Tag-Archiv für 'nuke'

Israel: A Stalemated Action of History

“Nor will there ever be an administration in Washington ready to do diplomatically what none has ever dared do since 1947, namely compel Israel to make an equitable peace with the Arabs. […] Sober and quite rational Israelis exist, of course, and I cite them often enough, but American policy will be determined by factors having nothing to do with them. Unfortunately, rational Israelis are an all too small minority.” (Gabriel Kolko, Israel: A Stalemated Action of History).

Matt Damon on Sarah Palin

Scary Movie:

Amoklauf der Philosemiten

Am 28. Januar planen die beiden Initiativen I like Israel (ILI) und Honestly Concerned eine Demonstration von Berlin-Alexanderplatz zum Denkmal für die ermordeten Juden unter dem Motto: „Für Israel. Gegen einen neuen Holocaust“. Der Aufruf besteht aus fünf Schlagzeilen:

Irans Präsident Ahmadinedschad plant den Massenmord
Die „Holocaust – Konferenz” in Teheran ist Teil seiner Vorbereitung
Die Entwicklung von Atombomben und Raketen bedroht auch Europa
Der Vergleich mit Hitler ist zutreffend1
Demokraten dürfen nicht schweigen

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Morris‘ plea for pre-emptive genocide

Benny Morris, ein zugegebenermaßen glänzender Historiker, aber zugleich auch ein unerträglicher Sozialdarwinist, ist einigen vielleicht noch von seinem letzten großen Interview mit der Ha‘aretz bekannt, das diese unter den passenden Titel Survival of the Fittest stellte, um den Zynismus von Morris zu brandmarken. Damals sagte er, die Massaker und Vertreibungen während der israelischen Staatsgründung rechtfertigend:

A society that aims to kill you forces you to destroy it. When the choice is between destroying or being destroyed, it’s better to destroy.

Dieses Argument wiederholt Morris nun in einem von Hannes Stein ins Deutsche übertragenen Essay, der heute in der neurechten Tageszeitung Die Welt veröffentlicht wurde. (mehr…)

Der Iran und die Bombe

Wenn man so manchen antideutschen Artikel liest, könnte man denken, der Iran wolle sich Nukleartechnik zulegen, um damit Israel einzuäschern. Die Mullahs seien so verrückt, dass sie es sogar auf einen Krieg ankommen ließen, um ihren eliminatorischen Wahn zu befriedigen. Wie wenig das mit der Realität zu tun hat, demonstriert eine (zugegeben etwas längliche, aber bereits am Anfang sehr aufschlussreiche) Analyse des GegenStandpunkt mit dem Titel „Iran — Aufsichtsobjekt der Großmächte“ (22,9 MB, 1:40 h), in dem sowohl der amerikanische als auch der iranische und der europäische Imperialismus auf seine Zwecke hin untersucht werden.

Selbstverständlich geht es dem Iran zunächst einmal darum, durch den Aufstieg zur Atommacht einen Regimewechsel abzuwenden, den die US-Regierung bereits annonciert hat, als sie diesen Staat offiziell auf die „Achse des Bösen“ setzte — eine Liste von Feindstaaten, die sie in den nächsten Jahrzehnten mit militärischen Mitteln abzuarbeiten gedenkt. Darüber hinaus versucht der Iran durch Beherrschung von Nukleartechnologie, sein imperialistisches Gewicht in der Region zu erhöhen. Der GegenStandpunkt zieht hier einen interessanten Vergleich zu Deutschland, das sich zur Zeit des seligen Franz Josef seine Kernkraftwerke nicht etwa aus rein energiepolitischen Gründen zugelegt habe, sondern um in den Kreis der Atommächte aufzusteigen, die wenigstens prinzipiell über das Wissen und die nötige Technik verfügen, eine Atombombe zu bauen.

Israels Sicherheitsbedenken werden dadurch sicher nicht gegenstandslos, sehr wohl aber das dämliche Argument von Antideutschen, beim Iran hätte man es mit einem Staat zu tun, der nach völlig anderen Maßstäben kalkuliert als seine westlichen Konkurrenten.