Staatstrauer

Augusto Pinochet (1915--2006)


14 Antworten auf „Staatstrauer“


  1. Gravatar Icon 1 bigmouth 15. Dezember 2006 um 3:21 Uhr

    öh, kontext? woher is das bild, is das barbara bush, woher is die us-flagge?

  2. Gravatar Icon 2 bigmouth 15. Dezember 2006 um 3:25 Uhr

    ok, das ist ne chilenische flagge nach den agenturmeldungen…

  3. Gravatar Icon 3 lysis 15. Dezember 2006 um 3:54 Uhr

    hehe, nein, das ist ein scherz! ;) das oben ist nancy reagan.

    hier ist das echte sargbild:

  4. Gravatar Icon 4 bigmouth 15. Dezember 2006 um 4:32 Uhr

    das könnte dann ja als das nexte isf-sammelband-cover dienen. voll der schlagende beweis, dass Pinochet nazi war

  5. Gravatar Icon 5 fitzcarraldo 15. Dezember 2006 um 4:53 Uhr

    witz komm raus, du bist umzingelt.

  6. Gravatar Icon 6 lysis 15. Dezember 2006 um 5:11 Uhr

    wieso? verstehst du den zusammenhang zwischen pinochet, der us-flagge und nancy reagan nicht?

  7. Gravatar Icon 7 abdel kader 15. Dezember 2006 um 15:52 Uhr

    Enkel eines Regime-Opfers spuckt auf Sarg
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,454159,00.html

    Francisco Cuadrado Prats rechtfertigte seinen Akt, da er „noch eine ganz persönliche Rechnung“ offen gehabt hätte.
    „Ich habe ihn aus Verachtung bespuckt, weil er meine Großeltern getötet hat und weil es mich schockierte zu sehen welche übertriebene Ehrerbietung ihm durch die Armee zukam.“

  8. Gravatar Icon 8 schekelpop.blogsport 15. Dezember 2006 um 15:54 Uhr

    der zusammenhang zwischen pinochet der us-flagge und nancy reagan ist mir sogar noch unerklärlicher als DIESER hier:

    http://moldfarm.com/albums/misc/Reagan_MrT.jpg :o

  9. Gravatar Icon 9 lysis 15. Dezember 2006 um 17:18 Uhr

    Bah, wie wär’s mit einem Geschichtsbuch?

  10. Gravatar Icon 10 schekelpop.blogsport 15. Dezember 2006 um 17:20 Uhr

    erklärs mir, doch bitte [-(

  11. Gravatar Icon 11 lysis 15. Dezember 2006 um 18:29 Uhr

    oh nee, ey, is ja wohl nich so schwer, usa und pinochet bei google einzutippen. oder bei wikipedia nachzulesen:

    Einflussreiche amerikanische Firmen in Chile (insbesondere die International Telephone and Telegraph Company (ITT) und die Anaconda Copper Company) waren bereits vor dem Wahlkampf von Salvador Allende über dessen möglichen Wahlsieg besorgt, denn Allende versprach bei seiner Wahl die Kupfermienen, das Bankenwesen und weitere Industriebereiche in Chile zu verstaatlichen. Die International Telephone and Telegraph Company wendete sich zwei Mal an Henry Kissinger mit Plänen, Allende von einer Machtübernahme fernzuhalten. Kissinger ging zwar auf diese Pläne nicht ein, ein Erfolg der UP und Allendes war jedoch im Verständnis der Realpolitiker Henry Kissinger und Richard Nixon eine Stärkung der Sowjetunion auf Kosten der USA. Während dem Wahlkampf unterstützten die amerikanischen Firmen in Chile, die CIA und die U.S. Regierung den Gegenkandidaten Allendes, den konservativen Jorge Alessandri finanziell (zusammengerechnet ca. mit 2 Mio $). […] Unmittelbar nach der Wahl gab Nixon der CIA die Anweisung, den Amtsantritt Allendes zu verhindern. Dafür sollte der regierungstreue Oberbefehlshaber der chilenischen Armee, General René Schneider entführt werden, um linke Gruppierungen zu diskreditieren und das Land zu destabilisieren. Schneider hatte sich gegen Bestrebungen innerhalb des Militärs gestellt einen Putsch gegen Allende durchzuführen. Tatsächlich wurde er von der von der CIA finanzierten rechten Terrorgruppe Patria y Libertad am 22. Oktober 1970 entführt, und als er sich widersetzte von den Entführern erschossen.

    1971 setzte Allende sein Wahlversprechen um und verstaatlichte die Kupfermienen mit einer parteiübergreifenden Unterstützung – sogar die konservativen Kräfte unterstützten diese Entscheidung, um bei der Bevölkerung nicht als unpatriotisch zu gelten. Um die Entschädigung der amerikanischen Kupferfirmen tief zu halten, wurden die Gewinne der Firmen seit 1955 mit der Entschädigungssumme verrechnet – schlussendlich bedeutete dies, dass keine Entschädigungen zu zahlen waren.

    In der Folge strichen die USA sämtliche Hilfsmittel für Chile und verhängten nach der Verstaatlichung mit 14 anderen Staaten einen Kaufboykott über Kupfer. Gleichzeitig fehlten Devisen für den Import von Rohstoffen, Maschinen und Ersatzteilen, und wegen mangelhafter Investitionen der Privatunternehmen waren die Kupferbergwerke in einem maroden Zustand. Alle diese Faktoren sorgten dafür, dass Chile 1971 eine Zahlungsbilanz von minus 26 Milliarden US-Dollar aufwies. Man deckte die Schulden, indem man Geld druckte. Dadurch verfünffachte sich der Geldumlauf, und die Inflationsrate überstieg die 300%-Marke, um 1973 auf fast 700% zu steigen.

    1972 spitzte sich die Lage weiter zu. Zu den hausgemachten Problemen aufgrund der desolaten Haushaltspolitik kam hinzu, dass die Regierung Allende aus westlicher Sicht nicht mehr kreditwürdig war, eine Haltung, die von der Regierung von US-Präsident Richard Nixon vehement unterstützt wurde. Nixon wollte die Kommunisten in Chile „ausquetschen“, wie er es nannte. Aus Angst vor Enteignung setzte eine Kapitalflucht ins Ausland ein. Die Privatinvestitionen wurden aus Angst vor der Verstaatlichung zurückgeschraubt. Auf die Sowjetunion konnte Chile nur ideologisch zählen, Devisenhilfe konnte Allende aus Moskau nicht erwarten. Auch innenpolitisch setzten Nixon und Kissinger ihre Politik der Destabilisierung fort.

    […]

    Nachdem Pinochet die Macht ergriffen hatte, sagte U.S. Außenminister Henry Kissinger, dass die Vereinigten Staaten „es nicht getan haben“ (bezüglich des Putsches selbst), aber dass sie „die größtmöglichen Voraussetzungen geschaffen haben“. Kürzlich veröffentlichte Dokumente zeigen, dass die US-Regierung und die CIA den Sturz Allendes 1970 angestrebt haben (Project FUBELT). Eine direkte Beteiligung am Putsch von 1973 kann durch die bisher veröffentlichten Regierungsdokumente nicht bewiesen werden. Andererseits haben die USA im Zeitraum vor dem Putsch ihre Militärhilfe an Chile massiv gesteigert. Viele relevante Dokumente unterliegen aber immer noch der Geheimhaltung (U.S.-Intervention in Chile).

    Das zur US-Flagge. Über die Verbindungen von Reagan und Bush zu Pinochet wirst du dich aber jetzt selber informieren müssen. Ich geh mal davon aus, du kannst Google bedienen!

  12. Gravatar Icon 12 lysis 15. Dezember 2006 um 18:39 Uhr

    Schön auch dieses Zitat:

    US-Außenminister Henry Kissinger ließ, als der Sieg der linken Kräfte absehbar war, verlauten: „Ich sehe nicht ein, weshalb wir zulassen sollen, dass ein Land marxistisch wird, nur weil die Bevölkerung unzurechnungsfähig ist.“

  13. Gravatar Icon 13 lysis 15. Dezember 2006 um 18:44 Uhr

    Aber den Vogel schießt eindeutig Maggie Thatcher ab:

    Die USA als Drahtzieher des Putsches von 1973 vergossen Krokodilstränen und bekundeten ihre »Solidarität mit den Opfern der Militärdiktatur«. George W. Bush ließ erklären, die Pinochet-Zeit sei eine »schwierige Phase« gewesen. Dagegen verleugnete sich die frühere britische Regierungschefin Margaret Thatcher nicht. Sie sei »tief betrübt« über den Tod von Pinochet, äußerte sie und sprach damit im Namen der internationalen Reaktion.

  14. Gravatar Icon 14 Name (notwendig) 15. Dezember 2006 um 23:14 Uhr

    big mouth: „das könnte dann ja als das nexte isf-sammelband-cover dienen. voll der schlagende beweis, dass Pinochet nazi war“

    pinochet hat z.b. die auslieferung walter rauffs (http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Rauff) bis zu dessen tod verweigert. während der diktatur pinochets sind gemessen an der population chiles „auffällig“ viele juden ermordet worden.
    der faschist hat als glühender katholik und antikommunist auf jeden fall eine affinität zu antisemitismus. so am rande.

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