Archiv der Kategorie 'Homophobia'

Fuck you

(via mädchenblog)

Neue Termine: Homophober Moslem, toleranter Westen?

Hier die nächsten Termine mit Vortrag und Diskussion zum Thema „Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt“. Die Veranstaltung in Hannover wird einen anderen Schwerpunkt als im April haben, so dass man sie ruhig ein zweites Mal besuchen kann. (Im November soll es außerdem noch mal je eine Veranstaltung in Wien und Berlin-Pankow geben; Genaueres steht leider noch nicht fest.)

HANNOVER
Mo, 17. August ’09, 19:30 Uhr
Annabee Buchladen
Stephanusstr. 12-14
Veranst.: Queer Labor

ERFURT
Do, 20. August ’09, 19:00 Uhr
Altes Innenministerium
Heinrich-Mann-Str. 11
Veranst.: Polyfantasiawoche

GÖTTINGEN
Mo, 26. Oktober ’09, 20:00 Uhr
Apex pro Art e.V.
Burgstr. 46
Veranst.: Gruppe 180°

Queer Labor Hannover: 11. bis 20. August

Queer Labor Hannover

Aufschlag in der Wüste des Realen

Der homophobe Anschlag auf einen LGBTQ1-Jugendtreff in Tel Aviv, der zwei Menschen das Leben kostete, bringt auch die beiden regressiven Pole der deutschen Linken: Antiimps und „Anti-D“s, wieder zum Tanzen – jedenfalls wenn man die abgefahrenen Kommentarspalten bei Indymedia liest. Im Grunde verwundert das nicht, denn das Thema Homophobie wurde jahrelang dazu benutzt, Linke und Liberale auf die Seite Israels zu ziehen und (wenn auch manchmal nur implizit) eine ideologische Legitima­tion für die systematische Entrechtung der Palästinenser_innen zu liefern.

Entsprechend hat sich auch in Israel seit einiger Zeit eine Art politischer Arbeitsteilung etabliert: Während der ultraorthodoxe Innenminister Eli Yi­shai (Shas) „Homosexuelle und Lesben“ in der Knesset als „kranke Menschen“ bezeichnet, denen er eine „schnelle Genesung“ (und die baldige Erfindung einer chemischen Medikation) wünscht, benutzt der faschistische Außenminister Avigdor Liebermann (Jisra‘el Beitenu) das Thema, um „die internationale schwule Gemeinschaft“ für Israels politische Ziele „zu rekrutieren“ (Ha‘aretz). (mehr…)

Letzter Vortrag in Berlin

SetarAm Donnerstag wird es in Berlin zum vierten und vorläufig letzten Mal einen Vortrag zum Thema „Homo­phober Moslem, toleranter Westen? Europa und die Hetero­normalisierung der islamischen Welt“ geben.

Ort: Buchladen Müßiggang, Reichenberger Str. 63a (Keller).
Zeit: Do, 30. Juli ’09, 19 Uhr.

Da die Räumlichkeiten leider etwas begrenzt sind, gilt es entweder frühzeitig da zu sein oder sich sicherheitshalber eine alternative Abend­gestaltung zu überlegen.

Übrigens: danke für die Werbung des „letzten linken Studenten“ Jörg Sundermeier, der sich in der taz auf bewährtem intellektuellen Niveau mit meinem Klappentext auseinander­gesetzt hat. Ich freue mich schon auf seine kompetenten Diskussions­beiträge am Donnerstagabend – und natürlich den feierlichen Vortrag eines nach persischem Muster verfassten Ghasels von Graf August von Platen-Hallermünde! (An Kerzen und Setar-Unter­malung ist bereits ge­dacht.) ;)

Hinweis in eigener Sache

Seit Montag veranstaltet das Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung das Gender-Festival Love Me Gender – Gender is Happening mit rund 70 Workshops, Diskussionen, Vorträgen, Ausstellungen, Kunstexperimenten und Lesungen. Am Samstag (11. Juli) um 17 Uhr werde ich mit Volker Beck, Klaus Lederer, Maria do Mar Castro Varela und Ammo Recla im Politischen Salon über das Thema „Homophob sind nur die ‚anderen‘?“ diskutieren. Ort: HBS, Schumannstr. 8, 10117 Berlin. Anmeldung erforderlich!

De Regli isch en Souhund

Zürich, 1482: Ritter Richard von Hohenburg wird mit seinem Burschen Anton Mätzler aus Lindau im Beisein von 10 000 Menschen wegen der "Ketzerei", die sie aneinander begangen hätten, lebendig verbrannt.Tagesanzeiger, 28. 4. 09:

Zum Eclat kams gestern im Kantonsrat direkt vor der Kaffeepause. Landwirt Michael Welz (Oberembrach), Sprecher der religiös-konservativen EDU, baute in seiner Fraktionserklärung alle Vorurteile gegen Schwule ein. Homosexualität sei nicht gottgewollt und «mit vielen gesundheitlichen Risiken behaftet». Wenn mit der Euro-Pride 09 in den nächsten Wochen schwul-lesbische Festivitäten unterstützt würden, sei das ein Propagandafeldzug «zur Beeinflussung unserer Jugend und Gesellschaft».

Die Stadt Zürich werde fünf Wochen lang zu einer Werbeplattform für den homosexuellen Lebensstil umfunktioniert und wende sich damit «vom Segen Gottes ab», sagte Kantonsrat Welz. Völlig unverantwortlich sei deshalb, dass mit der Unterstützung durch Zürich Tourismus, der SBB und der Stadt Zürich «staatliche Sponsorengelder» in diesen verwerflichen Anlass flössen. «Gott schenke Befreiung aus der Homosexualität», rief er vor konsternierten Zuhörern in den Saal.

Tagesanzeiger, 29. 4. 09: (mehr…)

Böses Christentum

„Daniel Regli“ via EuroPrideTV:

Diese ewige Anklage des Christenthums will ich an alle Wände schreiben, wo es nur Wände giebt, — ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu machen … Ich heisse das Christenthum den Einen grossen Fluch, die Eine grosse innerlichste Verdorbenheit, den Einen grossen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, — ich heisse es den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit … (Friedrich Nietzsche)