„Mono für Alle!“ vor buhenden Exantideutschen <3

Und dabei so wahr, so wahr …


121 Antworten auf „„Mono für Alle!“ vor buhenden Exantideutschen <3“


  1. Gravatar Icon 1 narodnik 11. Juni 2009 um 21:39 Uhr
  2. Gravatar Icon 2 negative potential 12. Juni 2009 um 16:02 Uhr

    Die letzten zwei Antideutschen die es noch auf der Erde gibt sind bestimmt empört!

    Mach mal auch noch ein Blogeintrag gegen Adorno. Hat mir gefehlt den letzten anderthalb Monat.

  3. Gravatar Icon 3 aha 12. Juni 2009 um 17:06 Uhr

    Der 11. September war also für dich ein wunderschöner Tag?

  4. Gravatar Icon 4 yahya 12. Juni 2009 um 22:59 Uhr

    Also, singen kann der Typ wirklich nicht. Hört sich an wie Ernis Quietscheentchen auf LSD.

  5. Gravatar Icon 5 lysis 13. Juni 2009 um 12:53 Uhr

    @aha: ja, war ein sehr schöner spätsommertag. konnte man sich nicht beschweren.

    @yahya: ist das das adorno-typische ressentiment gegen „populäre musik“? steht nicht jeder auf großbürgerliches opern-gejaule, bei dem ehrlich gesagt ich mir die ohren zuhalten muss.

    @negative potential: zu adorno fällt mir nichts mehr ein. (und es schlagen die wellen der empörung ja bekanntlich so hoch, wenn man die theoretischen und praktischen unzulänglichkeiten dieses säulenheiligen der bundesdeutschen zivilgesellschaft mal ungeschminkt ans tageslicht zerrt, dass mir das letzte mal, als ich das wagte, schon abschreckung genug gewesen ist.)

  6. Gravatar Icon 6 yahya 13. Juni 2009 um 16:23 Uhr

    @lysis: Adorno? Opern?!? Der Typ singt einfach scheiße. Er hat ein dünnes Quietschestimmchen, völlig ohne Substanz oder Volumen.
    Du willst doch nicht erzählen, dass das der Normalfall in der Populärmusik (was auch immer das sein soll) wäre?

    Und egal was uns der Text sagen will, ist er der Form nach doch ziemlich peinliche Pennälerlyrik. Sowas habe ich mit zwölf Jahren auch geschrieben, aber damit stellt man sich doch spätestens ab Mittel 20 nicht mehr auf ’ne Bühne, falls man mehr Sprachgefühl hat als ein Quadratmeter Torfmoos bei Sommerdürre.

    P.S.: Mit Oper habe ich nichts am Hut, würde es trotzdem nicht einfach mal so global als „großbürgerliches Gejaule“ abtun.

  7. Gravatar Icon 7 lahma 13. Juni 2009 um 16:37 Uhr

    also musikalisch ist das doch tiptop.

  8. Gravatar Icon 8 Thiel Schweiger 13. Juni 2009 um 17:55 Uhr

    @ yahya:

    Ich glaube, die sind bewusst „schlecht“. Hat einfach einen gewissen Trashcharme. Tocotronic bzw. Phantom Ghost (Dirk v.L.) als Sänger) arbeiten ja z.B. auch so. oder die ganzen Trash-filme.

    Hat doch was Subversives, einfach mal was „perfekt unperfektes“ zu machen. Punk!

    Also „theoretisch“ find ich die Aussage „der 11. 11. war für mich ein wunderschöner Tag“ nicht so prickelnd, sofern es mehr als ein subjektiver Eindruck sein soll. Aber als Kunst ist es voll in Ordnung und die message des Songs trifft schon einiges.

    Ich fand den 11.11.01 nervig. Ich wollte eigtl Fernsehen, aber andauernd liefen nur Sondernachrichtensendungen. Das ist so meine persönliche Erinnerung.

  9. Gravatar Icon 9 yahya 13. Juni 2009 um 18:47 Uhr

    Was rufen die Leute da eigentlich?

  10. Gravatar Icon 10 lysis 13. Juni 2009 um 20:02 Uhr

    meine güte, ich war ja durchaus empört über den anschlag. aber wenn ich damals schon gewusst hätte, dass die bush-regierung das zum auftakt für eine imperiale brandschatzung der welt – mit dem ergebnis hunderttausender toter und millionen von flüchtlingen – nimmt (und es muss das gewesen sein, was die attentäter in ihrem apokalyptischen wahn provozieren wollten), dann hätte sich meine empörung wahrscheinlich etwas relativiert. so wie sie es heute tut.

    und ein skandal ist es, dass man die bilder vom 11. september immer und immer wieder zeigt, während die fotos aus afghanistan, irak und guantánamo für die öffentlichkeit gesperrt oder zumindest de facto unterschlagen werden – aus angst, „antiamerikanische gefühle“ zu schüren! wer das nicht pervers findet, der findet gar nichts mehr.

  11. Gravatar Icon 11 Difficult is Easy 13. Juni 2009 um 20:11 Uhr

    @thiel schweiger:
    is scho arg relativierend, dein karnevalsleid neben den 11.9. zu stellen!

  12. Gravatar Icon 12 classless 13. Juni 2009 um 21:32 Uhr

    Bemerkenswertes Stück, steckt viel drin. Diese Stimme ist eh unglaublich. Die Frage ist vielleicht, ohne daß das jetzt unbedingt mit in den Song gehören würde, warum man sich nicht vor dem islamistischen Terror UND der Polizei fürchten kann.

  13. Gravatar Icon 13 Difficult is Easy 13. Juni 2009 um 21:49 Uhr

    @classless:
    DU fürchtest dich vor islamischem terror? bist du bundeswehrsoldat in afghanistan?

  14. Gravatar Icon 14 classless 13. Juni 2009 um 22:36 Uhr

    In welchem Provinzkaff muß man denn wohnen und wie empathiefrei mit der Welt muß man denn sein, um sich davor nicht zu fürchten?

  15. Gravatar Icon 15 Difficult is Easy 13. Juni 2009 um 23:08 Uhr

    fürchtest du dich auch vor dem hungertod, amerikanischen bomben und der spanischen inquisition?

  16. Gravatar Icon 16 fatalflaw 13. Juni 2009 um 23:13 Uhr

    stimmt, hier in berlin ist die bedrohung wirklich spürbar…
    *fürcht*

  17. Gravatar Icon 17 classless 13. Juni 2009 um 23:28 Uhr

    Schon klar, ein echter Kommunist kennt keine Furcht.

  18. Gravatar Icon 18 fatalflaw 13. Juni 2009 um 23:40 Uhr

    @ classless:

    schau, man kann sich vor so ziemlich allem fürchten.
    kann ja auch sein, dass du dich vor bösen islamisten fürchtest, die dir nach dem leben trachten.
    die frage ist nur, und so habe ich diffis einwand im kontext des songs verstanden, welche bedrohung ist den nun konkret?

  19. Gravatar Icon 19 Difficult is Easy 14. Juni 2009 um 10:52 Uhr

    @classless:
    1. meinetwegen kann, wie fatalflaw es schon sagte, man angst vor allem haben, wovor man sich eben fürchten mag. dumm wird die sache, wenn man das rationalisisren will, wie du, indem man fragt, weshalb furcht a und nicht auch furcht b? davor stellt man doch die frage, wie mich a und b überhaupt betreffen? daraufhin kann man auch erst ein vernünftiges handeln aufbauen. alles andere gehört, wie in dem song, kritisiert.
    2. aus der guten empathie soll nun folgen, dass man angst vor islamischem terror bekommt. da lügt kulla. es ist nämlich nicht die reine empathie die ihn umtreibt, sondern eine ganz konkrete politische position. der einfachheit umschreibe ich sie mal mit „jungle-world-redaktionslinie“. also: empathie mit bänkern (amerikaner), iranischen oppositionellen (amerikanischer geheimdienst), juden (amerikaner), opfern des stalinismus/maoismus (also amerikaner), amerikanern (nord) und sprayern (amerikaner).
    3. daraus konstruierst du mir nun ein vergehen am wert empathie. dabei meinst du: der diffi, der interessiert sich nicht ausreichend für die lieblingsopfer der jungle-world-redaktion. skandal!
    empathie ist OHNE reflektion einfach nichts wert. soviel kälte muss schon sein.

  20. Gravatar Icon 20 classless 14. Juni 2009 um 11:19 Uhr

    Naja, wenn du noch vorhaben solltest, mit mir zu reden, statt mit der Jungle World, sagst du einfach bescheid.

  21. Gravatar Icon 21 Difficult is Easy 14. Juni 2009 um 11:32 Uhr

    @classless:
    mein gegenstand bist schon du. dass du das nicht begreifst, gehört wohl dazu.

  22. Gravatar Icon 22 classless 14. Juni 2009 um 11:38 Uhr

    Das muß ich jetzt wohl auch noch glauben: daß du mich besser kennst als ich. Und das, obwohl du mir lauter Blödsinn unterstellt.

    Ich glaube, deine Personendeuterei kannst du ohne mich genauso gut betreiben. Mach mal.

  23. Gravatar Icon 23 Difficult is Easy 14. Juni 2009 um 11:53 Uhr

    classless:
    dann tausche jungle-world-redaktion durch kullastandpunkt aus. kapierst du dann das argument? es geht DIR nicht um empathie, sondern darum welche schrecken du GANZ BESONDERS anerkannt wissen willst. das hat etwas mit DEINER analyse des weltgeschehens zu tun und nicht mit empathie an sich. die schiebst du nur vor um dem ganzen noch moralische durchschlagskraft zu geben.

  24. Gravatar Icon 24 schnulla 14. Juni 2009 um 11:56 Uhr

    Aber, aber, Diffi! Wer nicht tapfer hinter unserem War on Terror steht, der ist nunmal ein Charakterschwein! You let the terrorists blackmail you!

  25. Gravatar Icon 25 bigmouth 14. Juni 2009 um 11:59 Uhr

    wovor sich leute fürchten, ist ja eh nich so super rational. verkehrsunfälle sind auch für einwohner londons, nyc oder paris wohl ein höheres risiko als terroranschläge. autounfälle werden aber eher unter „pech gehabt, hätte man ja aufpassen können“ gepackt. deswegen erscheint dieses risiko subjektiv klein

    obwohl ich häufiger den RE1 in nrw benutze, und meine eltern im sauerland wenige km von den attentätern eine zeit lang ne ferienhütte gemietet hatten, fühle ich mich nich sonderlich bedroht

    was mir vor allem auf die nerven geht: wie selbstverständlich 9/11 für einige leute einen platz in meiner persönlichen empathie/trauer-ökonomie einzunehmen hat. dann kommt irgendein gefasel von nyc als „welthauptstadt“ oder so

    um mein geschmacksurteil auch noch abzugeben: ich finde das stück übrigens doof, so musikalisch jetzt. text geht in ordnung

  26. Gravatar Icon 26 Thiel Schweiger 14. Juni 2009 um 11:59 Uhr

    Okay, das mit dem Fernsehen war ne etwas blöde Aussage von mir. Das war auch keineswegs meine einzige Empfindung an diesem Tag.

  27. Gravatar Icon 27 bigmouth 14. Juni 2009 um 12:02 Uhr

    @negative potential: zu adorno fällt mir nichts mehr ein. (und es schlagen die wellen der empörung ja bekanntlich so hoch, wenn man die theoretischen und praktischen unzulänglichkeiten dieses säulenheiligen der bundesdeutschen zivilgesellschaft mal ungeschminkt ans tageslicht zerrt, dass mir das letzte mal, als ich das wagte, schon abschreckung genug gewesen ist.)

    ich finde immer noch doof, dass du den beitrag gelöscht hast

  28. Gravatar Icon 28 Difficult is Easy 14. Juni 2009 um 12:02 Uhr

    @classless:
    personendeuterei mus ich nicht betreiben, da du doch bereitwillig auskunft über deine ausstattung erteilst.

  29. Gravatar Icon 29 lahma 14. Juni 2009 um 12:43 Uhr

    >iranischen oppositionellen (amerikanischer geheimdienst)

    das ist hoffentlich ne verarsche, oder?

    http://www.arbeiternews.de/

  30. Gravatar Icon 30 classless 14. Juni 2009 um 12:56 Uhr

    „personendeuterei mus ich nicht betreiben, da du doch bereitwillig auskunft über deine ausstattung erteilst.“

    Nee, mach ich nicht. Wenn du meinst, mich wegen meiner Abbildung im Netz (oder allgemein in der Öffentlichkeit) zu kennen, bist du ganz schön borniert.

    Im Netz wirkst du z.B. auch nur wie jemand, der zwanghaft versucht, sich von früheren politischen Verfehlungen reinzuwaschen. Und das stimmt doch gar nicht, oder?

  31. Gravatar Icon 31 Difficult is Easy 14. Juni 2009 um 12:58 Uhr

    @lahma:
    natürlich nicht! sieht man doch ganz deutlich daran: „opfern des stalinismus/maoismus (also amerikaner)“

  32. Gravatar Icon 32 lahma 14. Juni 2009 um 13:16 Uhr

    aber das haut nicht hin, diffi. der AD-diskurs ist da ein anderer. – na wurscht.

    by the way:

    http://de.statista.com/statistik/diagramm/studie/86034/umfrage/dinge-die-angst-machen-bzw.-vor-denen-man-sich-fuerchtet/

    sooo verwunderlich ist das nicht, wenn man sich mal die berichterstattung anschaut.

  33. Gravatar Icon 33 Difficult is Easy 14. Juni 2009 um 13:17 Uhr

    @classless:
    dann denk dir eben hinter jedes du und dich und dir und classless und kulla und daniel kulla, das im netz geschrieben wird, den zusatz „deine netzpersönlichkeit, die NICHTS mit dem lebenden kulla zu tun hat“. dumm ist der natürlich immer noch. oder gibts sogar noch einen dritten „veranstaltungskulla“, den du abgespalten hast?
    über die beweggründe deiner kritik gebe ich, wie dir auffallen könnte, KEINE vermutungen ab. ich nehme die einfach nur auseinander. und ja, ich war früher selber mal so blöd. und? ändert das was daran, dass es falsch ist? leg dich doch selbst auf die couch und frag dich warum du mit deinem ddr-schul-englisch über musik nuschelst, die zur provinziellen elendsverwaltung dazugehört, wie squats, tafeln und alg2-beratungsstellen. weil du nichts anderes kannst?

  34. Gravatar Icon 34 Difficult is Easy 14. Juni 2009 um 13:24 Uhr

    @lahma:
    wundert mich auch nicht, dass deutsche mal angst vorm jüdischen einfluss hatten.

  35. Gravatar Icon 35 lahma 14. Juni 2009 um 13:46 Uhr

    „wundern“ spräche auch nicht grad dafür, dass du dich damit auseinandergesetzt hast.

  36. Gravatar Icon 36 lysis 14. Juni 2009 um 14:31 Uhr

    @bigmouth: ich hab den horkheimer/adorno-beitrag nicht gelöscht, sondern nur auf „privat“ gestellt. er findet sich immer noch hier.

    warum ich das gemacht habe? keine ahnung, hatte ein diffuses unbehagen mit dem thread. vermutlich die neurotische angst, die (außer diekmann und wagner) wohl jeden umtreibt: womöglich unter sein eigenes niveau zu sinken, indem man seinen (ja nicht immer unberechtigten) ressentiments nachgibt. oder mit adorno, der es ganz ungeschminkt von seinem bourgeoisen klassenstandpunkt aus sagt: die furcht vor dem „amor intellectualis zum küchenpersonal“. ;)

  37. Gravatar Icon 37 classless 14. Juni 2009 um 14:52 Uhr

    Gut, Diffi, du magst unsere Musik nicht und magst meine Bücher nicht lesen. Damit werde ich irgendwie klarkommen.

    Aber dann hör bitte auf so zu tun, als würdest du mich kennen, okay?

  38. Gravatar Icon 38 Difficult is Easy 14. Juni 2009 um 15:42 Uhr

    wenn du nun anders tickst als du es hier erscheinen lässt, dann is mir das herzlich egal.
    ich schreib doch nur über den erklickbaren kulla. wenn du in deinem büdchen geschmackvolle musik hörst, deine haare schön trägst und dich über den unfug, den du in deinem namen in aller öffentlichkeit von dir gibst, beömmelst, dann ist es eben so.
    internet-kulla ist nun gegenstand der krtik. hat internet-kulla was zu sagen? will the RL more-to-love kulla plz shut up!

  39. Gravatar Icon 39 Difficult is Easy 14. Juni 2009 um 16:19 Uhr

    @classless:
    jetzt mal solidarisch, kannst du dieses ablenken gefälligst sein lassen? ich habe dir erklärt was an deiner hier präsentierten denke falsch ist und du sagst mir darauf: „tu nich so als würdest du wissen wie ich denke.“ hast du denn die kontrolle über deine finger verloren, dass die was anderes schreiben als du meinst?
    wenn wir uns missverstanden haben und du mir doch zustimmst, dann können wir das eben festhalten. sag doch mal.

  40. Gravatar Icon 40 alligator 14. Juni 2009 um 19:48 Uhr

    meine güte, ich war ja durchaus empört über den anschlag. aber wenn ich damals schon gewusst hätte, dass die bush-regierung das zum auftakt für eine imperiale brandschatzung der welt – mit dem ergebnis hunderttausender toter und millionen von flüchtlingen – nimmt (und es muss das gewesen sein, was die attentäter in ihrem apokalyptischen wahn provozieren wollten), dann hätte sich meine empörung wahrscheinlich etwas relativiert. so wie sie es heute tut.

    die leute aus dem wtc sind doch nicht weniger tot wegen bush.

  41. Gravatar Icon 41 lahma 14. Juni 2009 um 20:07 Uhr

    menschen ausm westen sind eben mehr wert, deshalb trauert man da auch ordentlich. würde man bei allen frühzeitigen 3.000-4.000 toten trauern, hätte man tagtäglich recht viel zu tun.

  42. Gravatar Icon 42 lysis 14. Juni 2009 um 23:42 Uhr

    ich glaub, das wird recht deutlich an der unerhörten schamlosigkeit, mit der die angehörigen der anschlagsopfer vom 11. september schadensersatz in milliardenhöhe vom sudan, dem armenhaus der welt, forderten (bzw. durch ihre anwälte erpressen wollten). als die clinton-regierung freilich drei jahre zuvor eine medikamentenfabrik im sudan bombardiert hatte – was in der konsequenz etwa ebenso viele menschenleben verschlang wie der anschlag auf das world trade center –, kam niemand auf die idee, dass die amis für diese wertlosen leben auch nur einen einzigen rubel abzudrücken hätten.

  43. Gravatar Icon 43 andreas 14. Juni 2009 um 23:58 Uhr

    haben aber nicht alle so reagiert. ich kann mich an eine meldung erinnern, wonach angehörige von 11/9 opfern vor dem us-angriff auf den irak nach bagdad reisten um sich als „schutzschilder“ zur verfügung zu stellen.

  44. Gravatar Icon 44 classless 15. Juni 2009 um 1:11 Uhr

    Okay, Diffi, letzter Versuch: ich habe meine Position dazu nach teilweise recht konkreten, oft persönlichen Erfahrungen gebildet, die ich nicht unbedingt öffentlich ausbreiten mag (vielleicht nur soviel: mir sind London, Madrid und New York wahrscheinlich näher als dir); insofern ist es einfach falsch, daß ich in meinen Empfindungen einer ideologischen Linie folgen würde. Umgekehrt wird ein Schuh draus: aufgrund der Nähe hielt ich es für recht kaltschnäuzig, wie viele andere (keineswegs alle!) mit dem Thema umgingen und hab mich näher damit beschäftigt. Und zum Beispiel mitbekommen, wieviele Anschläge weltweit nach 9/11 noch stattfanden. Und was für Anschläge noch so in Planung und Vorbereitung waren, aber glücklicherweise vereitelt werden konnten. Dabei wollte eben nicht einfach wer was kaputtmachen, wie es in dem Song oben heißt, sondern es sollten soviel wie möglich Menschen sterben. Es fällt mir schwer zu verstehen, wie einen das kaltlassen kann.

    Und was meine Amerikanophilie angeht – sagen wir es mal so: Amerikaner sind sicher nicht die besseren Menschen, aber sie sind auch Menschen. Und es geht mir gerade gegen den Strich, wie sie in vielen Diskussionen nur noch als Platzhalter und Pappkamerad funktionieren. Nothing more.

    Tja, und DDR-Schulenglisch – meine Fresse, liegst du weit daneben! Ich kann wirklich nichts dafür, wenn du meinst, aus ein paar Blogdiskussionen auf den Inhalt meiner Bücher (und scheinbar auch auf den Klang unserer Musik) zurückschließen zu können…

  45. Gravatar Icon 45 negative potential 15. Juni 2009 um 1:12 Uhr

    keine ahnung, hatte ein diffuses unbehagen mit dem thread. vermutlich die neurotische angst, die (außer diekmann und wagner) wohl jeden umtreibt: womöglich unter sein eigenes niveau zu sinken, indem man seinen (ja nicht immer unberechtigten) ressentiments nachgibt.

    Too late!

  46. Gravatar Icon 46 Pent C. Klarke 15. Juni 2009 um 2:16 Uhr

    @ negative potential
    Ich habe die Diskussion eben überflogen und finde sie gar nicht verkehrt. Nur mit dem Referat der Thesen der „Negativen Dialektik“ meint lysis wahrscheinlich Alfred Sohn-Rethel („Warenform & Denkform“)?

  47. Gravatar Icon 47 fatalflaw 15. Juni 2009 um 2:21 Uhr

    @ classless:

    also mir persönlich sind städte wie sao paulo, los angeles und
    stockholm wahrscheinlich viel näher als dir.
    aufgrund meiner erfahrungen dort kann ich mich nur wundern dass es menschen gibt, die so wie du denken…
    und umgekehrt: mein nachbar hat angst vor kommunisten, weil die mal seinen vater verprügelt haben. schlimm, schlimm, schlimm…

  48. Gravatar Icon 48 Pent C. Klarke 15. Juni 2009 um 2:59 Uhr

    Nein, ich finde die Diskusion wirklich gut, manche Sachen waren mir noch unbekannt. Und wenn ich das mit dem akademischen Leichengefleddere vergleiche (Adorno=Heidegger, nur nicht mehr so aktuell), dann gefällt sie mir sogar noch besser!

  49. Gravatar Icon 49 Pent C. Klarke 15. Juni 2009 um 3:08 Uhr

    @difficult is easy
    Du hast doch ’ne Macke mit deinen Nachstellungen. Leg‘ Dich selber mal auf die Couch, Mann!

  50. Gravatar Icon 50 lysis 15. Juni 2009 um 7:29 Uhr

    @negative potential: ach, stichel noch ein bisschen, dann stell ich den artikel wieder auf „public“. ich merk mal wieder, dass ich viel zu zörgerlich bin! wie hamlet traut man sich nicht, den anstehenden vatermord bis zum ende zu gehen.

    @Pent C. Klarke: Die These stammt zwar ursprünglich von Alfred Sohn-Rethel (der selbst zum Umkreis der Frankfurter Schule gehörte), aber sie ist natürlich, philosophisch heruntergekommen, auch das konzeptuelle Schema hinter der Negativen Dialektik (Zitate zum Beleg erspar ich mir jetzt).

  51. Gravatar Icon 51 Difficult is Easy 15. Juni 2009 um 10:35 Uhr

    @classless:
    aufgrund meiner persönlichen erfahrung sind mir eben teheran, tunis und falludscha näher als dir. *augenverdreh*
    persönliche erfahrung ist zwar immer so unmittelbar und direkt und die gefühle gehen einem so nah, aber sie hat nichts mit einer analyse zu tun. dir gehen eben diese dinge nah, meine omi findet den hunger und das elend der 3. welt schlimm, onkel helmut von der linkspartei, die wende und hartz4. wenn man zeit und eine unmenschliche menge an nerven aufbringen würde, kann man euch alle mal an einen tisch setzen und euch erklären wieso es all das gibt und wie zB ‚terrorismus‘ und imperialismus zusammenhängen.

    @PCK:
    halt die fresse, dummer fanboy.

  52. Gravatar Icon 52 classless 15. Juni 2009 um 12:05 Uhr

    Das war schon wieder zu schnell für dich? Noch mal langsam: Du hattest behauptet, meine Empathie wäre von meiner politischen Position bestimmt, und ich habe meine Antwort damit _begonnen_, darauf hinzuweisen, daß es zeitlich und kausal andersrum verlief.

    Danach ging meine Antwort noch weiter. Lies doch mal! Ich kann nicht von dir verlangen, meine Bücher zu lesen, aber diese kurzen Erwiderungen auf deine ähnlich langen Anwürfe wirst du doch schaffen, oder?

  53. Gravatar Icon 53 kackbratze 15. Juni 2009 um 12:52 Uhr

    @dfficult is easy

    Nochmal auf den Punkt gebracht. Zuerst hatte classless Emotionen, weil er sich leicht von Massenmedien beeinflussen lässt, und dafür aber nicht solche Filme wie z.B. shooting dogs schaut, und ein paar (Möchtegern)Yuppiefreunde in New York, die wegen der Inszenierung der Massenmedien ähnlich aus dem Häuschen waren, die dann seine Emotionen weiter bestärkt haben, und daraus hat sich dann seine politische Position entwickelt. Wer diese Entwicklung nicht so gemacht hat, ist eben nicht empathisch.

    Diese Sichtweise ist nicht politisch, sondern einfach nur bescheuert, ignorant und selbstbezogen.

  54. Gravatar Icon 54 negative potential 15. Juni 2009 um 13:31 Uhr

    Du bist viel zu unkultiviert was Literatur betrifft:

    wie hamlet traut man sich nicht, den anstehenden vatermord bis zum ende zu gehen.

    hamlet musste nämlich sein Onkel umbringen.

    :-w

  55. Gravatar Icon 55 lysis 15. Juni 2009 um 13:31 Uhr

    @classless: Aber Empathie ist doch nichts Unpolitisches und Ideologiefreies. Dass du es als solches wahrnimmst, bedeutet doch nur, dass du die ideologischen Vorannahmen dahinter nicht reflektierst. Z.B. dass du und die Medien, die deine „Erfahrung“ vermitteln, weiße Metropolenmenschen für identifikationswürdiger halten als das Leben von Nicht-Weißen in der Peripherie. Deswegen berührt dich der Anschlag in London mit 56 Toten viel mehr, als wenn in Afghanistan mal wieder „versehentlich“ eine Hochzeitsgesellschaft zusammengebombt wird.

    Aus diesem Wahrnehmungsmodus lässt sich auch erklären, warum die 60 Millionen Todesopfer des europäischen Imperialismus in der heutigen „Dritten Welt“ den Historikern jahrzehntelang keinen einzigen Satz wert gewesen sind (und dass ist die ideologische Form, durch die sich deine geschichtliche „Erfahrung“ vermittelt!). Es ist doch einfach ein unglaublicher Akt der Amnesie, dass z.B. Kunstreich in der KONKRET die Rede Nicolas Sarkozys von der „zivilisatorischen Mission“ des Westens als „aufklärerisch“ rühmt, als sei unter diesem Slogan nicht das mit Abstand größte Mordprogramm der Geschichte vollzogen und legitimiert worden.

    Dass Gerhard Schröder nach dem Anschlag vom 11. September wieder ganz unverhohlen von der Notwendigkeit der „Verteidigung der Zivilisation“ sprach, das ist historisch ungefähr so sensibel, als würde die SPD demnächst ihren Bundestagswahlkampf mit dem Slogan „Arbeit mach frei!“ bestreiten oder als finge die FDP plötzlich an, den Spruch „Jedem das Seine“ zu plakatieren, der über den Toren von Buchenwald stand. 60 Millionen im Namen der „zivilisatorischen Mission“ zu Tode gebrachte Menschen, und es schämt sich bis heute niemand, diesen Begriff zu gebrauchen!

    Welchen besseren Beleg könnte es dafür geben, dass die nicht-weißen Opfer des „zivilisatorischen“ Massenmords niemanden berühren, dass sie gleichgültig sind? Und du schämst dich doch offenbar genauso wenig, wenn du das tausendfache Morden im Irak mit den paar läppischen Terroropfern von London begründest.

  56. Gravatar Icon 56 lysis 15. Juni 2009 um 13:48 Uhr

    Du bist viel zu unkultiviert was Literatur betrifft […] hamlet musste nämlich sein Onkel umbringen.

    der natürlich symbolisch für den vater steht, weil der vatermord zu tabuisiert ist, um ihn auf der bühne darstellen zu können. könnte man natürlich wissen, wenn man die ödipale kernstruktur dieses stücks verstanden hätte, das ich übrigens in meiner schulzeit sogar im englischen original gelesen habe (so viel zu meiner unkultiviertheit, was natürlich wieder ein typisch klassistischer vorwurf ganz im stile von adornos herablassend großbürgerlichem klassenstandpunkt ist. du weißt schon: die angst vorm „küchenpersonal“, dessen kinder dummerweise heute auch studieren und sich „halbbildung“ aneignen dürfen.)

  57. Gravatar Icon 57 negative potential 15. Juni 2009 um 13:54 Uhr

    wenn man die ödipale kernstruktur dieses stücks verstanden hätte

    …sagt der Gegner der Psychoanalyse…

  58. Gravatar Icon 58 lysis 15. Juni 2009 um 13:59 Uhr

    ja, du verwechselst eben, wie bei adorno, die kritik an der gesamtkonstruktion mit dem bestreiten jedes einzelnen elements. ich habe keine probleme damit, mir begriffe der psychoanalyse wie „projektion“, „verdrängung“ und „abspaltung“ zu appropriieren, soweit ich sie für nachvollziehbar und empirisch tragfähig halte. und das beweis ich ja in ziemlich vielen artikeln, in denen ich freudsche termini gebrauche, ohne die psychoanalyse deshalb schon mit allen konsequenzen zu sanktionieren.

  59. Gravatar Icon 59 negative potential 15. Juni 2009 um 14:20 Uhr

    Speaking of „empirisch tragfähig“:

    die deine „Erfahrung“ vermitteln, weiße Metropolenmenschen für identifikationswürdiger

    Wieviel mal muss ich Dir erklären, dass Gastronomiearbeiter aus Bangladesch, Syrien, Iran, Puerto Rico, Haiti, Mexico, Algerien, usw. keine weiße Metropolenmenschen sind?

    Was großbürgerlichem klassenstandpunkt betrifft, stehst du die professionelle Amerikahasser von Spiegel Online und Die Zeit in Nichts nach.

  60. Gravatar Icon 60 lysis 15. Juni 2009 um 14:20 Uhr

    übrigens war der onkel zugleich der stiefvater, aber das nur so am rande …

  61. Gravatar Icon 61 negative potential 15. Juni 2009 um 14:21 Uhr

    die angst vorm „küchenpersonal“

    viel besser ist es natürlich, die Ermordung vom „Küchenpersonal“ zu feiern!

  62. Gravatar Icon 62 lysis 15. Juni 2009 um 14:43 Uhr

    ja, das ist doch hier wieder ein schönes beispiel, wie der hass auf den imperialismus als amerikahass dechiffriert wird! als wär nicht gerade ich fast amerikanophil, was mein schwärmen für den hohen stand der geschichtswissenschaft in den usa und die manieren der leute angeht, die so krass mit berlin kontrastieren. großbürgerlicher antiamerikanismus, schimpfen über die kulturlosigkeit des neuen kontinents – das war adorno, nicht ich. da verwechselst du was!

    und die „Gastronomiearbeiter aus Bangladesch, Syrien, Iran, Puerto Rico, Haiti, Mexico, Algerien, usw.“ anzuführen, die im world trade center für die weißen eliten geschuftet haben, das ist doch wirklich deplaziert – als ob die in der imaginären (schon wieder ein psychoanalytischer terminus!) verarbeitung des anschlags, im öffentlichen gedenken und in den gründen, warum sich die leute in europa so mit den anschlagsopfern identifiziert haben, irgendeine rolle gespielt hätten.

    davon mal abgesehen finde ich die unterstellung, ich würde den anschlag „abfeiern“, ziemlich infam. das tut auch mono für alle! nicht. das einzige, was in dem lied gemacht wird, ist, die weltgeschichtliche relevanz, die diesem ereignis eingeräumt wird, zu bestreiten, indem man das datum stattdessen mit persönlichen erlebnissen und dem schönen spätsommerwetter füllt, das einen am 11. september noch mal in den park gelockt hat. die botschaft ist klar: von dem imperialistischen massenmorden, das täglich passiert, lasst ihr euch doch auch nicht die stimmung vermiesen, ihr blöden heuchler!

  63. Gravatar Icon 63 fatalflaw 15. Juni 2009 um 14:43 Uhr

    nochmal@ clueless:

    aussgangspunkt des wortgefechts (oder etwas euphemistisch formuliert, der diskussion) mit diffi, war deine aussage:

    „Die Frage ist vielleicht[…], warum man sich nicht vor dem islamistischen Terror UND der Polizei fürchten kann.“

    das ist ja nun schon ziemlich suggestiv formuliert, soll heißen:
    klar kann man.

    gegenfrage: wieso sollte man?

    darauf hast du außer ein paar befindlichkeitsäußerungen noch nichts entgegnet.
    und empathie hin oder her, also ob deine ideologisch/politische meinung deine empathie erzeugt oder andersrum, ist doch vollkommen wurscht.
    in diesem zusammenhang ist empathie eben bestenfalls ideologisch oder schlimmstenfalls willkür.

    ansonsten kann ich mich lysis ausführungen nur anschließen.

  64. Gravatar Icon 64 andreas 15. Juni 2009 um 14:58 Uhr

    ich bin da ganz sicher, dass es die Gastronomiearbeiter aus Bangladesch, Syrien, Iran, Puerto Rico, Haiti, Mexico, Algerien sind, die dir am herzen liegen und dass du dich auch für sie einsetzen würdest, wenn sie ausserhalb von USA und UK gewaltsam ums leben kommen würden (etwa durch operationen wie operation ajax oder jener in chile 1973), negativepotential. schließlich hat sich der ganze diskurs seit 11/9 um sie gedreht. nein, da lasse ich mir nichts vormachen.

  65. Gravatar Icon 65 kapsler hauser 15. Juni 2009 um 15:01 Uhr

    hi lysis,

    ich hatte vor einigen jahren 2 mal das zweifelhafte vergnügen mit mono für alle! zusammen zu spielen. nach einem konzert bekam ich dann leider noch einiges von ihrem gerede zum 11. september mit.
    einerseits feierten sie die anschläge, andererseits fanden sie die theorie plausibel, dass die amerikaner das selbst gemacht hätten.

    das nur mal als hintergrundinfo zu den herren, wie ich sie erlebt habe.

    grüsse,
    torsun

  66. Gravatar Icon 66 negative potential 15. Juni 2009 um 15:02 Uhr

    das einzige, was in dem lied gemacht wird, ist, die weltgeschichtliche relevanz, die diesem ereignis eingeräumt wird, zu bestreiten, indem man das datum stattdessen mit persönlichen erlebnissen und dem schönen spätsommerwetter füllt

    Ach, bullshit. Das Lied ist doch ein klassisches Beispiel für „perverses Geniessen“ durch Provokation.

    das einen am 11. september noch mal in den park gelockt hat. die botschaft ist klar: von dem imperialistischen massenmorden, das täglich passiert, lasst ihr euch doch auch nicht die stimmung vermiesen, ihr blöden heuchler!

    Tut mir Leid, das mein 11.September.2001 durch die Anschläge vermiest wurde. Habe nämlich sorgen gemacht um ein Genossen von mir, langjähriger LKV-fahrer und Teamsters Mitglied, auch Sozialist, der jeden Tag Lieferungen an das WTC gemacht hat. Glücklicherweise war er an dem Tag krankgeschrieben. Dasselbe gilt leider nicht für die Kollegen von Hotel Employees/Restaurant Employees Local 100, an dessen Organisierungsversuch ein Kumpel von mir beteiligt war.

    Ich kann also bei diese ganze pseudoradikale Schadenfreude seitens Europäische Wohlstandskinder nicht mitmachen.

  67. Gravatar Icon 67 classless 15. Juni 2009 um 15:32 Uhr

    @ lysis

    „Deswegen berührt dich der Anschlag in London mit 56 Toten viel mehr, als wenn in Afghanistan mal wieder „versehentlich“ eine Hochzeitsgesellschaft zusammengebombt wird.“

    Ist das so? Ich weiß nicht, wie ich das vergleichen soll, auf jeden Fall berührt mich beides, während ich den Eindruck habe, daß es viele gibt, die beides kaum berührt, oder die nur so tun, um sich politisch aufzuplustern. Wenn das bei mir auch so aussehen sollte, ist das nicht in meinem Sinn.

    „Und du schämst dich doch offenbar genauso wenig, wenn du das tausendfache Morden im Irak mit den paar läppischen Terroropfern von London begründest.“

    Das war nicht die Aussage auf dem Foto – dort steht, daß das Einknicken vor Al Quaida eine Einladung zur Wiederholung dieser Erpressung in London war, nichts anderes.

    @ kackbratze

    „und ein paar (Möchtegern)Yuppiefreunde in New York“

    Talking about Platzhalter und Pappkameraden…

    @ torsun

    Wenn sie die Anschläge feiern, macht mir das die erste Refrainzeile wieder erheblich unsympathischer. Was genau heißt denn aber, sie hielten die Theorie für plausibel? Hielten sie es für denkbar – was es ja zunächst mal war – oder für ausgemacht?

  68. Gravatar Icon 68 fatalflaw 15. Juni 2009 um 15:46 Uhr

    „dort steht, daß das Einknicken vor Al Quaida eine Einladung zur Wiederholung dieser Erpressung in London war, nichts anderes.“

    LOL!

  69. Gravatar Icon 69 kapsler hauser 15. Juni 2009 um 15:47 Uhr

    @ classless,

    sie redeten soweit ich mich erinnern kann später in der nacht noch über das buch von mathias bröckers und wie empfehlenswert es wäre… hörm und ich haben uns dann irgendwann verzogen, weil wir ihr dummes gerede zu den anschlägen nicht mehr ertragen wollten.

  70. Gravatar Icon 70 lysis 15. Juni 2009 um 15:54 Uhr

    @negative potential: Ja natürlich ist das perverses Genießen! Aber wer praktiziert das nicht? Das ist doch gerade die grundlegende Einsicht von Lacan, dass unser aller Lust zwischen Hysterie, Perversion und Paranoia zirkuliert; dass es sich also gerade nicht um Pathologien, sondern um die elementaren Formen des Genießens handelt.

    Und was jetzt deine persönlichen Ausführungen angeht: tut mir leid, dass ich keinen irakischen Genossen vorzuweisen habe, der einem Bombardement der US Air Force nur knapp entkommen ist. Aber ein moralisches Skandalon finde ich es allemal, dass man einen Massenmörder wie Bush – und seine Folterknechte in Guantánamo – frei laufen lässt, während Bin Laden auf dem Rücken der afghanischen Zivilbevölkerung gejagt und Saddam Hussein öffentlich gehängt wird.

    Hätte Bush denn nicht dasselbe Schicksal verdient? Ist er vielleicht auch nur ein Jota weniger Terrorist gewesen? Und kommt nicht erschwerend hinzu, dass dieser Mensch demokratisch gewählt und in seinem Amt bestätigt wurde? Von Bin Laden kann man das – so viel zu Ehren der „islamischen Welt“ – nun nicht gerade behaupten!

  71. Gravatar Icon 71 andreas 15. Juni 2009 um 16:01 Uhr

    du scheinst ein richtiger working class hero zu sein, negativ. hut ab

  72. Gravatar Icon 72 kackbratze 15. Juni 2009 um 16:28 Uhr

    @classless

    Es ist echt ein Armutszeugnis aber gleichzeitig ein Gradmesser für das nicht Vorhandensein von Restintelligenz in Teilen der Szene, in denen du zu den intellektuellen Vordenkern gezählt wirst.

    Die Satz auf dem Bild ist mal wieder richtig herrlich dämlich. Als wenn die Geschichte von Al-Quaida an diesem Punkt angefangen hat. Obwohl deine Alternativvorschläge für die britische Regierung sicher interessant sind (wie soll das bitte ohne Tausende von Toten gehen), sollte man vielleicht mal darüber nachdenken, ob der Einsatz im Irak tatsächlich irgendeinen Einfluss darauf gehabt hätte, ob in London Bombenattentate von Al-Quaida verübt werden können oder nicht, und sich andererseits die Geschichte des islamischen Fundamentalismus in Erinnerung rufen. Wer hat denn jahrezehntelang die arabische Welt als kolonialen Vorhof betrachtet, in dem man nach belieben schalten und walten wollte? Wie sind denn in Afghanistan die Fundamentalisten hochgekommen, und wer hat die unterstützt, weil die einem lieber waren als die Kommunisten (jaja, das war nicht der Kommunismus, bla bla, erschiess dich bitte einfach). Könnte man das nicht viel eher als die eigentliche Ursache für Bombenattentate in Londen und New York in Erwägung ziehen? Ist dir aber sicher schon wieder viel zu „verschwörungstheoretisch“ und potentiell antisemitisch.

  73. Gravatar Icon 73 classless 15. Juni 2009 um 18:03 Uhr

    „Als wenn die Geschichte von Al-Quaida an diesem Punkt angefangen hat.“

    Steht das dort?

    „Obwohl deine Alternativvorschläge für die britische Regierung sicher interessant sind“

    Hä, hab ich solche Vorschläge unterbreitet? Kann es sein, daß du was ganz anderes liest als dasteht?

    „die eigentliche Ursache für Bombenattentate“

    Es gibt keine eigentlichen und uneigentlichen Ursachen an der Stelle, es gibt wie sonst auch mehrere, zu denen die ganze mir auch bekannte Vorgeschichte wie aber auch die konkrete Situation um die fraglichen Anschläge dazugehören.

    „erschiess dich bitte einfach“

    Mann, was soll das denn jetzt wieder? Geht’s mal einen Augenblick ohne diese Scheiße?

  74. Gravatar Icon 74 lahma 15. Juni 2009 um 19:30 Uhr

    Das war nicht die Aussage auf dem Foto – dort steht, daß das Einknicken vor Al Quaida eine Einladung zur Wiederholung dieser Erpressung in London war, nichts anderes.

    wofür sollen sie sich denn konkret schämen („shame on you!“)? vllt für den rückzug aus dem irak? oder halluziniere ich nur? und wenn ich nicht halluziniere, heißt das dann nicht, dass du für nen einsatz im irak bist? und was meinst du, was die da so machen? kuchenbacken mit der zivilbevölkerung?

    lächerlich.

  75. Gravatar Icon 75 lahma 15. Juni 2009 um 19:33 Uhr

    aber das foto ist ja etwas älter – vllt haste deine meinung geändert?

  76. Gravatar Icon 76 classless 15. Juni 2009 um 20:38 Uhr

    Es ging dabei um die Art und Weise, wie das in Spanien stehengeblieben ist: als wäre es eine großartige Sache, islamistischen Terroristen ihren Willen zu erfüllen. Die Frage war ja 2004 nicht mehr die einer Entsendung von Truppen, sondern die nach ihrem Abzug. Die Terroristen versuchten, mit den Anschlägen direkt vor der Wahl, die Stimmung in diese Richtung zu beeinflussen.

    Klar half es nicht gerade, wie die Regierung in dem Moment mit der Sache umging (sie schob es der ETA in die Schuhe), aber nach solchen Anschlägen einfach zu sagen, okay, ihr habt gewonnen, wir machen, was ihr wollt und zwar so schnell wie möglich – das war sicher nicht die einzige Option und m.E. nicht die schlaueste.

    Da die Rechnung aus Sicht der Terroristen aufging, lag es sehr nahe, das Ganze in London noch mal zu versuchen, wo es bekanntlich anders ausging.

    Was ich also machen wollte, war diesen Teil der Sache so kurz und provokativ wie möglich dorthin malen, wo es zu diesem Zeitpunkt – zwei Jahre nach den Anschlägen – nichtmals eine Gedenktafel gab, nur diese Wände, an denen hauptsächlich Selbstabfeierung zu lesen war.

  77. Gravatar Icon 77 scheckkartenpunk 15. Juni 2009 um 21:00 Uhr

    Ja natürlich ist das perverses Genießen! Aber wer praktiziert das nicht? Das ist doch gerade die grundlegende Einsicht von Lacan, dass unser aller Lust zwischen Hysterie, Perversion und Paranoia zirkuliert; dass es sich also gerade nicht um Pathologien, sondern um die elementaren Formen des Genießens handelt.

    dafür, daß du nicht parteigänger der psychoanalyse bist packst du aber wenn’s dir passt ganz schön aus.

    daß du deine empörung über den tod von 3000 menschen daran relativierst, was eine regierung bush im anschluß daran gemacht hat ist doch genauso heuchlerisch. als ob die 3000 toten was dafür könnten.

    aber als weiße metropolenmenschen müssen die halt daherhalten, weil die weiß sind und in einer metropole wohnten. weil eine regierung bush damit ihr kriegsgeschäft legitimiert hat und irgendwelche angehörigen klagen einreichten – da kann man nicht die akteure kritisieren, nein, erstmal muss man seine empathie für die toten relativieren – die sind bestimmt aus dem jenseits bedingungslose parteigänger dessen gewesen, was auf ihren tod folgte.

    als ob das ein argument dafür wäre, daß einem nicht grundsätzlich dieses gemorde berühren könnte.

  78. Gravatar Icon 78 negative potential 15. Juni 2009 um 21:16 Uhr

    aber als weiße metropolenmenschen müssen die halt daherhalten, weil die weiß sind und in einer metropole wohnten.

    Die waren nicht mal alle weiße Metropolenmenschen. Diese Tatsache ignoriert Lysis aber fleissig. Die Tatsache widerlegt nämlich seine saubere Trennung zwischen böse, pro-imperialistische gekaufte metropolische weiße Arbeiterklasse und gut, aber passive Opfer des Imperialismus.

  79. Gravatar Icon 79 negative potential 15. Juni 2009 um 21:27 Uhr

    du scheinst ein richtiger working class hero zu sein, negativ. hut ab

    Im gegensatz zu Lysis, betrachte ich meine Arbeiterhintergrund nicht als Trumpfkarte in Argumente mit anderen Linker. Es ging mir nur darum zu zeigen, das manche Leute vielleicht doch legitime Gründe gehabt hätten, sich den Tag von den Ereignissen am 11.09.01 vermiesen zu lassen.

  80. Gravatar Icon 80 MPunkt 15. Juni 2009 um 21:41 Uhr

    Ich frage lieber nach classless, bevor Du weiter der arme Missverstandene bist. Du spielst den Politikberater des Freien Westens und empfiehlst den als solcher, sich nicht von Terroristen erpressen zu lassen? In dieser imaginierten Rolle rätst Du ihm an, sich nicht von den Terroristen erpressen zu lassen? Sondern – weil es Dir ja so sehr um die Menschen geht – die imperialistische Politik, gegen welche die Terroristen bomben, nicht nur beizubehalten, sondern noch auszudehnen? Weil Deutschlands Freiheit classless Kullas Sicherheit gegen die nicht nur am Hindukusch, sondern auch am Euphrat verteidigt werden muss? Wobei selbstverständlich dort massig Leute draufgehen und weitere Anschläge provoziert werden – die man eben als Kosten der Freiheit mannhaft (aber tieftraurig – Empathie und so!) zu ertragen hat? Wenn dem so sein sollte, dann melde Dich doch echt endlich freiwillig für die Front. Dann kannst Du nicht nur so richtig mal Deutschlands Freiheit verteidigen, sondern auch gleich noch am eigenen Leib spüren, wie ach so toll das mit Deiner Sicherheit zusammengeht.

  81. Gravatar Icon 81 Pent C. Klarke 15. Juni 2009 um 21:49 Uhr

    @“nice`n sleazy“:
    Selber Fresse.

  82. Gravatar Icon 82 andreas 15. Juni 2009 um 22:15 Uhr

    n. p.: die ereignisse in usa haben mir den 11. 9. 01 vermiest. das WTC konnte man beim besten willen nicht als militärisches ziel deklarieren. und wenn es stimmt, dass der millionär bin laden seinen „kampf“ begann, weil er sich an der US-amerikanischen (militär-)präsenz in saudi-arabien stieß, dann hätte(n) er (und seine leute) die saudische regierung so bekämpfen müssen wie er es gegen andere „ziele“ getan hat (ich gehe jetzt mal davon aus, dass die bekannte version über 11/9 so stimmt). dass sich al quaida anfangs aus jenen mujahedin rekrutierte, die vom westen gegen die sowjets in afghanistan unterstützt wurden, macht islamistischen terror nicht besser. ganz abgesehen davon hat man bush damit einen grossen dienst erwiesen.

    aber du willst ja glauben machen dass dir die opfer so nahegingen weil sie (teilweise) aus der arbeiterklasse stammten. bist knapp davor, zu behaupten 11/9 war ein anschlag auf das amerikanische proletariat

    übrigens, unter den (ebenfalls ca. 3000) opfern infolge des 11. 9. 1973 in chile war vermutlich nur ein kleiner teil aus dieser schicht. viele bürgerliche, studenten.

  83. Gravatar Icon 83 classless 15. Juni 2009 um 22:42 Uhr

    @ MPunkt

    „Ich frage lieber nach classless, bevor Du weiter der arme Missverstandene bist.“

    Gut, daß du nachfragst, denn sonst würdest du wieder mal alles mögliche falschverstehen, wie die Kampagne, an der du dich monatelang hochgezogen hast, und den Songtext, über den du auch sehr lange abgegangen bist.

    „Du spielst den Politikberater des Freien Westens“

    Nö.

    „die imperialistische Politik, gegen welche die Terroristen bomben, nicht nur beizubehalten, sondern noch auszudehnen?“

    Wieso ausdehnen?

    „die man eben als Kosten der Freiheit mannhaft zu ertragen hat?“

    Hab ich das gesagt?

    „Wenn dem so sein sollte, dann melde Dich doch echt endlich freiwillig für die Front.“

    Mach ich nicht.

    „Dann kannst Du nicht nur so richtig mal Deutschlands Freiheit verteidigen“

    Wenn ich das denn wollte.

  84. Gravatar Icon 84 lahma 15. Juni 2009 um 22:49 Uhr

    „die imperialistische Politik, gegen welche die Terroristen bomben, nicht nur beizubehalten, sondern noch auszudehnen?“

    Wieso ausdehnen?

    eh, du bist anspruchslos: beibehalten reicht dir.

  85. Gravatar Icon 85 MPunkt 15. Juni 2009 um 23:06 Uhr

    Okay, dann sind Aussagen wie:

    aber nach solchen Anschlägen einfach zu sagen, okay, ihr habt gewonnen, wir machen, was ihr wollt und zwar so schnell wie möglich – das war sicher nicht die einzige Option und m.E. nicht die schlaueste.

    weder eine imaginäre Politikberatung (ich weiß besser als die Berufsnationalisten, was die zu tun gehabt hätten!), noch hat diese den Inhalt, dass der war on terror weitergeführt werden soll, damit man die Terroristen endlich mal zeigt, wer hier Herr im Hause ist, statt sich feige von denen erpressen zu lassen und sie so zu immer mehr Terror zu ermutigen. Dass die Terroranschläge, die es dann gerade deswegen gibt, als Kosten der Freiheit mannhaft zu ertragen sind, ist die Konsequenz aus dieser Position; da Du diese ja nicht vertrittst, steht sie bei Dir selbstverständlich auch nicht an.

    Was ich nur nicht so richtig verstehe: Was sollen Sätze wie der zitierte denn bitte sonst aussagen? Mir fällt da nix ein, aber Du kannst es mir ja sicher erläutern.

  86. Gravatar Icon 86 fatalflaw 16. Juni 2009 um 1:41 Uhr

    „Die Frage ist vielleicht, ohne daß das jetzt unbedingt mit in den Song gehören würde, warum man sich nicht vor dem islamistischen Terror UND der Polizei fürchten kann. “

    „Schon klar, ein echter Kommunist kennt keine Furcht.“

    „Wenn sie die Anschläge feiern, macht mir das die erste Refrainzeile wieder erheblich unsympathischer.“

    aber nach solchen Anschlägen einfach zu sagen, okay, ihr habt gewonnen, wir machen, was ihr wollt und zwar so schnell wie möglich – das war sicher nicht die einzige Option und m.E. nicht die schlaueste.“

    „Amerikaner sind sicher nicht die besseren Menschen, aber sie sind auch Menschen. “

    „Damit werde ich irgendwie klarkommen.“

    „mir sind London, Madrid und New York wahrscheinlich näher als dir“

    „Kann es sein, daß du was ganz anderes liest als dasteht?“

    „Hab ich das gesagt?“

    cutted and pasted MY ASS!!!

  87. Gravatar Icon 87 kackbratze 16. Juni 2009 um 5:55 Uhr

    @classless
    Es ist natürlich sehr empathisch, den Spaniern im nach Hinein einreden zu wollen, dass die Attentate in London auf ihr Konto gehen. Auf so eine bescheuerte Idee kann wirklich nur du kommen.

    Schonmal dran gedacht, dass Krieg das nun mal einfach mit sich bringt, dass die andere Seite versucht bei der Gegenseite auch mal Treffer zu landen? London wäre so oder so dran gewesen und die Ursache ist nicht das Verhalten der Spanier, sondern die britische Beteiligung an dem Militäreinsatz im Irak. Völlig unabhängig davon wie man den jetzt beurteilt.

  88. Gravatar Icon 88 saltzundessick 16. Juni 2009 um 8:29 Uhr

    in der ddr war englisch in der schule fakultativ. es gibt ziemlich viele, die das unterhalb von abitur gar nicht gelernt haben.

  89. Gravatar Icon 89 lysis 16. Juni 2009 um 12:02 Uhr

    @negative potential:

    Die waren nicht mal alle weiße Metropolenmenschen. Diese Tatsache ignoriert Lysis aber fleissig.

    Also, ich versteh’s nicht ganz. Es geht doch überhaupt nicht darum, wer da zu Tode gekommen ist, sondern warum 9/11 eine derartige Überidentifikation auslöst, verglichen mit den Opfern des Imperialismus in der Peripherie, die, wie die Geschichte zeigt, zu Millionen drauf gehen können, ohne dass es irgendjemanden interessiert. Oder warst du entsetzt, als im Gaza Ende letzten Jahres binnen weniger Stunden, Tage und Wochen 1.500 wehrlose Menschen zerbombt und verbrannt wurden? Hast du dafür dein Bier auch nur eine Sekunde lang abgestellt? Ich glaube nicht. Bei manchen Leuten auf Blogsport gab’s da sogar richtige Sekt- und Feierlaune! Und natürlich hat das was damit zu tun, dass die Terroropfer in den Metropolen „mehr wert“ sind als die Kanaken, denen man in antideutschen Kreisen nach dem 11. September, ohne auch nur einmal mit der Wimper zu zucken, einen Bombenregen auf den Kopf gewünscht hat.

    Und das Küchenpersonal aus der „Dritten Welt“, das du immer wieder anführst, hat doch für das symbolische Gedenken an 9/11 nicht die geringste Rolle gespielt! Wie kommst du denn darauf, das immer wieder anzuführen? Die Gründe für die Surplus-Empathie, nämlich dass da „zivilisierte“ Leute wie wir umgebracht wurden und nicht bloß uns fernstehende „Barbaren“, berührt das doch in keiner Weise.

    Die Tatsache widerlegt nämlich seine saubere Trennung zwischen böse, pro-imperialistische gekaufte metropolische weiße Arbeiterklasse und gut, aber passive Opfer des Imperialismus.

    Das bin doch nicht ich, der diese Trennung macht, sondern die Leute, die über 9/11 so extrem entsetzt sind, während ihnen die imperialistische und islamistische Gewalt in der Peripherie, die so unendlich viel potenzierter ist als alles, was die Menschen in New York und London zu ertragen hatten, ganz herzlich am Arsch vorbeigeht.

    Dass ich darüber hinaus glaube, dass die weißen Arbeiter in den Metropolen kein agitationsfähiges Subjekt sind; dass man Revolutionen bis auf weiteres eher in Ländern wie Iran oder Bolivien zu erwarten hat als in Nordwesteuropa oder den USA; ja dass es, wenn mal irgendwann tatsächlich eine Weltrevolution anstehen sollte, notwendig sein wird, die Metropolen und ihre reaktionäre, zutiefst rassistisch imprägnierte weiße Arbeiterklasse von außen niederzuwerfen und zu besiegen, hat mit dem Thema nicht das geringste zu tun. Die Verbindung dazu machst du auf, und das auf Basis reiner Assoziation!

  90. Gravatar Icon 90 negative potential 16. Juni 2009 um 12:54 Uhr

    Bei manchen Leuten auf Blogsport gab’s da sogar richtige Sekt- und Feierlaune!

    Und Du scheinst der Ansicht zu sein, mann begegent eine solche „Sekt- und Feierlaune“, indem man sie übernimmt. Und bitte sag nicht noch einmal, „Mono für Alle“ tun das nicht; genau das tun sie.

    Dass ich darüber hinaus glaube, dass die weißen Arbeiter in den Metropolen kein agitationsfähiges Subjekt sind

    C.L.R. James, worauf die ganzen „white skin privilege“ Theoretiker sich beziehen, war nie dieser Ansicht! Im Gegenteil: er hat sogar die Industriearbeiterklasse in die Metropolen eine zentrale Rolle bei der Beseitigung des Kapitalismus zugeschrieben!

    Dieser Theorie dient nicht dazu zu erklären, warum weiße Arbeiter unverbesserliche Rassisten sind, sondern die Frage zu beantworten, warum es keine klassische Sozialdemokratische Partei in den Vereinigten Staaten gibt. Antwort: weil die weiße Rassismus, artikuliert durch die Gewerkschaftsbürokratie und demokratische Partei, die Rolle der klassische Sozialdemokratie übernimmt. Was Klassenkampf betrifft, sind die Race Traitor Leute wahrhafte Rätekommunisten!

    The United States, like every capitalist society, is composed of masters and slaves. The problem is that many of the slaves think they are part of the master class because they partake of the privileges of the white skin. The abolitionists‘ aim is not racial harmony but the abolition of the white race, as part of the mobilization of our side for class war. There are many poor whites in the U.S. In fact, the majority of the poor are white. Whiteness does not exempt them from exploitation, it reconciles them to it. It holds down more whites than blacks, because it makes them feel part of a system that exploits and degrades them. For those people, whiteness does not bring freedom and dignity. It is a substitute for freedom and dignity. It is for those who have nothing else. Its abolition is in the interests of all those who want to be free, „whites“ no less than others.

  91. Gravatar Icon 91 lysis 16. Juni 2009 um 13:24 Uhr

    ja und? aber ich bin nicht C.L.R. James und glaube nicht an die mission der weißen arbeiterklasse. und ich halte auch rassismus nicht für das einzige problem. der rassismus mag erklären, warum es in den usa keine klassische sozialdemokratische partei gibt. aber wenn es die gäbe, stünde die usa der revolution dann auch nur ein jota näher? sicher nicht! die sozialdemokratie ist ja nur eine andere form, das proletariat in die kapitalistische gesellschaft zu integrieren, indem sie dafür sorge trägt, dass jede einzelne forderung der kämpfenden klasse dem lohnsystem nicht nur immanent bleibt, sondern es auch dauerhaft reproduziert.

    die sozialdemokratie ist nicht teil der lösung, sondern teil des problems.

  92. Gravatar Icon 92 classless 16. Juni 2009 um 13:30 Uhr

    @ salty

    Och, das habe ich schon noch etwa zwei Jahre mitgemacht, aber das hat ungefähr so gut verfangen wie der Französisch-Unterricht. Gelernt habe ich Englisch eher nach der Birkenbihl-Methode (ohne sie zu kennen) zuerst vom britischen Armeesender BFBS, dann vom Hip Hop und dann von (nach 1990) von Monty Python.

  93. Gravatar Icon 93 negative potential 16. Juni 2009 um 13:31 Uhr

    die sozialdemokratie ist ja nur eine andere form, das proletariat in die kapitalistische gesellschaft zu integrieren

    Sach ma, hast du Leseschwierigkeiten? Genau das sagen die Race Traitor Leute!

    Aber gut dass Du es aufgegeben hast, die „Sekt- und Feierlaune“ von Mono für Alle zu verleugnen.

  94. Gravatar Icon 94 lysis 16. Juni 2009 um 13:49 Uhr

    Ja und? Dann ist die Bekämpfung des Rassismus aber auch keine Mobilisierung für die Revolution, sondern lediglich ein Schritt zur sozialdemokratischen Zivilisierung des amerikanischen Kapitalismus!

    Dazu kommt der ganze immanente Nationalismus der Race-Traitor-Leute, ihr urbürgerlicher Glaube an die USA als „chosen country“. Von der imperialistischen Struktur des Weltsystems und der Position der Vereinigten Staaten als Welthegemon, der das Ausbeutungssystem durch sein faktisch in Anspruch genommenes Gewaltmonopol global aufrechterhält und jeden Widerstand, wie in Chile, Griechenland, Iran, Nicaragua und hundert anderen Ländern, entweder durch Krieg oder mit Hilfe lokaler Regimes blutig niederknüppelt – natürlich keine Rede!

  95. Gravatar Icon 95 negative potential 16. Juni 2009 um 14:12 Uhr

    Also, Sozialdemokratie bekämpfen = Sozialdemokratie erhalten? Ist das ein Beispiel für „Dialektik“?

    „You can take the boy out of Wertkritik, but you can‘t take Wertkritik out of the boy…“

  96. Gravatar Icon 96 lysis 16. Juni 2009 um 14:20 Uhr

    Dass Mono für alle! den 9/11-Anschlag „feiert“, seh ich nicht. Das ist ein perverser Subtext, ja, aber literal bezieht sich der „wunderschöne Tag“ auf das Spätsommerwetter und die singenden Vögel im Park. Literal ist damit bloß gesagt, dass der Anschlag ihnen so gleichgültig ist wie dir das Massaker in Gaza (wenn ich mal von deiner Robert-Kurz-Übersetzung schließen darf).

    PS: Damit du das Ganze nicht in den falschen Hals kriegst und als Angriff auf deine persönliche Integrität wertest: ich hab auch schon extremen Scheiß über die Notwendigkeit geschrieben, die Hamas kaputt zu bomben, fast noch schlimmer als der Text von Kurz. Aber ich schäme mich heute dafür, und das ist der Unterschied!

  97. Gravatar Icon 97 negative potential 16. Juni 2009 um 14:23 Uhr

    Dass Mono für alle! den 9/11-Anschlag „feiert“, seh ich nicht.

    :-@

  98. Gravatar Icon 98 lysis 16. Juni 2009 um 14:27 Uhr

    Ja, dann lass sie halt feiern, mein Gott!

  99. Gravatar Icon 99 bigmouth 16. Juni 2009 um 16:55 Uhr

    mit der info, die torsun geliefert hart, kommt die lesart natürlich wahrscheinlicher rüber. als ich den text vor jahren (wurde auf ner mailinglsite diskutiert) las, hatte ich den auch als kritik an messen mit zweierlei maßstäben und terrorhysterie/ nichtbeschäftigen wollen mit den ganz normalen alltäglichen schäden des kapitalismus gelesen

  100. Gravatar Icon 100 negative potential 16. Juni 2009 um 17:11 Uhr

    als ich den text vor jahren (wurde auf ner mailinglsite diskutiert) las, hatte ich den auch als kritik an messen mit zweierlei maßstäben und terrorhysterie/ nichtbeschäftigen wollen mit den ganz normalen alltäglichen schäden des kapitalismus gelesen

    Nein, sowas wäre eher Funny Van Dannen’s Lied „11.September“. Dort geht es darum, dass die Welt schon vorher Scheiße war. Das mag wie eine sehr subtile Unterschied erscheinen, ist aber eine Unterschied ums Ganze. „Mono für Alle“ tun sich nämlich mit dem falschen Bestehenden abfinden (indem der kapitalistischen Alltag schöngeredet wird).

  101. Gravatar Icon 101 lysis 16. Juni 2009 um 18:13 Uhr

    Ach bitte, hör dir doch auf Youtube mal alle Mono-Songs an! Erstens hat jedes einzelne davon diesen (im Sinne von Lacan) perversen, Gewalt verherrlichenden Subtext, und zweitens ist die Behauptung, sie würden den kapitalistischen Alltag schönreden, derart an den Haaren herbeigezogen, dass man fast schon drüber lachen kann. Sogar eine Ode an Honnecker ist mit dabei! Und die Botschaft, dass Nazis wenigstens keine Spießer sind, wenn sie dir aufs Maul hauen, kann man wohl ebensowenig ernst nehmen. Aber dass der Verfassungsschutz sich angesichts der Ankündigung „Doch irgendwann, da werd ich auf euch schießen“ förmlich in die Hose gemacht hat, ist angesichts dessen schon fast witzig.

  102. Gravatar Icon 102 bigmouth 16. Juni 2009 um 18:24 Uhr

    das problem ist halt: man kann das als ironischen zynismus deuten. oder, wenn man im hinterkopf behält, was torsun erzählt hat (und es gibt keien grund, daran zu zweifeln, weil ich torsun für integer halte) als „habt ihr verdient“ – und dann wird’s eklig

  103. Gravatar Icon 103 bigmouth 16. Juni 2009 um 18:29 Uhr

    da fehlt ein „für mich“

  104. Gravatar Icon 104 lysis 16. Juni 2009 um 18:36 Uhr

    Ich finde, das ist eine ziemlich puritanische Einstellung gegenüber Kunst. Man sollte sich lieber über wirkliche Sauereien aufregen, wie die verblödete Fortsetzung des Bombenkriegs in Afghanistan, die den Taliban immer mehr Anhänger zutreibt, und die Tatsache, dass Obama die Folterer von Guantánamo straflos davonkommen lässt (und sogar noch ihre Verbrechen kaschiert), als über die ironische Feier von Gewalt im Medium der Musik. Im Gegensatz zu ersterem tut letzteres niemandem weh.

  105. Gravatar Icon 105 bigmouth 16. Juni 2009 um 18:52 Uhr

    ich mag auch politisch viel viel fragwürdigere bands, aber ich feier‘ die nich in meinem blog ab, weil antideutsche sich über die aufregen.

  106. Gravatar Icon 106 lysis 16. Juni 2009 um 18:58 Uhr

    Mein Gott, ihr Puritaner scheint wirklich ein ernsthaftes Problem mit Feiern und Genießen zu haben (vor allem wenn’s ganz und gar pervers wird!), vielleicht gibt’s da ja was von ratiopharm.

    Übrigens wär hier vermutlich Lacans Gegenbegriff der neurotischen jouissance angebracht, denn der Zwangsneurotiker (oder Hysteriker) genießt es mehr als alles, dem Perversen die spontane Erfüllung seiner Lust zu verderben, und was würde sich dafür besser eignen als Moral, die ja auch mit Gesellschaftskritik nicht die Bohne zu tun hat! :-"

  107. Gravatar Icon 107 bigmouth 16. Juni 2009 um 19:28 Uhr

    gegen gepflegtes pervereses gruseln beim musik hören habe ich gar nichts: http://www.youtube.com/watch?v=YWXv4PNuPvg

  108. Gravatar Icon 108 saltzundessick 16. Juni 2009 um 19:43 Uhr

    @classless

    eben, das waere mein naechster einwurf gewesen: ddr-schulenglisch ab 6. klasse und einfach mal die rechnerfunktion bemuehen, wieviel du davon noch mitbekommen haben koenntest.

  109. Gravatar Icon 109 saltzundessick 16. Juni 2009 um 19:45 Uhr

    und zum thema: wer so beschissene musik, welche den namen kaum verdient, abfeiert, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. das ist grauenvoll. unglaubliche kacke.

  110. Gravatar Icon 110 Ultra-Montanist 16. Juni 2009 um 19:47 Uhr

    Also mal im Ernst: welcher Ex-hardcore-AD würde in der Nähe eines Produzenten strukturell antisemitischen Regressionsgebolleres, der das antideutsche Label benötigt, um sich verkaufen zu können, nicht auch auf den Gedanken kommen, zum Zweck abschreckender Verarschung über die neueste UFO-Verschwörung zu reden und Witze über Israel zu reißen… Die Ausgrenzungstaktik, die von „Mono-für-alle“ gegen Torsun angewendet wurde, ist ja noch recht harmlos.

    ***

    Bedenkt man, dass die Bahamas damals die Bombardierung islamischer Zentren forderte, die Antideutschen KommunistInnen die Folter palästinensischer Häftlinge rechtfertigten und mit der völlig durchgeknallten Kampagne „Waffen für Israel!“ zur allgemeinen Erheiterung beitrugen, denke ich, dass der Song im Vergleich und wenn überhaupt, dann eine sehr lässliche Sünde darstellt.

  111. Gravatar Icon 111 tee 16. Juni 2009 um 20:11 Uhr

    gut saltzundessick, von dir aus gesehen …

  112. Gravatar Icon 112 Thiel Schweiger 17. Juni 2009 um 1:40 Uhr

    Also wirklich problematisch finde ich bei näherer Betrachtung halt die Zeile: „und wenn hier jemand etwas kaputt macht, dann finde ich das nicht schlimm“. „Etwas kaputt machen“ ist für „3000 tote Menschen“ schon ein ziemlich deplatzierter, zynischer Ausdruck.

    Und ob es generell „nicht schlimm“ ist, wenn jemand (wer?) etwas (was?) kaputt macht, ist ebenso fraglich.

  113. Gravatar Icon 113 Difficult is Easy 17. Juni 2009 um 2:17 Uhr

    @classless:
    1. es ist niedlich, wie du und ein paar hiwis mein gedisse beackern. es ist natürlich ideelles ddr-englisch gemeint gewesen. widerlegt das!!! warum hat noch niemand versucht kullas beliebtheit in metropolen nachzuweisen. das würde meiner argumentation bestimmt den rest geben. noch 5 kommentare zur unmöglichkeit eines erwerbs der englischen sprache an ddr-schulen durch kulla und ich lege zur reinen belustigung noch ein paar unhaltbare vorwürfe im wertmüller-jargon nach.
    *ich verdrehe hier nicht meine augen, sondern die eines 1-euro-jobbers, weil mir die krankenkasse das inzwischen zahlt*
    2. es tut mir jetzt echt leid, dass ich dir glatt eine politische vorauswahl deiner informationsquellen unterstellt hatte. dann biste halt ein ganz unvoreingenommener betroffenheitsonkel, dessen frei flottierende empathie an die terroropfer andockte und damit auf ewig beschäftigt sein wird. hat kackbratze halt recht.
    3. „Danach ging meine Antwort noch weiter. Lies doch mal! Ich kann nicht von dir verlangen, meine Bücher zu lesen, aber diese kurzen Erwiderungen auf deine ähnlich langen Anwürfe wirst du doch schaffen, oder?“
    meinste die beiden letzten absätze des vorangegangenen kommentars (http://lysis.blogsport.de/2009/06/11/mono-fuer-alle-vor-buhenden-exantideutschen/#comment-69783)? die fand ich kurios und unwichtig.
    oder willst du auf deine unterscheidung zwischen guten und schlechten kriegen hinaus? ‚die terroristen‘ wollen möglichst viele menschen töten, während die usa ihre gegener nur von ihrer übermacht überzeugen wollen. wie machen die das nochmal, ach ja, durch twitter und youtube, diese racker!
    4. http://twitter.com/Kullisti/status/2182913561
    danke für den tipp.
    5. „Wer ist denn dieser Kulla überhaupt?“ (classless, 2009)

  114. Gravatar Icon 114 saltzundessick 17. Juni 2009 um 18:34 Uhr

    ja diffi, dein westen hats einfach drauf. euer schulenglisch ist bluetenrein, das mit der kommunistischen agitation klappt wunderbar und auch die musik ist ein echter ohrenschmaus. die grossartigen monoklaeusen muessen ganz klar westdeutsch sein.

  115. Gravatar Icon 115 Difficult is Easy 17. Juni 2009 um 18:51 Uhr

    @saltzi:
    ganz egal wo kulla herkommt, ich hätte mich drüber lustig gemacht. und wenn er in bielefeld zur schule gegangen wäre, hätte ich ihn immerhin noch als deutschen bezeichnen können:)

  116. Gravatar Icon 116 abdel kader 18. Juni 2009 um 11:17 Uhr

    ich hab auch schon extremen Scheiß über die Notwendigkeit geschrieben, die Hamas kaputt zu bomben, fast noch schlimmer als der Text von Kurz. Aber ich schäme mich heute dafür, und das ist der Unterschied!


    (…)niemand leistest sein Geständnis ohne die wenigstens virtuelle Gegenwart eines Partners, der nicht einfach Gesprächspartner, sondern Instanz ist, die das Geständnis fordert, erzwingt, abschätzt und die einschreitet, um zu richten, zu strafen, zu vergeben, zu trösten oder zu versöhnen (…)
    ein Ritual (…) wo die bloße Äußerung schon (…) bei dem, der sie macht, innere Veränderungen bewirkt: sie tilgt seine Schuld, kauft ihn frei, reinigt ihn, erläst ihn von seinen Verfehlungen, befreit ihn und verspricht ihm das Heil

  117. Gravatar Icon 117 Guaz 20. Juni 2009 um 20:09 Uhr

    Lustig das dieses Lied immer noch die Gemüter erzürnt. Wie alt ist das jetzt, 6 Jahre oder 7? Es ist schon soooo viel dazu geschrieben worden, letztlich kam die Kritik immer aus der anti-D oder aus der bürgerlich konservativen Ecke. Und warum Torsun sich so mächtig darüber aufregt wird einem erst richtig klar, wenn man die beiden Bands mal im Vergleich gesehen hat, ich hatte vor ein paar jahren in Frankfurt das Vergnügen :d Da waren die Egos als der neuste linke Szenehype angekündigt, war auch wirklich nett, bis dann die Monos kamen und das war einfach nur krass. Alle haben nur noch blöd geguckt. Köstlich!!

  118. Gravatar Icon 118 Das geprüfte Argument 23. Juni 2009 um 0:27 Uhr

    Also für eine Musikkombo aus der Linken ein echt brauchbares Stück Musik und auch der Text echt nicht so moralisch wie man es von Linksmusikern; also gar nicht moralisch sogar.

    Wirklich toll.

  119. Gravatar Icon 119 Veilchen 01. Juli 2009 um 9:56 Uhr

    @kapsler hauser
    „einerseits feierten sie die anschläge, andererseits fanden sie die theorie plausibel, dass die amerikaner das selbst gemacht hätten.“

    also entweder man feiert die anschläge ODER man hält sie für von den amerikanern selbst gemacht. beides zusammen ist blödsinn. man kann natürlich prinzipiell andere leute für derartige idioten und sich selbst für unfehlbar halten – aber es ist nun doch einfach wesentlich wahrscheinlicher, dass du unfug über die band erzählst, als dass die band tatsächlich beides gleichzeitig glaubt.

  120. Gravatar Icon 120 CosmiChaos 08. Juli 2009 um 0:52 Uhr

    Mono für alle hat einfach völlig recht.

    Jeder Tag sollte ein schöner sein, warum sollen wir wegen dem WTC einen Trauertag einführen.

    Haben diese Menschen mehr Rechte als all die anderen weitaus mehrstelligere Anzahl täglich durch westliche Waffen sterbende Menschen.

    Dessen Bevölkerung trauert auf einmal um MJ, der vor der Weltöffentlichkeit zur Lachnummer gemacht wurde anstatt die Welt in den Tagen zu Ändern an denen irgendjemanden den die meißten nichtmal kennen genau jetzt die entscheidungen trifft wie unser aller leben außer denen in zukunft abläuft.

    Wenn alle Trauern hör ich Thriller und damit ist die Sache für mich erledigt und ich will das original video von mfa- 11.September wieder irgendwo finden können. es rockt!

    Die Opfer und dessen Angehörige werden auf keinen fall dadurch beleidigt, dass Mono für Alle ausdrückt „Amerika kommt sich zu wichtig vor.“ Es gibt regierungsscheiss die drücken das mit Langstreckenatomraketen aus.

    Die buhen sich doch selber als Mitläufer aus, das ist alles.

  121. Gravatar Icon 121 negative potential 02. August 2009 um 16:28 Uhr

    The moment one thinks in the terms of „yes, the WTC collapse was a tragedy, but one should not fully solidarize with the victims, since this would mean supporting US imperialism,“ the ethical catastrophe is already here: the only appropriate stance is the unconditional solidarity will ALL victims. The ethical stance proper is here replaced with the moralizing mathematics of guilt and horror which misses the key point: the terrifying death of each individual is absolute and incomparable. In short, let us make a simple mental experiment: if you detect in yourself any restraint to fully empathize with the victims of the WTC collapse, if you feel the urge to qualify your empathy with „yes, but what about the millions who suffer in Africa…“, you are not demonstrating your Third World sympathize, but merely the mauvaise foi which bears witness to your implicit patronizing racist attitude towards the Third World victims.

    - Slavoj Žižek, „Welcome to the Desert of the Real“, _Revolution at the Gates. Žižek on Lenin the 1917 Writings_

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.