Sie nennen es Befreiung …

Scheckkartenpunk, dieser „anti“deutsche Bahamas-Freak, der sich allen Ernstes darüber mokiert, dass Linke seine Soliparties für den Einsatz von F16-Bombern gegen die iranische Bevölkerung sabotieren, halluziniert über mich:

Die einseitige geschichtsrevisionistische Darstellung der Mauer als Schutzwall gegen ein feindliches Außen verklärt diese zu einer netten Notwendigkeit, die in der Gänze ihrer Funktion bei einem Systemwechsel jederzeit wieder zu installieren wäre.

Das Zitat, in dem ich die Mauer als „Schutzwall gegen ein feindliches Außen“ halluziniert hätte, bleibt er seinen Lesern freilich schuldig. Dass die Mauer nicht aus diesem Grund, sondern weil sie Deutschland seiner Einheit und Souveränität beraubte, eine legitime Strafe für deutsche Verbrechen darstellte, begreift der Scheckkartendepp ebensowenig, wie er sich weigert, die historische Tatsache zur Kenntnis zu nehmen, dass der Mauerfall am 9. November 1989 in einem Zustand nationaler Dauerbesoffenheit mündete und – nebst der damit verbundenen Abschaffung der DDR – die größte Pogromwelle dieses Landes seit dem 9. November 1938 lostrat.

Dass eine Revolution ohne Zerschlagung Deutschlands „nicht meine Revolution“ ist, wird dem „anti“deutschen Scheckkartenbomber vielleicht nicht einleuchten. Aber vielleicht lässt er künftig wenigstens seine psychotischen Unterstellungen sein, nachdem er schon in der Žižek-Diskussion so erbärmlich versagt hat…


5 Antworten auf „Sie nennen es Befreiung …“


  1. Gravatar Icon 1 bigmouth 20. Februar 2008 um 21:56 Uhr

    aber das ist doch unfug. die ddr-elite hat sich doch nich als bestrafung der deutschen gesehen, sondern als das bessere deutschland, für das die mauer eine notwendigkeit darstellte. die haben sich positiv auf deutschland bezogen. bezeichnenderweise hat die ddr gegen ende sogar preußen-jubiläen gefeiert. die ddr-gastarbeiter wurden kaserniert. insgesamt kein zufall oder nur beharrlichkeit des deutschen wesens, dass nazis im osten so gut ankamen. die wurden halt linksnationalistisch erzogen

  2. Gravatar Icon 2 Kosher 20. Februar 2008 um 22:07 Uhr

    Steht da doch nirgendwo.
    Was die DDR-Elite wollte ist doch gar nicht das Thema. Und insofern stimmt der Satz zumindest aus der Sicht der UdSSR, wenn sie dieses Ziel auch mittels eines geeinigten, aber blockfreien und in seiner Souveränität stark beeinträchtigen Deutschlands erreichen wollte und die DDR dann nur die Notlösung war. fakt ist doch aber, dass die UdSSR die Gefahr „Deutschland“ bannen wollte, mittels Enteignung, Zerschlagung der Kartelle, wie sie freiwillig oder durch Hitlers Zwangskartellgesetz zur Schaffung einer kriegsfähigen Wirtschaft geschaffen wurde…

  3. Gravatar Icon 3 cannon fodder 20. Februar 2008 um 22:48 Uhr

    Nein, das stimmt einfach nicht bigmouth. Ich bin in der DDR auf dem flachen Lande aufgewachsen und ich versichere dir: Der ostdeutsche Plebs musste von niemandem erzogen werden – Menschenfeindlichkeit, Rassismus, Sehnsucht nach Deutschland das war alles schon da. Und wer glaubt das die DDR-Propaganda bei der Mehrheit Wirkung hinterließ, der hat die DDR nicht verstanden (Wieso war denn die Stasi so groß und die Gestapo so klein?).

    Außerdem ist das mit dem „Linksnationalismus“ doch billig. Die DDR war ambivalent das ist richtig. Aber es gab auch viel humanistisches, internationalistisches, progressives – nur kann man sturzkonservative Leute, die sich den nationalen Stiefel anziehen wollen, damit nicht so einfach beeinflussen.

  4. Gravatar Icon 4 bigmouth 18. März 2008 um 12:22 Uhr
  1. 1 Ich fordere auch eine Strafrechtsverschärfung! « shifting reality Pingback am 23. Februar 2008 um 10:34 Uhr
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