Tag-Archiv für 'art'

Sonntagsgesicht

Kein Bock auf Arbeit …


„Die neue Asozialenhymne“ (via ignaz)

Stop the Clash of Civilizations

Mediengruppe Telekommander

Snapshot

Mal abgesehen davon, dass mein Interesse für Tagespolitik sich schwer in Grenzen hält und ich keinen Grund sehe, Eulen nach Athen zu tragen (also bitte keine weiteren Aufforderungen per Kommentar, mich mit irgendetwas zu solidarisieren oder mein Versäumnis nachzuholen, sich in Abscheu vor den Protesten durchgeknallter Fundis zu winden), hier ein Bild, das es mir angetan hat. Selten heutzutage, dass Pressefotografen sich einen Rest von künstlerischem Anspruch bewahrt haben:

Religiöser Mann vor brennender Botschaft in Beirut

Zwischen Sexismus und Antisexismus

Ein bisschen ein schlechtes Gewissen hab ich schon, dass ich auf meinen einstigen Lieblingszeichner Enki Bilal so eingedroschen habe. Vergleicht man den von mir geposteten Bild-Ausschnitt beispielsweise mit Szenen aus Frank Herberts „Dune“, so ist der homophobe Subtext doch kaum der Rede wert.

Auch den Vorwurf, Bilal sei in seiner objektivierenden Darstellung des Weiblichen ein wenig sexistisch, muss ich relativieren. Ich empfehle einmal zum Vergleich, die Bände des berühmten Heavy Metal Magazines zur Hand zu nehmen, in dem seit Mitte der 70er einige der besten Phantasy und Science Fiction Comics der Zeit — neben Moebius unter anderem auch Enki Bilal — erschienen sind. Das Magazin war im Vergleich zum gängigen Massenramsch von Spider Man bis Donald Duck natürlich verflucht teuer und konnte überhaupt nur dadurch bestehen, dass es immer wieder den letzten pornographischen Dreck ins Heft nahm. Ein Titelbild, auf dem keine prallen Möpse zu sehen waren, bedeutete sofortigen Umsatzeinbruch. Der durchschnittliche Leser war eben nicht bereit, so viel Geld für ein „bloßes“ Comic-Heft auszugeben, sehr wohl aber für die Inszenierung männlicher Sex- und Vergewaltigungsphantasien.

Enki Bilal gehörte zu denjenigen Zeichnern, die sich nie auf eine solche Ebene herabließen, die aber, wie viele andere, damals noch auf dieses abstoßende Publikationsumfeld angewiesen waren. Die Darstellung einer ausschließlich heterosexuell konnotierterten Erotik, in der Frauen nur als Objekte des männlichen Begehrens existierten, gehörte zwar auch für ihn zum Standardrepertoir; sie wurde aber an einigen Stellen, so z.B. in Die Frau aus der Zukunft, dem zweiten Band seiner großen Science-Fiction-Trilogie, durchaus von antisexistischen Aussagen unterbrochen. Wie z.B. in dieser Szene:

Enki Bilal, Die Frau aus der Zukunft

Das alles ändert jedoch wenig an der erzählerischen Schwäche von Bilals Comics, die auch durch die großartigen Zeichnungen nicht wettzumachen ist.

Postantideutscher Sympathieträger

Pim Fortuyn

AgitProp Reloaded

You do have to see this! :)

leftfield hip hop

(via male.dei)