Amoklauf der Philosemiten

Am 28. Januar planen die beiden Initiativen I like Israel (ILI) und Honestly Concerned eine Demonstration von Berlin-Alexanderplatz zum Denkmal für die ermordeten Juden unter dem Motto: „Für Israel. Gegen einen neuen Holocaust“. Der Aufruf besteht aus fünf Schlagzeilen:

Irans Präsident Ahmadinedschad plant den Massenmord
Die „Holocaust – Konferenz” in Teheran ist Teil seiner Vorbereitung
Die Entwicklung von Atombomben und Raketen bedroht auch Europa
Der Vergleich mit Hitler ist zutreffend1
Demokraten dürfen nicht schweigen

Als der Zentralrat der Juden in Deutschland aufgefordert wurde, die Demonstration zu unterstützen, reagierte dessen Generalsekretär Stephan J. Kramer in einem Schreiben, wie wohl jeder halbwegs vernünftige Mensch auf diesen Unsinn reagieren würde: er bezeichnete den Aufruf als „idiotisch“ und die Demonstration als „lächerlich“. Der Vergleich mit Hitler sei einzig dazu geeignet, die Singularität von Auschwitz in Frage zu stellen.

Seitdem lassen es sich ILI, Lizas Welt und verschiedene andere Akteure dieses Spektrums nicht mehr nehmen, öffentlich über die gewählten Vertreter des Zentralrats der Juden herzuziehen. So schreibt ILI-Vorsitzender Leo Sucharewicz in seinem offenen Brief an Kramer:

Wenn Ihnen diese politischen ‚Basics‘ fehlen, sind Sie in einer Zeit wachsender Bedrohungen der falsche Mann an einer wichtigen Stelle.

Während „Lizas Welt“ sich hinter diese freche Anmaßung stellt, setzt sie noch einen oben drauf und attackiert eine weitere renommierte jüdische Einrichtung, die sich weigert, der Idiotendemo beizutreten und sich von fanatisierten Politsekten in Geiselhaft nehmen zu lassen: „Derweil tut das Berliner Büro des American Jewish Comittee (AJC), was es immer tut, wenn es etwas zu tun gäbe: Es tut nichts.“ Sind diese verbalen Ausfälle die Folge eines enttäuschten Philosemitismus, der sich von den deutschen Juden verraten fühlt, weil diese sich nicht umstandslos in die PR-Strategien dubioser Websites wie Honestly Concerned einspannen lassen?

Offenbar ja, denn es gibt Gruppen, die das Rad längst schon einen Zacken weiter gedreht haben, wie die aufgrund ihres notorischen Rassismus gegenüber Arabern und Muslimen berüchtigte „Redaktion Bahamas“. Deren neueste Ausfälle gegen die jüdischen Gemeinden in Deutschland, denen man vorwirft, an Demos lediglich zur Stärkung ihres „Gemeinschaftsgefühls“ teilzunehmen, auf gut deutsch also: sich als geschlossene Gruppe zu konstituieren und sich von Nichtjuden abzusondern, beschreibt selbst Lizas Welt nur noch als „antisemitisch“. Und da hat sie mal ausnahmsweise recht!

  1. Mittlerweile abgeändert in: „Der Vergleich mit den gefährlichsten Verbrechern der Weltgeschichte ist zutreffend“. [zurück]

24 Antworten auf „Amoklauf der Philosemiten“


  1. Gravatar Icon 1 tod 24. Januar 2007 um 22:33 Uhr

    Schlimm.
    Gegen den iranischen Spinner zu demonstrieren, ist absolut legitim. Aber so?
    Pure Hitlerverherrlichung, Revisionismus, Antisemitismus.

    Naja.
    HC-Antideutsche sind auch nur Antisemiten.

    Fuck nations, fuck antisemitism.
    nie wieder deutschland!

  2. Gravatar Icon 2 bigmouth 24. Januar 2007 um 22:43 Uhr

    @tod: fresse!

    @lysis: das aus

    In den Bibelgarten der DIG sind nämlich allerherzlichst auch Deutschlands Juden eingeladen, von denen sich gleich 20 Gemeinden und Gruppen dem Aufruf angeschlossen haben – wohl in der Hoffnung, ihrerseits ein Gemeinschaftsgefühl zu erleben.

    rauszulesen, ist doch blödsinn. die sidn doch eifnach nur enttäuscht über „ihre“ juden, die wieder mal nich tun, was sie möchten

  3. Gravatar Icon 3 lysis 24. Januar 2007 um 23:38 Uhr

    ja, so ist der philosemitismus: er ist enttäuscht, wenn die von ihm angeblich protegierten juden nicht parieren, und versucht, diesen akt der „illoyalität“, wenn auch einstweilen nur verbal, zu sanktionieren. im fall von sekten wie Bahamas, ILI, lizas welt & anderen ist das natürlich blanker größenwahn. aber den haben sie in den letzten jahren als would-be-weltpolitiker ja auch kräftig eingeübt.

  4. Gravatar Icon 4 w 25. Januar 2007 um 2:01 Uhr

    oh man, ich bin zu faul ausfürhlich was zu dem mist zu schreiben, aber mich nervt es gewaltig dass ständig oberbescheidwisser, sei es die bahamas, sei es lysis oder emanzipationoderbarbarei, bürgerliche juden einerseits und (post)ADs andererseits an den selben ansprüchen messen und in einen topf werfen, als gäbe es nicht einen eminenten unterschied zwischen beiden gruppen. DAS scheint mir langsam kein zufall mehr zu sein, sondern ebenfalls einem latenten philo- oder antisemitismus nach dem motto „unsere juden sind lang nicht so verrückt wie die ADs sie gerne hätten“ zu entspringen.

  5. Gravatar Icon 5 w 25. Januar 2007 um 2:03 Uhr

    und was ist das überhaupt für ein lächerlicher sektenbegriff? bzw wie kann ein einmenschblog eine sekte darstellen? und was genau sind die sektenstrukturen in der bahamas – unterdrücken die ihre mitglieder, dirigieren sie zentral an ihre einsatzorte und verprassen deren privatvermögen?

  6. Gravatar Icon 6 lysis 25. Januar 2007 um 3:33 Uhr

    [quote comment=“10864″]und was ist das überhaupt für ein lächerlicher sektenbegriff?[/quote]

    was soll daran lächerlich sein? sekten sind gruppen, die sich zu geschlossenen gemeinschaften homogenisieren und abweichlinge, welche den inneren konsens bedrohen, konsequent „exorzieren“ (wie es noch ende der 90er im bahamas-jargon hieß).

    und diese mechanismen funktionieren längst auch über das tollhaus jener bekannten berliner redaktion hinaus, indem ein ganzes milieu in den eigenen reihen fahndung nach vermeintlichen „antisemiten“ macht — vgl. das autodafé, das die bahamas mal gegen den jungle-world-autor (redakteur?) „herrn vogt“ abhielt, oder das kollektive schaulaufen damals gegen müller/holz/traverso. das hatte mit der ächtung realer antisemiten nichts zu tun, sondern diente einzig dazu, jede differenzierte haltung zum nahost-konflikt zu unterbinden und jedes abweichende argument durch moralische ausgrenzung zu bestrafen.

    das sind die mechanismen gewesen, mit denen sich die antideutschen als sekte konstituiert haben. und es traf ja, wie du weißt, auch gruppen, mit denen du dich selbst verbunden fühlst, wie die frankfurter sinistra, die vor ’nem guten jahr durch die bahamas als „antisemiten“ geoutet wurden — ausgerechnet einen zusammenhang also, der seit jahren nichts anderes macht, als das abgenudelte feld der antisemitismuskritik und der israelsolidarität zu beackern. das heißt, im prinzip ist niemand vor diesem vorwurf gefeit. auch du nicht, wie die jüngste diskussion auf „bad-blog.com“ beweist.

    und genau das ist die art und weise, wie sich die antideutsche sekte vor abweichlern schützt und sich die unbedingte loyalität ihrer angehörigen sichert. sowas ist weit effektiver als die disziplinarmechanismen, die seinerzeit die k-gruppen entwickelt haben, weshalb es auch völlig antiquiert ist, im zusammenhang mit dem begriff der „linken politiksekte“ ausgerechnet auf dieses alte auslaufmodell zu verweisen.

  7. Gravatar Icon 7 lysis 25. Januar 2007 um 3:59 Uhr

    PS: allein in den letzten tagen wurden du, bigmouth und ich mehrfach als „antisemiten“ entlarvt. meine güte, mich stört das nicht mehr sonderlich, weil ich das längst als inhaltsleeren disziplinarmechanismus durchschaue und darüber lache. aber du hängst da offenbar noch voll drin! wäre vielleicht mal zeit, dich von diesen antideutschen diskursmechanismen zu emanzipieren!

  8. Gravatar Icon 8 lysis 25. Januar 2007 um 5:02 Uhr

    [quote comment=“10863″]aber mich nervt es gewaltig dass ständig oberbescheidwisser, sei es die bahamas, sei es lysis oder emanzipationoderbarbarei, bürgerliche juden einerseits und (post)ADs andererseits an den selben ansprüchen messen und in einen topf werfen[/quote]

    nun, das liegt vielleicht einfach daran, dass sich das manchmal schwer unterscheiden lässt. seit der zusammenarbeit von „honestly concerned“ mit der postantideutschen szene im oktober 2004, als ich das erste mal über diesen namen stolperte, ging ich davon aus, dass es sich dabei selbst um eine gruppe aus diesem spektrum handelte, zumal die beschuldigungstechniken recht ähnlich sind. [um hier keine missverständnisse aufkommen zu lassen: das outing antisemitischer stände auf der damaligen buchmesse war natürlich vollkommen OK, nur warum muss man das mit einer rassistischen veranstaltungsreihe garnieren, in der über „(arabische) männer (alb) träume“ phantasiert wird?] wenn ich mich da getäuscht habe, tut’s mir leid, nur ändert das an meiner einschätzung dieser seite recht wenig. es sind ja schließlich die inhalte, die zählen, und nicht, wer sie produziert.

    was ILI angeht, kommt mir ehrlich gesagt das blanke kotzen, wenn ich mir deren seite anschaue. das liegt vielleicht daran, dass dieses selbsternannte „think tank“ von einem kommunikationspsychologen ins leben gerufen wurde, dem es hauptsächlich um die vermittlung effektiver agitationstechniken geht. das wird wahrscheinlich auch die erklärung für diesen peinlichen, im telegrammstil der bildzeitung abgefassten demoaufruf sein. das von der seriosität her mit dem zentralrat der juden auf eine stufe zu stellen, der, seit ich zurückdenken kann, einer aufklärerischen mission verpflichtet ist, die solche primitiven propagandamethoden kategorisch ausschließt, wäre einfach eine absolute frechheit!

  9. Gravatar Icon 9 w 26. Januar 2007 um 1:47 Uhr

    das abstreifen von abweichlern ist kein hinreichendes kriterium für eine sekte – in jeder partei gibt es entsprechende ausschlussverfahren, und große teile der linken szene werden gegen die einen oder anderen diversanten recht leicht aggresiv bis gewalttätig. wer selbst mal eine auseinandersetzung wegen einer israelfahne hatte, weiß wovon ich spreche. und holz/müller/traverso zb wurden völlig zu recht angegriffen, wer die sichtblende auschwitz beklagt, ist nicht weit von der walserei entfernt.

    honestly concerned ist abgesehen von punktueller kooperation selbstverständlich in keiner weise der ad-szene oder deren inhalten verpflichtet und war es auch nie, die betreiber sind liberale bis konservative v.a. jüdische normalos. selbiges gilt für ili. und ebenso selbstverständlich macht das einen unterschied ums ganze, denn es würde mir nie im leben einfallen, eine ad-demo mit einem solch schlechten plakat zu besuchen. im falle der obengenannten stellt sich das ganz anders dar, denn dann haben wir es nicht mit durchgeknallten ex-linken zu tun, die über eine krude ideologie anschluss an die mehrheit suchen, sondern mit potentiell bedrohten subjekten, die gegen ihre bzw. die elimination ihrer freunde, verwandten, ihres „volkes“ kämpfen oder dies zumindest so verstehen. genau den selben unterschied würde ich auch zwischen linken wursthaar-antiras einerseits, der selbstorganisation von migrantInnen gegen abschiebungen und nazis anderseits (wie etwa die initiative hiergeblieben) machen: an erstere können politische ansprüche gestellt werden, zweitere sind nicht das revolutionäre subjekt, sondern potentielle opfer, deren kampf (realpol.) solidarität verdient.
    genau die verwischung dieser grenzlinie ist dir oder den bahamas vorzuwerfen. die vordergründig suggerierte klarheit läuft bei dir über die nicht-erwähnung der großen anzahl von mobilisierenden jüdischen gemeinden, bei den bahamas über den ersatzangriff auf die DIG, die keinne sonderliche rolle für die demo spielen.

  10. Gravatar Icon 10 w 26. Januar 2007 um 1:48 Uhr

    Peinlich, im ersten Satz sollte eigentlich abstrafen statt abstreifen stehen.
    Freud zum Gruße,
    w

  11. Gravatar Icon 11 w 26. Januar 2007 um 2:08 Uhr

    Interessanter Kommentar von hagalil, der die Auseinandersetzunug um die Demo einerseits vor dem Hintergrund der (mir neuen) Schwäche des Zentralrats interpretiert, sie andererseits auch bis zu einem gewissen Grad als Konfrontation linker und rechter JüdInnen erscheinen lässt:
    http://www.hagalil.com/01/de/Juden.php?itemid=386

  12. Gravatar Icon 12 katjusha 26. Januar 2007 um 2:49 Uhr

    Die linken Wursthaar-Antiras sollen sich erstmal die Haare schneiden lassen, oder was sollen das für Forderungen sein?

  13. Gravatar Icon 13 w 26. Januar 2007 um 3:56 Uhr

    Nö, aber zb die MigrantInnen nicht mit ihrem Paternalismus oder ihren Projektionen („Autonomie der Migration“ zb) entmündigen

  14. Gravatar Icon 14 Dock 26. Januar 2007 um 4:08 Uhr

    Weil die Autonomie der Migration-Forderung ja auch von den von dir so genannten ‚Wursthaar AntiFas‘ kommt…. noch mehr platte Argumentationen?

  15. Gravatar Icon 15 katjusha 26. Januar 2007 um 12:34 Uhr

    @waiting
    [quote post=“340″]sondern mit potentiell bedrohten subjekten, die gegen ihre bzw. die elimination ihrer freunde, verwandten, ihres “volkes” kämpfen oder dies zumindest so verstehen.[/quote]

    Mit der Argumentation kannst auch genauso gut auf eine Palästina-Soli-Demo gehen. und wer die Sichtblende Auschwitz beklagt (auch wenn der Ausdruck vielleicht unglücklich ist, ich hab das Dossier auch nicht mehr vor Augen, müsste nochmal nachgelesen werden, was denn da jetzt wirklich drin stand), muss das noch lange nicht, wegen der Reinwaschung Deutschlands machen, sondern um vielleicht mal zu einer nüchterneren Analyse zu kommen.

    Ich weiß, dass Klaus Holz ganz gute Texte und Bücher zum Antisemitismus schreibt, gerade was aktuelle Entwicklungen angeht.

    Der Vorwurf der Nähe zur Walserei sagt erstmal garnix aus, sondern ist nur Geschwafel um den anderen mangels inhaltlicher Argumente moralisch an die Wand drück zu können.

    Das scheint bei dir aber normaler Argumentationsstil zu sein, wie man an der abwertenden Bezeichnung der linken „Wursthaar-Antiras“ sehen kann.

  16. Gravatar Icon 16 bikepunk 089 26. Januar 2007 um 17:14 Uhr

    @w
    dem worauf du, glaube ich, rauswillst,kann ich sogar zustimmen. So wie ich dich verstanden habe, geht es dir darum, dass du Leuten gegenüber, die einen bestimmten pokiutischen Anspruch vor sich her tragen eher mit Forderungen kommen kannst, als Leuten die sich aus einer konkreten Betroffenheit heraus organisieren.
    In 2 Punkten möchte ich dir widersprechen:
    Die JoG oder die Hiergeblieben! Kampagne (oder die aktuelle Bleiberechtskampagne) sind nicht nur potentielle Opfer, sondern sehr wohl politische Subjekte, damit dass deren Kampf realpolitische Solidarität verdient hast du völlig recht – nur diese Zusammenhänge und die Menschen darin per se aus jeder Kritik rauszunehmen, dasswäre paternalistisch. Wichtig ist es, transparent zu machen, was aus welcher Haltung heraus kritisiert wird, welcher Anspruch da angelegt wird.
    Was soll dieses rumgeschimpfe über die „Wursthaar-Antiras“? Dass es in der linksradikalen Anitra bewegung paternalismus gab und gibt, wird niemand leugnen – aber es gab und gibt auch eine, in meiner Einschätzung ganz gute, Auseinandersetzung damit. Von dem was ich von der Karawane, oder der Hiergeblieben! Kampagne so mitgekriegt hab, klappt die Zusammenarbeit zwischen AktivistInnen mit und ohne deutschen Pass da ganz gut.

    Wo siehst du denn Belege dafür, dass wursthaarige Antiras „MigrantInnen mit ihrem Paternalismus oder ihren Projektionen (”Autonomie der Migration” zb) entmündigen“ ?

  17. Gravatar Icon 17 w 26. Januar 2007 um 20:57 Uhr

    „nur diese Zusammenhänge und die Menschen darin per se aus jeder Kritik rauszunehmen, dasswäre paternalistisch. Wichtig ist es, transparent zu machen, was aus welcher Haltung heraus kritisiert wird, welcher Anspruch da angelegt wird.“

    Ja, klar sollten die auch wie alle anderen Menschen communistischer Kritik unterzogen werden. Aber ich denke, man muss, zumindest zunächst, beide Ebenen auseinanderhalten: dass du es zb auch bei solchen Initiativen mit ganz normalen Sexisten, Arschgeigen usw. zu tun hast, und den Grund, wieso du mit ihnen kooperierst, nämlich die Abwehr einer für sie existenziellen Bedrohung. Und das ist eben nicht zu vermischen, um solche philo-mäßige Enttäuschung wie die der Bahamas oder andere zu vermeiden, denn es ist mir egal, ob jmd Antisemit ist, wenn er abgeschoben werden soll, und es ist egal ob es eine Rassistin oder eine Anarchistin ist, die eine Atombombe auf den Kopf geworfen bekommt, denn die Bedrohung wird nicht durch ihre Taten, sondern durch das ihnen zugeschriebene Sein – AusländerIn, JüdIn, HomosexuelleR etc – ausgelöst.

  18. Gravatar Icon 18 w 26. Januar 2007 um 21:01 Uhr

    „Wo siehst du denn Belege dafür, dass wursthaarige Antiras “MigrantInnen mit ihrem Paternalismus oder ihren Projektionen (”Autonomie der Migration” zb) entmündigen” ?

    Paternalismus im Sinne von multikulturellem Abgefeiere der wilden, exotischen und unbedarften Ausländer wohl eher bei den ganzen Linksreformisten und Pfaffen, mit denen die radikalere Antira regelmäßig zusammenarbeitet. Projektionen bzgl. potent. Revo-Aspirationen dann eben eher bei den Linksradikalen, die der meist aus Not und Elend resultierenden Migrationen den subversiven Charme einer Globalisierung von unten attestieren. Siehe dazu ein ganz gutes Interview mit The Voice (ich weiß, Antiimp-Alarm …):
    http://thecaravan.org/node/19

  19. Gravatar Icon 19 Nemesis 27. Januar 2007 um 17:04 Uhr

    Das mag ja stimmen, aber einige dieser Pfaffen helfen wenigsten konkret, indem sie Asyl gewähren, oder sich bei Behörden einsetzen. Die Praxis wird bei dieser Diskussion gerne außer Betracht gelassen.

  20. Gravatar Icon 20 lysis 27. Januar 2007 um 17:28 Uhr

    Naja, Antiras reißen sich für sowas auch den Arsch auf, im Gegensatz zu Antideutschen, die ihre ganze Zeit damit verbringen, die Luft mit rassistischen Fürzen zu verpesten.

  21. Gravatar Icon 21 jack 28. Januar 2007 um 23:26 Uhr

    700 amokläufer waren’s wohl laut pr-inside. :o das ziel von 5000 wurde also um ca. 85% verfehlt. dolle „massendemonstration“

  22. Gravatar Icon 22 Albert 05. Februar 2007 um 18:55 Uhr

    „Sadam Husserl“ – super über alle Maszen witzig, die Bahamas. Und Heidegger war der gute Jude, oder wie?

  23. Gravatar Icon 23 che2001 06. Februar 2007 um 16:55 Uhr

    Was heißt denn hier Antiimp-Alarm? Ich habe lange Jahre mit The Voice zusammengearbeitet und kenne z.B. den Sunny ganz gut-Antiimps im Sinne der RAF-Sympis oder orthodoxer MLer sind das nicht, sondern eher undogmatische Linke. Jedenfalls waren sie das vor 2003.

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