Erwartbare Karrieren

Michael Holmes: Vom antideutschen Kommunisten zum antikommunistischen Deutschen.


32 Antworten auf „Erwartbare Karrieren“


  1. Gravatar Icon 1 narodnik 08. Dezember 2007 um 12:43 Uhr

    Krass.

  2. Gravatar Icon 2 some1inbln 08. Dezember 2007 um 12:59 Uhr

    Ich muss da mal nachfragen: Der verlinkte Text der adk stammt von Holmes bzw. wurde von diesem mit getragen?

  3. Gravatar Icon 3 lysis 08. Dezember 2007 um 13:34 Uhr

    Na, der war auf jeden Fall damals bei den ADK.

  4. Gravatar Icon 4 subwave 08. Dezember 2007 um 14:40 Uhr

    ob das zwangsläufig so kommen musste? i don´t know, aber ich muss zugeben, dass derartige vermutungen einiger menschen, die ich vor 5 jahren, als sie aufgestellt wurden, noch als unsinn verworfen habe, doch recht gut eingetroffen sind, wenn auch lange nicht bei allen „antideutschen“.

  5. Gravatar Icon 5 narodnik 08. Dezember 2007 um 17:32 Uhr

    Es ist irgendwie egal ob jetzt jemand zum hochoffiziellen Liberalala-tum überläuft, oder ob man als antideutscher Heimatverein Adorno im Grabe rotieren läßt.

    Und dieses softcore-antideutsche Gerede läuft auch nur auf eine Anerkennung des Treibens der antideutschen Ideologen hinaus – so von wegen die hätten ja eine Kritik am Antisemitismus/Nationalsozialismus erst wieder ermöglicht.

    Das kann selbstredend nur jemand behaupten der keine Ahnung von linker Bewegungsgeschichte in Deutschland hat.

  6. Gravatar Icon 6 subwave 08. Dezember 2007 um 18:40 Uhr

    Das kann selbstredend nur jemand behaupten der keine Ahnung von linker Bewegungsgeschichte in Deutschland hat.

    omg, und das sagst du, der von garnichts eine Ahnung hat, außer vielleicht vom krisengestammel des heiligen kurz.

    Und dieses softcore-antideutsche Gerede läuft auch nur auf eine Anerkennung des Treibens der antideutschen Ideologen hinaus – so von wegen die hätten ja eine Kritik am Antisemitismus/Nationalsozialismus erst wieder ermöglicht.

    softcore-antideutsch? schön, dass du jetzt schon dummen baHamas-sprech übernimmst. wen oder was meinst denn mit antideutschen ideologen? by the way: die, die du hier als „softcore“ diffamierst, u.a. sinistra&co, waren wohl die, die am härtesten die post-911-ads des baHamas-flügels kritisiert haben. und was ist mit café morgenland? klassische 90er-jahre antideutsche, denen man bestimmt nicht vorwerfen kann, sie würden irgendwelches treiben irgendwelcher ideologen anerkennen. vielleicht mal mit der neuesten geschichte der linken in deutschland beschäftigen, statt die ganze zeit dein kurzsichtigsein wie eine monstranz vor dir her zu tragen.

  7. Gravatar Icon 7 narodnik 08. Dezember 2007 um 19:00 Uhr

    Es ist vergleichsweise unwichtig, ob der Antideutsche A den Antideutschen B kritisiert. Das ist doch eh mehr eine freundschaftliche Manöverkritik gewesen – im antideutschen Szene-Racket wohlgemerkt – nicht gegen ihn. Die antideutsche Ideologie und ihre Repräsentanten sind nicht nur als Bahamas-Sektierer doof, sondern auch in ihrer abgerüsteten Form wie man sie beispielsweise wöchentlich in der Jungle World häppchenweise zu lesen bekommt (sofern man dieses triviale Heftchen denn liest).

    Und du, subwave, verlinkst doch in deinem Weblog die ganze Palette der blödesten Ami-Jubelperser. Von Küntzel bis zu folgenden Link-Einträgen die wohl zeigen sollen wie amerika-freundlich du so drauf bist:

    * the new york times
    * haaretz
    * hagalil
    * jersusalem post
    * jungle world
    * konkret
    * los angeles times
    * memri
    * npd blog
    * phase zwei
    * risse im context xxi
    * the new yorker
    * the washington post

    Ohne Washington Post, Haaretz und die Los Angeles Times kommt kein Antifa-Balg mehr aus… und MEMRI ist natürlich die objektive Informationsquelle für alle NATO-Freunde und Volksbefreier die nur das Beste für den Iran wollen.

  8. Gravatar Icon 8 narodnik 08. Dezember 2007 um 19:02 Uhr

    krisengestammel des heiligen kurz

    Der Robert Kurz eignet sich natürlich hervorragend als Feindbild für die antideutsche Ranküne gegen die kritische Theorie.

  9. Gravatar Icon 9 bigmouth 08. Dezember 2007 um 21:48 Uhr

    als ob sinistra und jungle world von den positionen identisch wären. so ein scheiß!

  10. Gravatar Icon 10 lysis 09. Dezember 2007 um 2:46 Uhr

    hach, auf einmal ist die jungle world eine homogene zeitung?

  11. Gravatar Icon 11 unkultur 09. Dezember 2007 um 13:14 Uhr

    Manch andere waren doch auch mal, etwa in Ausgabe 30 / 1999 Autoren für die Bahamas. Hätte man damals vorhersagen können, wie die Standpunkte 8 Jahre später aussehen würden? Wohl kaum.

  12. Gravatar Icon 12 ascetonym 09. Dezember 2007 um 13:56 Uhr

    Wo sind denn da die Standpunkte anders, unkultur?

  13. Gravatar Icon 13 subwave 09. Dezember 2007 um 15:07 Uhr

    ascetonym: in der bahamas verteidigt herr holmes sehr entschieden und mit moralischem furor die kritische theorie gegen einen artikel aus der karoshi. vor ca. 1.5 jahren stellt er adorno in eine reihe mit mao, hitler und stalin. im oktober hetzt er bei der achse des guten gegen die kritische theorie. und von adorno zum positivismus ist es scho ein weiter wg, ein 180°-turn. da bist du näher an der bahamas, als holmes und co heute sind…

  14. Gravatar Icon 14 subwave 09. Dezember 2007 um 15:08 Uhr

    ps: der bahamas artikel von holmes in dem er die kt verteidigt ist die frühjahrsausgabe 2001…

  15. Gravatar Icon 15 ascetonym 09. Dezember 2007 um 15:23 Uhr

    Weder unkultur noch ich beziehen sich auf crazy Mick, subwave.

  16. Gravatar Icon 16 subwave 09. Dezember 2007 um 16:03 Uhr

    ups…i see… da hätte ich wohl doch zuerst im inhalt von ausgabe 300 nachschauen sollen…

  17. Gravatar Icon 17 subwave 09. Dezember 2007 um 16:03 Uhr

    ausgabe 30

  18. Gravatar Icon 18 unkultur 09. Dezember 2007 um 17:40 Uhr

    Irgendeine der beiden Seiten – oder beide – muss irgendwann mal auf der Wegstrecke bzw. Zeitachse Richtungswechsel eingeschlagen haben, ansonsten würde man ja noch im selben Boot sitzen. Es wäre auch möglich, dass die weltpolitische Lage sich in der Zwischenzeit verändert hat. Irgendetwas muss sich verändert haben, sonst wären die einstigen Mitautorinnen und -autoren nicht die hasserfüllten Feinde von heute.

  19. Gravatar Icon 19 lysis 09. Dezember 2007 um 18:15 Uhr

    Irgendeine der beiden Seiten – oder beide – muss irgendwann mal auf der Wegstrecke bzw. Zeitachse Richtungswechsel eingeschlagen haben

    Genau, und ich war’s nicht. Da geht dir jetzt ein Licht auf, wa?

    Lies dir mal den Artikel durch. Da steht genau das drin, was ich heute auch noch schreibe.

  20. Gravatar Icon 20 elser 09. Dezember 2007 um 18:57 Uhr

    Ich werde ja immer (zu recht?) kritisiert ich würde nicht auf die Argumente eingehen sondern immer alles nur psychologisieren. Aber im Fall von „crazy Mick“ ist das nur gerechtfertigt finde ich. Der ist einfach nur total durch, wer ihn schon mal „live“ erlebt hat weiß was ich meine…

    @ subwave

    Aus dir werd ich echt nicht schlau. Einerseits gestehst du ein, dass viele „Antideutsche“ nur bessere (bzw. schlechtere) Liberale sind, andererseits hast du selber irgendwelche bürgerlichen Blätter aus Ami-Land verlinkt. Findest du die wirklich gut (besser als die FAZ oder die Welt z.B.) oder ist das nur so ein Statement?

  21. Gravatar Icon 21 unkultur 09. Dezember 2007 um 19:00 Uhr

    Ja, nur würde ich direkt tippen, dass die anderen Schreiberinnen und Schreiber von sich auch nichts anderes behaupten. Es gab damals bestimmte Konfliktlinien nicht, an denen man sich hätte positionieren müssen.

  22. Gravatar Icon 22 subwave 09. Dezember 2007 um 19:13 Uhr

    @elser: wirklich gut finde ich diese blätter wirklich nicht. und ob sie immer qualitativ besser als ihre pendants aus deutschland sind vermag ich nicht wirklich beurteilen. ich denke, dass nimmt sich vielfach nichts. ich mag diese blätter aber für ihren blickwinkel, der oft ein vom deutschen blickwinkel komplett verschiedener ist und so z.t. der tendenz alles nur mit „deutschen augen“ wahrzunehmen, wenn man sich den großteil des jahres hier aufhält, entgegenwirkt. kurz: es sind einfach die medien aufgelistet, die ich mehr oder minder täglich off- und/oder online lese (wobei da noch publico fehlt, aber deren online-angebot ist eher mies). ich kann aber auch nicht verleugnen, dass, zumindest als ich die links gesetzt habe (ca. 2 jahre her), am rande auch identitäts-antideutsche aspekte eine rolle gespielt haben.

  23. Gravatar Icon 23 narodnik 09. Dezember 2007 um 20:18 Uhr

    ohja, der deutsche blickwinkel. antideutsche üben sich in völkischer wesensschau.

  24. Gravatar Icon 24 lysis 09. Dezember 2007 um 20:32 Uhr

    unkultur: lies mal die diplomarbeit von herrn kunstreich, dann weißt du, wer sich um 180° gedreht hat!
    für mich besteht da kein diskussionsbedarf.

  25. Gravatar Icon 25 narodnik 09. Dezember 2007 um 20:37 Uhr

    ich kann aber auch nicht verleugnen, dass, zumindest als ich die links gesetzt habe (ca. 2 jahre her), am rande auch identitäts-antideutsche aspekte eine rolle gespielt haben.

    wovon du dich heute natürlich entfernt hast. die inhalte sind die gleichen, nur identitäts-antideutsch ist man nicht mehr… hurra!

  26. Gravatar Icon 26 lysis 09. Dezember 2007 um 20:51 Uhr

    narodnik, lass mal, die leute müssen schon selber darauf kommen, ob was an ihrem denken falsch ist oder nicht. zu skandalisieren, dass sich jemand so oder so versteht, ist doch albern! wenn, dann musst du subwaves inhalte kritisieren und nicht, wie er sich identitär einordnet bzw. ob du ihm den biographischen wandel abnimmst, den er gerade für sich reklamiert.

  27. Gravatar Icon 27 lysis 09. Dezember 2007 um 21:04 Uhr

    Ja, nur würde ich direkt tippen, dass die anderen Schreiberinnen und Schreiber von sich auch nichts anderes behaupten. Es gab damals bestimmte Konfliktlinien nicht, an denen man sich hätte positionieren müssen.

    Das mag ja sein, dass die BAHAMAS für sich eine ähnliche Kontinuität behauptet wie Herr Mahler, aber Fakt ist, dass die Zeitschrift bis 2000 nicht mit Rassismus, Bellizismus, prowestlicher Affirmationsscheiße und Islamhassertum vollgeschrieben war.

    Im Übrigen beanspruche ich überhaupt nicht, die BAHAMAS der 90er Jahre gegen ihren Jetztzustand zu verteidigen. Eher stelle ich mir die Frage, was damals schon falsch gewesen sein muss, dass die Leute so abgedreht sind.

  28. Gravatar Icon 28 lysis 09. Dezember 2007 um 21:24 Uhr

    PS: Ich will auch mal sagen, dass mir vor zwei Jahren oder so, als ich das Archiv der KONKRET durchgeschaut habe, auffiel, dass Herr Wertmüller schon Ende der 90er Jahre vieles von dem vertreten hat, was er heute schreibt, komischerweise aber nicht in der BAHAMAS, die das damals offenbar noch nicht goutiert hat, sondern in Gremlizas Kinder-SPIEGEL. Auf jeden Fall erscheint mir nun diese Person als der rote Faden, der die BAHAMAS der 90er, was immer man von ihr halten mag (rückblickend ist das gar nicht mehr so viel), mit ihrer regressiven Post-Intifada-Zeit verbindet.

    Aber das ist ja jetzt auch alles egal. Die BAHAMAS ist Geschichte. Keine Sau (außer der Ziege innsbrooklyn) bezieht sich mehr auf die. Gibt ja schließlich sowas wie „Politically Incorrect“, die dieses Hetzgeschäft wesentlich besser erledigen. Da kann kein Wertmüller mehr mithalten; und da ist er auch einfach nicht konsequent genug in seinem verschlingenden Hass auf Linke, Araber und Türken. Ich mein jetzt: konsequent bis zur Vergasung, wie die PI-Autoren.

  29. Gravatar Icon 29 Entdinglichung 10. Dezember 2007 um 11:34 Uhr

    die Sache bestätigt irgendwie (m)einen Eindruck von vor 8-9 Jahren, dass in der zweiten/dritten Generation der „Antideutschen“ marxistische Theorie und historische Rekurse irgendwie nur zettelkastenmässig als „Weisheiten“ zur Rechtfertigung der eigenen Praxis ohne tieferes Verständnis zusammengeklaubt wurden, weiterhin besttigen derartige Karrieren auch die Annahme, dass es vielen derartigen Gestalten nicht um das Projekt einer verallgemeinerten Emanzipation, sondern lediglich um eine Realisierung von Distinktionsgewinnen durch Abgrenzung vom Anderen ging

  30. Gravatar Icon 30 Schatten.kontrastieren 14. Dezember 2007 um 10:00 Uhr

    „Lies dir mal den Artikel durch. Da steht genau das drin, was ich heute auch noch schreibe.“

    @Lysis: Ich hab jetzt leider den Artikel nicht gelesen, aber kannst du für dich wirklich eine solche Kohärenz beanspruchen, dass du die Hegel- und Freudo-Marxismuskritik damals schon im Gepäck hattest?

  31. Gravatar Icon 31 lysis 14. Dezember 2007 um 14:35 Uhr

    Ich meine damit nicht, dass ich seitdem überhaupt gar keine theoretischen Positionsverschiebungen durchgemacht habe. Ich meine damit, dass ich die grundlegenden Positionen, die ich damals in diesem Artikel vertreten habe (z.B. Kritik an der Essenzialisierung von „Schwulsein“, Ablehnung sexueller Identitätspolitik und Kritik an deren zunehmend rassistischer Artikulation), auch heute noch vertrete. Insofern kann ich da eine ziemlich starke Kontinuität für mich beanspruchen.

    Der Artikel ist für mich bis heute bedeutsam, weil er den Beginn meines politisch-theoretischen Bruchs mit der „Schwulenbewegung“ markiert; und diesem Bruch bin ich bis heute treu geblieben.

    Die Veröffentlichung des Textes in der BAHAMAS ist übrigens nur der Bitte der damaligen Redaktion geschuldet, den Text nachdrucken zu dürfen. Er war ursprünglich ganz woanders erschienen.

  32. Gravatar Icon 32 andreas 14. Dezember 2007 um 19:11 Uhr

    auf derselben seite der „welt“ chr. hitchens (ein weiterer ex-kommunist), der nun die CIa abschaffen will- weil sie den iran „entlastet“ hat……..

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