Archiv der Kategorie 'Racism'

Global Apartheid – It’s A Walled World

Walled World
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(via meta.blogsport)

Neue Termine: Homophober Moslem, toleranter Westen?

Hier die nächsten Termine mit Vortrag und Diskussion zum Thema „Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt“. Die Veranstaltung in Hannover wird einen anderen Schwerpunkt als im April haben, so dass man sie ruhig ein zweites Mal besuchen kann. (Im November soll es außerdem noch mal je eine Veranstaltung in Wien und Berlin-Pankow geben; Genaueres steht leider noch nicht fest.)

HANNOVER
Mo, 17. August ’09, 19:30 Uhr
Annabee Buchladen
Stephanusstr. 12-14
Veranst.: Queer Labor

ERFURT
Do, 20. August ’09, 19:00 Uhr
Altes Innenministerium
Heinrich-Mann-Str. 11
Veranst.: Polyfantasiawoche

GÖTTINGEN
Mo, 26. Oktober ’09, 20:00 Uhr
Apex pro Art e.V.
Burgstr. 46
Veranst.: Gruppe 180°

Letzter Vortrag in Berlin

SetarAm Donnerstag wird es in Berlin zum vierten und vorläufig letzten Mal einen Vortrag zum Thema „Homo­phober Moslem, toleranter Westen? Europa und die Hetero­normalisierung der islamischen Welt“ geben.

Ort: Buchladen Müßiggang, Reichenberger Str. 63a (Keller).
Zeit: Do, 30. Juli ’09, 19 Uhr.

Da die Räumlichkeiten leider etwas begrenzt sind, gilt es entweder frühzeitig da zu sein oder sich sicherheitshalber eine alternative Abend­gestaltung zu überlegen.

Übrigens: danke für die Werbung des „letzten linken Studenten“ Jörg Sundermeier, der sich in der taz auf bewährtem intellektuellen Niveau mit meinem Klappentext auseinander­gesetzt hat. Ich freue mich schon auf seine kompetenten Diskussions­beiträge am Donnerstagabend – und natürlich den feierlichen Vortrag eines nach persischem Muster verfassten Ghasels von Graf August von Platen-Hallermünde! (An Kerzen und Setar-Unter­malung ist bereits ge­dacht.) ;)

Hinweis in eigener Sache

Seit Montag veranstaltet das Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung das Gender-Festival Love Me Gender – Gender is Happening mit rund 70 Workshops, Diskussionen, Vorträgen, Ausstellungen, Kunstexperimenten und Lesungen. Am Samstag (11. Juli) um 17 Uhr werde ich mit Volker Beck, Klaus Lederer, Maria do Mar Castro Varela und Ammo Recla im Politischen Salon über das Thema „Homophob sind nur die ‚anderen‘?“ diskutieren. Ort: HBS, Schumannstr. 8, 10117 Berlin. Anmeldung erforderlich!

Hurra, Henryk jetzt beim Kurier?

Berliner Kurier: "1. Islam-Grill in Berlin"

Titelseite „Berliner Kurier“ vom 2. 7. ’09

The Wages of Hate

In Dresden ist die 32-jährige Ägypterin Marwa El-Sherbini von einem Deutschen in einem Gerichtsgebäude mit einem Messer angegriffen und ermordet worden. Marwa el-Sherbini war promovierte Pharmakologin, Apothekerin und im dritten Monat schwanger. Sie hinterlässt einen dreijährigen Sohn. Ein aus dem Nachbarraum herbeieilender Polizist schoss zunächst auf den Ehemann der Ermordeten statt auf den Täter.

Der Mörder hatte sein Opfer, eine Muslima, die Kopftuch trug, in einem Nachbarschaftsstreit auf einem Kinderspielplatz als „Islamistin“, „Schlampe“ und „Terroristin“ tituliert, getönt, sie „gehöre nicht hierher“ und dann, nach seiner Verurteilung wegen Beleidigung, im Gerichtssaal viele Male auf sie eingestochen.

Derweil rühmt sich Deutschlands größtes Hassblog, Politically Incorrect: „Behauptungen der Qualitätsjournalisten zufolge soll der Mörder durch die Lektüre solcher [gemeint ist: unserer] Artikel zu seiner Tat angestiftet worden sein.“

Quelle: ANK

Homophober Moslem, toleranter Westen? (II)

Zum Bloggen komm ich zwar nicht mehr so recht, aber dafür gibt es im April und Mai wieder eine ganze Palette von Diskussionsveranstaltungen zum Thema „Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt“:

HANNOVER
Di, 14. April ’09, 18:00 Uhr
Institut für Soziologie
Im Moore 21, Raum A 310
Veranstalter: AStA Hannover

BERLIN (Prenzlauer Berg)
Sa, 18. April ’09, 12:00 Uhr
Haus der Demokratie
Greifswalder Str. 4
Veranstalter: Heinersdorf-Bündnis

BERLIN (Neukölln)
Mo, 20. April ’09, 20:00 Uhr
Tristeza Café & Bar
Pannierstr. 5
U-Bhf. Hermannplatz

NÜRNBERG
Mi, 22. April ’09, 20:00 Uhr
DESI Stadtteilzentrum e.V.
Brückenstr. 23
Veranstalter: Gruppe Krisis

HAMBURG
Di, 5. Mai ’09, 19:30 Uhr
Werkstatt 3
Nernstweg 32
S-Bhf. Altona

OLDENBURG
So, 17. Mai ’09, 17:00 Uhr
Infoladen „Roter Strumpf“
Alhambra
Hermannstr. 83

DRESDEN
Mi, 27. Mai ’09, 19:30 Uhr
Hörsaalzentrum (HSZ)
Bergstr. 64
Veranstalter: SchLaU Dresden

MÜLHEIM an der Ruhr
Fr, 5. Juni ’09, 20:00 Uhr
Autonomes Zentrum (AZ)
Auerstr. 51
Veranstalter: Genderterror.de

Aufruhr von MigrantInnen in Griechenland

Neben einer unvollständigen Chronik der Morde an MigrantInnen und Flüchtlingen in Griechenland seit 1996 hat Café Morgenland verdienstvoller Weise auch eine Erklärung des Zentrums albanischer Einwanderer in Athen zu ihrer Beteiligung an den Riots der letzten Wochen ins Deutsche übertragen: Diese Tage sind auch unsere…

Nach der Ermordung von Alexis Grigoropoulos, erleben wir eine beispiellose Situation der Aufruhr, ein Überlaufen der Wut, das nicht enden will. Avantgarde in diesem Aufbegehren sind die Schüler, die mit unlöslichem Pathos und mit einer ursprünglichen Spontaneität, alle Vorgaben umgekippt haben. Du kannst nicht, etwas was du nicht kontrollieren kannst stoppen, du kannst nicht, etwas, was spontan unter Bedingungen abläuft, die du nicht verstehst, organisieren. Das ist die Schönheit dieser Rebellion.

Die Schüler machen Geschichte und überlassen es anderen, sie ideologisch einzuordnen und niederzuschreiben. Die Strassen, die Initiative, das Pathos, sind die Ihren. Im Rahmen der allgemeinen Mobilisierung, deren Treibkraft die Schülerprotesten sind, findet auch eine massive Teilnahme der MigrantInnen der zweiten Generation sowie vieler Flüchtlinge statt. Die Flüchtlinge gehen auf die Strasse ohne eine besondere Organisierung, mit einer Spontaneität und Wut, die ihre Mobilisierung kennzeichnet. Momentan sind sie der militanteste Teil der MigrantInnen in Griechenland. Sie haben, so oder so, kaum was zu verlieren.

Die Kinder von MigrantInnen mobilisieren sich massenweise und militant hauptsächlich im Rahmen der Schüler- und Stundenten-Aktionen oder im Rahmen der Organisationen der Linken und der Linksradikalen. Sie sind der am stärksten integrierte und der mutigste Teil der MigrantInnen. Sie unterscheiden sich von ihren Eltern, die gesenkten Hauptes nach Griechenland kamen, als ob sie für ein Stück Brot bettelten. Sie sind Teil der griechischen Gesellschaft, da sie keine andere kennengelernt haben. Sie betteln nicht, sie fordern militant gleiche Rechte mit ihren griechischen Mitschülern. Gleiche Rechte auf der Strasse, gleiche Rechte in den Träumen. Für uns, die organisierten MigrantInnen, ist es ein zweiter französischer November 2005. Wir hatten nie die Illusion, dass, wenn die Wut der Leute überläuft, wir sie steuern könnten. Trotz der vielen Kämpfe, die wir all die Jahre geführt haben, konnten wir nie einen solchen massiven Widerstand zustandebringen. Nun ist die Zeit, dass die Strasse spricht. Der unüberhörbare Schrei gilt den 18 Jahren der Gewalt, Unterdrückung, Ausbeutung und Erniedrigung. (Weiterlesen …)