Böse Araber

Springer schürt schon fürs nächste Pogrom …

(The German Neonazi tabloid BILD spreads hatred against „foreigners“ …)

„Ausländer“hetze auf BILD.de

„Ausländer“hetze auf BILD.de

(via aftershow | Edit: siehe auch BILDblog.de)


10 Antworten auf „Böse Araber“


  1. Gravatar Icon 1 Wendy 05. Januar 2008 um 4:41 Uhr

    Bei der Bild-Zeitung handelt es sich aber nicht um Neonazis, Lysis.

  2. Gravatar Icon 2 inkognitee 05. Januar 2008 um 6:02 Uhr

    wikipedia dazu u.a.:

    Die Neonazis (in ihren Grundüberzeugungen sind sie den Altnazis gleichzusetzen) zeichnen sich im Allgemeinen durch ihre extreme Ablehnung von Minderheiten aus. Juden, vermeintliche Ausländer – insbesondere Asylbewerber und türkischstämmige Einwanderer – dienen neben politisch Andersdenkenden, wie z. B. Kommunisten, Anarchisten und Sozialdemokraten, als bevorzugtes Feindbild.

  3. Gravatar Icon 3 Ware 05. Januar 2008 um 15:23 Uhr

    inkognitee:

    Bild-Zeitung keine Neonazis, also gar nicht mehr so schlimm?

    Es wäre eine radikalisierte Konsequenz des vom Autor vorgeschobenen Zuchtarguments, da die Sortierung der Leute in In- und Ausländer, die der Nation schaden, bzw. nutzen sollen, bereits feststeht. Bloß die vorgeschobene Moral gegen übertriebene Zuchtmaßnahmen, und in einer inszenierten Abrenzung zu den Neonazis, auf der richtigen Seite zu stehen, verhindert das Übergreifen auf Leib und Seele von Ausländern. Der Zuchtgedanke gegen sogenannte „Schädlinge“ steht aber m.E. in ihrer Gemeinsamkeit schon fest.

    @Lusis: Lösch doch bitte meinen letzten Kommentar.

  4. Gravatar Icon 4 Wendy 05. Januar 2008 um 15:58 Uhr

    Ware; Das, was du da beschreibst, können doch Demokraten genauso.

  5. Gravatar Icon 5 Ware 05. Januar 2008 um 16:01 Uhr

    Ja, genau, das meine ich auch. Ich wollte mich nur etwas vorsichtiger ausdrücken.

  6. Gravatar Icon 6 inkognitee 05. Januar 2008 um 16:40 Uhr

    Bild-Zeitung keine Neonazis, also gar nicht mehr so schlimm?

    komisch, wollte ich mit dem zitat doch wendy aufzeigen, warum die bild neonazi sein kann/muss/darf. ich versteh nämlich auch nicht, wieso demokraten (hier speziell die bild) keine neonazis und andersrum sein können.

  7. Gravatar Icon 7 Ware 05. Januar 2008 um 21:08 Uhr

    @inkognitee

    Die Neofaschisten ziehen halt die letzte Konsequenz in ihrem Versuch, die Nation als ihr Lebensmittel und politische Heimat, zum nötigen Erfolg zu verhelfen (ich sag jetzt der Einfachheit halber Neofaschisten, statt Neonazis).

    Einige grundlegende Gedanken.

    Sowohl Demokraten als auch Neofaschisten denken, die Nation wäre eigentlich dazu auserkoren, dass sie persönlich, und die Nation insgesamt, erfolgreich sein sollten. Und messen ihren, und den Erfolg der Nation, nach diesem ideell von ihnen eigerichteten Maßstab. Die Nation ist mein Lebensmittel, dieser Maßstab ist die Grundlage. Nach welchen Erfolgskritierien dieser Erfolgsmaßstab überhaupt gelten soll, dieser Maßstab überhaupt entsteht, braucht uns erstmal nicht zu interessieren.

    Jemand der so denkt, und nicht nach dem Grund der eigenen Beschädigung nachfragt, wenn dieser Erfolgsmaßstab nicht recht bekommt, schaut nach den Schuldigen Ausschau, der ihre und die der Nation Beschädigung, heraufbeschworen haben. Daher schon der Demokrat immerzu sich fragend ob nicht unfähige bzw. korrupte Politiker, irgendwelche Schmarotzer, oder bloß sogenannte Ausländer, die Nation beschädigen. Und daher selbst sie und die Nation insgesamt durch Verantwortungslose „Schädlinge“ zu Schaden kommen müssen. Er stellt sich auf dem Standpunkt einer erfolgreichen Geschäftsgrundlage der eigenen Nation (z.B eines funktionierenden, staatlichen Verwaltungsapparats, eines gesunden nationalen Wirtschaftswachstums usw..). Er wird zum prinzipiellen Parteigänger all der Lebensbedingungen, die ihm aufgeherrscht werden, und daher das Leben schwer machen.

    Dann müssen Asylanten abgeschoben, bzw. erst gar nicht ins Land gelassen werden. Sie müssen irgendwo im Mittelmeer versinken, weil Staat und einheimische Bevölkerung befürchten, dass ihnen bzw. der Nation, durch Ausländer Arbeitsplätze weggenommen werden, wenn sie die Landesgrenze überschreiten usw.. Der Ausländer gehört der Nation nicht hinzu. Er spricht eine fremde Sprache, spricht einen Akzent, identifiziert sich nicht mit Deutschland und der einheimischen Lebensweise usw.. Der Grund dafür, das oft Ausländer ausgegrenzt werden, ist simple und einfach das sie keine Inländer sind.

    Um an das vorherige Beispiel mit den Arbeitsplätzen wieder anzuknüpfen. Materiell betrachtet stimmt es wirklich, dass ausländische Arbeitskraftbesitzer Arbeitsplätze „wegnehmen“. Dass ist deswegen so, weil Arbeitskraftbesitzer gegeneinander um knappe Arbeitsplätze konkurrieren müssen. Leider ist der Ausländer nicht der Grund knapper Arbeitsplätze, sondern eine kapitalistische Wirtschaftsweise, deren Rentabilitätsansprüche nur Arbeitsplätze durch Unternehmer einrichten läßt, wenn sie profitabel Gewinn erwirtschaften können. Als das Wirtschaftswachtum in den 60er Jahren kräftig genug stieg, so dass die Arbeitsnachfrage der Unternehmen dem vorhandenen, einheimischen Arbeitsangebot an Arbeitskräften überstieg, wurden sogar ausländische Arbeitskräfte gezielt aus dem Ausland beworben. 15 Jahre später war das Wirtschaftswachtum nicht mehr kräftig genug, um der arbeitsplatzvernichtenden Resultaten kapitalistischer Rationalisierung zu kompensieren. Der Grund der Unterbeschäftigung war daher nicht „der Ausländer“, sondern gerade eine Wirtschaftsweise, die zu keinem positiven, sondern zu einem negativen Bezuspunkt des (kapitalistischen) Allgemeinwohls kulminiert.

    Der Neonazi zieht die radikaliserte Konsequenz aus diesem nationalistischen Gedankengut, dem er mit Demokraten teilt. Z.B Ausländer zu verprügeln, ins einheimische Inland unter keinen Umständen zuzulassen, Rechtsansprüche verwehren usw.. Der läßt halt jegliche Schranke hinter sich, um Zucht und Ordnung innerhalb der Nation wieder wiederherstellen zu können. Der Ausländer gehört nicht mehr geduldet, sondern muß abgeschoben werden. Usw..

    Zugespitze gesellschaftliche Krisen, z.B Krieg, Weltwirtschaftskrise usw.. sind besondere Krisensituationen, die eine Entscheidung abverlagen ob die eigene Nation noch das persönliche Lebensmittel repräsentieren soll, oder nicht. Da es in der Realität augenfällig nicht mehr der Fall ist werden Leute, die am eigenen nationalistischen Gedankengut festhalten wollen, offensiv unleidlich, und verlangen nach Abräumen der nationalen Verantwortungsträger, die die Nation auf der Verliererstraße , bzw. am Abgrund, geführt haben. Schuldige werden brutal abgesägt, und die alten Führungspersönlichkeiten sollen durch neue Verantwortungsträger abgelöst werden. (Neo-)Faschist wird man dementsprechend nur wenn man bereits vorher Nationalist gewesen ist.

    Beispiel 1933. Da werden die alten, etablierten Parteien durch Hitler und seine Parteigenossen abgelöst. Als Schuldige werden Schwache Inländer zur Verantwortung gezogen, die die Nation schädigen sollen, z.B. Behinderte und Kranke. Aber auch ausländische „Schädlinge“ sollen beseitigt werden. Die Juden, die als Repräsentanten des raffgierigen Finanzkapitals angeblich den wirtschaftlichen Untergang der Nation mitbewirkt haben, sollen möglichst in KZ´s aussortiert werden. Nach außen, im Konkurrenzkampf der Nationen. Um Macht, Prestige und Marktanteile, sollen die Amis, Briten, Franzosen, durch Niederlage im Krieg, ökonomische Potenz, Macht und Gloria Deutschlands wiederherstellen.

    Nach dem Krieg zeigen die Verlierer des Zweiten Kriegs Reue und schämen sich, wiederum als enttäuschte Nationalisten, für die Greultaten des früheren Hitler-Regimes (wohlgemerkt auf Grundlage einer Niederlage). Die lächerliche Pose des demokratischen Nationalbewußtseins löst zunehmend das faschistische Nationalbewußtsein des Hitler-Regimes ab. Aber Nationalbewußtsein bleibt die alte (Hitlerregime) wie die neue Bewußtseinsform (kapitalistische Demokratie) allemal.

  8. Gravatar Icon 8 lysis 06. Januar 2008 um 0:42 Uhr

    Oh, Leuts, macht doch da keine wissenschaftliche Abhandlung draus:

    Z.B. die berühmten Nazi-Vergleiche werden häufig auch im Sinne von 2.), 3.) und 4.) verwendet: Als Beschimpfung, als Metapher oder auch als reiner Gefühlsausdruck. (via)

  9. Gravatar Icon 9 antikapl 06. Januar 2008 um 12:26 Uhr

    Ihr vergesst, dass hier ein Vertreter der Staatsanwaltschaft, also ein legitimierter Vertreter des Rechtsstaats, kein Politiker zu Wort kommt. Ich denke schon, dass ein solcher Mann, Ahnung hat, wovon er redet, das sagt mein gesunder Menschenverstand und mein Vertrauen in unsere Beamtenschaft. Ich meine, das ist doch ein Sicherheitsexperte der Mann, der muss doch wissen, was Sache ist! Wo kämen wir denn dahin, wenn wir nicht mal mehr unseren eigenen Beschützern vertrauen können?

  1. 1 Zwischendurch. | Reiten, lesen, Freund_innen treffen Pingback am 06. Januar 2008 um 17:16 Uhr
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