The Overflowing of Friendship (New Book Release)

Richard Godbeer, The Overflowing of Friend­ship: Love between Men and the Creation of the American Republic. Baltimore, MD : Johns Hopkins University Press, 2009.

When eighteenth-century American men described „with a swelling of the heart“ their friendships with other men, addressing them as „lovely boy“ and „dearly beloved,“ celebrating the „ardent affection“ that knit their hearts in „indissoluble bonds of fraternal love,“ their families, neighbors, and acquaintances would have been neither surprised nor disturbed.

Richard Godbeer’s groundbreaking new book examines loving and sentimental friendships among men in the colonial and revolutionary periods. Inspired in part by the eighteenth-century culture of sensibility and in part by religious models, these relationships were not only important to the personal happiness of those involved but also had broader social, religious, and political significance.

Godbeer shows that in the aftermath of Independence, patriots drafted a central place for male friendship in their social and political blueprint for the new republic. American revolutionaries stressed the importance of the family in the era of self-government, reimagining it in ways appropriate to a new and democratized era. They thus shifted attention away from patriarchal authority to a more egalitarian model of brotherly collaboration. In striving to explore the inner emotional lives of early Americans, Godbeer succeeds in presenting an entirely fresh perspective on the personal relationships and political structures of the period.

Scholars have long recognized the importance of same-sex friendships among women, but this is the first book to examine the broad significance ascribed to loving friendships among men during this formative period of American history. Using an array of personal and public writings, The Overflowing of Friendship will transform our understanding of early American manhood as well as challenge us to reconsider the ways we think about gender in this period.

Richard Godbeer is a professor of history at the University of Miami. His books include Sexual Revolution in Early America, also published by Johns Hopkins, Escaping Salem: The Other Witch Hunt of 1692, and The Devil’s Dominion: Magic and Religion in Early New England.


4 Antworten auf „The Overflowing of Friendship (New Book Release)“


  1. Gravatar Icon 1 Entdinglichung 06. September 2009 um 11:01 Uhr

    erinnert mich stark an einige „Sturm-und-Drang-Literaten“ zur gleichen Zeit in Mitteleuropa

  2. Gravatar Icon 2 lysis 06. September 2009 um 14:56 Uhr

    Kannst du da ein ein paar Beispiele zum Nachrecherchieren nennen? Ich kenn mich in deutscher Dichtung leider nicht so wahnsinnig aus.

    Persönlich hab ich doch ein paar Vorbehalte gegen dieses Buch, weil es mir, dem Klappentext nach zu urteilen, doch wesentlich patriotische Bedürfnisse zu bedienen scheint – und den Mythos des „American exceptionalism“. Man sollte auch nicht ganz vergessen, dass es dieselben, mit diesem Buch mal wieder auf den Podest gehobenen Gründungsväter waren, die von den britischen Kolonialherren und puritanischen Gesetzgebern die Todesstrafe für mann-männliche „Sodomie“ beerbten und, wie Thomas Jefferson, bestenfalls in sadistische Verstümmelungsstrafen umzuwandeln versuchten. Von einer „Revolution“ wie in Frankreich, wo diese Strafen ersatzlos gestrichen wurden, oder wenigstens einer Reform wie in Preußen und Österreich, wo man sie noch im 18. Jahrhundert durch moderate Gefängnisstrafen ersetzte, kann da also gar keine Rede sein.

    Es ist wohl eher so, dass der „American exceptionalism“ mit Blick auf männliche Liebe in einer Weitertradierung des vorbürgerlichen Freundschaftsdiskurses ungeachtet der neueren Entwicklungen auf dem europäischen Kontinent bestand – also gewissermaßen auf einer Art „Rückständigkeit“ oder besser: historischen Zurück­ge­blie­ben­heit fußte. Um das herauszufinden, müsste man sich allerdings schon mal komparativer Methoden bedienen, was der Autor, der klassische (der Fundierung eines patriotischen Diskurses gewidmete) National­geschichte schreibt, aber allem Anschein nach gänzlich unterlässt.

    So viel, ohne das Buch gelesen zu haben. Ich bin natürlich trotzdem dankbar für die Quellen!

  3. Gravatar Icon 3 Entdinglichung 07. September 2009 um 10:22 Uhr

    werde dir da morgen einige Belege liefern, habe die betreffenden Bücher gerade momentan nicht zur Hand, bspw. die Briefwechsel zwischen Mitgliedern des Göttinger Hainbundes – http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6ttinger_Hainbund – erinnere mich aber auch an einige Passagen bei Goethe, Lenz oder Herder

  4. Gravatar Icon 4 Entdinglichung 08. September 2009 um 14:49 Uhr

    habe leider keine Werkausgaben in Griffweite, muss daher erst einmal aus Anthologien zitieren, würde Sinn machen, speziell die Briefwechsel der genannten Autoren zu durchforsten:

    aus einem Brief von Christian von Stollberg an den Göttinger Hainbund:

    „Liebe Männer und Brüder“

    Ich habe nicht eher geschrieben, meine Geliebtesten, weil erst gestern der glückliche Tag war, da ich unseren Klopstock wiedersah. Welche Freude war das für mich, den göttlichen Mann wieder zu umarmen und ihn gesund zu finden.

    Mein Bruder küsst Euch alle zärtlich,

    Lebt wohl, sehr zärtlich und feurig lieb ich Euch!“

    (Peter Müller: Sturm und Drang. Ein Lesebuch für unsere Zeit Berlin 1992, S. 332f)

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