Tag-Archiv für 'nationalism'

Volksgemeinschaft zurück ins Klo

Von vor zwei Jahren und immer noch aktuell:

So werden wir Europameister …

Titanic: So werden wir Europameister!

Selbstverständlichst national

Bekenntnis zu Staat und „deutschen Werten“ — für die Jungle World längst eine Selbstverständlichkeit.

Sie nennen es Befreiung …

Scheckkartenpunk, dieser „anti“deutsche Bahamas-Freak, der sich allen Ernstes darüber mokiert, dass Linke seine Soliparties für den Einsatz von F16-Bombern gegen die iranische Bevölkerung sabotieren, halluziniert über mich:

Die einseitige geschichtsrevisionistische Darstellung der Mauer als Schutzwall gegen ein feindliches Außen verklärt diese zu einer netten Notwendigkeit, die in der Gänze ihrer Funktion bei einem Systemwechsel jederzeit wieder zu installieren wäre.

Das Zitat, in dem ich die Mauer als „Schutzwall gegen ein feindliches Außen“ halluziniert hätte, bleibt er seinen Lesern freilich schuldig. Dass die Mauer nicht aus diesem Grund, sondern weil sie Deutschland seiner Einheit und Souveränität beraubte, eine legitime Strafe für deutsche Verbrechen darstellte, begreift der Scheckkartendepp ebensowenig, wie er sich weigert, die historische Tatsache zur Kenntnis zu nehmen, dass der Mauerfall am 9. November 1989 in einem Zustand nationaler Dauerbesoffenheit mündete und – nebst der damit verbundenen Abschaffung der DDR – die größte Pogromwelle dieses Landes seit dem 9. November 1938 lostrat.

Dass eine Revolution ohne Zerschlagung Deutschlands „nicht meine Revolution“ ist, wird dem „anti“deutschen Scheckkartenbomber vielleicht nicht einleuchten. Aber vielleicht lässt er künftig wenigstens seine psychotischen Unterstellungen sein, nachdem er schon in der Žižek-Diskussion so erbärmlich versagt hat…

Warum Revolution und Deutschland nicht zusammengeht

„Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas. Wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!“

Das mysteriöse Verhältnis der Deutschen zu ihren Bahnhöfen ist nicht nur Lenin aufgefallen. Es ist auch Žižek eine kleine, symptomatische Untersuchung wert:

Warum hat Hamburg drei verschiedene Fernbahnhöfe, die alle an derselben Strecke liegen (Hauptbahnhof, Dammtor und Altona)? Der Unterschied zwischen den beiden ersten, die scheinbar „irrationale“ Tatsache, daß unweit des Hauptbahnhofs ein weiterer Bahnhof (Dammtor) liegt, läßt sich leicht erklären. Die herrschende Schicht wünschte einen Bahnhof, an dem sie den Zug unbehelligt vom „Pöbel“ besteigen konnte. Rätselhafter ist der dritte Bahnhof Altona. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Während er gewissen Quellen zufolge auf die Tatsache verweist, daß manchen diese dänische Siedlung als „all to nah“ (all zu nah) an Hamburg gelegen erschien, ist die wahrscheinlichere Erklärung „all ten au“, „am Bach“. Fakt bleibt jedoch, daß sich die Hamburger Bürger ab dem frühen 16. Jahrhundert ständig über diese kleine, ursprünglich dänische Siedlung nordwestlich des Stadtzentrums beklagten. Hinsichtlich der „All zu nah“-Theorie darf man also das alte italienische Sprichwort wiederholen: se non e vero, e ben‘ trovato. Selbst wenn es auf der Ebene der Fakten nicht stimmt, ist es gut erfunden. Auf diese Weise funktioniert nach Freud ein Symptom: als hysterische Anklage, die auf faktischer Ebene nicht zutrifft, aber dennoch „gut erfunden“ ist, weil darin das Unbewußte zur Sprache kommt. Und dementsprechend besteht die symbolische Funktion des dritten Bahnhofs (Altona) darin, die Eindringlinge, die all zu nahe sind, in einem angemessenen Abstand zu halten, um so den fundamentalen gesellschaftlichen Antagonismus (Klassenkampf) auf den künstlichen Antagonismus zwischen „uns“ (unserer Nation, in der alle Klassen im selben Gesellschaftskörper vereint sind) und „ihnen“ (den fremden Eindringlingen) zu verschieben und so zu mystifizieren.

[…] Dies impliziert natürlich keineswegs, daß die Art und Weise, wie wir uns auf „sie“ beziehen, sekundär wäre und daß wir einfach das Augenmerk zurück auf jenen Antagonismus richten werden, der „unsere“ Gesellschaft von innen spaltet. Die Art und Weise, wie wir uns auf „sie“, auf das dritte Element, beziehen, ist der entscheidende Indikator dafür, wo wir tatsächlich im Hinblick auf diesen inhärenten Antagonismus stehen.

Slavoj Žižek, Die Revolution steht bevor. Dreizehn Versuche über Lenin (Suhrkamp: Ffm., 2002), 65-67.

Die zwanghafte Bemühung der Psychoanalyse darf man gerne überlesen.

Wo Haider dahoam is

Blick nach Österrreich! (via hier und da)

Der Untergang des Abendlands

So stellt sich eine konservative Amerikanerin das Fegefeuer vor:

Europe is on the verge of imploding: Radical Muslims are moving there in droves. Europeans have all but given up on their Christian roots. Moral absolutes are no longer relevant. National pride is a thing of the past.

Jennifer Kabanny, Washington Times, 20/6/2007

Mutterkreuz

bigmouth ist wieder da, diesmal mit einem Beitrag über deutsches Zuchtvieh.