Austromarxistischer Neookkultismus

Im Moment hab ich ja keene Zeit zum Bloggen, aber diese Perle Mozartkugel des zeitgenössischen Wiener Avantgarde-Marxismus (siehe auch hier, hier und hier) darf ich meinen cisalpinen Leser_innen einfach nicht vorenthalten. Es deduziert … Herr Magister Gerhard Scheit:

Während der NS-Staat die Ware Arbeitskraft in der Arbeit zur Vernichtung aufgehen ließ, rechnet der Islam schon fix damit, dass die Arbeitskraft, die zur Ware wird, politisch bedeutungslos ist. […] Der Gegensatz der Ware, der Gegensatz von Tauschwert und Gebrauchswert wird am eigenen Leib aufgelöst. Das Individuum muss jederzeit bereit sein, den von ihm dargebotenen Gebrauchswert, die Arbeitskraft, auszulöschen – als Opfer, das für die Nation und umma zu bringen ist im Kampf mit jenem Gegenvolk.

Angesichts der Selbstverständlichkeit, mit der das nichtidentisches zitiert, als würde das alles irgendeinen Sinn ergeben, fällt mir als Kommentar eigentlich nur noch eines ein: „Hurz!


3 Antworten auf „Austromarxistischer Neookkultismus“


  1. Gravatar Icon 1 Atta Troll 18. Mai 2008 um 10:28 Uhr

    Man darf den Einfluss von André Heller auf das Geistesleben (nicht nur) in unserem Nachbarland offenbar nicht unterschätzen.

    Bei nichtidentisches (wo ja die Pointe immer in säuberlicher Identifizierung besteht) wundert mich freilich schon gleich gar nichts mehr.

  2. Gravatar Icon 2 Angelus Novus 18. Mai 2008 um 11:03 Uhr
  3. Gravatar Icon 3 andreas 22. Mai 2008 um 15:19 Uhr

    zu dem buch, aus dem das ist, könnte man auch einiges sagen, aber ist wohl besser, es (wenigstens hier) zu ignorieren.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.