Der Blog Entartetes Engagement fasst die Ergebnisse der neuen „Muslimstudie“ kurz und knackig zusammen:
Im Auftrag des Schäuble-Ministeriums erstellten die Hamburger Forscher Katrin Brettfeld und Peter Wetzels die Studie “Muslime in Deutschland”, bei welcher in vier großstädtischen Regionen rund 1000 Muslime befragt wurden. Insgesamt sehen die Ergebnisse wie zu erwarten aus. Nur eine Minderheit der Muslime (5,5%) hält Gewalt zur Ausbreitung des Islams für gerechtfertigt. 90% der befragten Muslime halten Selbstmordanschläge für feige und eine ebenso große Anzahl an befragten Personen lehnt das Töten von Menschen im Namen der Religion ab. Jedoch fühlen sich 50% der Muslime von der Gesellschaft ausgegrenzt und 20% erlebten selbst in den vergangenen zwölf Monaten Ausländerfeindlichkeit.
Die Anzahl der Muslime, die antisemitische Vorurteile mit sich tragen und demokratiefeindlich eingestellt sind, sind, so die Forscher, etwa mit den Zahlen aus der deutschen Bevölkerung zu vergleichen.
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So stellte Belkir Alboga selbst fest, dass der Islam Demokratiefeindlichkeit nicht fördere und sich die Einstellung zu Demokratie und Rechtsstaat zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen kaum unterscheidet.

SPON sieht das natürlich ganz anders: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,524535,00.html
Wobei ich diese Stelle hier am großartigsten finde:
„Die Zahl der Rechtsstaatsgegner ist ähnlich hoch wie die bei deutschen Nichtmuslimen.“
Tja – düster, düster.
Ja, wie die Studie von bürgerlichen Medien aufgegriffen wird, ist echt ein Skandal.
Web.de titel z.B. „Zahlreiche Muslime sind gewaltbereit“. Im Artikel ist dann zu lesen, dass 6% „gewaltaffin“ sind. Also irgendwie passen da, ähnlich wie im Spiegel-Artikel, Überschrift und Inhalt des Artikels nicht so Recht zusammen.
Link: http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/deutschland/recht/5132338.html
Heißt das Problem nicht Islamophobie?