Ist das zynisch?

Wer für sich in Anspruch nimmt, „Freiheit für Palästina“ als ‚Freiheit der palästinensischen Gebiete (der Bevölkerung) von der israelischen Besatzung‘ zu verstehen, übersieht, dass die Besatzung dem Schutz Israels dient […]

=)) (via)


11 Antworten auf „Ist das zynisch?“


  1. Gravatar Icon 1 dayan 11. Mai 2007 um 13:47 Uhr

    Naja, es ist zumindest „israelsolidarisch“. Und das eine ist nun mal ohne das andere nicht zu haben.

  2. Gravatar Icon 2 lysis 11. Mai 2007 um 16:18 Uhr

    Entschuldige, das ist einfach Unsinn. Die Besatzungspolitik dient der Aneignung von Land und Ressourcen und nicht dem Schutz Israels. Tatsächlich produziert die Okkupation mehr Sicherheitsprobleme, als sie löst.

  3. Gravatar Icon 3 maloXP 12. Mai 2007 um 2:39 Uhr

    „Israelsolidarisch“. Ein komisches Konzept, wenn man sich’s genau überlegt. Schließt es doch Sympathie für Uri Avnery genau wie für Avigdor Lieberman ein, für Yitzak Rabin wie für Ariel Scharon. Es schlösse die zionistische Idee ein und die Militärpolitik seit der ersten Intifada. Jericho, Jerusalem, die Klagemauer, die andere Mauer, den Jom-Kippur-Krieg wie den Angriff auf den Libanon. Die Siedlungen in den 50ern, die Siedlungen in den 90ern. Ich persönlich finde das nicht alles gut und nicht alles schlecht – bedingungslos solidarisch im Sinne z.B. einer Staatsräson könnte ich mich persönlich aber nicht erklären, das wäre mir zu pauschal und auch zu gefährlich.

    Moment! Ich habe einen Entschluss gefasst: Ab morgen bin ich Belgiensolidarisch. An Flandern 1917 denken heute viel zu wenige. ;)

  4. Gravatar Icon 4 B 12. Mai 2007 um 16:05 Uhr

    Gab es einen Holocaust an Belgiern?
    Desweiteren ist eine Solidaritätserklärung an Israel als Ganzes sinnvoll, wenn es beispielsweise wieder einen (verheerenden) Selbstmordanschlag gibt oder Menschen denen ein militärisches Potential zur verfügung steht das Existenzrecht Israels anzweifeln, was ja nicht eine bestimmte Politik oder Regierung meint sondern die jüdischen Bürger Israels im Allgemeinen. Allerdings ist,denke ich, ein ständiges Nachaußentragen von Israelsolidarität eher eine leere Geste ohne wirklichen Addressat oder Aussage.

  5. Gravatar Icon 5 steff 12. Mai 2007 um 16:24 Uhr

    @B: Ist ein Holocaust an [hier ein x-beliebiges Volk einsetzen] jetzt schon notwendige (oder gar hinreichende) Voraussetzung, um die Berechtzigung zu haben, mit [hier Land, in dem das zuvörderst genannte Volk „heimisch“ ist] solidarisch zu sein?

  6. Gravatar Icon 6 lysis 12. Mai 2007 um 19:31 Uhr

    @B: Achja, schöne Lehre, die du aus dem Holocaust ziehst: dass man über die schweren Menschenrechtsverletzungen im Rahmen der Okkupation hinwegsehen muss, weil das ja alles der reinste Klacks gegen Auschwitz ist! Unglaublich, wozu man ein solches Menschheitsverbrechen heutzutage alles gebrauchen kann …

  7. Gravatar Icon 7 Tbien 12. Mai 2007 um 19:34 Uhr

    [quote comment=“18968″]Gab es einen Holocaust an Belgiern?[/quote]

    Gab es denn einen an Israelis? Da kommt die Zeitachse aber ganz schoen durcheinander…

  8. Gravatar Icon 8 B 13. Mai 2007 um 14:13 Uhr

    Offensichtlich habt ihr nicht verstanden, was ich meine.
    Ich habe maloXPs Aussage wiefolgt aufgefasst: Von antideutscher Seite wird Israelsolidarität explizit auf die Shoa zurückgeführt. Dies wollte maloXP offensichtlich kritisieren. Allerdings zieht er/sie folgende Parallele: Israelsolidarität wird mit der Shoa begründet, also kann Belgiensolidarität mit Flandern 1917 begründet werden. Allerdings ist, meiner Meinung nach, das Menschenverheizen in dieser Materialschlacht nicht das selbe wie der industrielle Massenmord während der Shoa. Darauf wollte ich hinweisen.
    Desweiteren: Wo habe ich etwaige Menschenrechtsverletzungen im Rahmen der Okkupation mit der Shao gerechtfertigt? Wenn ich das getan habe, möchte ich gern wissen wo, damit ich hier auch einmal was dazulerne. Danke.
    @Tbien: Für die philosophisch-naturwissenschaftliche Erläuterung deines Begriffs von Zeit wäre ich sehr dankbar.

  9. Gravatar Icon 9 maloXP 13. Mai 2007 um 20:04 Uhr

    Mal langsam, „B“, mein letzter Absatz war durchaus nicht ganz ernst gemeint. Ich find’s doof, Ironie als solche zu kennzeichnen & dachte, das ;)-Smilie hätte gereicht.

    Mit der Aussage wollte ich darauf hinweisen, dass es äußerst schwierig ist, „Solidarität mit Land X“ zu sagen und gleichzeitig darauf zu hoffen, der Gesprächspartner verstehe, ob man nun die wechselhafte Geschichte, die Umstände die zur Staatsgründung führten, Politische Entwicklungen heute, dessen Militär, die Gesellschaft, das religiöse Selbstverständnis des Staates etc. pp meint. Vor allem, wenn man sich selbst noch nicht mal ganz klar gemacht zu haben scheint, was man meint.

    Immer diese Metadiskurse. Die verkomplizieren die Sachverhalte unnötig.

  10. Gravatar Icon 10 Hilfiger 14. Mai 2007 um 0:23 Uhr

    Wie kommt man auf die Idee, ein Rumpfzitat sei kritisierbar?

  1. 1 Antideutsche Widersprüche | Das geprüfte Argument Pingback am 12. Mai 2007 um 18:44 Uhr
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