Archiv für März 2008

Reaktionäre Jungle World

Reg mich heute schon den ganzen Morgen über diesen Artikel auf. Wenn ich könnte, würde ich den Autor die Redaktion dafür 5 Jahre nach Sibirien schicken!

Selbstverständlichst national

Bekenntnis zu Staat und „deutschen Werten“ — für die Jungle World längst eine Selbstverständlichkeit.

Denunziantenstadl

Tja, böse Menschen haben keine Lieder.

Honeckers wehrhafte Demokratie — eine Bilanz

Nachdem ich einem Freund ein paar alte Ausgaben der Bahamas aus den späten 90ern verliehen hatte, kam ich auf den Gedanken, mal selbst wieder in den ein oder anderen Artikel zu schauen und ein kleines Cut-up von Texten aus einer Zeit zu erstellen, als diese Leute noch nicht ganz zur Vorhut eines neuen Rassismus vom Schlage Herres und Ulfkottes verkommen waren. — Der folgende Text von Justus Wertmüller aus der Nr. 25 (1998) ist eine — darf man’s sagen? — leninistische Intervention gegen die Renaissance des demokratischen Sozialismus in der Programmatik der „Radikalen Linken“ (RL), die 1989 mit der Parole „Nie wieder Deutschland“ zum Kristallisationspunkt für die Entstehung der ersten Generation Antideutscher geworden war, mit den heutigen Kindersoldaten der NATO bis auf den Namen allerdings nicht viel gemein hat: (mehr…)

Die Erben Eichmanns

riotpropaganda über den „Führer der neuen Reichsbahn“ Hartmut Mehdorn, dem es im Nachhinein leid tut, dass sein Unternehmen am 25. März 1944 11.000 Kinder kostenlos in den Tod beförderte. Doch das deutsche Gewissen ruht nicht, weshalb der Mann 65 Jahre später Nachlösegebühren in Höhe von mehreren zehntausend Euro vom „Zug der Erinnerung“ fordert. Da ist die Empörung über die Empörung natürlich groß!

The (Anti-)German sickness — a view from the outside

CrimethInc, an anarchist zine from the U.S., on the formerly „anti-German“ islamophobic left:

It would be nice to stop at the conclusion that the Anti-Germans have simply been provoked by their enemies into thoughtlessly adopting contradictory positions, but the fact that they have crossed into nationalism and borderline racism suggests something more insidious: that in setting out to resist fascism, they have been infected by it, perhaps as a result of the same German predispositions they aim to oppose. In studying their example, we can recognize the importance of developing a nuanced critique of power relations, but we are also reminded of Nietzsche’s dictum that those who do battle with monsters must take care lest they become monsters themselves. (via)

Edit: For further discussion see negative potential…!