Tag-Archiv für 'sodomy'

Thomas Jefferson’s „liberal“ approach

In a peculiar twist, Thomas Jefferson [1743 – 1826], a man who is usually noted as a[n] enlightened voice in American history, drafted a proposed revision of Virginia’s laws. In it, he specified that the penalty for sodomy among men should be castration, and for women, a hole should be cut in the nasal cartilage [dt. „Nasenscheidewand“] of at least one half inch in diameter apparently in the belief that torture was preferable to the death penalty. Jefferson’s proposal was unique not only because it specified mutilation as a punishment, but because he broke with the English tradition and included women in his definition of sodomy. Fortunately, Jefferson’s „liberal“ approach was never made law.

Source: gayhistory.com

Islamophobie und „Anti-Sodomie“ im Mittelalter

Sex mit Tieren und zwischenmännlicher Analverkehr — beides in der christlichen Tradition unter dem Rubrum „Sodomie“ (oder englisch „Buggery“) begrifflich zusammengefasst — sind immer schon zentrale Topoi der antijüdischen und antimoslemischen Hetze gewesen. So ersuchte etwa das ‚Good Parliament‘ den englischen König Edward III. im Jahr 1376

to banish foreign artisans and traders, particularly ‚Jews and Saracens [Muslime]‘, accusing them of having introduced ‚the too horrible vice which is not to be named‘ which would destroy the realm. But it was not until 1533 that a statute was actually enacted against homosexuals. The Act — 25 Henry 8, Chapter 6 — begins ‚Forasmuch there is not yet sufficient and condign punishment appointed and limited by the due course of the Laws of this Realm, for the detestable and abominable Vice of Buggery committed with mankind or beast‘, and proceeds to adjudge it a felony punishable by hanging until dead.1

England war hier freilich ein historischer Nachzügler. Denn bereits während der Jahre 1250 bis 1350 war fast im gesamten christlichen Europa die Todesstrafe für „Sodomie“ eingeführt worden, und zwar ganz unzweifelhaft im Kontext der antimuslimischen Kreuzzugspropaganda, so dass es keineswegs übertrieben erscheint, den historischen Zündfunken der europäischen Schwulenverfolgung im mittelalterlichen Antiislamismus zu sehen. John Boswell dazu:2 (mehr…)

„Judensau“ und „Ziegenficker“

'Judensau'-Karikatur In welcher Tradition sich antimoslemische Rassisten mit ihren projektiven Tierfick-Phantasien bewegen, verrät uns einmal mehr Wikipedia:

Judensau-Spottbilder sind seit dem frühen 13. Jahrhundert vor allem in Deutschland belegt. Sie sind auf Steinreliefs und Skulpturen an etwa 30 Kirchen und anderen Gebäuden vornehmlich Mitteleuropas bis heute zu sehen. […] Das mittelalterliche Bild einer „Judensau“ stellt Menschen und Schweine in intimem Kontakt dar. […] In der häufigsten Variante saugen diese als Juden kenntlich gemachten Figuren wie Ferkel an den Zitzen einer Sau. In anderen Darstellungen reiten sie verkehrt herum auf einem Schwein: das Gesicht dem After zugewandt, aus dem Urin spritzt. Auf wieder anderen Darstellungen umarmen oder küssen sie Schweine.