The (Anti-)German sickness — a view from the outside

CrimethInc, an anarchist zine from the U.S., on the formerly „anti-German“ islamophobic left:

It would be nice to stop at the conclusion that the Anti-Germans have simply been provoked by their enemies into thoughtlessly adopting contradictory positions, but the fact that they have crossed into nationalism and borderline racism suggests something more insidious: that in setting out to resist fascism, they have been infected by it, perhaps as a result of the same German predispositions they aim to oppose. In studying their example, we can recognize the importance of developing a nuanced critique of power relations, but we are also reminded of Nietzsche’s dictum that those who do battle with monsters must take care lest they become monsters themselves. (via)

Edit: For further discussion see negative potential…!


33 Antworten auf „The (Anti-)German sickness — a view from the outside“


  1. Gravatar Icon 1 besserscheitern 10. März 2008 um 17:53 Uhr

    Ausgerechnet derjenige der so gerne mit Foucoult die Konstruktionen des Anderen kritisiert schreibt hier von politischem Standpunkt als Krankheit. <:-p

    Vielleicht liegt es ja am Thema. :-? Lysis, der Mann der schneller hasst als sein Schatten?

  2. Gravatar Icon 2 lysis 10. März 2008 um 17:57 Uhr

    Nun ja, wer halbwegs gebildet wäre, wüsste, dass „die deutsche Krankheit“ ein geflügelter Ausdruck von Thomas Mann ist. Aber es ist halt nicht jedem gegeben.

  3. Gravatar Icon 3 Wendy 10. März 2008 um 18:12 Uhr

    Krass, ich finde das sehr interessant, aber ich habe das Gefühl, dass ich da bei vielen Sachen noch nicht durchblicke.

    Naja, vielleicht kommst du ja mal in den Chat, dann können wir das und vieles anderes diskutieren. Bin jetzt auch drin und die nächsten 20 Minuten noch. :x

  4. Gravatar Icon 4 Difficult is Easy 10. März 2008 um 18:15 Uhr

    und wer „ganz gebildet“ is, interessiert sich nich für geflügelte ausdrücke.

  5. Gravatar Icon 5 miss taken identity 10. März 2008 um 19:04 Uhr

    blöd nur das bei „infiziert“ einfach durchgestrichen wird das diese „infizierten“ ihren kram nicht vertreten weil sie nen schnupfen haben oder sowas. da kommt die denke, die antideutsche drauf haben gar nicht vor. aber „das ist schmutzig, das mag ich nicht anrühren“ is eh sone typische anarcha/o- nicht-kritik.

  6. Gravatar Icon 6 Hulk Horkheimer 10. März 2008 um 20:29 Uhr

    Crimethinc =))

  7. Gravatar Icon 7 fitzcarraldo 10. März 2008 um 20:56 Uhr

    hier, die haste bisher vergessen zu verlinken:
    http://projekte.free.de/schwarze-katze/doku/ad.html

  8. Gravatar Icon 8 lysis 10. März 2008 um 23:17 Uhr

    miss taken identity: es gibt keine nicht-metaphorische sprache. auch so eine erkenntnis von nietzsche.

  9. Gravatar Icon 9 shizo 11. März 2008 um 2:04 Uhr

    haha, wie die drauf abgehn :d

  10. Gravatar Icon 10 XYZ 11. März 2008 um 11:08 Uhr

    Es gibt keine nichtmetaphorische Sprache? Wieso das denn?

  11. Gravatar Icon 11 negative potential 11. März 2008 um 14:06 Uhr

    CrimethInc is a crappy group, one of the prime examples for the stupidity, moralism, and anti-intellectualism of North American anarchists.

    If the half-wits from CrimethInc have a beef with ADs, that’s almost like an argument for signing up for a year’s subscription to Bahamas.

    Almost.

  12. Gravatar Icon 12 Besserscheitern 11. März 2008 um 14:40 Uhr

    „haha, wie die drauf abgehn :d

    Jaja, so sind wir alle einer wie der andere pawlosche Hunde, nicht wahr Lysis?

  13. Gravatar Icon 13 Difficult is Easy 11. März 2008 um 15:14 Uhr

    @shizo:
    das is ein grottenschlechter text. aber dir sagt das wohl nix:(

  14. Gravatar Icon 14 shizo 11. März 2008 um 15:50 Uhr

    das is ein grottenschlechter text. aber dir sagt das wohl nix:(

    Hä? Was soll mir nix sagen? Dass du findest, dass das ein grottenschlechter text ist? nee, sagt mir nix, aber:

    is doch immer alles grottenschlecht, was kritik an antideutschen betrifft. es sei denn die kritik besteht aus c46-gepiepse, kokain, pilotensonnenbrillen und schrillen farben. vielleicht treffen wir uns ja mal alle, dröhnen uns zu und schauen völlig fertig das feuer auf super RTL an…

  15. Gravatar Icon 15 difficultiseasy 11. März 2008 um 17:43 Uhr

    @shizo:
    der text is halt anarcho-schrott. das meinen zB auch misstakenidentity und negative potential, zwei gaaaaanz schlimm indoktrinierte antideutsche!!!!

  16. Gravatar Icon 16 unkultur 11. März 2008 um 18:29 Uhr

    Geht wieder der große Zitier-Battle los? Ich hätte da ein anderes, lustiges Zitat aus dem Text. Das hier fasst doch ganz gut das argumentfreie Bauchgerede des Textes zusammen: „I wasn’t able to follow his argument this far, though, as I was still getting over my shock at his dismissal of others’ racist oppression and slaughter.“

  17. Gravatar Icon 17 difficultiseasy 11. März 2008 um 19:41 Uhr

    meine favoriten sind:
    „In studying their example, we can recognize the importance of developing a nuanced critique of power relations, but we are also reminded of Nietzsche’s dictum that those who do battle with monsters must take care lest they become monsters themselves.“

    und als einführung in anarchistische praxis:
    „We can intercede in the manner demonstrated by Rachel Corrie, the US activist killed by a bulldozer of the Israeli Defense Force while fighting to protect Palestinian homes: not so that one side may triumph, but to help human beings survive an inhuman conflict.“

    @lysis:
    der verfasser des textes hat bestimmt keinen blassen schimmer davon, dass die (anti)deutsche krankheit nur ein geflügeltes wort ist:
    „that in setting out to resist fascism, they have been infected by it, …“

  18. Gravatar Icon 18 difficultiseasy 11. März 2008 um 23:51 Uhr

    beim ersten zitat is mir ein fehler unterlaufen. da gibts nix dran zu rütteln. is ja ne erkenntnis von nietzsche.

  19. Gravatar Icon 19 komakino 12. März 2008 um 1:22 Uhr

    die beständige selbst-beweihräucherung des autors ist an sich schon bemerkenswert, besonders großartig aber folgende stelle:

    “But you really can’t argue that everything that spreads is a good thing. You know, a plague also spreads. A plague spreads because it works! And anyway, I am not against all technology—just technologies that promote hierarchy or water down our experience of life. Besides, if everyone lived the way people in Germany and the US live, the planet would be wrecked in one generation.”

    “A plague spreads because it works,” he repeated, nodding in slit-eyed appreciation of my clever rejoinder.

  20. Gravatar Icon 20 lysis 12. März 2008 um 6:10 Uhr

    Also read the reply by negative potential!

  21. Gravatar Icon 21 human 13. März 2008 um 11:00 Uhr

    @fitzcarraldo:
    die seite ist ja mal richtig uralt marxistisch und dazu auch noch so schön hetzerisch geschrieben…:

    Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den „Völkern“, sondern zwischen oben und unten!

    Die bösen HeuschreckenManager, die bösen Politiker und überhaupt die bösen Kapitalisten!

  22. Gravatar Icon 22 Difficult is Easy 13. März 2008 um 11:24 Uhr

    @human:
    klare sache, wenn ich zur bank will um einen kredit zu erbetteln oder zur arbeitsagentur um mir zwangsarbeit zuweisen zu lassen muss ich keine grenzen überschreiten, wenn ich nach kuba will schon.
    mensch, bist du aber schlau.

  23. Gravatar Icon 23 sebastian 13. März 2008 um 12:29 Uhr

    „Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den “Völkern”, sondern zwischen oben und unten!“
    ja und? stimmt doch. über die ausrucksweise kann man sich streiten. aber inhaltlich?

  24. Gravatar Icon 24 human 13. März 2008 um 13:41 Uhr

    @diffi
    raffsch.net

    @sebastian
    Wenn du inhaltlich die Grenzen zwischen oben und unten anerkennst, wo beginnt dann deine Kritik?
    polemisch heruntergebrochen:
    Am System oder bei denen da oben? Wenn bei denen da oben, würde ja bedeuten du bist unten oder (entschuldigung will niemanden Selbstkritik absprechen)? Was ist wenn du oben bist? Achja da kommt man ja nie hin, denn
    (wieder Zitat Website)
    Es gibt unterschiedliche Interessen.
    Und die Interessen von denen unten sind ja grundlegend verschieden von denen oben.

    Die deutsche Arbeitslose befindet sich angeblich im selben Boot mit dem deutschen Grosskapitalisten. Das stimmt aber nicht.
    Stimmt doch, denn das Boot auf dem (fast) jeder versucht zu sitzen um nicht unterzugehen nennt sich Kapitalismus.
    Wer nicht will schwimmt wenigstens mit, um nicht zu verrecken.

    The system works, cause we work…
    Ein System jenseits von Wert? Kapital total?

  25. Gravatar Icon 25 sebastian 13. März 2008 um 17:36 Uhr

    @human:
    ja und? deshalb gibt es doch noch unterschiedlich klassen mit widersteitenden interessen. natürlich gibt es dir. für die oben bietet sich die reproduktion elitärer strukturen an, für die unten die umwälzung dieser strukturen. DAS nennt sich kapitalismus, bzw. die kulturelle reproduktion desselben.

    der zitierte satz impliziert ja nicht, dass die kritik bei 2denen da oben“ anzusetzen ist, wie du ihn interpretierst.

    vielleicht befinden sich unten und oben ja tatsächlich im selben boot. aber nicht auf denselben Decks

  26. Gravatar Icon 26 sebastian 13. März 2008 um 18:13 Uhr

    im übrigens werden die klassenlagen und die probleme, die die zugehörigkeit zu denselben mit sich bringt ja nicht dadurch besser, dass du nominalistisch alles unter die Kategorie „Kapitalismus“ subsumierst.

  27. Gravatar Icon 27 sebastian 13. März 2008 um 18:17 Uhr

    ach ja und drittens: Meine kritik würde ich nsetzen bei einer neoliberalen ideologie die klassendifferenzen (und so manch andere schweinerei) ddurch deren verdinglichung und naturalisierung festzementieren möchte. Die funktioniert ja auch ganz prächtig. die arbeiterpartei unserer zeit ist die cdu.

  28. Gravatar Icon 28 human 14. März 2008 um 11:20 Uhr

    danke für deine Ausführungen, mit der Interpretation der Site und des Satzes hast du vollkommen recht, ich unterstell(t)e der Site durch Ihren Jargon und die hetzerische Schreibweise eine Denkweise die mich stark an traditionsmarxistische klassenkampfrhetorik erinnert und mich regelmäßig in der auseinandersetzung mit „linken“ zum kotzen bringt, weil es nicht um das Begreifen des Fetisch und des Doppelcharakters der Ware (bzw der ware an sich als problem) geht (und damit um die Überwindung der Verhältnisse im Gesamten) sondern um ein wettern gegen die Arbeitgeber, ohne die Reflektion der eigenen position im system.
    Dies brauch ich dir allerdings sicher nicht weiter auszuführen.

    Heute gilt:
    Danke Marx!

  29. Gravatar Icon 29 Mohr 14. März 2008 um 12:37 Uhr

    Da solch eine bescheuerte Gegenüberstellung wie die von human: „Traditionsmarxistische Klassenkampfrhetorik“ vs. „Begreifen des Fetisch und des Doppelcharakters der Ware“ heute ja leider weit verbreitet ist, sollte eine simple Tatsache vielleicht doch mal wieder in Erinnerung gebracht werden. Für den Verfasser der o.a. Analyse, dem an seinem heutigen 125. Todestag in der Tat für sein Werk zu danken ist, war dieser angebliche Widerspruch nämlich überhaupt keiner, im Gegenteil. Der hat schließlich nicht nur größere Teile seiner Lebenszeit in Bibliotheken verbracht, sondern ebenso konsequent versucht seine Kapitalismuskritik praktisch werden zu lassen, z.B. in der 1. Internationale (IAA). Und da ist es ohne Klassenkampfrhetorik nicht abgegangen. Wie auch, der Mann war schließlich Kommunist!

    P.S. Etwas peinlich ist es, einen Checker wie human darauf hinweisen zu müssen, dass es sich bei dem in seinem Blog verlinkten Text leider nicht um das Marxsche Hauptwerk „Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie (MEW 23-25)“, sondern um eine der Vorarbeiten „Zur Kritik der Politischen Ökonomie (MEW 13)“ handelt. So viel Tradition muss sein.

  30. Gravatar Icon 30 lysis 14. März 2008 um 14:45 Uhr

    Also, dass gerade „Anti“deutsche sich über die „hetzerische“ Schreibweise anderer empören, ist an Komik kaum mehr zu übertreffen! Glaubst du, ihr habt ein Monopol darauf?

  31. Gravatar Icon 31 sebastian 15. März 2008 um 13:27 Uhr

    Ach so ein bisschen hetze und „verkürzte“ kapitalismuskritik geht schon in Ordnung. Irgendwo muss man ja ansetzen.

  32. Gravatar Icon 32 human 17. März 2008 um 9:59 Uhr

    @Mohr
    Danke für den Hinweis, zu dem Fehler der Verlinkung.
    Meine Gegenüberstellung mag bescheuert sein, doch Menschen die bei bloßer Rhetorik stehen bleiben, werden sicher nicht für Communismus denken und handeln. Auch wenn von (Klassen-)Kampf gebrabbelt wird, sollte der Praxis eine Analyse der Verhältnisse, eine Theorie vorausgehen. Ich meine nicht das sich beides ausschließt, sie bedingen und durchdringen sich, doch ohne Theorie keine Praxis.
    Wobei Praxis nicht bedeutet der Herrschenden Klasse die Köpf abzuschlagen:
    Die Waffe der Kritik kann allerdings die Kritik der Waffen nicht ersetzen, die materielle Gewalt muß gestürzt werden durch materielle Gewalt, allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift.

    @lysis
    Dein Schubladendenken und deine, freundlich formuliert, Abneigung gegenüber allem was nach „Antideutschen“ riecht, scheint mir deinen Blick auf die Auseinandersetzung mit den geäußerten Inhalten zu versperren…
    Woran misst du eigentlich das „Anti-deutsch“ sein, beispielsweise bei mir? Schublade auf, Schublade zu?

  33. Gravatar Icon 33 cannon fodder 17. März 2008 um 12:00 Uhr

    @human

    Sich als Kommunist(!) über das Verweisen auf Klassengegensätze zu echauffieren, also das scheint mir schon eine typisch antideutsche Macke zu sein. Und wenn es bei der Kritik am „Traditionsmarxismus“ darum geht, Marx umzuinterpretieren, auf dass der Dogmatismus eine neue Grundlage habe, dann ist die ganze Sache wohl eher ein Schildbürgerstreich.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.