Tag-Archiv für 'hate-speech'

Fuck you

(via mädchenblog)

Hurra, Henryk jetzt beim Kurier?

Berliner Kurier: "1. Islam-Grill in Berlin"

Titelseite „Berliner Kurier“ vom 2. 7. ’09

De Regli isch en Souhund

Zürich, 1482: Ritter Richard von Hohenburg wird mit seinem Burschen Anton Mätzler aus Lindau im Beisein von 10 000 Menschen wegen der "Ketzerei", die sie aneinander begangen hätten, lebendig verbrannt.Tagesanzeiger, 28. 4. 09:

Zum Eclat kams gestern im Kantonsrat direkt vor der Kaffeepause. Landwirt Michael Welz (Oberembrach), Sprecher der religiös-konservativen EDU, baute in seiner Fraktionserklärung alle Vorurteile gegen Schwule ein. Homosexualität sei nicht gottgewollt und «mit vielen gesundheitlichen Risiken behaftet». Wenn mit der Euro-Pride 09 in den nächsten Wochen schwul-lesbische Festivitäten unterstützt würden, sei das ein Propagandafeldzug «zur Beeinflussung unserer Jugend und Gesellschaft».

Die Stadt Zürich werde fünf Wochen lang zu einer Werbeplattform für den homosexuellen Lebensstil umfunktioniert und wende sich damit «vom Segen Gottes ab», sagte Kantonsrat Welz. Völlig unverantwortlich sei deshalb, dass mit der Unterstützung durch Zürich Tourismus, der SBB und der Stadt Zürich «staatliche Sponsorengelder» in diesen verwerflichen Anlass flössen. «Gott schenke Befreiung aus der Homosexualität», rief er vor konsternierten Zuhörern in den Saal.

Tagesanzeiger, 29. 4. 09: (mehr…)

Böses Christentum

„Daniel Regli“ via EuroPrideTV:

Diese ewige Anklage des Christenthums will ich an alle Wände schreiben, wo es nur Wände giebt, — ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu machen … Ich heisse das Christenthum den Einen grossen Fluch, die Eine grosse innerlichste Verdorbenheit, den Einen grossen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, — ich heisse es den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit … (Friedrich Nietzsche)

Stop Racism and Homophobia

Initiative Stop Murder Music Bern über ihre Aktivitäten gegen homophobe Hasslyrik in der populären Jugendgesangskultur: „Wir haben uns bisher auf [die Aufrufe zu] Mord und Totschlag reduziert, weil alles andere würde unsere eh schon kleinen Kapazitäten extrem übersteigen.“

BILD lässt die Hunde los

Seitdem der Feuilleton-Chef der ZEIT, Jens Jessen, ein paar richtige Anmerkungen zu der von Rentnern kultivierten Atmosphäre der Intoleranz gemacht hat, wütet der landeseigene Lynchmob und will ihn am liebsten am nächsten Baum aufknüpfen. Die Süddeutsche Zeitung fasst die ungefilterten Reaktionen des deutschen Netzkübels schlaglichtartig zusammen:

Angefeuert durch Bild und FAZ, tobt nun eine Welle der Empörung in Internetforen, Blogs, und Userkommentaren. Was dort zu lesen ist, ist zuweilen justiziabel: Man solle dem “Deutschland-Hasser”, diesem “hinterhältigen und verdorbenen Gesellen”, dem “charakterlosen Wurm” auf die “Fresse hauen”, den “ekelhaften Rotfaschisten” auf den “Müllhaufen der Geschichte” werfen, das “widerliche linke Schwein” in der U-Bahn so verprügeln, “dass er sich für den Rest seines Lebens von Flüssignahrung ernähren muss”. Es wird gefragt, ob man ihm “bei Gelegenheit den Schädel eintreten” dürfe, oder gefordert, dass “Schläge das Denkvermögen” erhöhen mögen und sich der “Perversling” schämen soll und schließlich wird dort gehofft, dass Jessen seinen Job verliert, “oder besser noch: Verschwinden Sie aus Deutschland. Ich klage Sie an wegen Verbrechen gegen das deutsche Volk” — und so geht das in Hunderten Kommentaren in einem fort. Es kann einem schlecht werden dabei.

(via)