Tag-Archiv für 'psychoanalysis'

Žižek über Antisemitismus und Islamophobie

Das neue Buch von Slavoj Žižek, The Parallax View, erscheint mir alles andere als unproblematisch. Deshalb hier nur einen kurzen Ausschnitt dessen, was ich an seiner Analyse des europäischen Antisemitismus noch durchaus anregend und inspirierend fand (pp. 253--258). Dummerweise hab ich mir in meinem Authentizitätswahn die englische Ausgabe des Buches gekauft, was sich hinterher als herber Fehler herausstellte, weil Slavoj Žižek selbst kein native speaker ist und die deutsche Übersetzung wenigstens von einer Muttersprachler_in besorgt gewesen wäre. But never mind, here he goes: (mehr…)

Revisionist Dream Logic

Slavoj Žižek about radical Islamists who admittingly deny the Holocaust:

Recall the joke evoked by Freud in order to render the strange logic of dreams: (1) I never borrowed a kettle from you; (2) I returned it to you unbroken; (3) the kettle was already broken when I got it from you. Such an enumeration of inconsistent arguments confirms what it hopes to deny — that I returned to you a broken kettle. Doesn’t the same inconsistency characterize the way radical Islamists respond to the Holocaust? (1) The Holocaust did not happen. (2) It did happen, but the Jews deserved it. (3) The Jews did not deserve it, but they themselves lost the right to complain by doing to Palestinians what the Nazis did to them.

Freudomarxismus — ein gescheitertes Theorieprogramm

Mit der Engführung von Psychoanalyse und Marxscher Ökonomiekritik verhält es sich so ähnlich wie mit den feministischen Matriarchatstheorien: In den 70er Jahren sprach jeder davon, heute interessiert sich dafür keine Sau mehr. Das hat Gründe, die bei weitem nicht nur in der Mode liegen. Vielmehr sind beide Theorieanstrengungen in einer Weise kritisiert und entplausibilisiert worden, dass man sich mit ihnen heute fast schon lächerlich zu machen droht. Was bei den Matriarchatstheorien das fortschreitende ethnologische und prähistorische Wissen besorgte, hat sich beim Freudomarxismus gleich auf doppelte Weise erledigt: einerseits durch Michel Foucaults berühmte Kritik an der „Repressionhypothese“, mit welcher er Ende der 70er Jahre ein psychologie-skeptisches Forschungsprogramm vorlegte, dem heute fast alle verpflichtet sind, die sich noch kritisch mit dem Thema „Sexualität“ befassen; andererseits durch die gesellschaftliche Entwicklung selbst, die den Kinderglauben an die befreiend-subversive Macht des Sexes weitgehend ad absurdum führte. (mehr…)

Sigmund Freud and the Flying Spaghetti Monster

Wenn zwei „wissenschaftlich nie widerlegte“ Lehren — etwa Christentum und Psychoanalyse — sich begegnen, darf man mit abgeschmacktem Schmonzes wie diesem rechnen:

Welche Faktoren sind typisch für das homo-gefährdete Kind?
[…]

  • Hielt bei Streit zwischen den Eltern zur Mutter. […]
  • Wurde „der liebste kleine Junge der Welt“ genannt
  • Ging aggressiven, einschüchternden älteren Brüdern aus dem Weg.

[…]
Homosexualität ist deshalb eine Form psychosexueller Unreife.

Nächstes Mal: Was können Eltern für eine gesunde Geschlechtsentwicklung ihrer Söhne tun?

Gefunden auf dem katholischen Fundamentalistenportal kreuz.net

My Psychoanalyst is an Idiot

Passend zu meinem letzten Eintrag: Georg Kreisler …

Vom psychoanalytischen Marxismus zum Freudo-Liberalismus

Thomas Immanuel Steinberg rezensiert die freudo-ökonomischen Theorien von Thomas von der Osten-Sacken und Christian Knoop (beide Mitglieder der Entwicklungshilfeorganisation Wadi e.V.) über den Zusammenhang von „Pädarastie“ (sic!) und mangelndem Volkswohlstand.

Ich lieg am Boden! =))