Michael Mann, The Dark Side of Democracy

Geduldiges Warten, bis das hier als Taschenbuch erscheint. Oder vielleicht doch im englischen Original besorgen? Hier jedenfalls schon mal eine Rezension auf HSozKult – sowie, noch bündiger, der deutsche Klappentext:

Mörderische ethnische Säuberungen sind, so die zentrale These Michael Manns in diesem Buch, die dunkle Seite der Demokratie. Ethnische Säuberungen haben sich nicht nur gemeinsam mit dem Prozess der Demokratisierung ausgebreitet, vielmehr haftet dem demokratischen Nationalstaat selbst ein organizistischer Nationalismus an, der danach strebt, demos und ethnos, Staatsvolk und Abstammungsgemeinschaft, deckungsgleich zu machen – wenn nötig mit Gewalt.


3 Antworten auf „Michael Mann, The Dark Side of Democracy“


  1. Gravatar Icon 1 sm 07. Februar 2008 um 14:44 Uhr

    kenn ich. isch goil.

  2. Gravatar Icon 2 willyam 07. Februar 2008 um 22:11 Uhr

    Klingt in der Tat spannend – auch wenn die These im Kern keine Neue ist; vertraut mit ihr hat mich Derrida gemacht: Welche Gleichheit setzen wir eigentlich durch, setzen wir unserer Gemeinschaft zugrunde? Die des Bluts, der Verwandtschaft, des Bruders? Der „Kultur“? Aus wem eigentlich konstituiert sich das ominöse Volk, das demos, von dem die eigentliche Macht (kratos oder so …) ausgehen soll? Und wie umfassend ist diese „Rekrutierung“?

    Anders formliert: Je vager dieser Begriffe, diese „Symbole“ bleiben, desto identifikationsstiftender wirken sie ja auf eben jene Gemeinschaft, betonten schon Laclau und Mouffe. Wie viele unterschiedliche Vorstellungen vom Deutsch-Sein gibt es wohl, und doch fühlen sich viele so – vor allem, wenn dieses im Angesicht drohender „Verfremdung“ von Seiten eines grundsätzlich „Anderen“ unter Druck gerät?

    Daher: Bei allem Respekt scheint mir Manns Analyse – vertraut man der verlinkten Rezension – gerade dort halt zu machen, wo ein politischer Aktionswille ansetzen müsste: Bei einer Ontologie kultureller Vorstellungen, deren Aufdeckung – wenn überhaupt – vielleicht nur dann gelingen kann, wenn Soziologie nicht mehr auf makrosoziologischen, kausalanalytischen Erklärung[en] aufbaut, sondern sich von der Philosophie helfen lässt. Aber abwarten, was die Lektüre ergibt …

  1. 1 paxx:blog » Blog Archive » “Die dunkle Seite der Demokratie” Pingback am 05. Februar 2008 um 13:34 Uhr

Antwort hinterlassen

:) :( :d :"> :(( \:d/ :x 8-| /:) :o :-? :-" :-w ;) [-( :)>- more »

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>