Polizeistaat ahoj!

Mostafa Tabatabainejad, ein persisch-amerikanischer Student an der University of California at Los Angeles (UCLA), muss sich in den Polizeistaat Iran versetzt gefühlt haben, als er wegen einer völligen Nichtigkeit (er hatte seinen Studentenausweis daheim vergessen) von der Polizei fast 10 Minuten lang mit der Elektroschockwaffe „Taser“ gequält wurde. Sein Vergehen: bei einer nächtlichen Routinekontrolle in der Institutsbibliothek kam er der Aufforderung der Campus-Polizei, seinen Arbeitsplatz zu räumen, nicht schnell genug nach. Ab 23 Uhr dürfen sich dort aus Sicherheitsgründen nur noch Studierende und Fakultätsmitglieder aufhalten.

Mostafa brüllt immer wieder: „Ich bekämpfe Sie nicht“ und „Ich sagte, dass ich gehen würde“, doch das nützt ihm nichts. Er erhält ständig neue Stromstöße und schreit vor Schmerzen wie am Spieß, während man ihn auffordert aufzustehen und ihn schließlich in Handschellen aus der Bibliothek schleift, ohne allerdings die Tortur mit dem Elektroschocker deshalb zu beenden. Laut einer medizinischen Studie kann ein Taser-Ladung von 3 bis 5 Sekunden Länge die Muskulatur des Körpers für 5 bis 10 Minuten lähmen, so dass der junge Mann nach dem ersten Schock vermutlich gar nicht mehr in der Lage war zu kooperieren und sich zu erheben.

Seit 1999 sind in den USA und Kanada 148 Menschen an den Folgen des Gebrauchs von Tasern gestorben.

Hier das Video dieses gruseligen Polizeieinsatzes:


6 Antworten auf „Polizeistaat ahoj!“


  1. Gravatar Icon 1 restmuell 20. November 2006 um 4:17 Uhr

    Die Typen sind nicht mal Polizisten. Das sind „community service officers“. Also Securities, die für einen öffentlichen Betrieb arbeiten.

    trotzdem

    1312

  2. Gravatar Icon 2 lysis 20. November 2006 um 6:49 Uhr

    Häh, wo hast du denn das her? Also nach dem von mir verlinkten Bericht zu urteilen sind das ganz normale Polizisten der UCPD (UCLA Police Department) gewesen, mit denselben Befugnissen wie jeder andere Bulle auch.

  3. Gravatar Icon 3 Kenneth Star 20. November 2006 um 20:07 Uhr

    Naja, im Umgang mit Taserwaffen haben sie laut Spiegel-Online mehr Befugnisse als die LAPD-Cops. Die Campus-Bullen dürfen sie angeblich auch einsetzen wenn sich ein Festgenommener sich „unkooperativ“ verhält, passiven Widerstand leistet – also zur Folter, um diesen Menschen zu brechen. Ansonsten gilt was restmuell abschließend sagt… :-w

  4. Gravatar Icon 4 ente 26. November 2006 um 10:15 Uhr

    schon traurig dass da keinEr von den vielen leuten die da rumstehen was macht…..

  5. Gravatar Icon 5 Arian 19. April 2007 um 16:41 Uhr

    sooo traurig…dammnn man…ich verteh das einfach nicht…wenn ich da wäre hatte ich bestimmt was gegen diese fucker gemacht….das ist echt uncool

  1. 1 Folter mit Elektroschocker at aus in der vorrunde Pingback am 18. November 2006 um 15:08 Uhr
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