Lysis Comments http://lysis.blogsport.de Greek for Dissolution Mon, 30 Oct 2017 15:32:23 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Zur Iranischen Revolution 1978/1979 ¦ tiara013 http://lysis.blogsport.de/2005/07/27/die-wahre-geschichte-des-ernest-perron/#comment-102005 Wed, 07 Aug 2013 17:26:27 +0000 http://lysis.blogsport.de/2005/07/27/die-wahre-geschichte-des-ernest-perron/#comment-102005 [...] * Dieser Text von Alex Capus gibt einige Einblicke in das Leben bzw. die Jugend dieses letzten Schahs: http://lysis.blogsport.de/2005/07/27/die-wahre-geschichte-des-ernest-perron/ [...] […] * Dieser Text von Alex Capus gibt einige Einblicke in das Leben bzw. die Jugend dieses letzten Schahs: http://lysis.blogsport.de/2005/07/27/die-wahre-geschichte-des-ernest-perron/ […]

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by: deimudda http://lysis.blogsport.de/2007/02/02/wer-ist-dein-gott/#comment-99276 Mon, 17 Sep 2012 23:41:01 +0000 http://lysis.blogsport.de/2007/02/02/wer-ist-dein-gott/#comment-99276 ich bin TAKTLOOOOSSSS BIAAAAAAAAATCH ich bin TAKTLOOOOSSSS BIAAAAAAAAATCH

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by: Badehäuser in Baku 2 « rhizom http://lysis.blogsport.de/2009/09/05/a-friendship-of-the-strongest-kind/#comment-97195 Mon, 25 Jun 2012 19:01:52 +0000 http://lysis.blogsport.de/2009/09/05/a-friendship-of-the-strongest-kind/#comment-97195 [...] Aserbaidschan ist nicht das traditionell «muslimische Land», als welches es Kraushaar und Konsorten zu konstruieren versuchen. Es ist eine ehemalige Sowjetrepublik, die von der KPdSU 70 Jahre lang im Vollwaschgang modernisiert wurde. Die Regierung wird noch heute von der Nachfolgepartei der 1991 zum Ölrentenkapitalismus konvertierten «KP der aserbaidschanischen SSR» gestellt. Und auch wenn vom einstigen Programm nicht mehr viel übrig geblieben ist, hat man sich als Relikt aus vergangenen Tagen zumindest noch den radikalen Laizismus bewahrt. «Christliche konnotierte Männerfreundschaft» in den USA des 19. Jh.?Auf Kraushaars hämische Frage, ob «— wie es in queerer Terminologie heißt —» das Konzept von Homosexualität in Aserbaidschan womöglich «ein ganz anderes» sei, darf man mit Blick auf die herrschende Partei des Landes mit einem schlichten «Njet» antworten. Auch sie sieht, wie Kraushaar, gleichgeschlechtliches Begehren als Ausdruck einer devianten Persönlichkeit und Konstituens einer «sexuellen Minderheit». So sendete das staatliche Fernsehen AzTV am 22. April 2008 ein Videoband, das einen regierungskritischen Journalisten und einen liberalen Oppositionspolitiker als angebliche «Schwule» miteinander in Verbindung brachte «Agil Khalil [der Journalist] hat nicht nur die gleiche Persönlichkeit wie Ali Karimli [der Politiker], sondern auch die gleiche Farbe,» behauptet der Programmsprecher in Anspielung auf «goluboi» (hellblau), den umgangs­sprachlichen russischen Ausdruck für einen schwulen Mann. «Es sieht so aus, als ob die Neigung zu [dieser] sexuellen Minderheit eine Schwäche von Ali Karimli und seinem Zirkel ist.» Um seine Behauptungen zu untermauern, zitiert der Sender eine «Liste von Leuten, mit denen Agil Khalil freundliche Beziehungen pflegt». Kerimli, so der Film weiter, habe Khalils «jugendliche Leidenschaft» vermutlich «in die verkehrte Richtung gelenkt». [...] […] Aserbaidschan ist nicht das traditionell «muslimische Land», als welches es Kraushaar und Konsorten zu konstruieren versuchen. Es ist eine ehemalige Sowjetrepublik, die von der KPdSU 70 Jahre lang im Vollwaschgang modernisiert wurde. Die Regierung wird noch heute von der Nachfolgepartei der 1991 zum Ölrentenkapitalismus konvertierten «KP der aserbaidschanischen SSR» gestellt. Und auch wenn vom einstigen Programm nicht mehr viel übrig geblieben ist, hat man sich als Relikt aus vergangenen Tagen zumindest noch den radikalen Laizismus bewahrt. «Christliche konnotierte Männerfreundschaft» in den USA des 19. Jh.?Auf Kraushaars hämische Frage, ob «— wie es in queerer Terminologie heißt —» das Konzept von Homosexualität in Aserbaidschan womöglich «ein ganz anderes» sei, darf man mit Blick auf die herrschende Partei des Landes mit einem schlichten «Njet» antworten. Auch sie sieht, wie Kraushaar, gleichgeschlechtliches Begehren als Ausdruck einer devianten Persönlichkeit und Konstituens einer «sexuellen Minderheit». So sendete das staatliche Fernsehen AzTV am 22. April 2008 ein Videoband, das einen regierungskritischen Journalisten und einen liberalen Oppositionspolitiker als angebliche «Schwule» miteinander in Verbindung brachte «Agil Khalil [der Journalist] hat nicht nur die gleiche Persönlichkeit wie Ali Karimli [der Politiker], sondern auch die gleiche Farbe,» behauptet der Programmsprecher in Anspielung auf «goluboi» (hellblau), den umgangs­sprachlichen russischen Ausdruck für einen schwulen Mann. «Es sieht so aus, als ob die Neigung zu [dieser] sexuellen Minderheit eine Schwäche von Ali Karimli und seinem Zirkel ist.» Um seine Behauptungen zu untermauern, zitiert der Sender eine «Liste von Leuten, mit denen Agil Khalil freundliche Beziehungen pflegt». Kerimli, so der Film weiter, habe Khalils «jugendliche Leidenschaft» vermutlich «in die verkehrte Richtung gelenkt». […]

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by: Die Inflationierung des Antisemitismus « rhizom http://lysis.blogsport.de/2007/08/08/linker-antisemitismus-und-andere-schimaeren-iii/#comment-93898 Mon, 30 Jan 2012 06:04:51 +0000 http://lysis.blogsport.de/2007/08/08/linker-antisemitismus-und-andere-schimaeren-iii/#comment-93898 [...] Susann Witt-Stahl über die ideologische Funktion des Antisemitismusberichts des Deutschen Bundestags, der, obwohl über 90% aller antisemitischen Straftaten von Rechten ausgehen, den Antisemitismus als neue Verleumdungs­strategie gegen Linke und Migranten entdeckt – und den Begriff durch seine Inflationierung dabei unwiderruflich beschädigt: Noch mehr aber stört die Merkel-Regierung die Erinnerung an die finsterste Epoche in der Geschichte des deutschen Imperialismus und der sich aus ihr ableitende Kategorische Imperativ „Nie wieder Krieg!“ (der untrennbar mit der Forderung „Nie wieder Faschismus“ verbunden ist) bei der Durchsetzung der Agenda der Berliner Republik: Ob mit KFOR in Jugoslawien, mit ISAF in Afghanistan, als Dienstleister der US-Armee im Irakkrieg, die Operation Atalanta, vielleicht bald neue Missionen gegen Syrien und den Iran – Deutschland, mittlerweile weltweit drittgrößter Rüstungsexporteur, will nicht in der zweiten Reihe marschieren bei den Raubzügen des Westens für die Erlangung der Kontrolle über die letzten Ölreserven, zur Erschließung neuer Märkte und Durchsetzung anderer ökonomischer und geopolitischer Interessen. [...] […] Susann Witt-Stahl über die ideologische Funktion des Antisemitismusberichts des Deutschen Bundestags, der, obwohl über 90% aller antisemitischen Straftaten von Rechten ausgehen, den Antisemitismus als neue Verleumdungs­strategie gegen Linke und Migranten entdeckt – und den Begriff durch seine Inflationierung dabei unwiderruflich beschädigt: Noch mehr aber stört die Merkel-Regierung die Erinnerung an die finsterste Epoche in der Geschichte des deutschen Imperialismus und der sich aus ihr ableitende Kategorische Imperativ „Nie wieder Krieg!“ (der untrennbar mit der Forderung „Nie wieder Faschismus“ verbunden ist) bei der Durchsetzung der Agenda der Berliner Republik: Ob mit KFOR in Jugoslawien, mit ISAF in Afghanistan, als Dienstleister der US-Armee im Irakkrieg, die Operation Atalanta, vielleicht bald neue Missionen gegen Syrien und den Iran – Deutschland, mittlerweile weltweit drittgrößter Rüstungsexporteur, will nicht in der zweiten Reihe marschieren bei den Raubzügen des Westens für die Erlangung der Kontrolle über die letzten Ölreserven, zur Erschließung neuer Märkte und Durchsetzung anderer ökonomischer und geopolitischer Interessen. […]

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by: pressback http://lysis.blogsport.de/2009/07/20/gib-dem-lka-keine-chance/#comment-92885 Mon, 05 Dec 2011 13:54:52 +0000 http://lysis.blogsport.de/2009/07/20/gib-dem-lka-keine-chance/#comment-92885 Ich hab mir vor ein paar Monaten wegen der Tipps hier ein Postfach bei india eingerichtet und kann davon nur abraten. Meine Mails verschwanden permanent in irgendwelchen SPAMordnern, wurden von Listen nicht akzeptiert usw. Keine Ahnung, ab es die Kombi von "exotischem" Server plus pgp-Buchstabensalat ist oder was auch immer, jedenfalls werd ich das Postfach wohl wieder ändern müssen. Falls jemand also gute Vorschläge hat, bei denen sich das Problem evtl. weniger stellen könnte: Immer her damit! Sonst wird es wohl ein Postfach bei riseup. Ich hab mir vor ein paar Monaten wegen der Tipps hier ein Postfach bei india eingerichtet und kann davon nur abraten. Meine Mails verschwanden permanent in irgendwelchen SPAMordnern, wurden von Listen nicht akzeptiert usw. Keine Ahnung, ab es die Kombi von „exotischem“ Server plus pgp-Buchstabensalat ist oder was auch immer, jedenfalls werd ich das Postfach wohl wieder ändern müssen.

Falls jemand also gute Vorschläge hat, bei denen sich das Problem evtl. weniger stellen könnte: Immer her damit! Sonst wird es wohl ein Postfach bei riseup.

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by: “Anti”deutsche brüllen palästinensische “Queers” nieder « rhizom http://lysis.blogsport.de/2007/08/08/linker-antisemitismus-und-andere-schimaeren-iii/#comment-88951 Mon, 01 Aug 2011 15:16:37 +0000 http://lysis.blogsport.de/2007/08/08/linker-antisemitismus-und-andere-schimaeren-iii/#comment-88951 [...] Das brachte das Fass endgültig zum Überlaufen, und eine Gruppe “anti”deutscher Brüllaffen versuchte nun lautstark, die weitere Verlesung der Stellungnahme “palästinensischer Queer-Aktivist_innen” zu unterbinden. Es ist schon eine Schande, wie passiv sich die umstehende Menge zum schamlosen Gebaren dieser Idioten verhielt. Denn dass die Solidarität mit Palästinenser_innen antisemitisch wäre – und handele es sich auch um “queere” Palästinenser_innen, die sich ihrer politischen Instrumentalisierung und Objektivierung widersetzen – ist eine Denunziantenstück, das sich innerhalb der undogmatischen Linken, wenn auch nur in Deutschland, mittlerweile völlig durchgesetzt zu haben scheint. [...] […] Das brachte das Fass endgültig zum Überlaufen, und eine Gruppe “anti”deutscher Brüllaffen versuchte nun lautstark, die weitere Verlesung der Stellungnahme “palästinensischer Queer-Aktivist_innen” zu unterbinden. Es ist schon eine Schande, wie passiv sich die umstehende Menge zum schamlosen Gebaren dieser Idioten verhielt. Denn dass die Solidarität mit Palästinenser_innen antisemitisch wäre – und handele es sich auch um “queere” Palästinenser_innen, die sich ihrer politischen Instrumentalisierung und Objektivierung widersetzen – ist eine Denunziantenstück, das sich innerhalb der undogmatischen Linken, wenn auch nur in Deutschland, mittlerweile völlig durchgesetzt zu haben scheint. […]

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by: “Anti”deutsche brüllen palästinensische “Queers” nieder « rhizom http://lysis.blogsport.de/2005/10/27/sex-zwischen-maennern-in-israel-und-palaestina-anno-1970/#comment-88949 Mon, 01 Aug 2011 14:23:31 +0000 http://lysis.blogsport.de/2005/10/27/sex-zwischen-maennern-in-israel-und-palaestina-anno-1970/#comment-88949 [...] In den besetzten Gebieten steht zwar eine wichtige Debatte um sexuelle Selbstbestimmung an (gleichgeschlechtlicher Sex, in der Westbank weiterhin legal, ist in Gaza vor einigen Jahren verboten worden). Für eine solche Auseinandersetzung ist der Partikularismus “queerer Identität” aber nicht nur bedeutungslos, sondern geradezu kontraproduktiv. Er dient allein den Bedürfnissen der westlich-metropolitanen Linken und ihrer postmodernen Vorstellungswelt, in der gleichgeschlechtlicher Sex bereits fest an eine deviante Identität gebunden ist, die staatlich beschützt und reguliert werden muss. [...] […] In den besetzten Gebieten steht zwar eine wichtige Debatte um sexuelle Selbstbestimmung an (gleichgeschlechtlicher Sex, in der Westbank weiterhin legal, ist in Gaza vor einigen Jahren verboten worden). Für eine solche Auseinandersetzung ist der Partikularismus “queerer Identität” aber nicht nur bedeutungslos, sondern geradezu kontraproduktiv. Er dient allein den Bedürfnissen der westlich-metropolitanen Linken und ihrer postmodernen Vorstellungswelt, in der gleichgeschlechtlicher Sex bereits fest an eine deviante Identität gebunden ist, die staatlich beschützt und reguliert werden muss. […]

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by: “Anti”deutsche brüllen palästinensische “Queers” nieder « rhizom http://lysis.blogsport.de/2007/07/15/unholy-alliance-islamism-the-gay-international/#comment-88935 Mon, 01 Aug 2011 05:34:41 +0000 http://lysis.blogsport.de/2007/07/15/unholy-alliance-islamism-the-gay-international/#comment-88935 [...] Für die Auseinandersetzungen in der palästinensischen Gesellschaft selbst, in der gleichgeschlechtlicher Sex entgegen anderslautenden Behauptungen völlig legal ist, eine allgemeine Debatte um sexuelle Selbstbestimmung aber dennoch ansteht und gegen die Angriffe der Islamisten gewonnen werden muss, ist diese leere Gummi-Identität in Wahrheit völlig bedeutungslos. Sie dient allein den Bedürfnissen der westlich-metropolitanen Linken und ihrer heteronormativen Vorstellungswelt, in der gleichgeschlechtlicher Sex eine deviante Identität voraussetzt, die paternalistisch beschützt werden muss. [...] […] Für die Auseinandersetzungen in der palästinensischen Gesellschaft selbst, in der gleichgeschlechtlicher Sex entgegen anderslautenden Behauptungen völlig legal ist, eine allgemeine Debatte um sexuelle Selbstbestimmung aber dennoch ansteht und gegen die Angriffe der Islamisten gewonnen werden muss, ist diese leere Gummi-Identität in Wahrheit völlig bedeutungslos. Sie dient allein den Bedürfnissen der westlich-metropolitanen Linken und ihrer heteronormativen Vorstellungswelt, in der gleichgeschlechtlicher Sex eine deviante Identität voraussetzt, die paternalistisch beschützt werden muss. […]

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by: bigmouth http://lysis.blogsport.de/2008/06/08/marxismus-mystizismus-iii/#comment-86807 Tue, 07 Jun 2011 22:49:22 +0000 http://lysis.blogsport.de/2008/06/08/marxismus-mystizismus-iii/#comment-86807 marx lesen und glauben, Sohn Rethel wäre die korrekte fortsetzung... fremdscham! marx lesen und glauben, Sohn Rethel wäre die korrekte fortsetzung… fremdscham!

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by: martin dornis http://lysis.blogsport.de/2008/06/08/marxismus-mystizismus-iii/#comment-86794 Tue, 07 Jun 2011 13:54:40 +0000 http://lysis.blogsport.de/2008/06/08/marxismus-mystizismus-iii/#comment-86794 Warum die Bezeichnung "Weichspültheoretiker" "unterirdisch" sein soll, ist mir nicht klar. Man lese etwa die ersten drei Kapitel von Marx im Kapital 1 (oder am besten in der Erstauaflage das erste kapitel: Ware und Geld)bzw. das "Kapitel vom Geld" in den Grundrissen und halte Heinrichs Ausführungen in seiner Einführung dagegen. Unschwer lässt sich feststellen, dass die philosophische und erkenntnistheoretische Schärfe, die das Marxsche Werk kennzeichnet - und die namentlich von adorno und besonders Sohn-Rethel weitergetrieben wurde - von heinrich nicht gehalten wird. Heinrich präsentiert uns einen Marx, der völlig vom "hegelschen Ballast" gereinigt ist. An sich wäre das nicht weiter wild - es könnte halt eine position unter mehreren zum Thema Marxsche Kritik der politischen Ökonomie sein. Wenn allerdings - wie ich das bei Vorträgen bei Leuten aus linken Gruppen desöfeteren gehört abe - Heinrich an Stelle von marx gelesen wird, dann wird die sache haarig. Heinrich ignoriert die Perspektive der Marxschen Erkenntniskritik vollständig, blendet aus dass das marxsche Werk eine grundlegende Kritik dessen nach sich ziehen muss, was heute unter "Wissenschaft" verstanden wird - was sich auch darin ausdrückt, dass er aus der Marxschen kritik eine "Wissenschaft vom Wert" macht.Ebenso unklar ist mir, wieso für das Urteil über die Marxinterpretation plötzlich "Normalmenschen" herhalten sollen bzw. wieso eine Betrachtung "von außen" der Maßstab sein soll. Für Gesellschaftskritik hängt alles davon ab, was für einen Begriff von Gesellschaft jemand entfaltet. Und diesbezüglich sind die Unterschiede tatsächlich grundlegend. Das die Wichtigkeit dieser Problematik nicht gesehen wird, verführt mich nun meinerseits zu einem "seufz". Warum die Bezeichnung „Weichspültheoretiker“ „unterirdisch“ sein soll, ist mir nicht klar. Man lese etwa die ersten drei Kapitel von Marx im Kapital 1 (oder am besten in der Erstauaflage das erste kapitel: Ware und Geld)bzw. das „Kapitel vom Geld“ in den Grundrissen und halte Heinrichs Ausführungen in seiner Einführung dagegen. Unschwer lässt sich feststellen, dass die philosophische und erkenntnistheoretische Schärfe, die das Marxsche Werk kennzeichnet – und die namentlich von adorno und besonders Sohn-Rethel weitergetrieben wurde – von heinrich nicht gehalten wird. Heinrich präsentiert uns einen Marx, der völlig vom „hegelschen Ballast“ gereinigt ist. An sich wäre das nicht weiter wild – es könnte halt eine position unter mehreren zum Thema Marxsche Kritik der politischen Ökonomie sein. Wenn allerdings – wie ich das bei Vorträgen bei Leuten aus linken Gruppen desöfeteren gehört abe – Heinrich an Stelle von marx gelesen wird, dann wird die sache haarig.
Heinrich ignoriert die Perspektive der Marxschen Erkenntniskritik vollständig, blendet aus dass das marxsche Werk eine grundlegende Kritik dessen nach sich ziehen muss, was heute unter „Wissenschaft“ verstanden wird – was sich auch darin ausdrückt, dass er aus der Marxschen kritik eine „Wissenschaft vom Wert“ macht.Ebenso unklar ist mir, wieso für das Urteil über die Marxinterpretation plötzlich „Normalmenschen“ herhalten sollen bzw. wieso eine Betrachtung „von außen“ der Maßstab sein soll. Für Gesellschaftskritik hängt alles davon ab, was für einen Begriff von Gesellschaft jemand entfaltet. Und diesbezüglich sind die Unterschiede tatsächlich grundlegend. Das die Wichtigkeit dieser Problematik nicht gesehen wird, verführt mich nun meinerseits zu einem „seufz“.

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