Für MPunkt

Apropos Sprachpolitik und so …

South Park 1101 With Apologies to Jesse Jackson


25 Antworten auf „Für MPunkt“


  1. Gravatar Icon 1 Wendy 07. September 2007 um 1:12 Uhr

    „Racewar! Racewar! Come on everybode racewear!“

  2. Gravatar Icon 2 MPunkt 07. September 2007 um 14:13 Uhr

    Gute Episode, die nicht nur lustig ist, sondern auch noch gut zeigt, wie bekloppt ehrsüchtig derlei Sprachkritik ist (Hintern küssen, als Beleidigung verbieten lassen, …).

  3. Gravatar Icon 3 lysis 07. September 2007 um 14:34 Uhr

    Oh mann oh mann, du nimmst diese Episode ja extrem einseitig war. Die Botschaft am Ende heißt nämlich, dass manche Leute es einfach nicht in ihren Kopf kriegen, wie scheiße es sich anfühlt, „Neger“ genannt zu werden. Diese Quintessenz musst du irgendwie interessehalber rausgefiltert haben!

  4. Gravatar Icon 4 MPunkt 07. September 2007 um 16:03 Uhr

    Diese Botschaft war schon eine andere, nämlich, dass man als Weißer gar nicht nachvollziehen kann, was es für Schwarze bedeutet, „Nigger“/ „Neger“ genannt zu werden. (Einseitig kann ich da übrigens zurückgeben, wenn Du Dir gerade diese Pointe rausgreifst.) Dazu bleibt aber nur ein großes „Na und?“ zu sagen. Ich will ja auch gar nicht nachvollziehen, wie sehr die das beleidigt, wenn ich sage, dass die einen Fehler machen, wenn sie beleidigt sind. Dann geht es ihnen halt nur noch darum, anerkannt zu werden. Das ist ja auch der ganze Witz an diesem Sprach-PC-Scheiß: in der Sprache spiegelt sich die an den Leuten vorgenommene Sortierung wieder, indem ihre Bezeichnung zum Schimpfwort wird. Davon fühlen sich die entsprechend Sortierten ausgerechnet beleidigt. Und deswegen soll man für diese doch bitte andere Worte verwenden, um deren Ehrenstandpunkt zu entsprechen. Wenn sie schon sonst nix haben, der wird ihnen zugebilligt. Und die schönen neuen Wörter werden dann auch wieder zu Schimpfworten, weil sie ja nach wie vor die entsprechende Sortierung bezeichnen.

  5. Gravatar Icon 5 Typ 07. September 2007 um 19:54 Uhr

    1. Was ist schlimm daran als Mensch anerkennt werden zu wollen, MPunkt?
    2. Bei Menschen die eine dunklere Hautfarbe haben als du, kann man also von Niggern/Negern als „ihre Bezeichnung“ sprechen? Spinnst du?

  6. Gravatar Icon 6 lysis 07. September 2007 um 20:20 Uhr

    in der Sprache spiegelt sich die an den Leuten vorgenommene Sortierung wieder

    Ja, ich wusste ja schon immer, dass du Anhänger der Widerspiegelungstheorie bist. Aber es ist nunmal so, dass sich die gesellschaftliche Realität ganz wesentlich durch die Sprache vollzieht und daher die Sprache eher ein Medium als ein Spiegel ist.

    Im Übrigen liegt ja das Dämliche des Decker-Vortrags bereits darin, Bewegungen wie den Feminismus auf pure Sprachpolitik zu reduzieren, als hätte er überhaupt nichts anderes zustande gebracht — keine Lohnkämpfe geführt, keine Lebensweisen verändert, keine Gesetze gestürzt, kein anderes Selbstbewusstsein geschaffen.

    Im Übrigen, was das Beleidigtsein angeht, möchte ich nur mal auf Marx verweisen, demzufolge es bei der revolutionären Tätigkeit immer noch darum geht, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, geknechtetes, verlassenes und verächtliches Wesen ist.

  7. Gravatar Icon 7 tee 09. September 2007 um 6:17 Uhr

    Spinnst du?

    also typ: mpunkt spinnt doch nicht. mpunkt bestimmt korrekt gegenstände. l-)

    ps: dass anerkennung quasi ein menschliches grundbedürfnis ist, glaubt er mir ja auch nicht. lysis‘ verweis auf marx passt da schon gut rein. ebenso wie der unsinn mit der trennung von sprache und realität …

  8. Gravatar Icon 8 Typ 09. September 2007 um 13:06 Uhr

    Tee, mir geht es weniger um ein Grundbedürfnis, als um eine Umgang mit Menschen. Denn wo Anerkennung ist, kann keine Schädigung (und um die geht es doch MPunkt) sein. Denn Schädigung = nicht Anerkennung.

  9. Gravatar Icon 9 Neoprene 09. September 2007 um 19:16 Uhr

    @ tee „wo Anerkennung ist, kann keine Schädigung (und um die geht es doch MPunkt) sein.“

    Ganz im Gegenteil, gerade, wer auf Schädigungen aus ist, so z.B. jede halbwegs moderne Firma, legt allergrößten Wert auf „Anerkennung“. Da gibt es einschlägige Diversity-Policies in jeder halbwegs modernen Firma. Und in jeder halbwegs modernen Armee legt man ebenfalls Wert darauf, daß die allgemeine Verachtung für das Menschenmaterial, daß zum Verheizen ja schon eingeplant ist, nicht mehr in besonderer Verachtung gegenüber Soldaten mit „falschen“ Background verdoppelt wird.

    (wikipedia dazu:
    Diversity Management bzw. Vielfaltsmanagement (auch Managing Diversity) ist ein Konzept der Unternehmensführung, das die Heterogenität der Beschäftigten beachtet und zum Vorteil aller Beteiligten nutzen möchte.
    Diversity Management toleriert nicht nur die individuelle Verschiedenheit (engl.: diversity) der Mitarbeiter, sondern hebt diese im Sinne einer positiven Wertschätzung besonders hervor.
    Ziele von Diversity Management sind:
    * eine produktive Gesamtatmosphäre im Unternehmen zu erreichen,
    * Diskriminierungen von Minderheiten zu verhindern und
    * die Chancengleichheit zu verbessern.)

    Anerkennung einklagen ist gerade nicht identisch mit der Forderung, die Schädigungen mögen abgestellt werden. Wer z.B. eh schon im Knast sitz, der braucht sich eigentlich nicht auch noch Gedanken zu machen über die korrekte Anrede durch das Aufsichtspersonal.

  10. Gravatar Icon 10 Typ 09. September 2007 um 22:02 Uhr

    [quote post=“493″]Anerkennung einklagen ist gerade nicht identisch mit der Forderung, die Schädigungen mögen abgestellt werden[/quote]
    Naja bei mir schon. Anerkennung geht mit der Benutzung, und nur der Benutzung, eines Menschen nicht zusammen. Was erkenne ich denn dann an? Das der Mensch Arbeit verrichten kann? Aber einen Menschen zeichnet halt mehr aus, z.B. das er Schmerzen empfindet oder einen Willen hat usw. Erst wenn ich diese Tatsachen respektiere und das in meiner Handlung berücksichtige, ihn also nicht schädigen will, erkenne ich den Menschen an. Somit ist dein Unternehmensführungszeug irgendwas anderes, nur halt keine Anerkennung. Denn der Mensch bleibt dabei nur Mittel. Und selbst das „eingehen auf seine Wünsche“, geschieht doch nicht, weil der Mensch plötzlich Zweck wurde, sondern nur damit das Mittel, also den Menschen, fit wird und die Zwecke (z.B. Gewinn) erfüllen kann.

  11. Gravatar Icon 11 Neoprene 10. September 2007 um 8:20 Uhr

    @ Typ „bei mir schon“

    Mag ja sein. Nur nicht bei denen, die die Anerkennung so hoch schätzen und die Abschaffung der Schäden überhaupt nicht vorhaben. „Anerkennung“, „Respekt“, „Menschenwürde“ ist doch immer nur für die im Angebot, für die sonst nichts im Angebot ist: Obdachlose, Hartz IVler, Arbeitslose, usw. Ackermann und Merkel müssen doch nie um sowas kämpfen.

  12. Gravatar Icon 12 tee 10. September 2007 um 9:41 Uhr

    ihr habt halt beide recht und das liegt an der begrifflichkeit.
    neoprene meint die anerkennung, die mensch sich verdienen muss (hübsch sein oder bmw haben kann da sogar schon reichen). das kann z.b. die sog. unterschicht nicht und muss deswegen darum betteln oder kämpfen. und warum machen so viele leute das? weil sie diese (kapitalistische) anerkennung für die humanistische (im typschen sinne) halten. daraus können wir ihnen nun aber auch keinen vorwurf machen sondern sollten sie und uns darüber aufklären.
    ich hab das gefühl bei mpunkt fallen diese unterschiede einfach unter den tisch bzw. gibt es anerkennung nur im kapitalistischen sinn, was dann zu der einschätzung von typ führt. nur zurecht, denn bei der rassistischen bezeichnung „nigger“ wird den betroffenen quasi der menschenstatus aberkannt bzw. sie werden zu menschen zweiter klasse gemacht. und zwar klasse im humanistischen sinn.
    und so etwas sollte nicht klargehen …

  13. Gravatar Icon 13 Neoprene 10. September 2007 um 10:46 Uhr

    Nein tee, ich meine nicht die „Anerkennung, die mensch sich verdienen muß“. Wenn ich gegen Anerkennung argumentiere, dann meine ich das zynische Kalkül von Machthabern, das Ausplündern etc, das wohlkalkuliert mit Menschen angestellt wird, mit einer dünnen Schicht Höflichkeit zu übertünchen. Oder umgekehrt den blöden Wunsch von Losern in diesem System, wenigstens mit netten Begrifffen und Umgangsformen in ihrem Elend behandelt zu werden. In beiden Fällen steht Anerkennung gerade gegen die Änderung der realen Verhältnisse, von oben aus naheliegenden Interessen, von unten ist es ein Fehler, den man sein lassen sollte.

    In manchen Eliteschulen werden schon junge Jugendliche mit „Sie“ angeredet. Diese Anerkennung ändert buchstäblich nichts an der gesellschaftlichen Selektionsfunktion der Institution Schule, die dort genauso durchgezogen wird, wie anderswo.

  14. Gravatar Icon 14 lysis 10. September 2007 um 11:19 Uhr

    ja, dass die großen konzerne sich aus profitinteressen den rassismus verkneifen, heißt doch aber nicht, dass der nicht mehr existierte. es gibt auch noch ein leben außerhalb der ökonomischen sphäre, in dem der bürger jagd auf „nigger“ macht. das schneidet ihr einfach ab, weil ihr nur das thema ausbeutung kennt.

    im übrigen zieht sich der rassismus sehr wohl auch in die arbeitswelt hinein. wer mal gelesen hat, welche erfahrungen schwarze hotelangestellte in deutschland machen, weiß das. gibt darüber einige „sehr schöne“ berichte.

  15. Gravatar Icon 15 tee 10. September 2007 um 11:26 Uhr

    aber neoprene, genau diese anerkennung meinte ich doch mit der „kapitalistischen“. und dir muss/kann ich ausnahmslos recht geben, lysis.

  16. Gravatar Icon 16 Neoprene 10. September 2007 um 12:13 Uhr

    @ lysis „dass die großen konzerne sich aus profitinteressen den rassismus verkneifen, heißt doch aber nicht, dass der nicht mehr existierte“

    Nein, das heißt es nicht. Nicht einmal für die Konzerne stimmt das ja. Denn der Maßstab Profiterwartung führt doch zum gleichen Ergebnis wie vorher der explizit rasssistische: Ganz Afrika ist aus der Profitproduktion fast flächendeckend ausgerenzt, weil ganz „nüchtern, objektiv“ betrachtet, sich dort nicht viel lohnt. Auch innerhalb einer Firma ist der Effekt doch ähnlich: Da wird der schwarze Außendienstler wieder ins back office versetzt, weil sich erwiesen hat, daß die Kunden damit gar nicht klar kamen (dafür kann doch die Personalabteilung nichts, oder?).

  17. Gravatar Icon 17 Typ 10. September 2007 um 14:33 Uhr

    [quote post=“493″]Das ist ja auch der ganze Witz an diesem Sprach-PC-Scheiß[/quote]

    MPunkt, sag mit doch mal bitte was ein „Nigger“/ „Neger“ ist. Spätestens dann solltest du doch merken, dass die Verurteilung der Verwendung dieser Begrifflichkeiten kein „Sprach-PC-Scheiß“ ist, sondern eine sich Rassismus entgegenstellende Handlung. Es ist doch ganz einfach: wer von „Nigger“/ „Neger“ spricht, ist Rassist!

  18. Gravatar Icon 18 Neoprene 10. September 2007 um 15:05 Uhr

    @ Typ „Es ist doch ganz einfach: wer von “Nigger”/ “Neger” spricht, ist Rassist!“

    Nein, so einfach ist das eben nicht: Historisch war z.B. im amerikanischen die Bezeichnung „Negroes“ bei Kommunisten lange in Gebrauch. Die Komintern hat so geschrieben, noch nach dem Zweiten Weltkrieg war dies ein „neutraler“ Begriff. Man sollte jedenfalls mehr auf das schauen, was der oder die über die Stellung und Behandlung der jeweiligen „falsch“ bezeichneten Gruppe sagen, eh man, nur wegen des labels, zu Verurteilungen greift. Und umgekehrt ist ein moderner pc-mäßiger Jargon überhaupt kein Beweis für Nichtrassismus. Das war ja gerade der billige Sieg von solcher Umbenennung, daß die Soziologen und Politiker schnell bei der Hand waren, die Namen zu ändern, zum großen Teil im klaren Bewußtsein, daß sowas wohlfeil zu haben war.

  19. Gravatar Icon 19 Typ 11. September 2007 um 1:42 Uhr

    [quote post=“493″]Nein, so einfach ist das eben nicht[/quote]
    Doch, ist es. Denn wenn ich Menschen in ein Kollektiv sortiere, geschieht dies anhand von Kriterien. Und welche, außer die „Rasse“ (nicht, dass du mich falsch verstehst: Rassen gibt es nicht.), soll das denn bitte bei Menschen die man als „Nigger“/ „Neger“ bezeichnet sein. Vielleicht die Hautfarbe? Mhhh, dann sag mir mal ab welchem Ton man nicht mehr von „Nigger“/ „Neger“ redet.
    Und nur weil das von irgendwelchen Kommunsiten verwendet wurde, heißt das doch noch lange nicht, dass die keine Rassisten waren. Die haben vielleicht nur keine Konsequenzen aus der Sortierung abgeleitet. (Und jetzt kommt bestimmt: „Na wenn die keine Konsequenzen aus der Sortierung ableiten und alle Menschen gleich behandeln, dann ist es doch auch nicht schlimm.“)
    Und klar, man kann auch Rassist sein ohne die Begriffe „Nigger“/ „Neger“ in den Mund zu nehmen.

  20. Gravatar Icon 20 Neoprene 11. September 2007 um 10:03 Uhr

    Ich gebs bei dir auf: bloß weil jemand wie du eine bestimmte Bezeichnung für mehr oder weniger bestimmte Leute (wie trennscharf diese Bestimmung überhaupt ist, will ich jetzt wirklich nicht auch noch diskutieren) nicht benutzen will, heißt das noch lange nicht, daß er selber kein Rassist ist (um deine ignorante Stellungnahme zur revolutionären Komintern zu paraphrasieren, da ist mir John Reed „America and the Negro Question“, Minutes of the Second Congress of the Communist International, http://marxists.architexturez.net/history/international/comintern/2nd-congress/ch04.htm#v1-p121 allemal lieber)

  21. Gravatar Icon 21 Typ 11. September 2007 um 21:10 Uhr

    Hast du meinen letzten Satz nicht gelesen? Da steht das doch auch drin. Ich sagte nur zusätzlich, dass wer den Begriff verwendet, Rassist ist. Verstehe nicht was du aufgeben willst.

  22. Gravatar Icon 22 Typ 11. September 2007 um 23:15 Uhr

    Hey Neoprene und MPunkt, ihr seit doch Fans des GSP und kennt euch mit diesem gut aus. Sagt mir doch bitte mal, wieso der GSP von „Negern“ spricht und wen er damit meint. Danke!

  23. Gravatar Icon 23 Neoprene 12. September 2007 um 8:18 Uhr

    @ Typ
    Du bist ein selten dämlicher und/oder ignoranter Typ: Wie wäre es entweder mit dem Heft 4-06, S. 72–79 des GegenStandpunkt? Oder einfach nur googeln: Der allererste Listeneintrag mit deinen Suchbegriffen ist http://www.gegenstandpunkt.de/radio/2007/ga070115.htm. Er liefert die Radioabschrift zum Thema
    „Political (Sprach-)correctness – eine demokratische Unart“

  24. Gravatar Icon 24 Typ 12. September 2007 um 11:27 Uhr

    „Neger“ oder „Schwarzer“, „Ami“ oder „Amerikaner“, „Kapitalist“ oder „Unternehmer“ leisten das Gleiche, wo es um nichts als eine Kennzeichnung geht. Das, was wir über die bezeichneten Kollektive zu sagen haben, sagen wir sowieso nicht mit dem Namen, sondern mit der darauf folgenden Charakterisierung, der Analyse, kurz: mit dem Argument.
    Ich habe den Text nur teilweise gelesen (keine Zeit), aber das reicht schon. Für was ist den nun „Neger“ oder „Schwarzer“ eine Kennzeichnung? Wer sind „die Neger“?
    …für Angehörige der schwarzen Rasse. Hab leider keine Zeit, um Texte vom GSP zu suche, die mir erklären was es noch so für Rassen gibt. Sags mit doch bitte einfach…
    Im Übrigen gibt es keine Rassismus wenn keiner Rassen konstruiert. Und somit ist des Nichtverwenden oder die Verurteilvon der Verwendung von Begriffen die Rassen einfach als gegeben hinnehmen, keine „Sprachhygiene“, sondern argumentieren gegen Rassenkonstruktionen.

  25. Gravatar Icon 25 bigmouth 12. September 2007 um 14:27 Uhr

    der witz ist: einige leute in der gsp-redaktion halten rassen tatsächlich für existent:

    [quote]Die Logik ist allemal die des
    Rassismus. Und es ist fatal, daß genau diese Denkungsart in der ‚Konkret’-Redaktion
    heimisch geworden ist – ausgerechnet unter Leuten, die den Ras-sismus derart verabscheuen,
    daß sie es noch nicht einmal aushalten, das Wort „Rasse“ anhö-ren zu müssen. Freilich verrät
    gerade solche Empörung schon mal als Erstes, daß sie tatsäch-lich nicht wissen, wie
    rassistisches Denken geht, geschweige denn, wie man es kritisiert – sie wissen nicht einmal,
    daß es mit dem Vorkommen unterschiedlicher Menschenrassen über-haupt nichts zu tun hat,
    weil es im Rassismus um die zielstrebige Umdeutung des „gesell-schaftlich vermittelten“
    Menschenwesens geht und nicht um Naturkunde. Deswegen erkennen sie rassistisches
    Denken überhaupt nur daran zweifelsfrei, daß jemand das schlimme Wort benutzt; und wenn
    sie es zurückweisen, dann wird es ganz fatal: Hilflos gegen die Deutung schlechter
    nationalkapitalistischer Angewohnheiten – und sehr viel andere gesellschaftliche Merkmale
    gibt es heutzutage schon gar nicht mehr – als Rassemerkmal, nehmen sie die Opfer solcher
    Diskrimination in Schutz, oft sogar so, daß sie auf positivere Vorzeichen plädieren; und wenn
    es prinzipiell wird, dann wissen sie nichts besseres als die Existenz von menschlichen Rassen
    im ganz anderen, nicht rassistischen Sinn, nämlich im Sinne wirklicher Naturmerkmale zu
    leugnen, zur Bekräftigung – weil dieses Dementi nun wirklich schon durch das
    alleroberflächlichste Merkmal, nämlich die Hauptfarbe, widerlegt wird – den Gebrauch des
    Wortes zu verbieten und wie Betschwestern im Porno-film zu reagieren, wenn einer „Neger“
    sagt. Mit alldem verraten sie nur, daß sie selber nicht unterscheiden können, was der
    Rassismus auf den Kopf stellt.
    GSP 3/95, S. 178 [/quote]

    für den gsp ist „Neger“ also eine angeblich in der natur so vorkommende unterteilung der menschen. der huisken is da schon etwas klüger und informierter, und fällt nicht hinter die biologie der letzten paar jahrzehnte zurück: http://www.fhuisken.de/rasse.htm

    dass der witz bei rasse ähnlich wie bei geschlecht aber gerade die daran hängenden sozialen geschichten sind, wollen sie irgendwie nicht einsehen.

    dass, wenn man zb auf ner party mit lauter hellhäutigen steht, jemand fragt, wer Peter ist, und der der einzige mensch mit dunkler hautfarbe da im raum is, sagen würde ich auch sagen „der schwarze da drüben“. wieso daraus folgt, dass „neger“ angeblich die korrekte bezeichnung für peter ist, versteh ich nicht. deswegen hab ich unterhttp://fk.siteboard.de/fk-about12.html irgendwann keien bock mehr gehabt, weiter zu diskutieren.

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