaftsbejahende Selbst-Sicherheit in eurer identitären Verortung als „(intelligente) Erwachsene“ und in Abgrenzung zu „(dummen) Kindern“ etwa beibehalten?

    Falls letzteres der Fall sein sollte, bin ich gespannt, wie ihr es schaffen wollt den von euch verwendeten Binärismus beizubehalten ohne Kinderdiskriminierung zu produzieren.

  1. 1 Ulysses Streitzüge Trackback am 09. November 2006 um 18:19 Uhr
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