Archiv der Kategorie 'Repression'

The Iron Wall (2006)

Palestinian documentary about Israeli settlement policy …

Youtube playlist, 6 parts, 57 min.

Global Apartheid – It’s A Walled World

Walled World
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(via meta.blogsport)

Thomas Jefferson’s „liberal“ approach

In a peculiar twist, Thomas Jefferson [1743 – 1826], a man who is usually noted as a[n] enlightened voice in American history, drafted a proposed revision of Virginia’s laws. In it, he specified that the penalty for sodomy among men should be castration, and for women, a hole should be cut in the nasal cartilage [dt. „Nasenscheidewand“] of at least one half inch in diameter apparently in the belief that torture was preferable to the death penalty. Jefferson’s proposal was unique not only because it specified mutilation as a punishment, but because he broke with the English tradition and included women in his definition of sodomy. Fortunately, Jefferson’s „liberal“ approach was never made law.

Source: gayhistory.com

Touche pas à mon copain!

Jabber-Protokoll

LIMO: linksmotivierte „potentielle straftäter“ (= polit. aktivist_innen)

Gib dem LKA keine Chance!

Ich hab mal geschaut: die meisten Antifa-Gruppen haben ihre E-Mail-Adresse bei web.de oder gmx.de. Hallo? Ist die Debatte über Vorratsdatenspeicherung so an euch vorbeigegangen? Bei diesen Hostern schaut die Polizei einfach nach, unter welcher IP das Postfach abgerufen wird, geht dann zum jeweiligen Internet-Service-Provider und schon hat sie euren Namen. Leichter kann man’s ihr wirklich nicht machen. Wie wär’s denn mit india.com als Mail-Hoster oder irgendeinem anderen Anbieter außerhalb der EU?

Es scheint wirklich keinerlei Grundwissen über die einfachsten Sicher­heitsvorkehrungen im Internet mehr zu existieren. Da könnt ihr euch sowas Kompliziertes wie TOR und PGP echt sparen! Wie wär’s denn mal, auf ’nem Antifa-Camp eine praktische Einführung in den Daten-Selbst­schutz zu organisieren, statt sich die zehntausendste Propaganda-Veranstaltung über den Nahostkonflikt reinzuziehen? So schwer ist das doch wirklich nicht mit dem Safer Internet. Informationen schützen!

Palestine: it’s suppression, but not apartheid

Der Besuch des amerikanischen Ex-Präsidenten Jimmy Carter hat in der israelischen Tageszeitung Ha‘aretz eine Debatte über den Apartheids-Vergleich ausgelöst. Carter verwendete diesen historisch schwer belasteten Begriff im Titel seines letzten Buchs (Palestine: Peace not Apartheid), um auf die Unrechtssituation der Palästinenser in den besetzten Gebieten aufmerksam zu machen. Schon am 15. 4. 2008 stellten sich die Herausgeber der Ha‘aretz in ihrem Editorial, wenn auch mit vorsichtigen Worten, hinter diesen Vergleich:

Israel is not ready for such comparisons, even though the situation begs it. It is doubtful whether it is possible to complain when an outside observer, especially a former U.S. president who is well versed in international affairs, sees in the system of separate roads for Jews and Arabs, the lack of freedom of movement, Israel’s control over Palestinian lands and their confiscation, and especially the continued settlement activity, which contravenes all promises Israel made and signed, a matter that cannot be accepted. The interim political situation in the territories has crystallized into a kind of apartheid that has been ongoing for 40 years.

Zehn Tage später legte dann Yossi Sarid, Ex-Vorsitzender der linksliberalen Meretz-Partei, in seiner Kolumne noch einmal kräftig nach:

what acts like apartheid, is run like apartheid and harasses like apartheid, is not a duck — it is apartheid.

Nun hat der in Südafrika geborene und seit 1997 in Israel lebende Journalist Benjamin Pogrund, der ein viertel Jahrhundert lang für eine progressive englischsprachige Anti-Apartheids-Zeitung in Johannesburg schrieb, diesen Vergleich etwas gründlicher unter die Lupe genommen und am 4. Mai 2008 als historisch ebenso falsch wie politisch gedankenlos zurückgewiesen: (mehr…)

Racialize, Individualize, Discipline & Punish

Lesenswertes Interview der Jungle World mit Elaine Brown, von 1974 bis 1977 Vorsitzende der Black Panther Party:

Eines Ihrer Bücher trägt den Titel »New Age Racism«. Was verstehen Sie unter diesem Begriff?

New Age ist ein Konzept aus den späten sechziger Jahren, mit dem an die Selbstverantwortung appelliert wurde, nach dem Motto: Wenn du dich richtig ernährst, erkrankst du auch nicht an Krebs. Ich benutze den Begriff New Age Racism deswegen, weil heute die Ursache der sozialen Probleme nicht mehr in der Gesellschaft gesucht wird, sondern bei den Individuen. Bill Clinton hat einmal gesagt, dass Martin Luther King beim Anblick der heutigen Situation der Schwarzen sagen würde: Ich starb für eure Freiheit, und was habt ihr damit gemacht?

Clintons Botschaft war, dass es keinen Rassismus mehr gibt. Die Schwarzen waren doch frei, aber sie haben ihre Freiheit vermasselt. So wie man uns weismachen will, dass der Klimawandel deswegen eintritt, weil wir das falsche Haarspray benutzen, will man nicht länger über die Verhältnisse reden, die dazu führen, dass die Hälfte aller Gefängnisinsassen der USA schwarz sind, obwohl der Anteil der Schwarzen an der Gesamtbevölkerung nur 13 Prozent beträgt. Die Missstände seien nicht länger eine Frage des Kapitalismus oder des Rassismus, sondern eine Frage des schlechten Benehmens Einzelner. Das ist die Ideologie des New Age.

Ich finde es immer wieder verblüffend, dass Statistiken, die in Deutschland quer durch die politische Bank zur Hetze gegen Migrant_innen verwendet werden — nämlich dass „Ausländer“ an Straftaten überproportional beteiligt seien —, im Diskurs über Schwarze in den USA allein für die Gewalt rassistischer Verhältnisse stehen. Es ist wie verhext: Selbst die Jungle World käme nie auf die Idee, die mit „Südländern“ vollgepropften Gefängnisse als Teil einer die gesamte deutsche Gesellschaft durchziehenden rassistischen Maschinerie zu deuten. Denn auch hier wird die „Kriminalität“, die von migrantischen Jugendlichen „ausgeht“, noch immer diesen selbst vorgehalten statt den Verhältnissen, die sie dort positionieren, wo man zum Delinquenten* (gemacht) wird.

    * Delinquent – The concept that eventually replaces that of the „prisoner“, according to Foucault. The delinquent is created by the operation of the carceral system and the human sciences, and strictly separated from other popular illegal activities. He is part of a small, hardened group of criminals, identified with the lower social classes. Most importantly, he is defined as „abnormal“, and analyzed and controlled by the mechanisms that Foucault describes. There are several advantages in replacing the criminal by the delinquent: delinquents are clearly set apart from the rest of society, and therefore easy to supervise and control. A small, controlled group is far easier to cope with than the alternative: large roaming bands of brigands and robbers, or revolutionary crowds. In part, Foucault argues that the figure of the delinquent was a response to the danger presented by the lower orders in the nineteenth century. [zurück]

Ab ins Lager!

Mit der Errichtung von Lagern für straffällig gewordene Heranwachsende nähern sich die innenpolitischen Repressionsbemühungen der Berliner Regierung historischen Vorläufern. Die Einrichtungen, die offiziell mit englischer Bezeichnung versehen werden („Camps“), um Erinnerungen an die Lager der NS-Zeit nicht zu wecken, werden besonders mit ausländischen Heranwachsenden in Verbindung gebracht und als Alternative zu deren Abschiebung gehandelt. Sie erweitern das bestehende Netz von Lagern zwecks Sammlung in Deutschland nicht erwünschter Ausländer. (Weiterlesen …)

(via)