Die Modefirma pureberlin drehte im Holocaust-Mahnmal einen Werbefilm für ihre neueste Fashion-Kollektion. Deutsche Normalität im Umgang mit den Opfern der industriellen Massenvernichtung. (via)
ein „normaler“ postfaschistisch-deutsch-kapitalistischer tabubruch und du benutzt ausgerechnet das „alternative“ wort des jahres 2007? den lieblingsbegriff der (pseudo)avantgardistischen (postantideutschen?) linken? falls es da noch mehr zu interpretieren gibt, musst du mir mal auf die sprünge helfen …
es wird ja gern der bürgerliche hedonismus gegen den faschismus in anschlag gebracht. ich find das einfach ein gutes beispiel, warum das nicht funktioniert. göring war auch hedonist.
was zu beweisen wäre.
ähnlich bei dieser sogenannten hedonistischen internationale, das bloße lippenbekenntnis oder stumpfer vitalismus haben mit dem begriff ja erstmal nicht wirklich was zu tun. desweiteren ist es unter gegeben gesellschaftlichen umständen wohl mehr als zynisch von sowas wie hedonismus als praxis zu sprechen.
und wie genau bringst du jetzt eigentlich diesen werbefilm mit hedonismus in verbindung? das ist halt berlin-ästhetik, von vorne bis hinten, aber die hat noch viel weniger als oben erwähntes mit dem hedonismus zu tun.
göring hat sich den dicksten weinkeller europas zusammenklauen lassen, schöne bilder, ist wie ein römischer kaiser rumgerannt usw usf. der mann wusste, wie man parties feiert und gut lebt. wenn das kein hedonismus is, dann haste da offenbar einen komischen privatbegriff von
dass hitler a getan hat, sagt übrigens noch gar nix über a aus. ganz grundlegende logik
Ich wollte die „Hedonistische Internationale“ nicht denunzieren. Ich hab nur ein bisschen rumassoziiert, um einen Titel zu finden. Und die Titel von Asides sind eh nur pro forma da, weil sie auf der Hauptseite nicht angezeigt werden.
Ein grosser Weinkeller, schöne Bilder, rauschende Feste und Kleidung wie ein grosser Römer: Das bezeichnest du als private Völlerei? Na, da ist klar, dass du wohl auch für Hedonismus einen ganz eigene, private und wohl strenggeheime Bedeutung hast. Falls nicht, könntest du ja einfach mal erklären, was du denn unter Hedonismus verstehst.
Am Rande: Wer mit dem herrschenden Realitätsprinzip sich nicht versöhnen kann und will, der ist mir grundsätzlich mal sympathisch.
ok, eisprinzessin, im epikureischen sinne war göring wohl doch nich hedonistisch. das du den meinen könntest, war mir aber nicht klar, weil das im szenejargon sonst niemand tut. da geht es dann idr auch nur um saufem, ficken oi in der linken variante, also eher koksen, vögeln, %aktuelle_szenemusik_einsetzen%
das öffentliche, eifrige nachstreben eines bildes vom hedonismus verfestigt die trennung zwischen denen, die es sich unter den gegebenen umständen eine solche prasserei (was ich für das göringsche modell den passenderen namen finde) erlauben können und jenen denen soetwas nicht freisteht. es beschneidet also ganz deutlich die gesellschaftliche dimension unter denen der hedonismus immer gedacht werden muss, soll er nicht zu eben jener ideologie des genusses werden, von der marx in dem zitat in dem von corto verlinkten text spricht.
mein problem also, um die rätselraterei mal ein wenig einzudämmen, ist die dimension unter derer kategorien wie lust, bedürfnis, trieb, genuß et al. gedacht werden, mögen sie doch anfänglich als rein individuelle erscheinen, haben sie doch gesellschaftlichen charakter. jetzt mal so in aller kürze…
es gibt keinen „trieb“. genauso wenig wie es „rassen“ gibt. das sind ideen aus dem 19. und frühen 20. jahrhundert, die man — da es nicht die geringste empirische grundlage dafür gibt — endlich mal verabschieden sollte.
gesehen, entsetzt, verlinkt
http://opablog.twoday.net/stories/3754007/
„faschistischer hedonismus“?
ein „normaler“ postfaschistisch-deutsch-kapitalistischer tabubruch und du benutzt ausgerechnet das „alternative“ wort des jahres 2007? den lieblingsbegriff der (pseudo)avantgardistischen (postantideutschen?) linken? falls es da noch mehr zu interpretieren gibt, musst du mir mal auf die sprünge helfen …
es wird ja gern der bürgerliche hedonismus gegen den faschismus in anschlag gebracht. ich find das einfach ein gutes beispiel, warum das nicht funktioniert. göring war auch hedonist.
was zu beweisen wäre.
ähnlich bei dieser sogenannten hedonistischen internationale, das bloße lippenbekenntnis oder stumpfer vitalismus haben mit dem begriff ja erstmal nicht wirklich was zu tun. desweiteren ist es unter gegeben gesellschaftlichen umständen wohl mehr als zynisch von sowas wie hedonismus als praxis zu sprechen.
und wie genau bringst du jetzt eigentlich diesen werbefilm mit hedonismus in verbindung? das ist halt berlin-ästhetik, von vorne bis hinten, aber die hat noch viel weniger als oben erwähntes mit dem hedonismus zu tun.
hitler war auch nichtraucher.
göring hat sich den dicksten weinkeller europas zusammenklauen lassen, schöne bilder, ist wie ein römischer kaiser rumgerannt usw usf. der mann wusste, wie man parties feiert und gut lebt. wenn das kein hedonismus is, dann haste da offenbar einen komischen privatbegriff von
dass hitler a getan hat, sagt übrigens noch gar nix über a aus. ganz grundlegende logik
Ich wollte die „Hedonistische Internationale“ nicht denunzieren. Ich hab nur ein bisschen rumassoziiert, um einen Titel zu finden. Und die Titel von Asides sind eh nur pro forma da, weil sie auf der Hauptseite nicht angezeigt werden.
hedonismus zeichnet sich also vorrangig durch private völlerei aus? und wenn ich das verneine habe ich einen komischen privatbegriff davon?
also einen ähnlich komisch-privaten wie epikur?
aber ich seh schon: ich und das realitätsprinzip, wir gehen einfach nicht zusammen.
prost!
Ein grosser Weinkeller, schöne Bilder, rauschende Feste und Kleidung wie ein grosser Römer: Das bezeichnest du als private Völlerei? Na, da ist klar, dass du wohl auch für Hedonismus einen ganz eigene, private und wohl strenggeheime Bedeutung hast. Falls nicht, könntest du ja einfach mal erklären, was du denn unter Hedonismus verstehst.
Am Rande: Wer mit dem herrschenden Realitätsprinzip sich nicht versöhnen kann und will, der ist mir grundsätzlich mal sympathisch.
Das Thema hat mich durchaus nicht losgelassen.
http://opablog.twoday.net/stories/3765565/
„saufen, ficken, oi!“ ist doch auch kein hedonismus. oder etwa doch?
ok, eisprinzessin, im epikureischen sinne war göring wohl doch nich hedonistisch. das du den meinen könntest, war mir aber nicht klar, weil das im szenejargon sonst niemand tut. da geht es dann idr auch nur um saufem, ficken oi in der linken variante, also eher koksen, vögeln, %aktuelle_szenemusik_einsetzen%
Eine lesenswerte Auseinandersetzung mit dem „Hedonismus“ der linken Szene gibt es hier
das öffentliche, eifrige nachstreben eines bildes vom hedonismus verfestigt die trennung zwischen denen, die es sich unter den gegebenen umständen eine solche prasserei (was ich für das göringsche modell den passenderen namen finde) erlauben können und jenen denen soetwas nicht freisteht. es beschneidet also ganz deutlich die gesellschaftliche dimension unter denen der hedonismus immer gedacht werden muss, soll er nicht zu eben jener ideologie des genusses werden, von der marx in dem zitat in dem von corto verlinkten text spricht.
mein problem also, um die rätselraterei mal ein wenig einzudämmen, ist die dimension unter derer kategorien wie lust, bedürfnis, trieb, genuß et al. gedacht werden, mögen sie doch anfänglich als rein individuelle erscheinen, haben sie doch gesellschaftlichen charakter. jetzt mal so in aller kürze…
es gibt keinen „trieb“. genauso wenig wie es „rassen“ gibt. das sind ideen aus dem 19. und frühen 20. jahrhundert, die man — da es nicht die geringste empirische grundlage dafür gibt — endlich mal verabschieden sollte.
wie würdest du aber zB hunger einordnen?