Tag-Archiv für 'sex'

A friendship of the strongest kind

Picturing Men 1Jonathan Katz interprets the American 19th-century construction of male-male love in a college guy’s secret diary:

On February 2, 1837, Albert Dodd, then nineteen or twenty years old, contemplated in his diary the emotional ups and downs of his past year at Washington College (now Trinity), in Hartford, Connecticut: “First, the friend I loved,” a classmate, John Heath, “the first one whom I had ever truly loved in this wide world, became estranged from me, as I indeed did from him.” […]

Dodd wondered what to name his feeling for Heath: “It is not friendship merely which I feel for him, or it is friendship of the strongest kind. It is a heartfelt, a manly, a pure, deep, and fervent love.” This is literally a defining moment in his diary. Dodd toyed with the word “friendship,” but then rejected if for “love,” qualified as especially intense. Adding qualifiers to the terms “love” and “friendship” was one of the main ways that men of this time affirmed their special feeling for men. […] (mehr…)

Sexuelle Machtergreifung

Grandios – der Vortrag/Aufsatz von Dagmar Herzog über die religiöse Rechte in den Vereinigten Staaten und ihren nahezu widerstandslosen Durchmarsch auf sexualpolitischem Terrain:

In den Anfangsjahren des einundzwanzigsten Jahrhunderts: Der Diskurs über Sex in den USA grenzt inzwischen ans Halluzinatorische. Der Verkauf von Vibratoren ist in dreizehn Bundesstaaten nicht erlaubt, weil, wie ein Gericht in Alabama formuliert, Regierungen ein legitimes Interesse daran haben, „das Streben nach artifiziell herbeigeführten Orgasmen“ zu unterbinden. Apotheker in mehreren Bundesstaaten dürfen den Verkauf von Kontrazeptiva an unverheiratete Frauen – trotz Arztrezept – verweigern, falls unehelicher Sex mit ihrem „Gewissen“ im Konflikt stehen sollte. […] Zwanzigtausend Anti-Onanie-Päckchen (samt Bibel und Warnungen auch vor Flirt, begehrlichen Blicken und „unreinen Gedanken“) werden an amerikanische Soldaten und Soldatinnen in Afghanistan und im Irak verschickt. […] Die seit 2006 verfügbare Impfung gegen das Human Papilloma Virus, der unter anderem genitale Warzen und Gebärmutterhalskrebs verursacht, löste eine lautstarke Kampagne gegen die flächendeckende Impfung junger Mädchen aus: Eine verringerte Angst vor Krankheit, so wird argumentiert, leiste womöglich vorehelichem Sex Vor­schub. Und an sogenannten „Reinheitsbällen“ (purity balls) geloben junge Mädchen von Florida bis Colorado in schicken Kleidern vor Gott und ihren Papis […], dass sie ihre Virginität bis zur Hochzeitsnacht erhalten werden. (mehr…)

Bruce LaBruce’s great new Agitporn Movie: „Otto; or, Up with Dead People“

And there you can watch an interview with filmmaker Bruce LaBruce.

Reaktionäre Jungle World

Reg mich heute schon den ganzen Morgen über diesen Artikel auf. Wenn ich könnte, würde ich den Autor die Redaktion dafür 5 Jahre nach Sibirien schicken!

Lesehinweis

Inamo (Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten) Nr. 52: Sexualitäten

White men saving brown girls

Kinderprostitution auf den Philippinen„Liebe ist ein Wort aus dem dekadenten Westen“, denn in Afghanistan kennt man so was nicht. Das zumindest postuliert der „kriegsgeile Hardliner Leon de Winter“ (EE) auf SPON. „Liebe ist ein Wort aus fernen Gedichten und Liedern, ein Wort aus dem dekadenten Westen, wo sie keine Ahnung haben von der Härte einer Existenz in der Wüste und vom unaufhörlichen Krieg, der die Essenz des Lebens ist, in diesem Teil der Welt“, dichtet der Schriftsteller aus den Niederlanden im schlechten Ernst-Jünger-Style und gewahrt im Foto von Leuten am Hindukusch den „Blick auf die kollektive Vergangenheit der Menschheit, auf den Horror unserer brutalen Natur“. Denn dieser Natur stehen die Islamis eben noch viel näher als „wir Westler“, die ihrer tierischen Herkunft (welche uns unverstellt aus einem afghanischen Männergesicht anstarrt) solche Phänomene wie „Liebe, Zärtlichkeit, Schönheit, Individualität und Respekt“ erst mühevoll „aufgezwungen haben“. (mehr…)

Nicht anfassen!

Sexueller Faschismus jetzt auch in der BRD.

Infantile Inquisition: Aus Verdrängern werden Verfolger?

Die „anti“deutsche Pädo-Hatz geht in die nächste Runde: Meinungsfreiheit ja — für Rassisten, für Vergewaltiger, für Kriegshetzer, aber doch bitte nicht für „Abartige“!