Tag-Archiv für 'imperialism'

„Mono für Alle!“ vor buhenden Exantideutschen <3

Und dabei so wahr, so wahr …

Remember 9/11

„Am 11. September vor 35 Jahren wurde Südamerikas Hoffnung brutal zerstört, die lateinamerikanischen Bürger kapitalistisch kolonialisiert, sie wurden für Jahrzehnte ihrer Bodenschätze beraubt und in den Hunger getrieben. Diese neue Weltordnung im Süden Amerikas war der Test, der später in anderen Staaten zur Anwendung kommen sollte.“ (via)

Urlaub auf Kuba

Obama will Reisefreiheit für US-Amerikaner.

Der Krieg als Vater aller Dinge

Da Che, der Sympathie mit „Anti“deutschen ansonsten unverdächtig, seinen Leser_innen die neue Phase 2 empfohlen hat, ging ich mir die gleich mal kaufen. Angetan hat’s ihm besonders eine Passage aus einem Artikel, der vom Ressortleiter „Ausland“ der linksbellizistischen Wochenzeitung Jungle World besorgt wurde: Jörn Schulz.

Vordergründig (und im Einklang mit der objektiven Entwicklung in den USA) zum außenpolitischen „Realismus“ zurückfindend, vertritt der Mann in Wirklichkeit eine krude Histomat-Weltanschauung, wonach das Ziel in den peripheren Ausbeutungszonen des Weltsystems erstmal eine „nachholende kapitalistische Entwicklung“ sowie die „Durchsetzung von Lohnarbeit und Warenproduktion als gesellschaftliche Prinzipien“ sein müssten — gerade so, als hätte er noch nie davon gehört, dass die „Unterentwicklung“ der sog. Dritten Welt Effekt ihrer abhängigen Entwicklung vom kapitalistischen Weltmarkt ist und nicht etwa der Tatsache zu verdanken, dass ihre Integration in den Kapitalismus noch nicht hinreichend bewerkstelligt wäre. (mehr…)

White men saving brown girls

Kinderprostitution auf den Philippinen„Liebe ist ein Wort aus dem dekadenten Westen“, denn in Afghanistan kennt man so was nicht. Das zumindest postuliert der „kriegsgeile Hardliner Leon de Winter“ (EE) auf SPON. „Liebe ist ein Wort aus fernen Gedichten und Liedern, ein Wort aus dem dekadenten Westen, wo sie keine Ahnung haben von der Härte einer Existenz in der Wüste und vom unaufhörlichen Krieg, der die Essenz des Lebens ist, in diesem Teil der Welt“, dichtet der Schriftsteller aus den Niederlanden im schlechten Ernst-Jünger-Style und gewahrt im Foto von Leuten am Hindukusch den „Blick auf die kollektive Vergangenheit der Menschheit, auf den Horror unserer brutalen Natur“. Denn dieser Natur stehen die Islamis eben noch viel näher als „wir Westler“, die ihrer tierischen Herkunft (welche uns unverstellt aus einem afghanischen Männergesicht anstarrt) solche Phänomene wie „Liebe, Zärtlichkeit, Schönheit, Individualität und Respekt“ erst mühevoll „aufgezwungen haben“. (mehr…)

Ein kleiner Verweis …

… damit die Kurzanmerkungen „zum linken und imperialen Universalismus“ von Miss Taken Identity nicht ganz an euch vorbei gehen.

Divide et impera!

Wer den imperialistischen Interessen Deutschlands im Weg steht, der wird vom SPIEGEL ganz schnell zum menschenrechts-widrigen Diktator erklärt. Ahmadinedschad, mit dem die BRD so gute Geschäfte macht, ist deshalb nach wie vor ein Präsident, Chávez aber ein furchtbarer Tyrann. Schließlich will er, wie Helmut Kohl, die Möglichkeit der unbegrenzten Wiederwahl!

Jungle Welt goes culturalism

Mei, waren das noch Zeiten, als der englische Dichter und Kulturkritiker Matthew Arnold (gest. 1888) culture als „the best that has been thought and said“ definierte — und zwar ganz unabhängig davon, wo es vom Stapel gelassen wurde. Aber Nick Cohen, Renegat der britischen Linken, hält es ja lieber mit der Tradition von Johann Gottfried Herder, der den Kulturbegriff völkisch departmentalisierte:

Die Linke hat im 20. Jahr­hundert die großen Kämpfe um die Gleichberech­tigung der Frauen, gegen den Rassismus und die Homophobie gewonnen. [So, hat sie das?] Aber sie schleppt als Erbe mit sich herum, dass es rassistisch sei, andere Kulturen zu kritisieren, und seien sie noch so autoritär.

Herr Cohen, vielleicht ist es ja auch schon rassistisch, die Gesellschaften des Nahen und Mittleren Ostens als „andere Kulturen“ zu betiteln? (Einmal davon abgesehen, wie unverschämt es ist, Homophobie und Rassismus überhaupt unter „Kultur“ zu fassen; in Ihrem eigenen Fall tun sie das doch auch nicht!) Aber da haben Sie und die von Ihnen denunzierte Linke ja mal was gemeinsam aufzuarbeiten. Am besten im Verein mit dem deutschen Kriegsblättchen, das Sie zusammen mit einem rassistischen Pornostar auf seine neu hingerotzten Seiten geholt hat.