Tag-Archiv für 'heteronormativity'

A friendship of the strongest kind

Picturing Men 1Jonathan Katz interprets the American 19th-century construction of male-male love in a college guy’s secret diary:

On February 2, 1837, Albert Dodd, then nineteen or twenty years old, contemplated in his diary the emotional ups and downs of his past year at Washington College (now Trinity), in Hartford, Connecticut: “First, the friend I loved,” a classmate, John Heath, “the first one whom I had ever truly loved in this wide world, became estranged from me, as I indeed did from him.” […]

Dodd wondered what to name his feeling for Heath: “It is not friendship merely which I feel for him, or it is friendship of the strongest kind. It is a heartfelt, a manly, a pure, deep, and fervent love.” This is literally a defining moment in his diary. Dodd toyed with the word “friendship,” but then rejected if for “love,” qualified as especially intense. Adding qualifiers to the terms “love” and “friendship” was one of the main ways that men of this time affirmed their special feeling for men. […] (mehr…)

Queer Labor Hannover: 11. bis 20. August

Queer Labor Hannover

Bolshevism and the Production and Regulation of „Homosexuality“

Nach diversen Anstalten, dieses an sich schon vergriffene Buch noch halbwegs günstig aus den USA verschifft zu bekommen …


… warte ich jetzt so aufgeregt wie ein kleines Kind zwei Wochen vor der nächsten Jahresendzeitfeier!

„Homophober Moslem, toleranter Westen?“ (Termin-Update)

Brauch jetzt wohl langsam nicht mehr viel dazu zu sagen. Hier die nächsten Termine mit Vortrag (keine Lesung, wie mancherorts angekündigt!) und ausgiebiger Diskussion zum Thema „Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt“. (Die Diskussionen, denen ich möglichst großen Platz einräume, machen mir eigentlich von mal zu mal mehr Spaß; vielleicht, weil ich in meinen Antwortversuchen immer routinierter werde, ganz sicher aber auch deshalb, weil die Qualität der Fragen und Beiträge in letzter Zeit so enorm zugenommen hat, dass ich den Eindruck habe, jedes Mal was Neues – einen Gedanken oder eine andere Perspektive – mit nach Hause zu nehmen. Dafür danke!)

OLDENBURG
So, 17. Mai ’09, 17:00 Uhr
Infoladen „Roter Strumpf“
Alhambra
Hermannstr. 83

DRESDEN
Mi, 27. Mai ’09, 19:30 Uhr
Hörsaalzentrum (HSZ)
Bergstr. 64, Raum 201
Veranstalter: SchLaU Dresden

MÜLHEIM an der Ruhr
Fr, 5. Juni ’09, 20:00 Uhr
Autonomes Zentrum (AZ)
Auerstr. 51
Veranst.: Genderterror.de

ZÜRICH
So, 7. Juni ’09, 11:00 Uhr
Les Complices
Anwandstr. 9
Veranst.: off_pride

CHEMNITZ
Di, 9. Juni ’09, 17:00 Uhr
Neues Hörsaalgebäude (TU)
Reichenhainer Str. 90, Raum N010
Veranst.: Rosa-Luxemb.-Stiftung

HANNOVER
Mo, 17. August ’09, 19:30 Uhr
Annabee Buchladen
Stephanusstr. 12-14
Veranst.: Queer Labor

Homophober Moslem, toleranter Westen? (Radiointerview)

Interview mit Radio Z zur Veranstaltung „Homophober Moslem, toleranter Westen?“ in Nürnberg vor anderthalb Wochen. Nächster Termin in der Tour-Reihe heute, am 5. Mai, um 19:30 in der Werkstatt 3 (Hamburg).

Buchbesprechung

In „Rosige Zeiten“ ist jetzt die erste Rezension zum jüngst im Männerschwarm-Verlag erschienenen Buch Die Vertreibung aus dem Serail erschienen. Außerdem gibt es in Halle am 5. November die erste öffentliche Buchpräsentation. Weitere Termine in Leipzig, Berlin und Bielefeld folgen.

Lesehinweis

Homophobie im Dschungel

„Der Junge aus dem Türken-Knast“

Ich lach mich wirklich schlapp. Die BILD, die noch vor zwei Jahren über die Hinrichtung der beiden Teenager Ayaz Marhoni und Mahmud Asgari titelte: „Hier werden zwei Kinderschänder gehängt“, bricht über das Schicksal des Marco W. („der Junge aus dem Türken-Knast“) jetzt fast in Tränen aus. Was macht eigentlich Ayaz und Mahmud zu „Kinderschändern“, Marco W. dagegen zum Mitleid und Solidarität erheischenden Justizopfer? Kommt diese neue Einfühlung in die Seele von jugendlichen „Missbrauchern“ daher, dass Marcos mutmaßliches Verbrechen heterosexueller Natur war? Oder hat es einfach nur mit dem aus der Sicht der BILD-Zeitung beklagenswerten Umstand zu tun, dass ein teutscher Volksgenosse in die Hände von Türken gefallen ist?

Richter Frank jedenfalls fällt es von Berufs wegen etwas schwer, die geballte nationale Empörung ob der „ungerechten Behandlung“ von Marco W. zu verstehen, würden deutsche Behörden in einem solchen Fall doch recht ähnlich handeln: (mehr…)