Linke Leute ganz rechts

Komplementär zu den „Anti“deutschen geben sich die Antiimps der jungen Welt einer Verrücktheit nach der anderen hin. Highlight war letzten Monat mal wieder der reaktionäre Provokateur (und ehemalige BAHAMAS-Autor) Jürgen Elsässer mit seiner Verteidigung von Hamas und Vaterland gegen das „globalistische Empire der USA“.


6 Antworten auf „Linke Leute ganz rechts“


  1. Gravatar Icon 1 unratt 20. September 2007 um 17:12 Uhr

    „In Europa darf die Verteidigung der Nationalstaaten keinesfalls antiislamisch aufgeladen werden, wie das etwa die FPÖ ganz im Sinne des Pentagon betreibt. Umgekehrt wäre aber auch ein Kotau vor dem Islam gefährlich. Die Linke müßte für einen Religionsfrieden nach französischem Vorbild werben, der den Einwanderern die Ausübung ihres Glaubens gestattet, aber das Profil der »Leitkultur« (Bassam Tibi) deutlich sichtbar hält.“

    Soviel Scheiße in 3 Sätzen! Nationalstaaten verteidigen, keinen Kotau vor dem Islam machen und Leitkultur einfordern – geht`s noch?

  2. Gravatar Icon 2 Nemesis 20. September 2007 um 20:55 Uhr

    Sowas ähnliches kann man auch bei ADs auch hören, etwas hat er ja wohl von seinen alten Zeiten herübergenommen.

  3. Gravatar Icon 3 Das geprüfte Argument 20. September 2007 um 22:19 Uhr

    Interessant. Ein weiterer nützlicher Idiot für die Zwecke des demokratischen Staates, insbesondere seiner Religionsfreiheit. Diese war ja letztlich schon immer einerseits als Instrument da, die Produktivkraft religiöser Leute als moralische Staatsbürger zu nutzen und andererseits aber auch die Religion auf die Privatssphäre zu beschränken. Eine Kritik der Religion war das ja nie.

    Man kann ja mal Elsässer nachfragen, was passiert, wenn diese Moslems sich auf seinen französischen Religionsfrieden nicht einlassen…in dem Fall wäre der nämlich dem Schäuble und anderen Innenpolitikern bzw. deren Vorschläge zum Draufhauen auf die Moslems wieder näher als er wohl selber denkt…

  4. Gravatar Icon 4 bikepunk 089 21. September 2007 um 0:09 Uhr

    Elsässer hat garnichts dagegen, nützlicher Idiot für den souveränen Nationalstaat zu sein, der soll nämlich der „einzige Gegenpol zum globalistischem Empire“ sein. Zu dem von Elsässer als „Highlight“ gelobtem Artikel über „Islamische Befreiungstheologie“ habe ich hier was geschrieben.

  5. Gravatar Icon 5 Das geprüfte Argument 21. September 2007 um 10:07 Uhr

    Ich hab ja gesagt „Bürgerlicher Nationalstaat“, also bürgerlich-demokratischer Art, nicht „souveräner“. Es ging mir halt darum, dass diese Type früher zumindest noch was von Sozialismus gehalten hat und dafür wäre etwas mehr fällig, als der Kampf gg die USA. Aber so passt der nur zu gut ins SPD/Grüne außenpolitische Programm und ist deren nützlicher Idiot. Mehr meinte ich nicht. Ist ja auch nix neues, dieses Phänomen. Die ganzen antideutschen K-Grüppler, die jetzt Bush die Daumen drücken, sind da ja nicht anders…da sieht man nur, wie wenig die sich zu ihrer K-Zeit korrekte Gedanken über Geschäft, Staat und Imperialismus gemacht haben. Hätten sie das, würden sie nun kaum so ticken.

  6. Gravatar Icon 6 Neoprene 21. September 2007 um 17:01 Uhr

    @ DgA „Die ganzen antideutschen K-Grüppler, die jetzt Bush die Daumen drücken, sind da ja nicht anders…da sieht man nur, wie wenig die sich zu ihrer K-Zeit korrekte Gedanken über Geschäft, Staat und Imperialismus gemacht haben. Hätten sie das, würden sie nun kaum so ticken.“

    Das halte ich für ein billiges, aber falsches Argument (ich habe das selber ewig benutzt). Wenn man das inhaltlich belegen kann, dann ist das als Ergebnis schon ok. Aber ohne Nachweis, einfach nur aus dem Urteil über deren jetzige Linie die direkte Linie zurück zu ziehen und mit dem Heute das Gestern gleich mitzuverurteilen, das ist nicht richtig.

    Schließlich gibt es umgekehrt auch in der BRD reihenweise Leute, die früher sogar schon erheblich mehr erkannt hatten und zum Teil auch diese Erkenntnisse verbreitet hatten, und mittlerweile davon ablasssen. Denen willst du doch wohl nicht umgekehrt deren goldenen Vergangenheit (nun gut, deren rote Vergangenheit) als Entschuldigungspunkt für ihre heutige Staatsverbundenheit anrechnen, oder?

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