Der Irre von Washington

„President Bush said to all of us: ‚I‘m driven with a mission from God. God would tell me, „George, go and fight those terrorists in Afghanistan.“ And I did, and then God would tell me, „George, go and end the tyranny in Iraq …“ And I did. And now, again, I feel God’s words coming to me“ (Palestinian Foreign Minister Nabil Shaath via BBC).


9 Antworten auf „Der Irre von Washington“


  1. Gravatar Icon 1 mobster 08. Dezember 2007 um 12:44 Uhr

    Palestinian Foreign Minister Nabil Shaath via BBC

    Na, dass ist ja mal eine vertrauenswürdige Quelle… #-o

  2. Gravatar Icon 2 lysis 08. Dezember 2007 um 13:36 Uhr

    Klar, die Moslems lügen ja alle!

  3. Gravatar Icon 3 communist1917 08. Dezember 2007 um 18:31 Uhr

    Lysis: jetzt wird es richtig peinlich! :d

  4. Gravatar Icon 4 afafaf 08. Dezember 2007 um 23:40 Uhr

    Solche Äußerungen von Bush gibt´s auch aus anderen Quellen, erscheint schon glaubwürdig.

  5. Gravatar Icon 5 pirt 09. Dezember 2007 um 16:14 Uhr

    „According to Shaath, the quotation was: „God would tell me, George, go and fight those terrorists in Afghanistan. And I did, and then God would tell me, George, go and end the tyranny in Iraq… And I did.

    „And now, again, I feel God’s words coming to me, Go get the Palestinians their state and get the Israelis their security, and get peace in the Middle East. And by God I‘m gonna do it.“

    Shaath later qualified his comments, saying that he and other world leaders at a Jordan summit two years ago „understood that he was illustrating [in his comments] his strong faith and his belief that this is what God wanted.“ Both the White House and Palestinian leader Mahmoud Abbas, who was also present at the meeting, deny that Bush ever made such a statement. [1] [2] [3]“

    http://en.wikipedia.org/wiki/Nabil_Shaath

    Die Theorie, dass alle Moslems lügen wäre hiermit widerlegt.

  6. Gravatar Icon 6 lysis 09. Dezember 2007 um 20:43 Uhr

    Naja, was für ein Apokalyptiker der Herr Bush ist, sieht man ja daran, dass er noch von einem „Dritten Weltkrieg“ mit dem Iran faselte, als ihm längst durch seine Geheimdienste bekannt war, dass der Iran über gar kein Atomwaffenprogramm verfügt. Zu dieser pathologischen Lügnerei fällt mir eigentlich nur noch ein Zitat von Wolfgang Pohrt ein:

    Die Simulation des terroristischen Angriffs auf Bevölkerungszentren mit Biochemie und anderen Massenvernichtungswaffen ist ein dem antisemitischen ähnelnder Wunschtraum, der zum Alptraum umgedeutet wird, damit er wahrgemacht, an anderen vollstreckt werden kann.

    Solche Psychopathologie war es, welche die Irakkriegspropaganda beherrschte. Als wenn sie unter Geständniszwang litten, plapperten der US-Präsident mit dem unangenehmen Grinsen eines infantilen Sadisten und seine Gefolgsleute unentwegt von Massenvernichtungswaffen. Sie taten es, obgleich jeder weiß, dass Massenvernichtungswaffen in unendlicher Menge zum Arsenal der amerikanischen Streitkräfte gehören. Nicht einmal, sondern mehrmals könnten sie mit ihren nuklear bestückten Interkontinentalraketen alles menschliche Leben auf der Erde vernichten.

    Sogar die Gräuelpropaganda hat sich in dies Muster von Verdrehung und Projektion gefügt. Das Quälen und Töten hätten die Schergen des Hussein-Regimes auf Folterakademien des US-Militärs gelernt haben können, wo das Sicherheitspersonal der US-freundlichen lateinamerikanischen Militärdiktaturen augebildet worden war. Sogar die Furcht, amerikanische Soldaten würden in irakischer Gefangenschaft nicht gemäß der Genfer Konventionen behandelt, war reine Projektion, war Antizipation und Absichtserklärung bezogen auf das, was Irakern in amerikanischer Gefangenschaft bevorstand. Bislang hat kein Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes Saddam Hussein besuchen dürfen.

    Die Perhorreszierung vermeintlicher Massenvernichtungswaffen beim Gegner dient einzig dem Zweck, den Einsatz der eigenen Massenvernichtungswaffen gegen ihn zu legitimieren. Wenn es so weit ist, schaut die Wertegemeinschaft weg.

    Ganze Länder werden in Schutt und Asche gelegt, in einem Krieg, der kein Kampf mehr, sondern reine Vernichtung ist, dergestalt, dass die Angreifer den Job per Knopfdruck erledigen, während sie unerreichbar für den Feind in ihren Maschinen sitzen, etwa wie der Henker, der den elektrischen Stuhl bedient, nur dass sich dann kein Stromkreis schließt, sondern die Clusterbombs fallen und die anderen Dinger, die im Umkreis von fünf Kilometern alles töten, was atmen muss, die Cruise Missiles, die Uranmunition und die Bunkerknacker und all die anderen Botschafter westlicher Wertegemeinschaft, Humanität und Zivilisation.

    Serbien, Afghanistan und Irak waren die Ziele, denn unbedeutend, entfernt und schutzlos müssen die Länder sein, in denen die Machtzentren eine Gefahr für ihre Sicherheit sehen. Die Wahrnehmung folgt dem antisemitischen Muster der pathischen Projektion. Stets „haben die mächtigsten Reiche den schwächsten Nachbarn als unerträglich empfunden, ehe sie über ihn herfielen“ (DdA, S. 220).

    Je mehr Elemente des NS-Systems freilich eine Gesellschaft in ihr eigenes System integrieren muss, desto stärker ihr Bedarf nach Abgrenzung vom gescheiterten Vorbild. Der ungebrochene Nazi-Glaube an einen zwingenden Zusammenhang zwischen Juden und Menschenvernichtung macht es ihr leicht. Um seine Herkunft und sein Funktionsprinzip zu verdecken, muss der moderne, von aller Judenantipathie gereinigte Antisemitismus einfach nur mit dem Finger zeigen können auf seinen rückständigen Doppelgänger.

    Der Antisemit ist dann immer der andere, dem irgendeine erkennbare oder auch nur vermutete Aversion gegen irgendwie Jüdisches nachgesagt werden kann. Er wird bekämpft mit der Begründung, dass solche Aversion der „Nährboden“ für die Vernichtungslager gewesen sei. Als Gegenmittel wird Sympathie für irgendwie Jüdisches gefördert und gefordert – gerade so, als wären die Menschen in Auschwitz an Liebesentzug gestorben.

    Es ist aber nicht so, dass die Juden aus übergroßer Aversion gegen sie umgebracht worden wären, sondern erst war ein Vernichtungswille da, dann hat der sich ein Objekt gesucht und damals in den Juden ein passendes, weil schutzloses gefunden, welches durch andere Objekte hätte ersetzt werden können und heute ersetzt wird.

    Der amerikanische Stützpunkt Guantanamo ist nicht Bergen-Belsen, aber dort werden Menschen so rechtlos gefangen gehalten, wie dies einst KZ-Häftlinge gewesen sind. Was heute unter einem Kampf gegen den Antisemitismus verstanden wird, dient dem Zweck, diesen unglaublichen Skandal zu vertuschen.

  7. Gravatar Icon 7 Kermit Driscoll 10. Dezember 2007 um 0:33 Uhr

    Ist eigentlich bekannt, ob sich der Pohrt wegen dieser Äusserungen aus dem antideutschen Millieu schon mal den Vorwurf des Antiamerikanismus=verkappten Antisemitismus eingefangen hat?

  8. Gravatar Icon 8 lysis 10. Dezember 2007 um 14:11 Uhr

    Wer hat das noch nicht?

  9. Gravatar Icon 9 Entdinglichung 10. Dezember 2007 um 15:33 Uhr

    offenbar hat Bush mit Ahmadinejad in dieser Frage viel gemeinsam, auch letzterer hört Stimmen von oben:

    „In a series of national roadshows that became his political signature, he insisted that messengers from heaven had told him that the Mahdi, a messiah-like figure who Iranian Shi‘ites believe vanished in AD873, was about to return to the mortal world bringing salvation.“

    Quelle: http://www.guardian.co.uk/iran/story/0,,2224061,00.html … offenbar sieht die Mehrheit der schiitischen Theologen dass nicht so

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