Wojna rächt sich

Bandbreite gegen „Antideutsche“:


(via)


69 Antworten auf „Wojna rächt sich“


  1. Gravatar Icon 1 Besserscheitern 03. Februar 2008 um 15:19 Uhr

    Aber komm schon! Alle Spekulationen über Durchknaller wie Wertemüller mal außen vor (auch wenn es dir sicher vor allem um den geht). Das Lied ist einfach nur grauenhaft. Ich hatte echt Schwierigekeiten das bis zum Ende zu ertragen.

  2. Gravatar Icon 2 lysis 03. Februar 2008 um 15:35 Uhr

    Also musikalisch will ich nichts gesagt haben, aber inhaltlich passt es.

  3. Gravatar Icon 3 ri0t 03. Februar 2008 um 17:04 Uhr

    war ja klar, dass du so jemand gut findest…

  4. Gravatar Icon 4 just 03. Februar 2008 um 17:46 Uhr

    Ich wuesst ja nur zu gern in welchen politischen Gruppen der so verkehrt… an denen muss ja alles vorbei gegegangen sein.

  5. Gravatar Icon 5 dorfdisco knows best 03. Februar 2008 um 17:48 Uhr

    Der Feind deiner Feinde wird also zum Freund. Oh je! Mit so was leistet man der Kritik an den Antideutschen echt mal nen Bärendienst…

  6. Gravatar Icon 6 Crash 03. Februar 2008 um 18:51 Uhr

    Warum du hier jetzt schon Videos von diesen bescheuerten 9/11 Verschwörungstheoretikern reinstellst entzieht sich auch meinem Verständnis.

  7. Gravatar Icon 7 bigmouth 03. Februar 2008 um 19:00 Uhr

    das ist doch inhaltlich auch peinlich.

    mensch lysis, schalt doch mal die polemik zurück

  8. Gravatar Icon 8 me 03. Februar 2008 um 20:13 Uhr

    Jetzt regt euch mal nicht so auf. Lysis wollte uns doch sicher nur in bester aufklärender Absicht darauf hinweisen, dass Leute, die so singen, auch so texten:

    „Zur Krisenprävention ein Muss die Steuer von Tobin,
    die Devisenspekulanten endlich abhält vom Geld verdienen,
    wie‘n Börsenmakler Geld aus Handel mit Geld herauskricht,
    dat kannsu nich verstehen? Ich verstehs auch nicht.
    Doch et braucht nicht n Experte zu sein, um zu kapieren,
    datt aus Spekulationen Wirtschaftskrisen resultieren,
    so garantiert dir Attac und die Ärmsten könnens beteuern,
    datt et sinnvoll is, Devisendeals behände zu besteuern.“
    (Textausschnitt aus einem anderen Stück der gleichen Band)

    Ich finde daran ist hervorragend zu sehen, dass das Ressentiment gegen die Spekulation den Willen zur Dummheit voraussetzt. Es lässt sich so sehr gut darstellen, wie aus der Mystifikation des Kapitals das Material der antisemitischen Stereotypie wird. Ohne Lysis wäre ich nicht drauf gestossen, vielen Dank.

  9. Gravatar Icon 9 caffeine 03. Februar 2008 um 20:48 Uhr

    Boah ist das Video harter stuff. Nach so einem scheiß muss man sich ja erstmal wieder runterkiffen. Das zu verlinken kann man doch nicht ernst meinen, sowohl inhaltlich als auch musikalisch.

  10. Gravatar Icon 10 just 03. Februar 2008 um 20:48 Uhr

    der typ loescht alle unerwuenschten kommentare bei youtube ;-)

  11. Gravatar Icon 11 fitzcarraldo 03. Februar 2008 um 21:12 Uhr

    poste nächstes mal smilies dazu. und an wem rächt sich dieser wojna?
    wurde der mal an der bushalte von anti-ds abgezogen oder was?

  12. Gravatar Icon 12 classless 03. Februar 2008 um 21:32 Uhr

    Nachdem Wojna in den Youtube-Kommentaren darauf hingewiesen wurde, daß antinational nicht gleich antideutsch sei, antwortete er so:

    „Das wusste ich nicht. Tut mir leid, wenn ich da zwei Sachen in einen Topf werfe. Darüberhinaus würde ich allerdings dem Antinationalismus in einer neoliberalen Weltordnung auch nicht das Wort reden wollen, da Nationalstaaten für die arbeitende Bevölkerung das einzig verbliebene Protektorat darstellen – auch wenn die Staaten dem natürlich nur partiell gerecht werden.“

    Lysis, kommt es dir nicht wenigstens ein bißchen merkwürdig vor, daß du von solchen uninformierten Würstchen meinst, ihr Kram würde „inhaltlich passen“?

  13. Gravatar Icon 13 andreas 03. Februar 2008 um 21:52 Uhr

    der eine postet hier nur, um seinen blog bekannt zu machen (der ein klon ist von hunderten anderen) bzw. sich vor „seinen leuten“ zu profilieren, der andere fängt schon wieder mit dem „strukturellen antisemitismus“ an…

  14. Gravatar Icon 14 lampeAN 03. Februar 2008 um 23:18 Uhr

    ich weiß nicht wer peinlicher ist, der wonja typ oder lysis, der sich an sowas debilen aufgeilt. gruselig.

  15. Gravatar Icon 15 Atta Troll 04. Februar 2008 um 2:28 Uhr

    Eins sollten wir checken, trotz aller Wut:
    gut gemeint is halt echt noch nicht gut.
    ‚Ne Breitsseite lyrische Inkompetenz
    führt zu nix als sprachlicher Inkontingenz.
    Ach Lysis, dir isset wohl schlecht gegang‘,
    warum preist du diesen Song hier an?

  16. Gravatar Icon 16 lysis 04. Februar 2008 um 11:45 Uhr

    Na, ist doch interessant, dass ihr zur Kritik lauter Zitate herantragt, die in dem Video gar nicht vorkommen. Denn die Analyse, warum jemand „Antideutscher“ — d.h. linker Rassist und Moslemhasser — wird, passt eben, unabhängig davon, wie ineloquent sie vorgetragen sein mag. Und übrigens auch ganz unabhängig davon, wer sie vorträgt!

    1998 kamen diverse MigrantInnen-Gruppen mit Blick auf Wertmüller und Konsorten übrigens schon zu demselben Ergebnis:

    Warum das so ist, wie es dazu kommt, daß sich auch solche Leute im rassistischen Kontext eingliedern, kann man vielleicht stundenlang analysieren, meistens ohne Ergebnis. Denn manchmal ist die Erklärung viel einfacher: Entweder hat mal jemand in seinen Vorgarten gepinkelt oder sein Fahrrad ist von einem „kriminellen ausländischen Jugendlichen“ geklaut worden.

  17. Gravatar Icon 17 lysis 04. Februar 2008 um 11:57 Uhr

    Und grad der virtuelle Moscheeanzünder Ivo B. sollte sich lieber nicht so weit aus dem Fenster hängen. Am Ende heißt es noch: getroffene Hunde bellen!

  18. Gravatar Icon 18 fitzcarraldo 04. Februar 2008 um 16:41 Uhr

    geradezu köstlich wie du deine aussetzer bis aufs letzte verteidigst.

  19. Gravatar Icon 19 tenpints 04. Februar 2008 um 16:47 Uhr

    Ein gutes Lied. Der Text stimmt, scheißegal, was der Typ sonst so verzapft. :)

  20. Gravatar Icon 20 lysis 04. Februar 2008 um 16:48 Uhr

    ach, fitzcarraldo, bring doch erstmal eine kritik! oder bist du dazu nicht in der lage?

    naja, aber das hatten wir ja schon: scheint ein generelles defizit von “antideutschen” zu sein, dass sie nicht argumentieren, sondern ihre sicht immer nur als vermeintlich selbstevident darstellen können. deswegen erledigen sie ihre moralisch-ästhetischen treibjagden auch meist nur im rudel.

    „antideutsche“ sind rudeltiere, weil sie sich individuell nicht durchsetzen können. dafür wären sie viel zu schwach. sie müssen auf das „antifacamp oberhausen“ warten, um mal „vorbeizuschauen“. denn allein würden sie sich nie trauen.

  21. Gravatar Icon 21 bigmouth 04. Februar 2008 um 17:16 Uhr

    für kritik müsste erst mal ein inhalt vorliegen, und der song hat noch weniger als der CM-text. das ist einfach nur eine behauptung über motive, bei der man schlicht nur „stimmt nicht“ sagen kann

  22. Gravatar Icon 22 Helden Karl 04. Februar 2008 um 17:37 Uhr

    „für kritik müsste erst mal ein inhalt vorliegen, und der song hat noch weniger als der CM-text. das ist einfach nur eine behauptung über motive, bei der man schlicht nur “stimmt nicht” sagen kann“

    Wie kann etwas falsch sein was keinen Inhalt hat.

  23. Gravatar Icon 23 indienutte 04. Februar 2008 um 17:59 Uhr

    lysis du held, da verteidigst du doch tatsächlich jemanden der für seine „kritik“ an antideutschen auf rassistische bilder wie das der „kriminellen ausländer“ aufgreift die einem an der halte das handy abziehen. das feindbildpflege bei an erster stelle steht ist ja nichts neues, ab das du solche deutschen idioten lobst hat doch ne neue qualität.

  24. Gravatar Icon 24 lysis 04. Februar 2008 um 18:20 Uhr

    o bitte, hattest du keinen literaturunterricht? wojna erzählt in einer art innerem monolog nach, wie sich das durch allerhand rassifizierungen geprägte weltbild „antideutscher“ antifa-kiddies konstituiert. genauso läuft es auch in der realität ab, wie dieses und dieses beispiel recht anschaulich zeigen.

    dir scheint es aber nicht zu dumm zu sein, lieber den überbringer der botschaft zu hängen, als auf die „antideutschen“ ein schlechtes licht fallen zu lassen!

  25. Gravatar Icon 25 w 04. Februar 2008 um 18:33 Uhr

    bandbreite bei youtube:

    „richtig, denn in deutschland brauchen wir keine faschisten. das hatten wir schon mal und wollen es nicht wieder.
    und wenn du dem song richtig gelauscht hättest, dann hättest du mitbekommen, dass wir keine intifada propagieren, sondern nach lösungen suchen wollen.
    Ich bleibe dabei: Crzstwurst muss raus aus Deutschland!“

    hammer.
    lysis sucht sich seine bündnispartner in der neuen mitte, die mit ihrer anständigen intifada das problem des rechts-, links- und zionfaschismus lösen.

    btw besteht bei flachpfeifen wie bandbreite keine differenz zwischen kunst und künstlersubjekt. bei solchen identitären wir-sagern fällt bröckers lesen und bröckers vertonen in eins.

  26. Gravatar Icon 26 lysis 04. Februar 2008 um 18:42 Uhr

    waiting, dass du, wie viele deiner AD-genossen, nicht mehr ganz sauber bist, weiß ich ja jetzt schon etwas länger. aber zu unterstellen, dass man sich durch das unkommentierte verlinken eines youtube-videos jemanden zum bündnispartner macht, der, obwohl er frieden statt intifada propagiert, von dir kurzerhand zum intifadisten erklärt wird, das bringst echt nur du fertig.

    ps: was ist Crzstwurst?

  27. Gravatar Icon 27 bigmouth 04. Februar 2008 um 19:13 Uhr

    Wie kann etwas falsch sein was keinen Inhalt hat.

    es hat zu wenig inhaltliche substanz für kritik. das ist ca. so, als würde ich über lysis irgendwelche behautpungen in die welt setzen, zb „lysis ist pro-musel, weil er die gerne ficken würde“ – auch keine analyse, auch nicht würdig, kritisch auseinander genommen zu werden.

    ganz abgesehen davon, wie man überhaupt über vermutungen über innere psychische vorgänge widerlegen soll. eher wären wojna und lysis an der reihe, belege herzuschaffen für ihre these zu bringen. die bisherigen taugen aber nix – justus w und qfi sind ja keine antifa-kiddies, und damit wohl auch kaum repräsentativ für diese. dass ihre wandlung aus den bei wojna gebrachten beweggründen erfolgte, dafür sehe ich auch keien argumente

    lysis, ich finde es bescheuert und traurig, wie du es selbst anstellst, deine oft sehr treffende kritik durch blöde poelmik selbst zu unterminieren. das ist dann doch reines preaching to the converts, das niemanden überzeugt, der deienen standpunkt nicht eh schon teilt

  28. Gravatar Icon 28 w 04. Februar 2008 um 19:18 Uhr

    „waiting, dass du, wie viele deiner AD-genossen, nicht mehr ganz sauber bist, weiß ich ja jetzt schon etwas länger.“

    :)

    finde den widerspruch:
    lysis 1: „unkommentierte verlinken“
    lysis 2a: „Wojna rächt sich“
    lysis 2b: „Also musikalisch will ich nichts gesagt haben, aber
    inhaltlich passt es.“
    lysis 2c: „einer art innerem monolog nach, wie sich das durch
    allerhand rassifizierungen geprägte weltbild
    “antideutscher” antifa-kiddies konstituiert“

    „obwohl er frieden statt intifada propagiert“

    … in anlehnung an die friedensschaffenden maßnahmen der npd unter dem motto „wer deutschkand nicht liebt, soll deutschland verlassen“?

  29. Gravatar Icon 29 indienutte 04. Februar 2008 um 19:20 Uhr

    „o bitte, hattest du keinen literaturunterricht? wojna erzählt in einer art innerem monolog nach, wie sich das durch allerhand rassifizierungen geprägte weltbild “antideutscher” antifa-kiddies konstituiert.“
    na klar, „ausländerrechte“, und mach meinen kumpel nicht an“ als ideologische eckpfeiler jugendlichen antifaengagments. sehr fundiert und inhaltlich richtig. 8-|

  30. Gravatar Icon 30 istari 04. Februar 2008 um 19:26 Uhr

    kinderkacke. der wonja in seinem jugentlichen »ich versteh die welt« drang, fühlt sich an inhaltlicher kritik an seinen werken und tun so wahnsinnig angegriffen das er hier riesig grosse quader der verallgemeinerung aufbaut. mag sein das er auch etwas zu konfrontativ von einigen kritisiert worden ist und daher so reagiert, allerdings ist das auch keine entschuldigung oder rechtfertigung. ressantiment mit noch grösseren ressantiment begegnen, ja vielleicht, wenn eine ironische überspitzung stattfindet, leider hat wonja null talent zum sarkasmus und daher ist sein formal/konzeptorisch mal wieder glänzend ins bewegtes bild gesetzter erguss genau minus unendlich produktiv. eine künstlerische umweltverschmutzung. bin gespannt was er in 10 jahren macht, sollte zur werbung gehen, da ist platz für seine künstlerisches videotalent aber fürs texten sollte er sich noch jemanden suche.

  31. Gravatar Icon 31 istari 04. Februar 2008 um 19:37 Uhr

    ein nachtrag: ich glaube lysis sieht in wonjas text ein territorium dabei macht dieser nur eine karte auf. subjektiv kann man das erfahren, das haengt aber vom standpunkt aus in dem der betrachter selbst steht. die karte ist aber etwas anderes und wird von anderen verschieden gelesen. waere der text nicht als karte gemacht liese sich vielleicht besser darueber sprechen.

  32. Gravatar Icon 32 Helden Karl 04. Februar 2008 um 20:19 Uhr

    @bigmouth… die Kategorie um die du herumredest nennt sich Behauptung, und die belegt man mit Argumenten. Man kann aber auch eine Behauptung widerlegen denen der Autor seine Argumente nicht beigefügt hat. Zu sagen aber, etwas sei nicht kritisierbar, ist schlicht falsch. Wenn du wenigstens gesagt hättest, das Gestammel von dem Typen sei DIR nicht wert darauf näher einzugehen, dann hätte ich das ja noch verstanden… (wobei auch einige richtige Urteile darin über die ADs vorkommen, nur hätte ich wahrscheinlich andere Gründe seinen Urteilen zuzustimmen).

    Übrigens tut Polemik einer Kritik inhaltlich überhaupt keinen Schaden an. Wer sowas behauptet trägt den Standpunkt einer „anständigen“ Kritik in die Sache hinein. Abgesehen von den Argumenten einer Kritik aber, ist so ziemlich gar nichts wichtig an einer Kritik.

  33. Gravatar Icon 33 zapperlott 04. Februar 2008 um 20:58 Uhr

    »mag sein das er auch etwas zu konfrontativ von einigen kritisiert worden ist«

    *gg* dass »du scheiss moslem lover« samt pogromankündigung aus dem gezeigten chat ein o-ton ist, glaube ich durchaus. macht das video natürlich nicht besser.

  34. Gravatar Icon 34 bigmouth 04. Februar 2008 um 22:02 Uhr

    Abgesehen von den Argumenten einer Kritik aber, ist so ziemlich gar nichts wichtig an einer Kritik.

    ach, fick‘ dich doch selbst, du nixblicker

    Kennzeichen von Polemik sind oft scharfe und direkte Äußerungen, nicht selten auch persönliche Angriffe (in der klassischen Rhetorik: argumentatio ad hominem – also auch das Bloßstellen, das Überführen z], das Demaskieren eines Opponenten im Glaubens- und Meinungsstreit, gegebenenfalls auch die mehr oder weniger subtile Beleidigung), keineswegs jedoch der Verzicht auf sachliche Argumente. Häufig wird in der Polemik mit den Mitteln der Übertreibung, der Ironie und des Sarkasmus gearbeitet oder vom Strohmann-Argument Gebrauch gemacht.

    deine mutter war übrigens spitze!

  35. Gravatar Icon 35 Helden Karl 04. Februar 2008 um 22:22 Uhr

    @bigmouth: Dein Beitrag war natürlich als Witz geplant, ging aber nach hinten los weil du nicht gecheckt hast dass Polemik und Beleidigung nicht dasselbe sind. Abgesehen davon ersetzt die Polemik natürlich nicht die Argumentation. Versuchs einfach beim nächsten mal.

  36. Gravatar Icon 36 Atta Troll 04. Februar 2008 um 22:58 Uhr

    Sehen wir mal von formalen ästhetischen Unzulänglichkeiten ab (gute deutsche Texte – Rap oder nicht – muss man sowieso mit der Lupe suchen)und bleiben bei der Geschichte, die Wojna erzählt. Wojna kann sich den Übergang von Antifa zu Antideutsch offenbar nur mit dem biographischen Zufall einer unangenehmen und schlecht verarbeiteten Konfrontation mit Migranten moslemischer Herkunft erklären. Wenn der Protagonist des Liedes schon bereit ist, seine bisherigen Überzeugungen aufzugeben, könnte er tätsächlich genauso gut gleich NPDler werden. Die psychologische Erklärung ist an dieser Stelle ziemlich dürftig und beliebig.

    Wojna fällt meiner Ansicht nach auf einen selbst rassistischen Mythos über die Ursachen von Rassismus herein. Bekanntlich kommt der ganz gut ohne die nähere Kenntnis seiner Hassobjekte aus und braucht keine negative Erfahrung. Er schottet sich überhaupt gegen Erfahrungen ab (nämlich gegen die Gefahr positiver Erfahrungen).

    Der Knackpunkt bei den Antideutschen – wie auch bei ähnlich gestrickten Antiimps -scheint mir doch eher das Bemühen zu sein, sich auf einen moralisch aber auch ganz eindeutigen und unanfechtbaren Standpunkt zurückzuziehen. Der der Unwille, Ambivalenzen und Widersprüche zu ertragt. Das Gute existiert und ich hab’s gefunden – und wenn es gut ist, ist es eindeutig gut und alles andere ist eindeutig schlecht.

  37. Gravatar Icon 37 Atta Troll 04. Februar 2008 um 23:03 Uhr

    Sorry, ich habe nach einer Änderung des WEntwurfs etwas zu früh auf „Senden“ geklickt.
    Statt:
    „Der der Unwille, Ambivalenzen und Widersprüche zu ertragt.“
    sollte es heißen:
    „Bei diesen Leuten ist der Unwille, Ambivalenzen und Widersprüche zu ertragen, deutlich zu erkennen.“

  38. Gravatar Icon 38 lysis 05. Februar 2008 um 2:37 Uhr

    waiting, was du betreibst, ist mccarthyismus von links „antideutsch“. nur kann man, im unterschied zu den „ausschüssen für unamerikanische umtriebe“, deinen lächerlichen denunziantenscheiß auch einfach ignorieren.

    was ich hiermit tue.

  39. Gravatar Icon 39 istari 05. Februar 2008 um 10:21 Uhr

    „»du scheiss moslem lover« samt pogromankündigung.“ z.b. zur guten salon kultur gehört det nisch (wenn er das überhaupt so bekommen hat, vielleicht ist das aber auch nur seine reduzierte zusammenfassung – ja was weis den ich). soweit zur kritik der kritik. gähn. land gewinnt man nicht wenn man sich ständig karten um die ohren haut und wenn ich hier noch weiter laber denk wohl noch jemand ich wuerde die knallschotte verteidigen wollen.

  40. Gravatar Icon 40 Adorno 05. Februar 2008 um 11:45 Uhr

    Naja, netter Ohrwurm und die eine oder andere Textzeile ist ja auch korrekt: „Zions Feinde sind schließlich auch deine“ zB

    Verkehrt ist, dass der Wojna auf dem Niveau antideutscher Agitation verbleibt, also sachfremd an Antideutsche herangeht. „Fascho“ als Begriff für das Böse soll nun treffen, was Antideutsche machen…dabei ist deren Araber-/Moslemfeindlichkeit nun kein Spezifikum von Faschisten, sondern demokratischer Alltag und folgt a) aus dem Verhältnis demokratischer Staaten zu der arabischen Welt und ihren Bürgern im Allgemeinen (Staatsbürgerschaft) und b) aus der Feindbildbestimmung der Islamis als Terroristen gg. den Westen im Besonderen. Genau dies machen Antideutsche mit.

    Dass der Rassismus der Antideutschen also ein ganz übliches Demokratending ist, würde Wojna wohl auch kaum sagen, ist er schließlich selbst einer. „Faschos raus aus Deutschland!“ oder „Die wollen wir hier nicht“ zeigt seinen demokratischen Nationalismus, also den Willen, diesem Land zu dienen und vor Schaden für dessen Demokratie zu bewahren. Daraus speist sich sein antifaschistischer Kampf.

    Und so kriegt man am Ende glatt raus, dass sich diese beiden Sorten Antifas doch einig sind: die Demokratie retten vor ihren Feinden – das ist eines Antifas würdig. Nur in der Bestimmung des Faschofeindbilds, da unterscheiden sich diese demokratischen Staatsbürger.

  41. Gravatar Icon 41 bigmouth 05. Februar 2008 um 13:27 Uhr

    lysis, das ist lächerlich

  42. Gravatar Icon 42 lysis 05. Februar 2008 um 15:11 Uhr

    was ist lächerlich? dass waiting eine art „antideutschen“ mccarthyismus betreibt? nein, das meine ich todernst.

  43. Gravatar Icon 43 narodnik 05. Februar 2008 um 17:04 Uhr

    Naja, wird er wohl ganz ernst meinen der Verschwörungs-MC. Er sieht zwar die Hetze der ADler gegen Muslime sowie die unbedingte Parteinahme für den Westen – kann das aber nicht ordentlich kritisieren, geschweige denn begrifflich fassen; außer halt mit dieser konstruierten Story die er da erzählt. Das heißt er kann die Antideutschen nicht erklären, sondern nur gefühlsmäßig ablehnen.

  44. Gravatar Icon 44 lysis 05. Februar 2008 um 22:25 Uhr

    ey, sach ma, glaubst du, ein music-clip ist eine theoretische abhandlung, oder was? es geht in der kunst (ob gelungen oder nicht) immer darum, eine plausible geschichte zu erzählen. und die geschichte von wojna ist plausibel. ich kenne selber leute, die zu rassisten geworden sind, weil sie eine bestimmte erfahrung gemacht und daran — qua ethnifizierung — einen, man kann’s nicht anders sagen: veritablen rassenhass entwickelt haben. natürlich ist der rassismus als system deshalb noch lange nicht erfahrungsabhängig! das hab ich an verschiedenen stellen schon selbst oft genug ausgeführt. trotzdem können irgendwelche banalen erfahrungen — wie dass der sohn von pohrt an „kanakenkinder“ eintritt zahlen muss, damit er auf den spielplatz darf — eine motivation darstellen, dass jemand ein rassistisches gedankensystem übernimmt und sich darin einrichtet. die brainbugs der „antideutschen“ wie justus w. oder tjark k. sind dafür super beispiele. das waren beide engagierte antira-aktivisten, bis sie schlag auf schlag zu bösartigen hardcore-rassisten mutiert sind. das hat natürlich irgendwelche anlässe, und wojna erzählt eine plausible geschichte darüber, wie man sich eine solche wandlung vorstellen kann. mehr darf man von kunst nicht verlangen!

    und bitte: dass der typ schief singt, weil das video schnell dahingerotzt ist, sagt überhaupt nichts über den inhalt aus. bei seinem clip „selbst gemacht“ ist die musik einwandfrei, aber der inhalt totaler schrott. das muss man einfach auseinanderhalten können.

  45. Gravatar Icon 45 Kosher 05. Februar 2008 um 23:01 Uhr

    Was an dem Video bzw. Text falsch ist:

    Die Reihenfolge.
    Die ADs sind nicht Rassisten, weil die die Muslime so scheisse finden. Das geht anders.

    Projektionsobjekt No.1: Israel. Israel steht inmitten einer feindlichen muslimischen Bevölkerung. Die Parteinahme für Israel begründet dann die Gegnerschaft zu Hamas/PLO/Syrien/Iran usw. Die Bevölkerungen und Regierungen dort berufen sich ale auf den Islam. Also ist man gegen den Islam, weil man den als das Problem in der Feindschaft zu Israel ausgemacht zu haben glaubt. Der Anschluss an den demokratisch-rassistischen Konsens, dass hier im Westen die Muslime das Problem sind, machen sie dadurch mit und nicht weil sie Araber/Türken oder Sudanesen verachten.

    Das ist der Fehler bei Bandbreite. Ganz abgesehen von den wirklich verrückten Ansichten zu 9/11. Da mögen Unstimmigkeiten sein, indem die US-Regierung Versagen beim „Heimatschutz“ vertuscht, aber die USA direkt verantwortlich zu machen…

  46. Gravatar Icon 46 Atta Troll 06. Februar 2008 um 1:11 Uhr

    ich kenne selber leute, die zu rassisten geworden sind, weil sie eine bestimmte erfahrung gemacht und daran — qua ethnifizierung — einen, man kann’s nicht anders sagen: veritablen rassenhass entwickelt haben.

    Nimmst du denen das wirklich ab? Ich denke, dass solche Leute insgeheim schon vorher Rassisten waren, es sich aber nicht eingestanden haben. Der (induktive) Schluss von z.B. „Ahmed und Ali sind fies“ auf „Die Türken sind fies“ kann schließlich nur dann plausibel erscheinen, wenn man sowieso geneigt ist, einer (deduktiven) rassistischen Logik zu folgen.

    Wojnas hat übrigens eine vage Ahnung davon, dass der umgekehrte, idealisierende Rassismus, durch Frustration ins Gegenteil umschlagen kann – und das habe ich allerdings in der Tat schon oft – wenn man so will als „Reifungsprozess“ – erlebt.

  47. Gravatar Icon 47 Adorno 06. Februar 2008 um 1:24 Uhr

    ?? Also ich find nicht, dass der Typ schief singt, ist doch korrekt die Töne getroffen!

    Witzig dieser „enslaved“ der sagt

    Nicht nur das der Lispelgesang von Wonja schon unerträglich ist, jetzt zeigen sie endlich mal ihr wahres Gesicht

    und vorher noch einen Artikel von Classless Kulla zitiert – der nämlich auch „lispelt“ – naja… Arschlöcher, diese ADs.

  48. Gravatar Icon 48 lysis 06. Februar 2008 um 10:27 Uhr

    Ganz abgesehen von den wirklich verrückten Ansichten zu 9/11. Da mögen Unstimmigkeiten sein, indem die US-Regierung Versagen beim “Heimatschutz” vertuscht, aber die USA direkt verantwortlich zu machen…

    Ja, klar ist das Blödsinn, aber die Empörung darüber ist an Heuchelei nicht mehr zu übertreffen. Z.B. beschimpft mit Ivo B. jemand den Wojna als „Verschwörungs-Freak“, der selber — zusammen mit seinen Kollegen auf der „Achse des Guten“ — krude Verschwörungstheorien über den Klimawandel verbreitet. Nicht, dass ich ihnen das Recht dazu absprechen möchte! Aber wenn sie das Recht dazu haben, dann natürlich auch Leute, die 9/11 für einen Coup der US-Regierung halten.

    Dann stört sich natürlich auch niemand von den „Antideutschen“ daran, dass mitten in ihren Reihen ein sog. Aids-Dissident sein Unwesen treibt, der den HI-Virus für ein von der Pharmaindustrie in die Welt gesetztes „Fabelwesen“ hält und in diesem verschwörungstheoretischen Glauben sogar so weit geht, lokale Gastwirte anzuschreiben, um sie von ihrer alljährlichen Spendenaktion zugunsten der Trierer Aids-Hilfe abzubringen.

    Juckt das einen „Antideutschen“? Nein, natürlich nicht! Denn welche Verschwörungstheorie man für unerträglich hält und welche einem bloß am Arsch vorbeigeht, hängt stark vom jeweiligen politischen Koordinatensystem ab. Mir z.B. sind 9/11-Verschwörungstheorien schnurzpiepegal. Und ich wüsste nicht einen Grund, warum ich mich darüber aufregen soll. Warum auch? Im Gegensatz zur Leugnung von HIV und Klimawandel ist das eine harmlose Spinnerei.

  49. Gravatar Icon 49 tony p. 06. Februar 2008 um 11:54 Uhr

    wer sind eigentlich _die_ antideutschen?
    wie kann man denen beitreten?

  50. Gravatar Icon 50 lysis 06. Februar 2008 um 12:04 Uhr

    o gott, jetzt kommt wieder diese differenzierungsmasche!

  51. Gravatar Icon 51 tony p. 06. Februar 2008 um 12:35 Uhr

    nein, aber ich verstehe nicht ganz wie man einerseits partiell sehr richtige und äh differenzierte kritik an (post-)antideutschen positionen und der blogclownerie üben kann, und sich andererseits positiv auf solche debiloweltbilder wie die eine wojnas beziehen kann, nur weil auf künstlerische art und weise eine abneigung artikuliert, die man irgendwie selber teilt.die homogenisierung ist dumm, wonja ist dumm, antideutsche blogkiddies sind dumm.

  52. Gravatar Icon 52 only aa but xxx 06. Februar 2008 um 13:43 Uhr

    lysis, wieso treibt denn dieser klaus blees, von dem ich bisher gar nie etwas gehört/gelesen hatte (was aber bei dem artwork der seite eine echte lücke war), deiner meinung nach in den reihen der antideutschen sein unwesen?

    ich kann zwar erkennen, dass es neben dem vortrag von feuerherdt auch noch eine petition zugungsten von kelek, ali und ates gibt, aber dann hört es auch schon auf mit den gemeinsamkeiten. alleine die betrachtung der „linken reste“ ist mal sowas von gar nicht antideutsch, egal in welcher differenzierung. und wer ein malerisches „heimseite“ an den kopf seiner homepage stellt, der macht sich zwar auch des rassismus, aber eben nicht des angeblich antideutschen, verdächtig, oder verstehe ich da codes nicht?

    den antideutschen lässt sich zwar viel unsinn nachweisen, aber muss man ihnen denn gleich jeden müll, der im internet geschmiert wird, unterschieben? da wird doch genug selber produziert.

    aber an kritik, siehe dieses posting, scheint dir ja nicht gelegen und die bündnispartner werden auch immer bliebiger. so wundert auch das jetzt kaum, schadet aber wie manches andere deinem anliegen, da es die immantente kritik doch arg verlässt.

  53. Gravatar Icon 53 lysis 06. Februar 2008 um 14:10 Uhr

    blees ist sicher kein ad-promi, aber er entfaltet einige aktivitäten im antideutschen umfeld, z.B. als autor der KONKRET. seine „heimatseite“ wird hauptsächlich von zwei sorten menschen verlinkt: antideutschen und „aids-dissidenten“. nicht dass ich das irgendwie skandalisieren möchte, aber wie heißt es so schön in der bibel? „Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.“ (Mat 7,3)

  54. Gravatar Icon 54 der Klassensprecher von 1984 06. Februar 2008 um 15:02 Uhr

    Diese „Theorie“ der Rassismusgenese hat doch den gleichen analytischen Wert wie der Spruch „A conservative is a liberal who has been mugged.“, mit dem US-amerikanische Rechte ihren „politisch-inkorrekten“ Rassismus rechtfertigen und die Linke als realitätsfern blossstellen wollen. Also keinen.

    Bloss dass der Depp diese „Erklärung“ auch noch gelten lassen will und nun seinerseits als Vorwurf verwendet.

  55. Gravatar Icon 55 lysis 06. Februar 2008 um 15:36 Uhr

    Entschuldige, aber vielleicht solltest du den Ausspruch von Irving Kristol mal korrekt zitieren: „A neoconservative is a liberal who has been mugged by reality.“ So wie du den Satz zitiert hast, gibt er nämlich überhaupt keinen Sinn!

    Die Neokonservativen waren früher fast alle Linke, Kristol selber z.B. ein Trotzkist. Insofern ist es gar nicht uninteressant, danach zu fragen, was aus ihnen fanatische Imperialisten gemacht hat, die in Sachen Kriegstreiberei jeden „echten Konservativen“ bei weitem toppen.

  56. Gravatar Icon 56 only aa but xxx 06. Februar 2008 um 15:36 Uhr

    naja, aber in der konkret schreibt doch wirklich jeder depp. und besonders antideutsch sind die ja (leider) auch nicht, nur weil da auch welche schreiben.

    und mit den verlinkungen bin ich nicht so auf dem laufenden, aber wenn man google bemüht, sind das jetzt auch nicht sooo viele leute und noch weniger antideutsche, die den verlinken.

    isch bin (mal wieder) nich überzeugt.

    von balken und splittern: dann wäre dieser berliner-republik-rapper aber auch mal was zum rausziehen, meinste nicht?

  57. Gravatar Icon 57 der Klassensprecher von 1984 06. Februar 2008 um 16:03 Uhr

    Na, das Kristol-Zitat ist mir schon bekannt, allerdings gibt es den Spruch wie von mir wiedergegeben natürlich schon und ergibt den „Sinn“ in dem er verwendet wird: Ein „liberal“ bleibt bloss solange in seinem Wolkenkuckucksheim, bis er von von einem Negerislamokommunisten per Strassenraub auf den Boden der Bellcurve-“Realität“ geholt wird.

  58. Gravatar Icon 58 Adorno 06. Februar 2008 um 19:04 Uhr

    Die größte Verschwörungstheorie bringt der Guru der Antideutschen noch selber: Justus Wertmüller. In dem hier verlinkten Interview behauptet er, dass die „hässliche“ „Wursthaar“ Linke erheblichen Einfluss auf die Geschicke der BRD hätte:

    http://nokrauts.antifa.net/…g8Demobilisierung-Interview.mp3

  59. Gravatar Icon 59 bigmouth 06. Februar 2008 um 22:17 Uhr

    die neocons sind bellcurve-fans? das stimmt so pauschal definitiv nicht!

  60. Gravatar Icon 60 bigmouth 06. Februar 2008 um 23:07 Uhr

    ok, zumindest wird Charles Murray, einer der autoren, vom American Enterprise Institute beschäftigt. doch enge verbindung

  61. Gravatar Icon 61 Atta Troll 06. Februar 2008 um 23:30 Uhr

    Die Neokonservativen waren früher fast alle Linke …

    Echt? Cheney? George W.? Der eine Anarcho-Syndikalist und der andere – auf stramme parties soll er ja mal gestanden haben – Maoist?

    Manche Leute sind ja auch immer das, was angesagt ist. Eine provokante Note ist cool, wenn man als Trendsetter – auf das Gespür kommt es an! – vor dem Zeitgeist segeln kann.

    Abgesehen davon war auch Horst Mahler mal links, und selbst die SPD war es mal. Man sollte endlich die Einführung eines geprüften Gütesiegels fordern.

  62. Gravatar Icon 62 bigmouth 07. Februar 2008 um 12:56 Uhr

    GWB ist kein genuiner neocon, der hatte nur viele im kabinett, und hat seine aussenpolitik an ihnen ausgerichtet

    es gibt tatsächlich eine antisowjetische trotzkistische us-tradition, die mit zu den neocon-wurzeln gehört – „socialists for nixon“ halt

  63. Gravatar Icon 63 ghost 07. Februar 2008 um 15:49 Uhr

    Hm. Schwaches Lied, soweit es die Analyse betrifft und die Verallgemeinerung. Aber „sach et doch offen raus daß du Türken haßt“ hab ich mir bei manchem Antideutschen (? Das weiß man ja nie so genau. Haben die sich ja nicht auf die Finger tätowiert) auch schon gedacht.

    Sympathien für die NPD ist aber am Ziel vorbei und auch der nicht ins Stadtbild passende Libanese trifft das spezielle Problem und die in bestimmten Kreisen oft anzutreffende Moslemhasserei nicht. Darüber schreibt einer hier:Bitteschön.

    Ich selbst habe viele Sympathien für einige antideutsche Positionen, aber dieser unverhüllte Hass befremdet mich auch zuweilen, vor allem weil einige dafür auf ein Diskussionlevel herabsteigen, das sie sonst nie betreten würden bei anderen Themen, wie zum Beispiel Antisemitismus.

    Insofern mußte ich auch einige Male nicken beim Hören dieses Lieds. Man müßte ihm aber einen guten texter an die Seite schicken. „denn du kommst mit deinem Leben nicht klar“? Nein. Und auch wojna weiß doch auch jeden Morgen wer sein Feind ist, wenn er aufsteht. Jemand der gegen die „Scheiße in den Gehirnen“ ansingt, sollte nicht die Argumentationsweise der Kritisierten einfach reproduzieren. Und wie gesagt, der Glatzenvers ist zwar lustig, aber trifft wie die NPD Referenz, einfach nicht den Kern des Problems.

    Ein guter Ansatz, schlecht umgesetzt.

  64. Gravatar Icon 64 cannon fodder 07. Februar 2008 um 18:23 Uhr

    @ ghost

    Kennt lysis schon. ;)

  65. Gravatar Icon 65 Atta Troll 07. Februar 2008 um 23:11 Uhr

    GWB ist kein genuiner neocon, der hatte nur viele im kabinett, und hat seine aussenpolitik an ihnen ausgerichtet

    es gibt tatsächlich eine antisowjetische trotzkistische us-tradition, die mit zu den neocon-wurzeln gehört – “socialists for nixon” halt

    Ich will gar nicht sagen, dass das nicht in bestimmten Sinn zutrifft.

    Mein sachter Spott richtet sich gegen die Überbewertung gewendeter akadamischer Ideologieproduzenten. Nach meiner Einschätzung bilden diese Leute eine sehr kleine Subspezies, denen die Gunst des Zeitgeists viel Beachtung in Leitartikeln, Feuilletons sowie politologischen Publikationen eingetragen haben mag. Die eher zufällige Verwendung ihrer Produkte in der handfesten Politik aber war doch kaum die Sache von ausgewiesenen Renegaten, sondern von Leuten die nie im Verdacht standen, linke Positionen zu vertreten. Die genaue ornithologische Bestimmung des „Neocon americanensis genuinus“ (afrikanischer amerikanischer oder europäischer Neocon?) nach Habitat, Balzgesang, Gefieder und Schnabelform erscheint mir da recht zweitrangig.

  66. Gravatar Icon 66 MdominiqueX 08. April 2009 um 22:26 Uhr

    Das Thema ist jetzt über ein Jahr her, aber ich möchte trotzdem mein Senf mal dazugeben:
    Man darf nicht immer alles so ernst nehmen, was Die bandbreite an texten veröffentlicht. Sei es vom Song „Anti-Deutscher“, „Dat is Duisburg“ oder „Kein Sex mit Nazis“….
    Wojna versucht alles mit einer gewissen Ironie zu schreiben, natürlich gelingt es dem einen besser und dem anderen etwas schlechter. Ich wohne in der selben Stadt wie Wojna und habe ihn bei Auftritten schon öfters mal angesprochen..Eins sag ich euch: Der Typ ist weder ein Verschwörungstheoretiker, noch homphob, noch ein faschist, noch sonst was in dieser Richtung…
    Er versucht nur was gutes zu machen, und das macht er auf seine eigene Art, die provoziert zwar (bewusst), aber man muss sich erst einmal genau damit auseinandersetzen, bevor man ihn in die falsche Ecke stellt…

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