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Der Heidegger des Werts nobilitiert die christliche Rechte

Dass Gerhard Scheit einen ordentlichen Lattenschuss hat, wusste ich schon lange. In der neuen BAHAMAS toppt er mit seinem Plädoyer für eine Rechristianisierung des Westens jedoch alles bisher Dagewesene. Die Religion sei einfach die bessere Wahl als der in den USA vorherrschende linke Liberalismus, wenn es darum gehe, „den Feind der Demokratie deutlich zu markieren“:

Allein auf diese Weise kann die Religion ihrer von der Aufklärung für sie vorgesehenen Aufgabe nachkommen: die Menschen nicht einer je eigenen Abstammung zu versichern, sondern sie zur universellen Moral hinzuführen; sie nicht voneinander ethnisch zu trennen, sondern füreinander „angenehm“ zu machen. So erscheint Religion als Antidot gegen die Selbstzerstörung des Liberalismus. […] Die Liberalen hingegen, die sich auf Europa berufen, gefallen sich darin, die Renaissance der Religion in den USA und in Israel unter dem Schlagwort des Fundamentalismus mit der weltweiten des Islam gleichzusetzen. […] Der Jargon der Demokratie jedenfalls hat für diesen Feind [gemeint ist der Islam — Lysis] keine Begriffe, und das ist es, was in den linksliberalen Kreisen Europas demonstriert wird. […] Vor diesem Hintergrund treten die „secularist habits“ in Kerneuropa nur umso deutlicher als Ausdruck eines umfassenden Appeasements hervor, das den aktuellen islamistischen und panarabischen Untaten entgegenkommt […].