Solidarität mit Serkan und Spyros (II)

Café Morgenland über den HJ-Onkel Bruno N., der von zwei Migranten, die er nazistisch bepöbelte, eins auf die Fresse bekam:

„Zu dem Angriff sei es gekommen, nachdem L. vom späteren Opfer Bruno N. aufgefordert wurde, seine Zigarette auszumachen. Daraufhin beschimpfte L. den Rentner laut Anklage als „scheiß Deutscher“. Beim anschließenden Halt der U-Bahn seien alle drei gleichzeitig ausgestiegen. A. ließ über seinen Anwalt erklären, der Rentner habe ihn mit den Worten: „Ihr seid das Volk, das hier Stress macht und rausgehört“ beschimpft. Daraufhin sei er spontan hinter dem Mann hinterher gerannt, habe ihn mit dem Ellenbogen umgestoßen und getreten.“ (Aus Serkans Geständnis im Prozess, AFP 23.6.08)

„Und N. habe auch ein Problem mit Ausländern gehabt, erinnert sich Horn, der ehemalige Schüler der Klasse 10 D: ‚In der 10. Klasse kam er im Sommer einmal ins Klassenzimmer, es ging um Hitzefrei. Beim Rausgehen hat er kurz in die Hände geklatscht und gemeint: ‘Das ist aber eine schlechte Akustik hier. Wir müssen ein paar Neger in die Ecke stellen!‘ Sie hätten einen farbigen Mitschüler in der Klasse gehabt, erinnert sich Horn“.

(Lesenswertes über die Regungen des deutschen Volkszorns und das rassistische Racheurteil der Erben Freislers schreibt auch der Blogger Bikepunk.)


5 Antworten auf „Solidarität mit Serkan und Spyros (II)“


  1. Gravatar Icon 1 hartmut 12. Juli 2008 um 23:43 Uhr

    naja.

    so dolle finde ich diese linken Gegenreflexe zu den (natürlich wirklich üblen) BILD-Koch-Bayernwahl-Reflexen nun auch nicht.

  2. Gravatar Icon 2 Lolman 13. Juli 2008 um 0:13 Uhr

    Die „Bickendorf-Gangster“

    „Abgang mit Stinkefinger
    Wolfgang Hansel hat den Hammer ausgepackt. Mit Kevin K., Thomas M. und Rene W. schickte der Richter am Donnerstag drei Bickendorf-Gangster in den Knast. „Ich bin nicht Kölns härtester Richter, sondern konsequent“, erklärte Hansel nach dem Urteil.“
    http://www.express.de/nachrichten/region/koeln/so-werden-die-schlaeger-bestraft_artikel_1215623648759.html

    Warum diese Gangster nicht fast tägliche in den Medien sind kann man sich denken,

  3. Gravatar Icon 3 peter 14. Juli 2008 um 8:17 Uhr

    @lolman: stimmt leider nicht. wenn du in köln wohnen würdest, wüßtest du, dass über die „bickendorf-gangster“ mindestens genauso viel berichtet wurde wie über die münchener schläger. und zwar auf der titelseite.

  4. Gravatar Icon 4 lysis 14. Juli 2008 um 18:58 Uhr

    wow, auf der titelseite der kölner regionalpresse. WOW!

  5. Gravatar Icon 5 Carlos 07. August 2008 um 16:24 Uhr

    Ich finde nicht, dass man die Gewaltakte von Serkan und Spyros
    irgendwie rechtfertigen kann, wenn man auf (angebliche oder
    tatsächliche) fremdenfeidnliche Bemerkungen des Opfers verweist.

    In der Tat lässt sich Gewalt meines Erachtens niemals rechtfertigen, sofern sie nicht aus éiner wirklichen Notsituation
    erfolgt.

    Was den ganzen Vorgang aber so unerträglich macht, ist die offen
    vorgeführte Ungleichbehandlung der Gewaltopfer!!!!

    Ich kann mich nicht erinnern, dass Unionspolitiker nach dem
    brutalen Überfall auf die Schauspieler in Halberstadt durch Nazis
    vor die Mirkophone gerannt sind und gegen die gewalttätigen
    deutschen Nazis gewettert hätten.
    Auch hat das Verfahren gegen diese Schläger nur zu milden Urteilen oder sogar Freisprüchen geführt.

    Und die Hetzjagdt gegen die Inder in Mügeln. Da gab`s dann auch nur halbherzige Kommentare.

    Das ist doch der eigentliche Skandal: Opfer ausländischer Gewalt werden groß herasugestrichen und politische Forderungen an alle Migranten ultimativ gestellt; bei Opfern von rechter Gewalt spricht man bestenfalls von bedauerlichen Einzelfällen.

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